21. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Grenzjournalisten über Migration: „Stress mit vereinzelten Peaks“ · Kategorien: Lesehinweise, Medien

taz | 18.01.2018

Die Graphic Novel „Der Riss“ von Carlos Spottorno und Guillermo Abril handelt von Migration. Ein Gespräch über Solidarität, Grenzen und Frontex.

Elise Graton

taz am wochenende: Im Zuge Ihrer Berichterstattung an den Außengrenzen der EU wurde Ihnen teilweise der Zugang zu bestimmten Zonen oder der Austausch mit Flüchtlingen und NGOs untersagt. War das immer legal?

Guillermo Abril: Die Verbote, die angeblich dem Personenschutz dienen sollten, waren teilweise lächerlich. Nach dem Motto „Unterhalten dürft ihr euch nur außerhalb der Zone“. Manchmal wollte man aber auch verhindern, dass wir Zeugen illegaler Vorgehensweisen wurden. Wie zum Beispiel bei „heißen“ Abschiebungen.

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05. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Wie verändert sich die Migrationspolitik der Türkei? · Kategorien: Lesehinweise, Türkei · Tags: ,

Mediendienst Integration | 05.01.2018

In der Türkei leben im weltweiten Vergleich die meisten Flüchtlinge. Seit dem EU-Türkei-Abkommen spielt das Land auch in der Migrationspolitik der Europäischen Union eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ändert sich die politische Situation in der Türkei rapide. Die aktuelle Ausgabe der englischsprachigen Zeitschrift „Movements“ widmet sich der Migrationspolitik der Türkei und ihren regionalen und globalen Auswirkungen. Darin untersuchen die Soziologinnen Elif Sarı und Cemile Dinçer den Umgang der türkischen Behörden mit Asylsuchenden. Außerdem analysieren die Migrationsforscherinnen Gerda Heck und Sabine Hess die Folgen des EU-Türkei-Abkommens für die türkische Asyl- und Grenzpolitik.

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02. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „18 refugees, 18 countries – and their hopes for 2018“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

The Guardian | 01.01.2018

There are now more refugees and IDPs than Brits or Californians. As a new year dawns, what are their hopes and fears?

by Mark Rice-Oxley and reporters from the Guardian, El País, Der Spiegel and Le Monde

More than 65 million people are currently displaced from their homes – almost one in every 100 human beings. If refugees and internally displaced people (IDPs) were a nation they would be the 21st biggest on earth.

As a new year dawns we asked 18 refugees from 18 countries that between them produce almost 90% of the world’s refugees and displaced people what they hope for in 2018. […]

21. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „From Transit Hub to Dead End: A Chronicle of Idomeni“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Lesehinweise · Tags:

bordermonitoring.eu | 20.12.2017

In spring 2016, after the formalized corridor across the Balkans was closed entirely, the informal refugee camp in Idomeni (at the border between the Greece and the Republic of Macedonia) was captured in the media glare for months. The story of Idomeni is, however, much more than the spectacle of a few months of human suffering and humanitarian aid. It started long before and continues until today. In the first chapter, it is described, how, and why, Idomeni became an important site of transit migration, with a growing number of migrants using the Idomeni region to leave Greece clandestinely from as early as 2010. In chapter two, it is shown how the situation in Idomeni changed, when one South-East European government after another implemented formal procedures for transit migrants to pass through their countries. Another turning-point in the history of Idomeni is marked by the gradual closure of the formalized corridor, beginning in November 2015, until the final eviction of Idomeni in May 2016. The strategy of the Greek government, aiming to replace the informall camps and their anarchical humanitarianism by state-controlled camps all over Northern Greece is discussed in the third chapter.

20. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Top 10 Migration Issues of 2017 · Kategorien: Lesehinweise

MPI | 12.2017

The migration world in 2017 was marked by large-scale displacement in Southeast Asia and Africa, rightward political shifts in the United States and parts of Europe, and varied approaches to migration management across the world. MPI experts highlight the biggest migration developments of the year in this countdown of the Top 10 Migration Issues of 2017.

  • Issue #1: Under Trump Administration, United States Takes Steps to Narrow Legal Immigration
  • Issue #2: Surge in Violence Against Myanmar’s Rohingya Spurs World’s Fastest-Growing Refugee Crisis
  • Issue #3: European Leaders Pursue Migration Deals with North African Countries, Sparking Concerns about Human Costs
  • Issue #4: Trump Administration Makes Down Payment on Campaign Pledges to Address Illegal Immigration
  • Issue #5: As Displacement Becomes Long-Term, Refugee Hosts Grapple with New Normal
  • Issue #6: In Wake of Cuts to U.S. Refugee Program, Global Resettlement Falls Short
  • Issue #7: Increased Focus on Forced Return of Migrants and Asylum Seekers Puts Many in Peril
  • Issue #8: Despite Progress on Brexit Negotiations, Fate of Millions of EU and UK Nationals Still Hangs in the Balance
  • Issue #9: Nativism Goes Mainstream, Moving the Needle on Migration Policy
  • Issue #10: In Latin America, Spike in Migrant Arrivals Prompts Flurry of Reponses
18. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Russlands Migrations- und Grenzregime: Abschottung im Inneren“ · Kategorien: andere Länder, Lesehinweise · Tags:

Russland-Analysen Nr. 346 | 15.12.2017

Julia Glathe, Berlin

Zusammenfassung

Der bewaffnete Konflikt in der Ostukraine hat zusammen mit der öffentlichen Debatte in Russland über eine sogenannte »europäische Migrationskrise« der russischen Migrationspolitik einen neuen Impuls gegeben, dessen Ausprägungen in diesem Artikel analysiert werden sollen. Es wird der These nachgegangen, dass zwar die bereits in den 2000er Jahren existierenden Sicherheitsprojekte weiter vorangetrieben wurden, jedoch anders als in Westeuropa und den USA nicht durch den Ausbau oder gar die Externalisierung territorialen Grenzschutzes, sondern durch verstärkte Repression im Inneren und eine Verleugnung und Verdrängung von Fluchtmigration. […]

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13. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die wahren Zurückgelassenen werden aufbegehren“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags:

NZZ | 13.12.2017

Was linken Intellektuellen früher die Proletarier waren, sind ihnen heute die Flüchtlinge, die in den Westen drängen. Doch sie irren. Wirklich arm dran sind jene, die nicht flüchten. Sind die Verharrenden womöglich Agenten des Fortschritts?

Slavoj Žižek

Wohl nicht zufällig taucht in der religiösen Literatur der letzten Jahrzehnte ein Thema auf, von Evangelikalen wie Tim LaHaye bis hin zu Fernsehserien wie «Leftovers»: jenes der Zurückgelassenen. Armageddon naht, und Gott nimmt die Privilegierten zu sich, um sie vor den heraufziehenden Greueln zu retten. Es scheint, als habe selbst Gott dabei auf die Stimme des Kapitals gehört: Das Thema der Zurückgelassenen sollte in der Tat in Bezug zu unserer misslichen Lage in jenem System gesetzt werden, das ich globalen Finanzkapitalismus nennen würde.

In Wirklichkeit sind nicht jene Flüchtlinge die Zurückgelassenen, die ihr Heil im wohlhabenden Westen suchen. Linke Intellektuelle neigen jedoch dazu, Flüchtlinge zu romantisieren. Sie sehen in ihnen eine Art nomadisches Proletariat, das in Europa als neues revolutionäres Subjekt zu handeln bestimmt sei.

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06. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für 2017 Africa Report on Internal Displacement · Kategorien: Afrika, Lesehinweise

iDMC | 12.2017

Our second report on internal displacement in Africa highlights the severity of the continent’s continuing displacement crisis. Published to commemorate the fifth anniversary of the entry into force of the African Union’s Kampala Convention, the report provides new and compelling evidence for action and calls for a new approach to displacement that addresses its causes and longer-term implications, as well as its immediate humanitarian consequences.

Key messages:

  • Africa’s decades-long displacement crisis demands a renewal of the political will and leadership that African governments demonstrated when they agreed to the Kampala Convention in 2009.
  • National and international partners must work collectively across mandates and institutional barriers to deal more systematically not only with the immediate consequences of internal displacement, but also its causes and longer-term impacts.
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04. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Rezension: „Diktatoren als Türsteher Europas“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise

Christian Jakob, Simone Schlindwein
Diktatoren als Türsteher Europas
Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert
Ch. Links Verlag, Berlin , Oktober 2017, 317 Seiten, 18 €

Dass Afrika neuerdings weniger als Kontinent des Hungers und der Seuchen denn als Kontinent der „Partnerschaften“ und der „Chancen“gilt – auch wenn dort weiterhin gehungert und gestorben wird – geht zurück auf das Jahr 2015, das Jahr der Migrationen. Seitdem lautet die Devise: die Zuwanderung muss blockiert werden, zumal wenn es sich bei den Migrant*innen um Schwarzafrikaner*innen handelt.

Europa setzt auf die Expansion des europäischen Grenzregimes bis weit in afrikanische Länder hinein. In den ersten 15 Jahren seit 2000 wurden 2 Mrd. Euro in die Aufrüstung afrikanischer Grenzen investiert – bis 2020 sollen es 14 Mrd. Euro werden. „Deutschland ist das Kraftzentrum der neuen EU-Afrika-Politik“, schreiben Jakob und Schlindwein, und das ist sicherlich richtig, trotz der selbstbewussten Politik eines Macron und der zweifelhaften Alleingänge des italienischen Innenministers in Libyen.

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24. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Einblicke aus Rumänien: Ist das Schwarze Meer eine relevante Migrationsroute?“ · Kategorien: Lesehinweise, Rumänien

Friedrich Ebert Stiftung | 11.2017

Simina Guga, Bukarest 2017

  • Zwischen August und September 2017 landeten 480 Migranten an der Schwarzmeerküste in Rumänien. Ausgangspunkt, die Türkei. Obwohl die Route nicht zum ersten Mal genutzt wurde, war die Zahl groß genug, um eine Debatte über mögliche neue Migrationswege, die Risiken auf See und die Sicherung von Grenzen wieder aufleben zu lassen.
  • Angesichts dieser neuen und unerwarteten Situation erklärte die rumänische Innenministerin Carmen Dan, dass Rumänien auf einen starken Zustrom von Migranten gut vorbereitet sei; ohne allerdings Einzelheiten zu nennen. Bis jetzt bestehe die einzige Lösung der rumänischen Behörden in der Errichtung von Zeltlagern in den Innenhöfen der Aufnahmezentren. Ministerpräsident Victor Ponta bestätigte bereits 2015 einen Mangel an angemessenen Unterbringungsmöglichkeiten. Damals verpflichtete sich Rumänien zur Aufnahme von bis zu 4180 Asylsuchenden. Seitdem hat sich jedoch wenig getan.
  • Die neuen Ankunftszahlen lösen nun Spekulationen darüber aus, ob das Schwarze Meer eine relevante Migrationsroute werden kann. Obgleich es Stimmen gibt, nach denen es für endgültige Schlussfolgerungen noch zu früh sei, könnten die Teil-Schließung der Balkanroute und die militarisierte Grenzpolitik Ungarns das Schwarze Meer tatsächlich in ein neues Tor zur Europäischen Union, über Rumänien, verwandeln. Die aktuellen Ereignisse lassen sich jedoch immer noch als Testphase einordnen und versprechen – zumindest für die Wintermonate – keine größeren Ankunftszahlen.
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