17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für b4p Veranstaltung Hamburg, 20.12.2012 · Kategorien: Deutschland · Tags:

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Die Revolution hat mir die Freiheit gegeben, die Grenzen in Frage zu stellen

Revolution und Migration

Eine Veranstaltung von Boats4People und dem Flüchtlingsrat Hamburg zum zweiten Jahrestag der tunesischen Revolution

am 20.12.2012 in der W3, Nernstweg 32 um 19.30 Uhr

Mit Wael Garnaoui (Psychoclub, Tunis), Sinda Garziz und Syrine Boukadida (Netzwerk für den Kampf für Bewegungsfreiheit, Tunesien)

Am 17.12.2010 gab Mohammed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung den letzten Anstoss zur Revolution in Tunesien. Der damalige Regierungschef Ben Ali musste kurz darauf aus dem Land fliehen. Seitdem fanden zwar Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung statt, doch sind die revolutionären Prozesse und Kämpfe um Einfluss, Anerkennung und Veränderung längst nicht abgeschlossen.

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17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Israel, Abschiebe-Geisterstadt · Kategorien: Israel · Tags: ,

Erecting a ghost town in the desert

Haaretz, Gili Cohen, 11 December 2012

http://www.haaretz.com/news/features/erecting-a-ghost-town-in-the-desert.premium-1.483992

Israel has invested more than NIS 200 million in establishing a detention center for African migrants. Too bad so few of them are coming. Somewhere in the western Negev, between two military bases, the Israeli bureaucracy has vanished. It’s rare to find a construction project in this country where only 10 days separate the decision and the start of work.

Still, despite the investment of millions of shekels, the place remains desolate – just a rusted perimeter fence, a second fence with dangling barbed wire, guard towers, and row after row of green tents. Welcome to the detention facility called the tent city for African migrants, built by the Defense Ministry.

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17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Griechenland, Thessaloniki: Sozialklinik · Kategorien: Griechenland · Tags:

„[…] Sozialklinik von Thessaloniki. Gegründet wurde sie vor sieben Jahren von linken Ärzten, die sich um kranke Migranten ohne Papiere kümmerten. Die Krise machte diese bescheidene private Institution zu einer wichtigen Anlaufstelle für alle, die keinen Zugang mehr zu den staatlichen Krankenhäusern haben: legale Migranten, einheimische Arbeitslose ohne Krankenversicherung, viele Rentner. Seit einem Jahr machen immer mehr Freiwillige mit. Fast 150 Ärzte, Zahnärzte und Krankenschwestern leisten ein- bis zweimal die Woche eine volle Schicht. Ausgebildete Ingenieure, die keine Bauaufträge mehr bekommen, halten das Sekretariat zwanzig Stunden am Tag geöffnet. Die Fanklubs der Fußballvereine Paok und Iraklis sammeln Medikamente für die Apotheke der Sozialklinik; eine krebskranke Zahnärztin hat der dentistischen Abteilung ihre ganze klinische Ausrüstung überlassen.

Die Sozialklinik erfährt so viel Unterstützung, dass sie das Projekt der ganzen Stadt zu sein scheint. An einem Montagabend im Olympion, dem größten Kinosaal der Stadt, geben vier alte Rocker um die 60 ein Solidaritätskonzert. Die Band nennt sich The Presidents und besteht aus gestandenen Professoren, die alle mal Rektoren ihrer Fakultät waren. Sie mimen Jimi Hendrix und spielen Led Zeppelin, der Saal ist voll, eine Mischung aus akademischer Nomenklatura, Studenten, Schülern und ganz normalen Fans von Rockmusik. Die Akustik ist lausig, aber die vier spielen wirklich gut. Und das Beste kommt zum Schluss: „Always look at the bright side of life“. Ein Schuss Optimismus – das, was hier jeder braucht. Sogar ältere Leute im Anzug summen mit, der ganze Saal lächelt. Und die Kasse stimmt. Fast 4 000 Euro haben The Presidents am Schluss gesammelt und auch noch ein paar Freiwillige rekrutiert, die in der Sozialklinik mitarbeiten wollen. .[..]“

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2012/12/14.mondeText1.artikel,a0013.idx,3

17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Zugriff auf Eurodac · Kategorien: Deutschland, EU

Innenpolitik , Datenschutz, Erfasste Flüchtlinge

Von Heribert Prantl, , 17.12.2012

München – Man hat sich in ganz Europa daran gewöhnt, dass Flüchtlinge in Abschiebehaft genommen werden, obwohl sie nichts verbrochen, sondern nur Zuflucht gesucht haben. Hilfsorganisationen klagen immer wieder darüber, dass Flüchtlinge wie Kriminelle behandelt werden – ungeachtet der Tatsache, dass das Asylrecht zu den Grund- und Menschenrechten zählt. Die Kritik erhält jetzt neue Nahrung: Die nationalen Sicherheitsbehörden sollen umfassend Zugriff auf die EU-Datenbank Eurodac erhalten, in der die Fingerabdrücke von Flüchtlingen und Asylbewerbern gespeichert sind.

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17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Sidi Bouzid, 2 Jahre Revolution: Pfiffe, Tomaten und Steine Richtung Staatsspitze · Kategorien: Tunesien · Tags:

Am 17.12.2012 haben sich 2 der 3 Übergangspräsidenten Tunesiens (Staatspräsident Moncef Marzouki und Parlamentspräsident Mustapha Ben Jaafar) nach Sidi Bouzid gewagt, wo genau vor 2 Jahren die tunesische Revolution begonnen hatte. Die Staatsspitze tauchte mit einem Tross von Wirtschaftsleuten auf und wollte eine Gedenkfeier in Sidi Bouzid veranstalten. Sie wurden, so berichten Nachrichtenagenturen am Mittag des 17.12.2012, mit Pfiffen, Tomaten- und Steinwürfen empfangen.

Im letzten Jahr hatte Moncef Marzouki am selben Tag Reißaus aus der Stadt nehmen müssen, derart gross ist die Wut der Armen, dass sich nichts an ihrer sozialen Lage geändert hat.

http://www.tunisienumerique.com/tunisie-sidi-bouzid-jets-de-tomates-pour-accueillir-marzouki-et-la-delegation-ministerielle/157390

17. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Rassistische Hetze gegen Flüchtlinge in Oran · Kategorien: Algerien

In Oran sind neu angekommene Flüchtlinge gezwungen, auf der Strasse zu leben, dort zu nächtigen, Toiletten und Hygienemöglichkeiten fehlen. In der Zeitung Le Quotidien d’Oran erscheint am 17.12.2012 ein Artikel, der die Beschwerden der AnwohnerInnen aufnimmt und in seiner offen rassistischen Hetze in Algerien bislang einmalig ist.

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