22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Europe’s new anti-migrant strategy? Blame the rescuers“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Prospect | 20.03.2018

Across Europe’s seas, anti-immigrant strategies have found a new target: the rescuers

by Daniel Howden

It was the Ark Explorer’s low “freeboard,” the distance between the ship’s deck and the waterline, that saved the rusted, ageing trawler from the wrecker’s yard. The Ark’s low clearance had helped fishermen haul netfuls of cod and herring out of the freezing North Sea for half a century. It also looked about right for fishing refugees out of the Mediterranean.

In May 2016, the Dutch-flagged 158-tonner was bought by a collective of German political activists called Jugend Rettet (“Youth Rescue”), who wanted to save lives and protest Europe’s migration policies in the Central Mediterranean. Refitted and rechristened the Iuventa, the old trawler and its young crew went on to rescue more than 14,000 people over the following 14 months, taking most of them ashore in Italy.

Together with professional search and rescue operatives and doctors from charities such as Médecins Sans Frontières (MSF), the mounting death toll in the Mediterranean has drawn a new generation of activists away from anti-globalisation protests and on to the high seas. Among them was Julian Koeberer, a bearded, well-mannered film student from Frankfurt, who set off to shoot a film about refugees for a film school diploma and found himself drawn to volunteer on the Greek island of Lesbos in 2015.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Warum Europa die Sklavereibilder aus Libyen gelegen kamen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Frankreich, Mali, Mauretanien, Senegal, Tschad

medico international | 03.2018

Amadou M’Bow, mauretanischer Menschenrechtler und medico-Partner spricht im Interview über die G5 Sahel, Sklavereibilder aus Libyen und die Rolle der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in der Region.

Die G5 Sahel haben sich vor vier Jahren zusammengetan, um in den Bereichen Armutsbekämpfung, Infrastrukturausbau, Landwirtschaft und Sicherheit zusammenzuarbeiten. Was ist von diesem Zusammenschluss zu halten?

Amadou M’Bow: Dieser Zusammenschluss ist nicht von den fünf beteiligten Ländern Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad selbst initiiert worden, sondern geht auf eine Initiative Frankreichs zurück. Wir verstehen nicht einmal genau, wie G5 Sahel funktioniert. Da Frankreich nicht die finanziellen Mittel hat, um seine Strategie für die G5 umzusetzen, wurden weitere Geldgeber gesucht. Nachdem die USA abgewunken haben, kommen jetzt die EU, Deutschland, aber auch Saudi-Arabien dazu, die Geld mitbringen und damit auch an Einfluss gewinnen. Und das alles, obwohl noch gar nicht klar ist, was das Mandat der G5 eigentlich ist.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „The Struggle of Women across the Sea“ · Kategorien: Alarm Phone

Alarmphone | 22.03.2018

Alarm Phone 6 Week Report, 5 February – 18 March 2018

Stories and Struggles of Migrant Women at Sea +++ 458 Deaths at Sea in 2018 +++ Developments in the Central Mediterranean, Western Mediterranean, and Aegean Sea +++ Summaries of 25 Alarm Phone distress cases

INTRODUCTION

In April 2017, Sylvie and Joelle wanted to cross the sea to escape their predicament and start a new life in Europe.[1] They did not know one another until they boarded the small rubber boat in Turkey, together with twenty-two others, including two children.  Sylvie was anxious and entered last, handing over her red bag to Joelle who promised to return it after their safe arrival. They departed, but at some point, somewhere in the Aegean Sea, they ran out of fuel and could not continue. Sylvie tried to call for help, but her phone was caught by a large wave. Lost at sea, Joelle, who was in the 8th month pregnant, started to cry and pray for help, but nobody came. The boat capsized, and everybody fell into the water, drifting away from each other. Sylvie and Joelle were separated but Joelle did not give up: “I had a strong feeling of power in me. I don’t even know where this came from, where we fell in the sea there was nothing, no boats, no fishermen, no police, no one.” She was able to stay together with two others, Guilaine and Teddy. They floated in the water throughout the night, trying to stay conscious and together. But at some point, a wave parted them, and Joelle was all alone. Hours later, she suddenly saw a boat approaching. She was taken aboard of the rescue vessel of the NGO Proactiva and brought to land.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für NGOs vor der Küste Libyens: „Alle Anschuldigungen gegen die Retter sind heiße Luft“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Telepolis | 22.03.2018

Nach der Beschlagnahme des Schiffes Open Arms der NGO Proactiva in Sizilien erheben die Organisationen schwere Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache und europäische Regierungen

Thomas Pany

Es kommen weitaus weniger Migranten aus Libyen nach Italien. 6.161 Ankünfte in Italien von 1.Januar bis 18.März dieses Jahres meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr zählte man im selben Zeitraum 16.238 Ankünfte in Italien.

Der Unterschied zwischen 16.000 und 6.000 ist beträchtlich; demgegenüber nimmt sich der Unterschied bei den gezählten Toten nicht so deutlich aus. Im Vorjahr wurden in den ersten elf Wochen 498 Toten auf der sogenannten Zentralen Mittelmeerroute registriert, im laufenden Jahr 358.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Flucht über den See: Aus dem Kongo nach Uganda“ · Kategorien: Afrika

DW | 21.03.2018

Die Demokratische Republik Kongo erlebt derzeit eine der schlimmsten humanitären Katastrophen des Kontinents. Seit Anfang des Jahres sind über 50.000 Kongolesen nach Uganda geflohen. Simone Schlindwein war vor Ort.

Die Oberfläche des gigantischen Sees ist spiegelglatt, Wellen plätschern ans Ufer. Der Albertsee liegt entlang der Grenze zwischen dem Osten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Bis zu 500 Menschen retten sich täglich mit Booten hierher, an die Anlegestelle Sebaguru auf der ugandischen Seite des Sees. Mit 5.300 Quadratkilometern ist er zehn Mal so groß wie der Bodensee. Die Flucht übers Wasser ist gefährlich: Viele Boote sind überladen, der Albertsee hat oft hohe Wellen, die meisten Flüchtlinge können nicht schwimmen.

Ugandas Regierung sowie des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR haben am Strand von Sebaguru Zelte errichtet, um die Ankommenden zu versorgen. Daniel Tam vom UNHCR steht am Strand und blickt auf den See hinaus. Die Boote brächten vor allem Frauen und Kinder hierher, sagt er. „Die meisten sind traumatisiert von dem, was sie gesehen oder erlebt haben.“

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Essay Europäische Flüchtlingspolitik: „Wenn die Archäologen kommen“ · Kategorien: EU, Frankreich · Tags: , ,

taz | 22.03.2018Aus dem Französischen von Dominic Johnson

Was werden die künftigen Generationen wohl über unsere heutige Flüchtlingspolitik sagen? Ein Blick nach Calais – aus der Zukunft.

Sylvain Proudhomme

Ende Oktober 2016 war ich nach Calais gereist, zum Zeitpunkt der Zerstörung des berühmten „Dschungels“ mit Bulldozern. François Hollande war noch Präsident, der Wahlkampf lief, es ging um ein Zeichen der Entschlossenheit.

Nachts hatte ich die qualmenden Reste des Camps entdeckt, ein paar hundert Meter von einer verseuchten Industriezone entfernt unterhalb einer Schnellstraße zwischen Sanddünen, die eine frühere Müllkippe bedeckten. Ein trauriges Bild: brennende Zelte, eine komplett vernichtete Kleinstadt mit Straßen, Restaurants, Moscheen, Kirchen und Hütten mit Schildern wie „Afghan Chicken Soup“, „Welcome to London“, „Belgium Restaurant“. Vergänglichkeit in der Nacht, beißender Rauch, Pfützen des Löschwassers der Feuerwehr, Haufen von Stangen und zerrissenen Planen.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Turkey-Style Deals Will Not Solve the Next EU Migration Crisis“ · Kategorien: Afrika, EU, Türkei · Tags:

MPI | 03.2018

By Elizabeth Collett

The EU-Turkey deal has been credited with helping to end the migration crisis of 2015-16, and after two years in force it has fostered a myth that such deals are cure-alls. They are not.

Inspired by the apparent success of the Turkey deal, the European Union has chased all manner of agreements with far-off nations. In June 2016, it announced a mix of financial and logistical support to countries including Mali, Niger, Jordan, and Senegal under the so-called Migration Partnerships Framework.

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