18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Sizilien, Staatsanwalt: High-Tech-Seenotrettung „anormal“ · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: , ,

Frontex hat die Staatsanwaltschaft Catania dazu veranlasst, die NGO Initiativen zur Seenotrettung im Mittelmeer zwischen Libyen und Sizilien aufs Korn zu nehmen. Italienische Medienberichte legten nahe, dass bereits ermittelt würde, nun rudert Staatsanwalt Carmelo Zuccaro zurück: Es sei kein Verfahren eröffnet worden, aber die NGO-Seenotrettung sei in die staatsanwaltschaftliche Beobachtung der Schleuserkriminalität im zentralen Mittelmeer integriert worden. Als Grund gab Zuccaro an, dass der Einsatz teuer High-Tech-Aufklärung und sogar von Drohnen durch die Seenotrettungs-Initiativen „anormal“ sei

Das zentrale Mittelmeer wird derzeit elektronisch durch EU und USA stärker überwacht als jede andere Meereszone. Dennoch ertranken vor den High-Tech-Augen der EU- und US-Militärs in den letzten Jahren Abertausende Menschen, allein im letzten Jahr 5.000 Boat-people. Die NGO-Seenotrettungen kämpfen verzweifelt darum, Schiffsbrüchige in der Todeszone vor Libyen rechtzeitig zu erkennen, um sie retten zu können. Die dafür eingesetzten High-Tech-Mittel sind nur ein bescheidener Anfang und stehen in keinerlei Vergleich zu den hochmodernen milliardenschweren Maxi-Techniken der Abschotter.

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „White House on leaked memo: national guard swoop on migrants is not policy „ · Kategorien: andere Länder · Tags: , , ,

Immerhin stammt der Plan, die National Guard mit 100.000 Mann gegen etwa die Hälfte der 11,1 Millionen undocumented Chicanos in den USA einzusetzen, aus dem US Homeland Security Office. Text des memos hier.

The Guardian | 18.02.2017

Draft memo called for unprecedented militarization of immigration enforcement, including targeting undocumented people nowhere near Mexican border

by David Smith and Lauren Gambino in Washington and Ed Pilkington in New York

The White House has been forced to deny that a draft memo suggesting it considered mobilising 100,000 national guard troops to round up and deport unauthorised immigrants, including millions living nowhere near the Mexico border, is current administration policy.

An 11-page draft memo obtained by the Associated Press calls for the unprecedented militarisation of immigration enforcement as far north as Portland, Oregon, and as far east as New Orleans, Louisiana.

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Hat der Flüchtling ein Geschlecht?“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

Netzwerk Flüchtlingsforschung | 12.01.2017

Feministische Einflüsse auf das Flüchtlingsrecht

by Janna Wessels

Als die zweite Feminismuswelle das Flüchtlingsrecht erreichte, hat sie dort zu einem grundlegenden Umdenken geführt. Aber die Integration von Genderfragen ins Flüchtlingsrecht ist noch nicht abgeschlossen. Die Erkenntnisse der dritten Feminismuswelle machen fortbestehende Herausforderungen sichtbar und können einen entscheidenden Beitrag zur Fortentwicklung des Flüchtlingsrechts leisten. 

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Berlin verhindert Elternnachzug minderjähriger Flüchtlinge“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Migazin | 17.02.2017

Dem Berliner Koalitionsvertrag zufolge sollen Aufenthalt- und Asylrecht wohlwollend ausgelegt werden. In Wirklichkeit werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, um Aufenthalte zu verhindern – selbst humanitär gebotene. Ein Fall aus der Praxis

In einer juristischen Nacht- und Nebelaktion hat die Ausländerbehörde der Bundeshauptstadt den Nachzug eines syrischen Ehepaars zu ihrer minderjährigen Tochter in letzter Minute verhindert. SPD-Innensenator Andreas Geisel dürfte damit gegen die Koalitionsvereinbarungen mit Linken und Grünen verstoßen haben.

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Ventimiglia, altro migrante morto. È la sesta vittima in pochi mesi“ · Kategorien: Frankreich, Italien · Tags:

Corriere Della Sera | 17.02.2017

Ha tentato di passare di nascosto il confine con la Francia sopra il tetto di un treno ma è rimasto folgorato. L’attacco all’Italia di Marine Le Pen sul controllo della frontiera

di Claudio Del Frate

Un altro migrante è morto nel tentativo di passare di nascosto la frontiera tra Ventimiglia e la Francia: l’uomo, la cui identità è al momento sconosciuta è stato trovato privo di vita sopra il tetto di una carrozza ferroviaria alla stazione di Cannes. L’ipotesi più probabile è che sia morto folgorato. Da ottobre a oggi questa è la sesta tragedia che ha come teatro il tormentato confine della cittadina ligure dove sono sempre fermi centinaia di stranieri che provano a raggiungere la Francia dribblando i controlli delle autorità di frontiera.

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „IOM flies Nigerian and Senegalese migrants back home“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags: ,

Libya Herald | 17.02.2017

In the last three days, 334 Nigerian and Senegalese migrants have been returned home from Tripoli by charter flights organised by the International Organisation for Migration.

The charter flights from Mitiga airport were coordinated with the Libyan authorities, the Directorate for Combating Irregular Migration (DCIM) and Nigerian and Senegalese embassies.

Most of the returnees – they included nine unaccompanied children – spoke of economic hardships in their home countries but also the difficulties they faced in Libya.

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18. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Grenzen überwinden! Von der Seenotrettung bis zur Solidarischen Stadt · Kategorien: Termine [alt]

Diskussionsveranstaltung in Frankfurt/Main
im Cafe Exzess, Leipziger Strasse
Freitag, 17. März 2017 um 19 Uhr

Mit Ruben Neugebauer, Sea Watch (https://sea-watch.org) sowie mit weiteren kurzen Beiträgen von kein mensch ist illegal, Hanau und vom Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main

Nach dem Durchbruch im langen Sommer der Migration 2015, dem anhaltenden Rollback seit 2016, kommt 2017 die Frage auf: Was kommt nun und was ist zu tun?

Folgen dem EU-Türkei-Deal nun wirklich die Auffanglager in Libyen oder Tunesien? Und das vorverlagerte Grenzregime erscheint immer perfekter? Oder kollabiert der erstere, während sich im kommenden Sommer mehr Menschen denn je über See nach Italien durchschlagen? Die Routen – auch auf dem Balkan – bleiben jedenfalls umkämpft, die Flucht- und Migrationsbewegungen aus den globalen Kriegs- und Armutsregionen finden immer wieder neue Wege in Richtung der nördlichen Reichtumszonen.

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