26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Migrationsexpertin: „Es geht um Klassenzugehörigkeit“ · Kategorien: Hintergrund · Tags: ,

Quelle: derStandard | 25.01.2017

Männlichkeit wird im Kontext von Migration oft als Grund für Probleme gedeutet – für Susanne Spindler eine Strategie, um von Ungleichheiten abzulenken

Interview CHRISTINE TRAGLER

STANDARD: Die Ursachen für die Probleme von und mit jugendlichen Migranten werden oft in ihrem kulturellen Background gesucht. Werden damit soziale Probleme zugedeckt und kulturalisiert?

Susanne Spindler: Indem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von „der“ türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Europe’s crackdown on African immigration is hitting vulnerable refugees“ · Kategorien: Afrika, Eritrea, EU, Sudan

Quelle: The Guardian | 26.01.2017

The EU is involved in secret talks with Sudan and Eritrea to prevent an exodus to southern Europe, leaving thousands at the mercy of repressive regimes

Documents cited in the Guardian on Monday showing that the UK government downplayed the risk of human rights abuses in Eritrea in an attempt to reduce asylum-seeker numbers are the latest indication of Britain’s determination to reduce African immigration. But this is a Europe-wide initiative, co-ordinated in Brussels.

With French, German, Dutch and Italian elections later this year, there is intense pressure across the European Union to cut the flows of refugees and migrants across the Mediterranean. European plans to deal with the question have been veiled in secrecy, since they involve close cooperation with some of Africa’s most notorious dictatorships.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU-Innenminister: Noch keine Lösung im Streit um Verteilung der Migranten“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags: , ,

Quelle: DW | 26.01.2017

Die EU möchte die maritime Fluchtroute von Libyen nach Italien schließen. Flüchtlingslager in Nordafrika könnten Teil der Lösung sein. Wenig Fortschritt, aber eine neue Frist: Juni. Bernd Riegert berichtet aus Valletta.

So recht vorangekommen sind die EU-Innenminister bei ihrer informellen Diskussion um ein neues Asylsystem für die Union auf Malta nicht. Die EU-Ratspräsidentschaft hatte zum Nachdenken nach Valletta eingeladen. Der EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos hatte auf einen Durchbruch gehofft. Vergeblich. „Wir sind noch nicht da“, sagte Avramopoulos in Valletta. Einig sind sich alle, dass neue Regeln her müssen, weil die alte „Dublin-Verordnung“ für die großen Flüchtlings- und Migrantenzahlen der letzten beiden Jahre nicht taugt. Die osteuropäischen Staaten weigern sich aber nach wie vor überhaupt Flüchtlinge oder Asylbewerber aus dem überforderten Griechenland und Italien im Rahmen einer EU-weiten Umverteilung aufzunehmen. Andere Staaten, wie Deutschland oder Luxemburg, fordern mehr Solidarität mit den Ländern, die heute die Hauptlast tragen.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge auf der Balkanroute: Kein Schritt zurück“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien · Tags:

Quelle: Spiegel Online | 26.01.2017

Viele Flüchtlinge sind auf der Balkanroute steckengeblieben. In Serbien wurden Notunterkünfte errichtet, doch nicht alle wollen ihren Platz in der Kälte verlassen.

Von Maria Christoph

„Nachts kann ich meine Beine nicht spüren“, sagt Hazrat Bilal, 14 Jahre alt, aus Afghanistan. Die Temperaturen in Belgrad sinken auf minus zwölf Grad, doch Bilal will hier draußen bleiben. Er verbrachte die vergangenen vier Monate in einem illegalen Lager in Serbien, allein, ohne seine Eltern. Er versucht fast täglich, die Grenze nach Ungarn zu überqueren. Bis zu wie Bilal freiwillig in verlassenen Lagerhallen, ausgestattet nur mit dem Nötigsten: Essen und Wolldecken.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für We need VAN · Kategorien: Italien · Tags:

Crowdfunding-Aufruf von „Campagne in lotta“

zur Finanzierung eines Kleinbusses, der als mobile Beratungsstelle und zur Unterstützung der Kämpfe von Migrant_innen in der Landarbeit (v.a. in Süditalien) dienen soll. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis Ende Januar: WE NEED VAN

Was ist WE NEED VAN!?

Die Kampagne WE NEED VAN soll den Kauf eines Kleintransportwagens für das Landarbeiter_innenkomitee und das Netzwerk „Campagne in Lotta“ (Italien) ermöglichen. Als mobile Beratungsstelle zu Fragen rund um Arbeit, Papiere, Wohnen und Gesundheit wird der Wagen in der Provinz Foggia (Apulien), in der Ebene von Rosarno (Kalabrien) sowie in den Gegenden um Neapel und Caserta (Kampanien) unterwegs sein, um Erntearbeiter_innen, die in diesen Gebieten – den Epizentren landwirtschaftlicher Produktion Italiens und Europas – ausgebeutet werden, zu unterstützen.

WE NEED YES ist eine Kampfparole, mit der die Landarbeiter_innen im vergangenen Jahr vor die Amtssitze von Entscheidungsträger_innen sowie zu den Arbeitgeber_innen gezogen sind, um ein „Ja“ zu ihren Forderungen nach Papieren, rechtmäßigen Verträgen, Wohnungen und Mobilität einzufordern.

Diese Kampagne ist getragen von der Stärke und Entschlossenheit der Landarbeiter_innen.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Vor 85 Jahren: Italien meldet die vollständige Besetzung Libyens“ · Kategorien: Hintergrund, Italien, Libyen

Quelle: NZZ | 24.01.2017

Über dreissig Jahre führten die Italiener Krieg in Libyen. Den Generälen war jedes Mittel recht, auch Giftgasangriffe und Deportationen in Konzentrationslager. Ein Kapitel der Geschichte, das in Italien bis heute verdrängt wird.

von Karin A. Wenger

Nach über 20 Jahren Krieg sei ganz Libyen endlich befriedet – diese Nachricht liess der italienische General Pietro Badoglio am 24. Januar 1932 ins faschistische Rom überbringen. Die Repression der Aufständischen hatte ihren Preis: Italiens Streitkräfte hatten in dem besetzten Land unzählige Kriegsverbrechen begangen. Greueltaten, die bis heute nicht richtig aufgearbeitet wurden.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Städte der Zuflucht · Kategorien: Hintergrund, Lesehinweise · Tags:

Quelle: Netzwerk Flüchtlingsforschung | 24.01.2017

von Helene Heuser

Mit dem Begriff „Städte der Zuflucht“ können diejenigen Städte beschrieben werden, die eine direkte Aufnahme von Flüchtlingen oder MigrantInnen aus dem Ausland in eine bestimmte Stadt fordern. Momentan bilden sich in Deutschland, Europa und weltweit Initiativen auf Städteebene, die auf eine liberale Aufnahmepolitik von Flüchtlingen abzielen. Das ist kein Zufall, denn Städte sind seit jeher weltweit ein Ort der Migration und Flüchtlingsaufnahme. Angesichts der Begrenztheit der nationalstaatlichen Flüchtlingsregime rücken Städte bzw. Kommunen nun – auch in Deutschland – wieder in den Vordergrund.

Aktuelle Städte der Zuflucht

Weltweit formieren sich auf lokaler Ebene meist zivilgesellschaftliche Initiativen, die eine direkte Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Ausland durch ihre Kommune fordern. In Deutschland geht es vor allem um eine Umsiedlung von Asylsuchenden aus den Hotspots in Griechenland und Italien in deutschen Städten.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Donald Trump Declared War On ‘Sanctuary Cities.’ They’re Already Fighting Back. · Kategorien: andere Länder · Tags: ,

Huffington Post 25.01.17

The president signed an executive order Wednesday aimed at pressuring jurisdictions to work with him on deportations.

SAN FRANCISCO ― One of President Donald Trump’s first major executive actions on immigration policy is facing massive political blowback and will almost certainly crash and burn under the Constitution once courts begin to scrutinize the fine print. Weiterlesen »

26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Einwanderungspolitik: Trump zieht die Zugbrücke hoch · Kategorien: andere Länder · Tags: , ,

Quelle: SZ | 26.01.2017

von Johannes Kuhn

  • Trump unterzeichnet das Mauer-Dekret, doch viele Fragen zum Megaprojekt bleiben offen.
  • Die neue US-Regierung setzt amerikanische Städte unter Druck, bei der Abschiebung von undokumentierten Ausländern zu helfen.
  • Am Donnerstag wird Trump einen Erlass unterzeichnen, der Visa aus sieben Ländern mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung außer Kraft setzt.
  • Die Vereinigten Staaten werden vorläufig keine syrischen Flüchtlinge mehr aufnehmen.
  • In mehreren Städten demonstrieren US-Amerikaner gegen die neue Einwanderungspolitik.

Am sechsten Tag seiner Amtszeit hat die Einwanderungspolitik des neuen US-Präsidenten konkrete und erwartbar radikale Formen angenommen. Zunächst leitete Donald Trump per Dekret den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko ein und verschärfte die Abschiebungspolitik; dann kursierte ein für den Donnerstag erwarteter Erlass zur Visa-Politik der neuen Regierung.

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26. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Griechenland: EU-Geld erreicht Flüchtlinge nicht · Kategorien: Balkanroute, EU, Griechenland · Tags: ,

Quelle: DW | 26.01.2017

Obwohl die EU immer wieder Millionen zur Verfügung stellt, um Flüchtlingen auf den griechischen Inseln zu helfen, leiden die Menschen vor Ort Not. Politiker schieben sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe.

Vor wenigen Tagen hat Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Inneres und Migration, die Insel Lesbos besucht. Der Grund für seinen Besuch: Aufgrund einer Kältewelle lagen große Teile Griechenlands unter einer Schneedecke und damit auch die Flüchtlingslager. Aus dem reichsten Kontinent der Erde sah man auf einmal Fotos von Flüchtlingen, darunter Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderung, die in dünne Decken gehüllt in ihren Zelten Schutz vor Minustemperaturen suchten. Dabei hatte einige Tage zuvor Griechenlands Migrationsminister Ioannis Mouzalas noch verkündet: „Weder Flüchtlinge noch Migranten müssen frieren“.

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