03. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Robert Bosch Stiftung

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Es wird viel über sie gesprochen, aber auf der internationalen Konferenz von Geflüchteten und Migranten in Hamburg Ende Februar ergriffen sie selbst das Wort: Über 2.000 Flüchtlinge und Migranten sprachen auf dem selbst organisierten Treffen über ihre Sicht zu Themen, die sie direkt betreffen. Themen wie Asylgesetze, die Lage an den Grenzen, Selbstorganisation und Sexismus . Das Motto der Konferenz: „Der Kampf der Geflüchteten – wie weiter machen? Beendet den Krieg gegen die Migrant*innen.“


Raum für Vernetzung und Austausch

Es war keine Konferenz der großen Reden, sondern der vielen kleinen Geschichten – Geschichten von Geflüchteten. Geschichten von Gewalt und Krieg, Flucht, Sprachproblemen und Frustration über deutsche Bürokratie und Politik. Aber es waren auch Geschichten über ein Leben in Freiheit, gegenseitige Hilfe und den Glauben an eine bessere Zukunft. Die vorherrschende Stimmung: Wir wollen von unserem Schicksal berichten, uns ihm aber nicht ergeben.

„Es geht darum, Leute miteinander zu vernetzen und zu zeigen, dass Migranten etwas zu der Gesellschaft beitragen können“, sagt Ali Ahmet. Er gehört zu der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“, die die Konferenz organisiert hat. Unterstützt wurden sie dabei von Freiwilligen und der Kulturfabrik „Kampnagel“, zugleich Ort der dreitägigen Konferenz.

„Ich als geflüchtete Person und Ausländerin in diesem Land habe es sehr positiv erlebt, willkommen geheißen zu werden auf dieser Konferenz und dass mir mit so viel Respekt begegnet wird“, sagt Sherey, die mit ihrer Familie zu der Konferenz gekommen ist. […]

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