31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Samia Yusuf Omar – das Grab der somalischen Olympia-Athletin auf Lampedusa entdeckt · Kategorien: Eritrea, Italien, Libyen · Tags: ,

Acht Monate nach ihrem Tod – auf der Boots-Flucht aus Libyen nach Lampedusa – erregt das Schicksal von Samia Yusuf Omar mehr und mehr internationale Öffentichkeit. Ein italienischer Minister muss jetzt geloben, dass er ihr namenloses Grab auf Lampedusa besuchen wird. Sie war in einer armen Familie mit 5 Geschwistern in Mogadischu aufgewachsen. Ihr Vater wurde im Bürgerkrieg umgebracht, ihre Mutter war zu entwürdigendsten Arbeiten gezwungen.

Am 19.08.2012 berichtete ihr Landsmann Abdi Bile, der eine Athletik-Goldmedaille erlangt hat, dass Samia Anfang April auf einem Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Italien umgekommen ist. Der Arzt Giuseppe Saviano hat viele Wochen später Samia Yusuf Omar auf einem Video entdeckt und ist damit am 28.08.2012 (Tageszeitung Il Mattino) an die Öffentlichkeit gegangen. Er hatte die Bergungsaktion an Land koordiniert. Nach diesen Angaben stellt sich jetzt heraus:

Samia Yusuf Omar war im 4. Monat schwanger.  Sie lag tot auf dem Boden des Betonbodens oder des Abflussrohres der Küstenwache von Lampedusa, wie ein Video der Ausgabe von Il Mattino zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 13.03.2012 soll sie in einem 9 Meter langen Schlauchboot mit ungefähr 60 eritreischen und somalischen Flüchtlingen aus Libyen losgefahren sein. Die italienische Küstenwache hat das Boot 87 Seemeilen südlich von Lampedusa am 16.03.2012 aufgespürt. Da soll Samia Yusuf Omar bereits im Koma gelegen haben. An Bord befanden sich Leichen Kinder und Heranwachsender, sie waren als Erste verdurstet. Andere hatte Verbrennungen, da Benzinkanister ausgelaufen waren. In den frühen Morgenstunden des 17.03.2012 kam die Küstenwache mit dem Boot im Schlepptau an.

Samia starb bei der Ankunft mit vier weiteren Boat-people und wurde gleich am nächsten Tag ohne Namen auf dem Friedhof von Lampedusa beerdigt, während die Bevölkerung von Lampedusa Ostern feierte.

Il Mattino 28.08.2012:

http://www.ilmattino.it/articolo.php?id=216391&sez=ITALIA

http://corrieredelmezzogiorno.corriere.it/napoli/notizie/sociale/2012/30-agosto-2012/riccardi-tornero-lampedusa-visitare-tomba-samia–2111620189562.shtml

http://www.spiegel.de/panorama/samia-yusuf-omar-somalische-olympia-sportlerin-starb-auf-fluechtlingsschiff-a-851046.html

 

31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Dauerhafter „Notstand“ – die Antwort Italiens auf die arabischen Aufstände · Kategorien: Ägypten, Italien, Lesehinweise, Libyen, Tunesien · Tags: , , ,

Migration in Italy: a ‘State of Emergency’?

Nina Perkowski , 30 August 2012: The ‘state of emergency’ declared in the wake of the Arab Spring ends in four months time, but Italy is still failing in the basics of migration control and management. Despite international criticism, controversial push-back agreements have not been buried with the legacies of Berlusconi and Gaddafi, says Nina Perkowski.

Vollständiger Artikel:

http://www.opendemocracy.net/5050/nina-perkowski/migration-in-italy-%E2%80%98state-of-emergency%E2%80%99

 

31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Malta (EU) / Libyen: gemeinsame Militärmanöver gegen Boat-people · Kategorien: Libyen, Malta · Tags: ,

Armed Forces of Malta and Libyan Navy Engage in Joint Training Operation – Migrant Patrols a Focus of Training

 

 

 

 

 

 

 

 

Niels Frenzen, 30.08.2012: An Armed Forces of Malta (AFM) maritime squadron conducted its first joint training exercise this week with the Libyan Navy since the overthrow of the previous Libyan government. An AFM offshore patrol vessel and 46 AFM personnel engaged in training exercises in the Tripoli Harbour and off the Libyan coast. Among the exercises practiced were “pre-boarding interrogation techniques via radio, approach to a suspected vessel and the conduct of the subsequent boarding and verification operations.” Maltese officials said they hope “such training exchanges become a regular feature of the bilateral relationship.” Media reports quoted an anonymous military source as saying that “[t]he training exercise will focus on patrolling the Libyan border because this is where most of the illegal migration problems begin, resulting in an influx of migrants into Malta and Lampedusa.”

http://wp.me/pyBl3-Io

http://migrantsatsea.wordpress.com/2012/08/30/armed-forces-of-malta-and-libyan-navy-engage-in-joint-training-operation-migrant-patrols-a-focus-of-training/

Thursday, July 5, 2012, 13:23: Libyan Under-Secretary visits Malta, discusses immigration Border control and immigration were discussed by government and AFM officials with the Libyan Under-Secretary for Defence for Borders, Oilfields and Critical Infrastructure Al Siddiq A. Al Obaidi, who visited Malta earlier this week.
He arrived late on Monday and left on Tuesday. His visit was only disclosed by the government today. The DOI said talks were held with, among others, Foreign Affairs Minister Tonio Borg and AFM commander Brigadier Martin Xuereb. They centred on the importance of closer ties between Malta and Libya on border control and illegal immigration and assistance which the AFM can give the Libyan authorities.

http://www.timesofmalta.com/articles/view/20120705/local/border-control-illegal-immigration-discussed-with-libyan-under-secretary.427311

http://www.maltatoday.com.mt/en/newsdetails/news/national/AFM-in-Tripoli-to-train-Libyan-Navy-20120827
http://www.afm.gov.mt/NewsDetails?l=1&nid=1745&cid=87
http://english.alarabiya.net/articles/2012/08/27/234562.html

31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Boat-people Sizilien: Flucht an Land geglückt · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Ein hölzernes Fischerboot ist am 28.08.2012 an Capo Passero (Küste von Portopalo, bei Syracus, Sizilien) um 28:30 Uhr mit ungefähr 100 Flüchtlingen und MigrantInnen an Bord angekommen. Es sind wahrscheinlich SomalierInnen und EritreerInnen, unter ihnen 25 Frauen und einige Kinder. Nach Angaben der Passagiere sind sie mit ungefähr 230 Personen in Benghasi (Libyen) am 25.08.2012 losgefahren. Die Hafenbehörden von Portopalo, der Zivilschutz und andere Organisationen sind mit der provisorischen Unterbringung in Portopalo beschäftigt. Den übrigen über 100 Passagieren des Boots ist wahrscheinlich die unbemerkte Flucht an Land geglückt, wie die Tageszeitung La Repubblica schreibt.

http://www.gds.it/gds/sezioni/cronache/dettaglio/articolo/gdsid/208918/

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2012/08/29/news/sbarcano_240_immigrati_donna_incinta_in_ospedale-41654945/

31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für 500 x 20 Euro: Spendenkampagne für den Protestmarsch der Flüchtlinge nach Berlin · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,

Um die Residenzpflicht abzuschaffen,
Um die Abschiebungen zu stoppen,
Um die Flüchtlingslager zu schließen,
Um für uns Flüchtlinge in Deutschland bessere Lebensbedingungen in Würde und Menschlichkeit zu erzielen,

nehmen wir, die protestierenden Flüchtlinge, es auf uns und werden am 08.09.12 einen 600km langen Weg von Würzburg zu Fuß nach Berlin antreten. Dort werden wir demonstrieren und unsere Forderungen anbringen bis sie erfüllt sind. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen sind wir auf Ihre Solidarität und Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.Bitte spenden Sie! Jeder Betrag ist willkommen, ob 10, 20, 50 Euro oder noch mehr.

Bitte helfen Sie uns, diesen Spendenaufruf zu verbreiten!

Sprechen Sie Freunde, Familie und Nachbarn auf unseren Marsch an. Gerne auch via Facebook,Twitter und anderen Netzwerke.

Verfolgen Sie unseren Protestmarsch auf unserer Homepage:
www.refugeetentaction.net

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar! Sie erhalten auf Wunsch eine Spendenquittung. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Kontoauszug als Nachweis.

Bankverbindung

Förderverein Karawane e.V.
GLS Gemeinschaftsbank eG
Stichwort: Protestmarsch Berlin
Kontonummer: 4030780800
Bankleitzahl: 43060967
IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

31. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 7 – September 2012 · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,
 +++ Protestmarsch der selbstorganisierten Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin und Break-Isolation Camp in Erfurt +++ Demonstrationen gegen Abschiebehaft in Büren und Ingelheim ++  Aktionstage gegen Sammelabschiebungen vom Baden-Airpark  +++ Weitere überregionale und transnationale Links und Termine +++

Liebe Freundinnen und Freunde!
Im neuen Newsletter der antirassistischen Bewegung für September wollen wir zuallererst zur Solidarität mit dem anstehenden Protestmarsch der Flüchtlinge aufrufen. Residenzpflicht durchbrechen, Lager auflösen, Abschiebungen stoppen – mit diesen Forderungen startet der Marsch in Würzburg am 8. September, zeitgleich mit den Demonstrationen in Büren und Ingelheim. Er führt über zwei Routen nach Berlin und an den zahlreichen Stationen ist alle mögliche praktische Mitarbeit gefragt. Ganz dringend wird finanzielle Unterstützung benötigt und mehr zum Spendenkonto, zu den Routen, zum Aufruf und Hintergrund gleich weiter unten.

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29. August 2012 · Kommentare deaktiviert für UN Bericht zu (Abschiebe-)Haft in Tunesien · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

UN Special Rapporteur on the human rights of migrants concludes first country visit in his regional study on the human rights of migrants at the borders of the European Union: Visit to Tunisia

http://www.ohchr.org/FR/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=12231&LangID=E

Auszüge:

„Firstly, I am concerned that irregular border crossing remains a criminal offence in Tunisia (franchissement illégal de la frontière). This contravenes fundamental principles of human rights including the right to leave ones country (Art. 12, ICCPR). Whilst the Tunisian authorities insist that this is not regularly applied against Tunisians, I learned of cases where it was in fact used, including against foreigners entering Tunisia irregularly, and who were subsequently imprisoned for the alleged offence. I also met with an unaccompanied minor who had been charged with crossing the border into Tunisia illegally. He was sentenced to 9 days prison, which he served in a juvenile facility, and was thereafter transferred to a detention center awaiting deportation. […]

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29. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Analyse zum Aufstand in El Hencha · Kategorien: Lesehinweise, Tunesien · Tags: , ,

Khaled Gharbi Ben Ammar und Sandro Chignola

Tunesien: Neustart der Revolution ohne Zentrum

Übersetzung aus dem Italienischen (Tunisia: rilanciare la rivoluzione senza centro)

http://uninomade.org/tunisia-rivoluzione-senza-centro/, 29.08.2012

Zugrundeliegende Interviews (Audio): http://uninomade.org/ennhada-degage/

Die Ereignisse können nebensächlich erscheinen. Was passiert in El Hencha, einer landwirtschaftlich geprägten Stadt bei Sfax, der zweitwichtigsten Stadt Tunesiens? Am 20. August hat die Regierungsagentur für Entwicklung eine Versammlung einberufen. Das Einwohnerregister sollte durchgearbeitet werden, damit die nationalen Landwirtschaftsfonds zugewiesen werden können. Es war ein kleines Problem, denn die zur Versammlung Eingeladenen waren nur das Klientel der islamischen Partei Ennahda, die durch dieses Verfahren die kommenden nationalen Wahlen voraussichtlich im März 2013 für sich zu entscheiden versucht. Mit der Versammlung sollten auf klassische Art Gefälligkeits-Wählerstimmen zusammenkommen.

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28. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung Lichtenhagen 2012 – nur für Weiße · Kategorien: Deutschland

Zwei Mitgliedern des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V. wurde der Einlass zur Gedenkveranstaltung der rassistischen Pogromen von vor 20 Jahren verwehrt – trotz offizieller Einladung und ohne Begründung.
http://www.youtube.com/watch?v=5EYtYwUOOqo&feature=youtu.be

28. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Vom Pogrom zum Programm – Griechenland 2012? · Kategorien: Deutschland, Griechenland, Lesehinweise

„Wenn nichts geschieht, wird die EU ein neues Lichtenhagen produzieren. Ein Lichtenhagen im Massstab eines ganzen Landes: Griechenland“

The Pogrom of Lichtenhagen – 20 years later the EU is making the same mistakes

Today is the last day of the 20th anniversary of the events (often called ‘riots’) of Rostock-Lichtenhagen. In Germany, it is also referred to as the pogrom of Rostock-Lichtenhagen.

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