28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Zahl toter Flüchtlinge im Mittelmeer verdreifacht“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags: , ,

Migazin | 27.02.2017

Immer mehr Flüchtlinge sterben im zentralen Mittelmeer. Seit Anfang Januar sind 326 Menschen auf der zentralen Mittelmeerroute ums Leben gekommen. Im Jahr zuvor wurden im selben Vergleichszeitraum 97 Tote gezählt.

Immer mehr Flüchtlinge sterben laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) auf der gefährlichen Überfahrt von Libyen nach Italien. Von Anfang Januar bis Mittwoch vergangener Woche seien 326 Menschen auf der sogenannten zentralen Mittelmeerroute ertrunken oder an Bord der Schleuserboote ums Leben gekommen, teilte die IOM am Freitag in Genf mit. Rund 10.700 Menschen hätten Italien lebend erreicht.

Im selben Zeitraum des Vorjahres seien 97 Flüchtlinge und Migranten auf der zentralen Mittelmeerroute gestorben, hieß es. Rund 8.100 Menschen, die in Libyen an Bord gegangen seien, hätten seinerzeit die Küsten Italiens erreicht.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Warum Tausende Spanier für Flüchtlinge demonstrieren“ · Kategorien: Spanien, Video · Tags: , ,

bento | 27.02.2017

Inka Reichert

„Zufluchtsstadt für Flüchtlinge“, so hat sich die spanische Stadt Valencia selbst offiziell bezeichnet. Im September 2015. Heute klingt das eher wie eine Farce. Tausende Menschen haben deswegen in ganz Spanien am Wochenende demonstriert.

„No a l’Europa Fortaleza“ – „Nein zur Europäischen Festung“, schrieben Spanier in Valencia auf ihre Plakate. Und: „Volem Acollir“ – „Wir wollen aufnehmen“.

Angefangen haben die Proteste vor einer Woche in Barcelona: 160.000 Menschen demonstrierten an dem Wochenende (bento). Am gestrigen Sonntag gingen in 30 weiteren spanischen Städten die Menschen auf die Straße, um gegen die Abschottung der EU-Grenzen zu protestieren.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „UNHCR prangert Abschottung Europas an“ · Kategorien: EU · Tags: ,

DW | 27.02.2017

Die Schließung der Balkanroute und schärfere europäische Grenzkontrollen stürzen Flüchtende in neue Gefahren. Es gebe Berichte über Missbrauch, Folter und Erpressung, meldet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

Schlepperbanden im Norden Mazedoniens, in der serbischen Hauptstadt Belgrad, in Pristina im Kosovo und in der bulgarischen Hauptstadt Sofia würden „routinemäßig“ Menschen festsetzen und erpressen, gaben Betroffene an. Personen, die die Dienste der Schleuser nicht in Anspruch nahmen, berichteten von Entführungen. Einige Kriminelle sollen den Berichten zufolge auch sexuelle Gewalt und Folter eingesetzt und Menschen über Tage hinweg festgehalten haben, um höhere Zahlungen als vereinbart zu erpressen.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Ansturm auf Ceuta: Ein Flüchtling erzählt“ · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

ARD Tagesschau | 28.02.2017

Vor einer Woche haben Hunderte Flüchtlinge die spanische Exklave Ceuta auf der afrikanischen Seite des Mittelmeers gestürmt. Nun berichtet ein junger Kameruner, wie er nach Ceuta gelangte und bestätigt einen Verdacht von Menschenrechtsorganisationen und Medien.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Ibrahim kann immer noch nicht glauben, dass er wirklich in Ceuta ist. Vier Mal hatte es der 19-Jährige aus Kamerun schon versucht, von Marokko in die spanische Exklave zu flüchten – von Afrika nach Europa. Vier Mal scheiterte er. Doch vor einer Woche gelang ihm und seinen Kumpel schließlich die Flucht.

„Es war nicht einfach. Wir hatten vorher zwei Tage lang in den Wäldern vor Ceuta auf den richtigen Moment gewartet, in unserem provisorischen Camp. Es regnete, wir hatten nichts zu essen. Eines Nachts brachen wir auf, liefen los, es war zwei Uhr“, erzählt Ibrahim.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Abschiebung: Zurück ins Land der Traumata“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Zeit Online | 28.02.2017

Gegen alle Widerstände starten regelmäßig Abschiebeflüge von Deutschland nach Afghanistan. Viele Rückkehrer stehen in ihrer alten Heimat vor dem Nichts.

Von Ferdinand Otto

Shams A. weiß nicht genau, an welcher Straßenecke er gerade ist. Schon wieder dröhnt es in seinem Kopf. So sehr, dass er seinen Schädel gegen die nächste Wand schlagen will, wie er sagt. Krankheit schützt eigentlich vor Abschiebung. Und doch ist Shams wieder in Kabul und hat keine Ahnung, wie er an den Ort gekommen ist, wo er jetzt sein Handy abnimmt. Auf Nachfrage am Telefon sagt er nur: „Ich bin in Sicherheit“, und schiebt nach: „vorerst“. Denn was heißt schon sicher in Afghanistan, in einem Land, in dem 2016 laut Vereinten Nationen über 11.000 Zivilisten getötet oder verletzt wurden? Shams schläft außerdem auf der Straße, weil er keine Wohnung hat.

Trotzdem will die Bundesregierung Tausende ausreisepflichtige Afghanen abschieben, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Anfang Februar startete vom Münchner Flughafen eine Maschine mit 18 Afghanen. Kurz zuvor, Ende Januar, saß Shams an Bord eines Fluges von Frankfurt nach Kabul. Viele Heimkehrer landen so in einem Land, das ihnen fremd geworden ist, in dem sie nichts zu erwarten haben. Und wo sie mit dem Schlimmsten rechnen müssen: Vor wenigen Wochen wurde ein Abgeschobener in Kabul bei einem Selbstmordanschlag verletzt.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „NGO rescues off Libya encourage traffickers, says EU borders chief“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags: , ,

The Guardian | 27.02.2017

Head of Frontex calls for rescue operations in Med to be re-evaluated and says NGOs work ineffectively with security agencies

Patrick Wintour

NGOs who rescue people in the sea off Libya are encouraging traffickers who profit from dangerous Mediterranean crossings, the head of the EU border agency Frontex has said.

Speaking to Germany’s Die Welt newspaper, Fabrice Leggeri called for rescue operations to be re-evaluated and accused NGOs of ineffectively cooperating with security agencies against human traffickers.

The comments provoked a bitter row with charities and leftwing groups, who said there was no evidence of a lack of cooperation and that the alternative to rescue operations was to leave people to their deaths.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „El activista José Palazón, ingresado en Melilla tras sufrir un infarto cerebral“ · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

José Palazon liegt mit Schlaganfall im Krankenhaus in Melilla. Er hat in den letzten 20 Jahren maßgeblich zum kritischen Wissen über Melilla und Ceuta beigetragen. Von ihm stammen die meisten Foto- und Videoaufnahmen von Flüchtlingen auf den EU-Grenzzäunen und von den „heißen Abschiebungen“ (push backs) direkt durch Türen in den Zäunen. Er war durchgängig präsent unter den Flüchtlingen. Unsere besten Wünsche zur Genesung.

El Diario | 26.02.2017

  • El presidente de la ONG Prodein lleva más de 20 años denunciando las vulneraciones de derechos humanos cometidas en la frontera de Melilla
  • Este viernes sufrió un infarto cerebral tras el que se encuentra estable, aunque en estado grave, en el Hospital Comarcal de Melilla
  • La familia agradece las „impresionantes“ muestras de cariño y apoyo recibidas desde „diferentes partes del mundo“

José Palazón, presidente de la ONG Prodein y uno de los activistas de referencia en España sobre inmigración e infancia, se encuentra ingresado en el Hospital Comarcal de Melilla, después de haber sufrido un derrame cerebral el pasado viernes. Su estado es grave agudo aunque estable.

Palazón trabaja desde hace más de 20 años para señalar vulneraciones de derechos humanos en la ciudad fronteriza de Melilla, donde su persitencia llega donde a veces el periodismo no puede.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU urged to end cooperation with Sudan after refugees whipped and deported“ · Kategorien: EU, Sudan

The Guardian | 27.02.2017

MEP calls for inquiry as Ethiopian and Eritrean asylum seekers receive 40 lashes and $800 fines, while activists warn EU migration aid is emboldening Sudan

Arthur Neslen

The EU is facing calls to rethink its cooperation with Sudan on migration flows after scores of refugees were whipped, fined, jailed and deported from Khartoum last weekend following a peaceful protest over a huge rise in visa processing fees.

About 65 asylum seekers – the majority from Ethiopia and some from Eritrea – were lashed 40 times on their backs and the back of their legs with leather whips, lawyers told the Guardian.

The detainees were also handed fines of more than $800 (£645), and 40 were deported immediately, after being arrested in what witnesses say was a violent police attack on a peaceful protest.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „The kingpin of Libya’s human trafficking mafia“ · Kategorien: Libyen · Tags:

TRT World | 22.02.2017

Al Bija is the biggest player in the coast guard “mafia” that has established a stranglehold on the lucrative human trafficking business in Zawiya and the surrounding coastal region. Nancy Porsia has this exclusive investigation for TRT World.

Nancy Porsia

ZAWIYA, Libya — Kalashnikov shots rumble from the city’s port as he meets with TRT World in a café near the coast of the city of Zawiya. The man is tense while he cautiously hunts for an isolated table.

„They attempted to take my life twice already because they want me shut up,“ he says in an anonymous interview. He works in the security services and he is here to speak out about his attempt to fight against the trafficking mafia.

The port of Zawiya is a fort on the southern Mediterranean coast, 45 kilometres west of Tripoli.

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28. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Die »Gegenküsten« kontrollieren · Kategorien: Ägypten, Algerien, Deutschland, Tunesien · Tags: , ,

junge Welt | 28.02.2017

Die Bundesregierung arbeitet an der Abschottung Europas – am besten schon in Afrika

Von Jörg Kronauer

Die Bundesregierung lässt nicht locker. Natürlich werde Angela Merkel am Donnerstag in Kairo auch über die Sache mit den parteinahen Stiftungen diskutieren, bestätigt ein Regierungssprecher. Die Angelegenheit ist zum Dauerbrenner in den deutsch-ägyptischen Beziehungen geworden, sehr zum Missfallen Berlins, das aus geostrategischen Gründen die Kooperation mit Ägypten sucht.

Was ist geschehen? Seit Dezember 2011 gehen die ägyptischen Behörden repressiv gegen die deutschen Stiftungen vor. Zunächst erwischte es die Konrad-Adenauer-Stiftung, die der CDU nahesteht, deren Büro in Kairo im Dezember 2011 auf Veranlassung des damals regierenden Militärrats durchsucht wurde. Es folgte ein Prozess, der im Juni 2013 mit der Verurteilung des ins Ausland geflohenen Büroleiters zu fünf Jahren Haft endete. Die Stiftung habe mit ausländischem Geld Unruhe im Land geschürt, hieß es in der Urteilsbegründung. Ein Jahr später war die Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) an der Reihe. Im September 2014 musste sie ihre öffentlichen Aktivitäten in Ägypten einstellen, durfte aber zunächst noch ein Verbindungsbüro unterhalten, um Kontakte zu pflegen. Im Mai 2016 hieß es dann, auch das müsse nun unterbleiben. Seitdem unterhält nur noch die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) in der ägyptischen Hauptstadt eine Außenstelle. Die Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Die Linke) haben ihre nach der arabischen Revolte des Jahres 2011 gestarteten Bestrebungen, Büros in Kairo zu eröffnen, unter dem Eindruck der harten ägyptischen Repression längst eingestellt.

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