13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „La strategia italiana per fermare i migranti in Libia è in crisi?“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Die Kämpfe in der libyschen Küstenstadt Sabrata sind abgeflaut. Sie wurden ausgelöst durch den Deal, den die italienische Regierung mit dem Dabashi-Clan geschlossen hat, um Migrant*innen an der Fahrt über das Mittelmeer zu hindern. Die Dabashi-Milizen sind inzwischen aus Sabrata abgezogen, die ‚Operation Room fighting IS‘ scheint die Kontrolle über die Stadt zu haben. Die italienische Strategie zur Abwehr der Flüchtlinge steckt in der Krise. Dennoch sind diese die Leidtragenden. Sie sind eingesperrt in Lagern ohne Zugang zu Lebensmitteln und Wasser. Hunderte sind inzwischen zu Fuß geflohen und haben Zuwara erreicht.

Internazionale | 12.10.2017

Annalisa Camilli, giornalista di Internazionale

“Ci sono rifugiati eritrei imprigionati nei centri di detenzione di Sabrata, senza accesso ad acqua, cibo e cure mediche da almeno cinque giorni”, denuncia l’attivista eritrea Meron Estefanos, che è in contatto telefonico con un’ottantina di persone, rimaste bloccate per settimane nei combattimenti tra gruppi armati rivali a Sabrata, nel nordovest della Libia. “Ci sono sei donne che hanno partorito senza assistenza medica e almeno cinquanta bambini rinchiusi in questi centri di raccolta. Non c’è niente da mangiare”, racconta a Internazionale. Estefanos vive da anni in Svezia, ma è un punto di riferimento per gli eritrei che fuggono da Asmara, attraverso il Sudan e la Libia.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Mittelmeer: 606 Menschen binnen 36 Stunden gerettet. SOS MEDITERRANEE ununterbrochen im Einsatz · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

SOS Mediterranee | 12.10.2017

„In Libyen hängt die Höhe des Lösegeldes von deiner Staatsangehörigkeit ab“

Noch immer flüchten Menschen über das Mittelmeer, obwohl dies nach Augenzeugenberichten immer schwieriger wird. SOS MEDITERRANEE ist mit der Aquarius ununterbrochen im Mittelmeer im Einsatz und hat in den letzten 36 Stunden 606 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Die Einsätze in internationalen Gewässern erfolgten in Abstimmung mit der italienischen Seenotleitstelle Rom (MRCC).

Der erste von insgesamt sieben Einsätzen begann für das Team der Aquarius bereits am Dienstagmorgen östlich von Tripolis. 29 Menschen konnten aus einem Holzboot gerettet werden. Sie stammen mehrheitlich aus Syrien. Kurz darauf wurden die Rettungsteams der Aquarius durch das MRCC und das Aufklärungsflugzeug Moonbird über einen weiteren Seenotfall informiert. Alle 144 Menschen wurden von einem Schlauchboot sicher an Bord gebracht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nahm SOS MEDITERRANEE dann auf Anweisung des MRCC 36 Personen an Bord. Sie waren zuvor von einem anderen Schiff gerettet worden.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrant deaths in the Sahara likely twice Mediterranean toll: U.N.“ · Kategorien: Afrika, Niger, Sahara · Tags:

Reuters | 12.10.2017

Tom Miles, Stephanie Nebehay

West African migrants trying to reach Europe are dying in far greater numbers in the Sahara than in the Mediterranean but efforts to dissuade them may cause new routes to open up, the United Nations migration agency said on Thursday.

So far this year 2,569 migrant deaths have been recorded in the central Mediterranean, while more than 107,000 migrants, mainly West Africans, have reached Italy.

“One thing we still don’t have is any estimate of number of deaths in the desert,” Richard Danziger, the U.N. International Organization for Migration director for West and Central Africa, told a news conference in Geneva.

“We assume, and I think we have said before, that it has to be at least double those who die in the Mediterranean. But we really have no evidence of that, it’s just an assumption. We just don’t know.”

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Greece: Island mayors raise alarm bell over congestion at hotspots · Kategorien: Griechenland · Tags:

Ekathimerini | 13.10.2017

In a series of letters to the Greek government, mayors and the Union of Municipalities and Communities of Greece (KEDE) have raised the alarm bell over the congestion at hotspots hosting asylum seekers in the islands of the northeastern Aegean.

Moreover, Doctors Without Borders and other non-governmental organizations have decried the dire living condition at these reception centers that are having a dismal impact on the lives and health of asylum seekers.

On Thursday, a man attempted suicide at the VIAL hotspot on Chios which is severely overcrowded with 1,964 people while the center’s capacity is 800.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Trasladan a Motril a cinco personas de origen magrebí, dos menores, rescatadas de una patera · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

El Periódico | 12.10.2017

Un total de cinco inmigrantes de origen magrebí, dos de ellos menores, han sido trasladados en la madrugada de este jueves al puerto de Motril (Granada) tras ser rescatados cuando viajaban en una patera que navegaba a seis millas de la costa de la localidad granadina de Salobreña.

Según ha indicado el servicio de Emergencias 112 Andalucía en un comunicado, la Guardia Civil ha informado al centro coordinador sobre las 3,30 horas de la madrugada de este jueves de la interceptación de una embarcación con cinco inmigrantes de origen magrebí y en aparente buen estado de salud.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Europas Hilfspolizisten“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

German Foreign Policy | 13.10.2017

Die EU-Flüchtlingsabwehr in Libyen verzeichnet einen krachenden Rückschlag und ruft beim Menschenrechtskommissar des Europarats scharfe Kritik hervor. Der Versuch Italiens, einen Warlord in der Küstenstadt Sabratha im Westen von Tripolis zu bestechen, um seine Milizen als eine Art Hilfspolizei gegen Migranten einzusetzen, hat zu dreiwöchigen erbitterten Kämpfen mit zahlreichen Todesopfern geführt. Der Clan des Warlords, der im Sommer nach übereinstimmenden Berichten mit finanziellen Zuwendungen aus Rom bedacht wurde, ist in der Vergangenheit durch seine Nähe zum IS aufgefallen; ein Clanmitglied fungierte als örtlicher IS-Anführer. Zudem stößt die italienische Marinemission zur Unterstützung der sogenannten libyschen Küstenwache zunehmend auf Protest. Wer zur Auslieferung von Migranten an libysche Stellen beitrage, verstoße gegen die „Pflicht, deren Menschenrechte zu schützen“, erklärt der Menschenrechtskommissar des Europarats, Nils Muižniek. Die Vorwürfe treffen auch Berlin, das bei der Abwehr von Flüchtlingen eng mit Rom kooperiert und nicht zuletzt an der Schulung der libyschen Küstenwache selbst beteiligt ist.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Buchpremiere am 17.10.: „Diktatoren als Türsteher Europas“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise, Termine [alt] · Tags: ,

taz  | 13.10.2017

Jahrelange Recherchen machen die prekäre und verheerende Abschottungspolitik Europas deutlich.

Europa zieht erneut seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle – nicht nur in Form des Abkommens mit der Türkei – ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden.

Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür milliardenschwere Militär- und Wirtschaftshilfe.

Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld.

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