20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Ceuta: Flüchtlinge stürmen spanische Exklave zum 2. Mal innerhalb von 72 Stunden · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Wirtschaftspolitische Spannungen zwischen Marokko und der EU nehmen zu. Das scheint der Grund dafür zu sein, dass das marokkanische Militär und seine Hilfskräfte von der EU-Außengrenze von Ceuta und Melilla weitgehend abgezogen wurden. Gerichte untersagen der EU, die marokkanisch besetzte Westsahara in das Freihandelsabkommen einzubeziehen.

EL Faro Ceuta | 20.02.2017

Más de 300 subsaharianos logran entrar en la ciudad, tres días después del último salto a la valla

Telquel | 20.02.2017

300 migrants ont forcé le poste-frontière de Sebta

Quelque 300 migrants ont forcé le 20 février le poste-frontière à Sebta, selon la préfecture de l’enclave. C’est le deuxième passage en masse en trois jours dans un contexte de tension entre Rabat et Bruxelles.

Plusieurs centaines de jeunes migrants d’origine africaine ont forcé le 20 février la double barrière grillagée de six mètres de haut entourant l’enclave, avant de célébrer en pleine nuit leur arrivée aux cris de „merci Seigneur“, „je suis en Europe“, selon les images tournées par le média local Faro de Ceuta. En pleine rue, certains des jeunes qui avaient réussi le passage baisaient le sol aux cris de „Viva España“. Plusieurs apparaissaient blessés, mains ou pieds en sang et vêtements déchirés.

„L’assaut“ collectif de la barrière s’est produit vers 3h30 heures locales, a indiqué à l’AFP un porte-parole de la Garde civile. „300 sont entrés, le double a tenté“ de forcer la frontière, a-t-il ajouté. „C’est confirmé“, a simplement indiqué à l’AFP une source à la préfecture de Sebta. Le 17 février, la préfecture avait comptabilisé 498 migrants ayant réussi à forcer la haute barrière, sur quelque 700 l’ayant tenté.

Des tensions UE-Maroc

Ces deux entrées massives sont parmi les plus importantes depuis que la barrière a été rehaussée en 2005, alors qu’un différend oppose le Maroc à l’Union européenne (UE) sur l’interprétation d’un accord de libre-échange sur les produits agricoles et de la pêche. La surveillance de la frontière terrestre de huit kilomètres de long est exercée par l’Espagne et le Maroc qui a menacé à demi-mots de relâcher le contrôle qu’il exerce sur les migrants.

L’enclave de Sebta constitue avec celle de Melilia la seule frontière terrestre entre le continent africain et l’UE et un point de passage pour l’immigration clandestine venue d’Afrique noire et du Maghreb. Après le passage en masse du 17 février le Maroc avait cependant annoncé avoir arrêté des migrants avant qu’ils franchissent les clôtures.

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NZZ | 20.02.2017

Grenzzaun in Ceuta: 300 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave

Mehr als 300 Flüchtlinge haben in der Nacht zum Montag die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko gestürmt. Erst am Freitag hatten mehrere hundert Flüchtlinge den Grenzzaun überwunden.

(afp/dpa) Auf Fernsehbildern örtlicher Medien waren dutzende Flüchtlinge zu sehen, die sich über ihre Ankunft in Ceuta freuten und «Ich bin in Europa» riefen. Elf Menschen seien beim jüngsten Versuch, den Grenzzaun zur spanischen Exklave verletzt worden, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Spital gebracht worden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit. Die Anderen seien in das Erstaufnahmezentrum in Ceuta gebracht worden und würden dort von Helfern versorgt.

Sechs Meter hoher Grenzzaun

Am Freitag hatten etwa 1000 Flüchtlinge versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Sechs Meter hohe Zäune Einwanderer aus Afrika versuchen immer wieder, über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der Mittelmeerküste EU-Boden zu erreichen. Die beiden Exklaven haben die einzigen EU-Aussengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus.

Lebensgefährliche Versuche

Die Grenzanlage besteht aus zwei acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Zäunen. Dazwischen erschwert ein Netz aus Stahlkabeln das Vorankommen. Dutzende Infrarotkameras überwachen die Anlage. Beim Versuch, das Bollwerk zu überwinden, riskieren Flüchtlinge immer wieder ihr Leben und ziehen sich Verletzungen zu. Menschenrechtsorganisationen fordern regelmässig von der Uno und der EU, Druck auf Spanien auszuüben, damit Flüchtlinge einen Asylantrag stellen können. Im Jahr 2016 kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) rund 18’000 Flüchtlinge in Spanien an.

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Wiener Zeitung | 20.02.2017

Ceuta: Europas Zaun in Afrika

Wieder versuchten einige Hundert Afrikaner, in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen.

Ceuta. Die spanische Exklave Ceuta ist ein umstrittenes Stück Spanien in Marokko. Tausende Flüchtlinge lagern unter entsetzlichen Bedingungen entlang des sechs Meter hohen, doppelten Grenzzauns, der sie davon abhalten soll, in dieses winzige Stück Europa zu gelangen. In der Nacht auf Montag haben es wieder ungefähr 350 Menschen versucht. Elf Menschen wurden dabei verletzt, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit.

Erst am Freitag hatten etwa 1.000 Migranten versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Der doppelte Zaun, der Ceuta von Nordafrika trennt, ist acht Kilometer lang. Seit Monaten gibt es immer wieder Massenanstürme, bei denen oft auch Sicherheitskräfte verletzt werden, die versuchen, die Menschen abzuwehren.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus.

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