04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libyen: Anarchie, die die Schwächsten trifft“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Süddeutsche Zeitung | 03.02.2017

Ohnmacht und Willkür: Warum das nordafrikanische Libyen für Flüchtlinge so gefährlich ist.

Von Andrea Bachstein und Moritz Baumstieger

Bei allem, was die EU-Länder sich in Malta vorgenommen haben, bleibt die Frage, mit welchen Partnern sie oder Italiens Regierung in Libyen eigentlich zusammenarbeiten wollen, um die Lage der Flüchtlinge zu verbessern und – vor allem – die Zahl der aus Libyen startenden Migranten zu senken. 80 bis 90 Prozent der 181 000 Flüchtlinge und Migranten, die 2016 in Italien landeten, kamen über Libyen, das zerfallen ist in Machtblöcke und Stammesfürstentümer.

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04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Helfer retten 1600 Menschen aus Seenot“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Handelsblatt | 04.02.2017

Mehr als 1600 Menschen haben Hilfsorganisationen zwischen Freitagnacht und Samstagmorgen aus dem Mittelmeer vor der libyschen Küste und aus dem Kanal von Sizilien gerettet. Die Helfer sprachen von „einem Albtraum“.

RomWieder haben sich dramatische Szenen auf dem Mittelmeer abgespielt: Am Samstagmorgen haben Hilfsorganisationen 300 Menschen aus dem Kanal von Sizilien gerettet, nachdem am Freitag bereits 1300 Flüchtlinge und Migranten nahe der libyschen Küste an Bord mehrerer Rettungsschiffe genommen wurden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die italienische Küstenwache. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die an einigen der insgesamt 13 Rettungsaktionen am Freitag beteiligt gewesen war, sprach auf Twitter von einem „absoluten Alptraum“.

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04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für EU verlässt sich in Flüchtlingskrise auf Libyen · Kategorien: EU, Libyen, Malta, Westlich · Tags:

Wie realistisch ist der 10-Punkte-Plan von Malta?

Die Welt | 03.02.2017

von Andre Tauber

Nach dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei setzt Brüssel jetzt auf die Zusammenarbeit mit Libyen. Es soll entschieden gegen Schleuser und Schmuggler vorgegangen und der Grenzschutz gestärkt werden.

Im Mittelmeer spielt sich ein Drama ab, in dem alljährlich Tausende Menschen ihr Leben verlieren. Nun verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf einen Plan, der eine Fortsetzung verhindern soll. Man sei „fest entschlossen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Migrationsströme entlang der zentralen Mittelmeerroute deutlich zu verringern“, heißt es in einer Erklärung des EU-Gipfels in Malta.

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04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für German report details Libya abuses amid pressure to stem migrant flows · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute, Westlich · Tags: ,

The Guardian | 30.01.2017

Embassy in Niger verifies reports of rights abuses including executions in camps as Italy demands action to halt crossings

by Patrick Wintour

Conditions for migrants and refugees in Libya are worse than in concentration camps, according to a paper sent to the German foreign ministry by its ambassador in Niger.

The German embassy in Niger has authenticated reports of executions, torture and other systematic rights abuses in camps on the refugee route in Libya, Die Welt cited the report as saying on Sunday. Weiterlesen »

04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Helfer retten mehr als 1300 Flüchtlinge aus dem Meer · Kategorien: Mittelmeer, Mittelmeerroute, Westlich · Tags: ,

Spiegel-Online | 03.02.2017

Die Hilfskräfte auf dem Mittelmeer sind am Rande ihrer Kapazitäten. Allein am Freitag haben sie mehr als 1300 Menschen gerettet – darunter viele Babys. Ein Helfer schickte eine verzweifelte Botschaft.

Seit Mittwoch haben Rettungskräfte auf dem Mittelmeer mehr als 3000 Bootsflüchtlinge gerettet, die auf diese Weise Europa erreichen wollten. Die italienische Küstenwache gab bekannt, dass allein am Freitag mehr als 1300 Menschen vor der Küste Libyens gerettet worden sind.

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04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Wo Menschen an Europa sterben · Kategorien: Balkanroute, EU, Griechenland · Tags: ,

Spiegel-Online | 02.02.2017

Die Flüchtlinge im EU-Hotspot auf der griechischen Insel Samos sandten einen letzten Hilferuf aus: „Bitte! Tut etwas!“, erklärten sie in einem Statement am Dienstag vor einer Woche. „Wir haben kein Brot mehr und kein Wasser. Wir sind krank. Es gibt keine Ärzte. Die Menschen sterben.“

Kommentar von Maximilian Popp

Ihr Protest verhallte ungehört. Einen Tag später starb Benjo Massoud, 42 Jahre alt, Vater von drei Kindern aus dem Irak, vermutlich an Herzversagen. Er ist einer von fünf Flüchtlingen, die innerhalb einer einzigen Woche in griechischen Lagern ums Leben kamen, mindestens zwei von ihnen aufgrund der Kälte.

Der Tod der Flüchtlinge erregte kein Aufsehen. Europas Öffentlichkeit ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder mit Donald Trump, um wahrzunehmen, was auf den Inseln Griechenlands gerade vor sich geht: die tausendfache Entrechtung und Entmenschlichung von Geflüchteten, der Verrat an all jenen Werten, die Europa für sich beansprucht.

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04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Der neue Dschungel · Kategorien: Balkanroute, Serbien · Tags: ,

der Freitag | 03.02.2017

1.500 Menschen frieren in der Ruinenlandschaft hinter dem Belgrader Busbahnhof. Sie stecken fest, weil die EU ihre Grenzen dichtmacht

von Krsto Lazarević

Hunderte Geflüchtete rufen: „Wir wollen kein Essen, wir wollen offene Grenzen!“ Es ist die erste organisierte Demonstration der Migranten in Belgrad, seit sie sich in der Ruinenlandschaft hinter dem zentralen Busbahnhof von Serbiens Hauptstadt niedergelassen haben. Einer der Demonstranten hält ein Schild in die Höhe. Auf einer Seite steht „Öffnet die Grenzen“, auf der anderen „Wir sind auch Menschen, behandelt uns auch so“. Weiterlesen »

04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Angustia en Túnez por los desaparecidos en el Mediterráneo“ · Kategorien: EU, Italien, Tunesien · Tags: ,

El País | 03.02.2017

RICARD GONZÁLEZ

“Me he intentado suicidar dos veces, todavía sufro de depresión y me estoy medicando. A menudo, tengo la sensación de no poder respirar”, explica Henda Baccouche, de 54 años y madre de cuatro hijos. El menor de ellos, Helmy, de 21 años, desapareció en septiembre del 2012 tras subirse a una patera rumbo a Italia. Rashida Beji, una mujer de unos azulísimos ojos tristes y ataviada con un hiyab granate, cuenta una historia parecida: “No tengo noticias de mi hijo desde que se marchó a Italia, en 2011″. Estas mujeres, angustiadas pero aún esperanzadas, representan el rostro humano que eclipsan las estadísticas de la tragedia del Mediterráneo.

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