24. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Frankreich verschärft sein Asylgesetz“ · Kategorien: EU, Frankreich, Schengen Migration · Tags:

TAZ 23.04.18
PARIS taz | Die französische Nationalversammlung hat weitere Gesetzesverschärfungen für die Asyl- und Immigrationspolitik verabschiedet, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach verschärft wurde. Die von der Regierung vorgeschlagenen Änderungen gehen fast ausschließlich in Richtung einer Beschleunigung der Asylverfahren: Asylgesuche sollen zukünftig innerhalb von sechs, statt wie bisher elf Monaten beantwortet werden. Das dürfte die Asylbehörde Ofpra vor organisatorische Probleme stellen und dazu führen, dass viele Anfragen aus Zeitgründen nicht seriös geprüft, sondern kurzerhand abgelehnt werden.
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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Migrationspolitik: Schädliche Hilfen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland · Tags:

Zeit Online | 22.04.2018

Eine Bilanz der europäischen Migrationspolitik zeigt: Fluchtursachen mit Geld zu bekämpfen kann nach hinten losgehen.

Von Caterina Lobenstein

Als Europas Staats- und Regierungschefs vor ein paar Jahren einen neuen Kurs in der Flüchtlingspolitik einschlugen, hörte sich das vernünftig an: Sie wollten nicht Migranten und Flüchtlinge, sondern die Ursachen für deren Flucht bekämpfen. So formulierte es die deutsche Kanzlerin, so formulierten es auch die Regierungschefs in Frankreich, Italien und Osteuropa. Sie alle geben seither für diese Politik viel Geld; in den vergangenen drei Jahren hat die EU das Budget dafür um 75 Prozent aufgestockt. Allein der Treuhandfonds für Afrika umfasst fast 3,5 Milliarden Euro, zusätzlich will die EU mehr als 40 Milliarden Euro von privaten Investoren einwerben.

Am Ende sollen beide Seiten profitieren: die Afrikaner, weil endlich jene unheilvolle Dynamik aus Armut, Korruption und Gewalt durchbrochen werden könnte, die schon so viele Menschen in die Flucht geschlagen hat. Und die Europäer, weil sie weniger Migranten und Flüchtlinge versorgen müssten. Regierungschefs wie Angela Merkel oder Emmanuel Macron könnten endlich jene Botschaft verkünden, die ihnen helfen würde, an der Macht zu bleiben: Wir haben das Migrationsproblem im Griff. Aus europäischer Sicht war die milliardenschwere Politik der Fluchtursachenbekämpfung von Anfang an auch als eine Art innenpolitische Beruhigungspille gedacht. Und es sieht so aus, als würde sie wirken: 2017 kamen deutlich weniger Menschen aus Afrika nach Europa als im Jahr zuvor.

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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Polizei stoppt Migrantenprotest auf Lesbos“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Spiegel Online | 23.04.2018

Flüchtlinge haben auf der griechischen Insel Lesbos ein Protestcamp errichtet, weil sie auf das Festland weiterreisen wollen. Nachdem Rechtsextreme das Lager attackierten, wurde es gewaltsam geräumt.

Nach Ausschreitungen zwischen Rechtsextremisten, Migranten und der Polizei haben Einheiten der griechischen Bereitschaftspolizei am frühen Montagmorgen Dutzende Migranten gezwungen, einen zentralen Platz der Hauptstadt der Insel Lesbos, Mytilini, zu räumen. Bei den Ausschreitungen seien mehrere Migranten leicht verletzt worden, berichtete das griechische Staatsradio ERT-Nord-Ägäis.

Vorangegangen waren Attacken von überwiegend rechtsextremistischen Gegendemonstranten, welche auf die seit vergangenen Mittwoch auf dem Sappho-Platz von Mytilini ausharrenden Menschen losgingen.

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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Wer rettet eigentlich noch Flüchtlinge im Mittelmeer?“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Augsburger Allgemeine | 23.04.2018

Immer wieder versuchen Menschen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Doch die Zahl der zivilen Retter im Meer ist deutlich gesunken.

Annette Reuther und Simon Kremer, dpa

Etwa 130 Migranten sitzen in einem Gummiboot. Es sind wie immer Schwangere darunter, Kinder und Babys. Sie wollen weg, endlich Folter, Vergewaltigungen, Hunger und Hoffnungslosigkeit in Libyen hinter sich lassen. Ein europäisches Rettungsschiff nähert sich. Und auch die libysche Küstenwache.

Mann für Mann, Frau für Frau, Kind für Kind wird verhandelt: Wer darf in Richtung Europa, wer muss wieder zurück in die libysche Hölle? Am Ende fährt das Schiff „Aquarius“ der deutsch-italienisch-französischen Organisation SOS Mediterranee mit 39 Frauen und Kindern Richtung Europa, der Rest hat es nicht geschafft.

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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Blaming The Rescuers: The Juventa Case“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

Blaming The Rescuers | 23.04.2018

An investigation by Forensic Oceanography and Forensic Architecture

Realised with the support of Borderline Europe, the WatchTheMed platform and Transmediale

As demonstrated in our report Blaming the Rescuers, since the end of 2016, a growing campaign of de-legitimisation and criminalisation has systematically targeted non-governmental organisations (NGOs) engaged in search and rescue in the Mediterranean. These organisations had courageously deployed their own rescue missions in a desperate attempt to fill the gap left by the EU and its member states’ decision to pull back from rescue at sea at the end of 2014.

In our report we analysed and countered the arguments used to fuel a “toxic narrative” against rescue NGOs, which emanated from EU agencies such as Frontex and different institutional bodies in Italy. While this campaign had remained largely on a discursive level, over the summer of 2017 it quickly escalated with the Italian government’s attempt to impose a “code of conduct” on rescue NGOs. An intense standoff ensued as several NGOs, from larger organisations such as Doctors without Borders to smaller ones such as the German Jugend Rettet (‘Youth Rescue’), refused to sign it before the announced deadline of 31 July 2017, claiming that the code would have threatened their activities at sea with requests that a leading legal scholar had described as „nonsensical“, „dishonest“ and „illegal“.

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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „537 people rescued from overloaded boats off Libya safe on board the Aquarius“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

SOS Mediterranee | 22.04.2018

Press Release

The Aquarius, chartered by SOS MEDITERRANEE and operated in partnership with Médecins Sans Frontières, rescued a total of 458 people from overloaded unseaworthy boats in international waters off Libya, in three operations on Wednesday and Saturday. In addition, the Aquarius received a transfer of 79 people from the Italian Coast Guard on Saturday evening.

164 people were rescued from an overloaded rubber boat on Wednesday 18 April in international waters east of Tripoli. The rescue was carried out in cooperation with the NGO vessel Seafuchs, an Italian Navy helicopter and the Italian Maritime Rescue Coordination Center (IMRCC).

222 people were then rescued from an overcrowded wooden boat by the Aquarius in the morning of Saturday 21 April in international waters west of Tripoli. The operation was carried out in coordination with the Italian Maritime Rescue Coordination Center.

72 people were then later rescued from a rubber boat in the same area in cooperation with the Astral operated by the NGO ProActiva, and the Moonbird patrol aircraft operated by the NGO Sea-Watch.

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23. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „By Stifling Migration, Sudan’s Feared Secret Police Aid Europe“ · Kategorien: Mittelmeerroute, Sudan

New York Times | 22.04.18

By Patrick Kingsley

ABU JAMAL, Sudan — At Sudan’s eastern border, Lt. Samih Omar led two patrol cars slowly over the rutted desert, past a cow’s carcass, before halting on the unmarked 2,000-mile route that thousands of East Africans follow each year in trying to reach the Mediterranean, and then onward to Europe.

His patrols along this border with Eritrea are helping Sudan crack down on one of the busiest passages on the European migration trail. Yet Lieutenant Omar is no simple border agent. He works for Sudan’s feared secret police, whose leaders are accused of war crimes — and, more recently, whose officers have been accused of torturing migrants.

Indirectly, he is also working for the interests of the European Union. “Sometimes,” Lieutenant Omar said, “I feel this is Europe’s southern border.”
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22. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Scontri sul confine Italia-Francia, i manifestanti forzano il blocco della Gendarmerie“ · Kategorien: Frankreich, Italien, Schengen Migration · Tags: ,

Zusammenstöße zwischen Demonstrant*innen (No Tav, Soziale zentren und Migrant*innen) und Polizei im französisch-italienischen Grenzgebiet, nachdem Angehörige der identitären Bewegung dort gestern versucht haben, den Übergang für Migrant*innen symbolisch zu blockieren. „Unsere Täler gehören uns und wir können nicht zulassen, dass sich Faschisten hier wenige Tage vor dem 25. April frei bewegen“, heißt es in einer Stellungsnahme der Demonstrant*innen.

La Stampa | 22.04.2018

Antagonisti e No Tav in marcia a Monginevro dopo il blitz xenofobo sotto il Colle della Scala per bloccare i migranti

Federico Genta

Alta tensione sul confine tra Italia e Francia. Un gruppo di No Tav, centri sociali e migranti hanno superato la frontiera, sfondando più volte i cordoni della Gendarmerie e bloccato la statale alle porte di Monginevro, mentre gli estremisti di destra, che ieri con un blitz hanno messo reti anti-profughi, hanno lasciato Nevache. Gli agenti in difficoltà hanno provato a fermare alcuni antagonisti che sono stati «liberati» dagli altri manifestanti, almeno 120 persone partite da Claviere.

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22. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „$ 750 m worth of Libyan fuel is stolen: Sanalla“ · Kategorien: Libyen

Libya Herald | 19.04.2018

By Sami Zaptia

The Chairman of Libya’s National Oil Corporation, Mustafa Sanalla has reported that 30-40 percent of Libya’s fuel is stolen or smuggled. He has called on Operation Sophia to include smuggling of refined fuel as part of its operations. Sanalla has also suggested adding a marker to Libyan fuel to identify it. He also called for a reform of Libya’s subsidy system. Sanalla was speaking at the inaugural Oil and Fuel Theft conference in Geneva yesterday.

Here is his complete speech provided by the Media Department of the NOC.

‘‘It gives me no pleasure to be here as the representative of a country where fuel smuggling is so prevalent, and where fuel smugglers are able to grow fabulously rich at the expense of ordinary law-abiding Libyan citizens.

It is difficult to find accurate statistics on the value of fuel smuggled and stolen in Libya.  But we estimate that between 30-40% of fuel produced and imported into Libya is stolen or smuggled, with a loss to the Libyan people in the order of a billion dinars a year, around 750 million US dollars at the official rate. Imagine what could be achieved to improve the lives of ordinary Libyans with such a huge sum – hospitals, medication, schools, housing.

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20. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Conflits dans le Sahara : des dynamiques locales occultées par le mirage du djihad global · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara · Tags: ,

In einem bemerkenswerten Aufsatz analysiert Marc-Antoine Pérouse de Montclos, Forschungsdirektor am /Institut de recherche pour le développement (IRD),/den Hintergrund des größten französischen Kriegseinsatzes seit dem algerischen Unabhängigkeitskrieg. Er hält die Bekämpfung des Dschihadismus im Sahel für eine überbewertete, wenn nicht vorgeschobene Begründung. Dass der laufende Kriegseinsatz kaum von Kritik in der französischen Öffentlichkeit begleitet wird – im Unterschied zu den Massenprotesten gegen den US-geführten Golfkriegen 1991 und ab 2003, erklärt er mit der französischen Herrschaftstradition, Aufstände im eigenen Land wie in den Kolonien als religiöse Verschwörung darzustellen.

Die Gründe, die die französische Regierung zu Beginn des Kriegseinsatzes 2013 angab, seien nicht stichhaltig. Weder habe in dem Jahr eine dschihadistische Eroberung Südmalis gedroht, noch seien damals wie behauptet massenhaft Frauen und Kinder von Dschihadisten massakriert worden. Eine regelrechte Entführungsindustrie gebe es auch in Mittel- und Südamerika sowie in anderen subsaharischen Ländern, ohne dass deswegen dort militärisch interveniert würde.

Massenbefragungen und zahlreiche Reiheninterviews dschihadistischer Gefangener in den Sahel-Ländern hätten ergeben, dass religiöse Motivationen bei ihrer Rekrutierung nur eine geringe Rolle gespielt hätten. Wichtig sei hingegen das Kampfziel, Familien, Communities und legale oder informelle ökonomische Aktivitäten zu schützen. Ausserdem ginge es vielen um Einkommen und sozialen Aufstieg. Auslösend sei häufig die Erfahrung sozialer Ungerechtigkeit, staatlicher oder parastaatlicher Repression sowie korrupter Praktiken staatlicher Machthaber vor Ort.

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