02. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Immigration in Katar · Kategorien: Golfstaaten

Rechtlosigkeit und Überausbeutung

Lediglich 6 % der Erwerbsbevölkerung sind katarische Staatsangehörige. Für die Ausrichtung der
Fußballweltmeisterschaft  2022  müssten  eine  Million  neue  Arbeitsmigranten  eingestellt  werden,
zusätzlich zu den rund 1,2 Millionen, die bereits in Katar leben (die meisten Wanderarbeitskräfte
kommen aus Pakistan, Indien, Nepal, den Philippinen, Bangladesch und Sri Lanka) und von denen
506.000 in der Baubranche arbeiten.
»Viele  dieser  Wanderarbeitskräfte  haben  unter  immenser  Ausbeutung  zu  leiden:  extrem niedrige
Löhne  (häufig  weniger  als  ihnen  vor  der  Abreise  versprochen  wurde),  verspätete  Zahlung  oder
Nichtzahlung der Löhne, extreme Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz,
Konfiszierung  der  Pässe,  menschenunwürdige  Unterkünfte  usw.  {…}«    Es  erscheint
unwahrscheinlich,  dass  die  Behörden  Katars  bereit  sind,  die  Gesetze  aufzuheben,  »die
Wanderarbeitskräften das Vereinigungs-, das Tarifverhandlungs- und das Streikrecht vorenthalten.
Das Gesetz ermöglicht die Bildung von „Arbeitnehmerausschüssen“in Betrieben mit mindestens 100
katarischen Beschäftigten, denen (Arbeits-)Migranten jedoch nicht angehören dürfen.«

Zusammenfassung von Reinhold Schramm vom 20.07.2012

http://labournet.de/internationales/qa/menschenwuerde_rs.pdf
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