07. November 2016 · Kommentare deaktiviert für Rezension: Harald Bauder, Migration Borders Freedom · Kategorien: FFM-Texte, Lesehinweise, Rezensionen

Buchbesprechung

Harald Bauder
Migration Borders Freedom
London and New York (Routhledge) 2016
135 Seiten, 108 €

Harald Bauder hat ein Buch veröffentlicht, das in akademischen Kreisen als „nice piece of scholarship“ gewürdigt werden wird: ein ausgewogener Überblick über die Literatur und die unterschiedlichen Standpunkte zu den Themen Grenze, Territitorialstaat und Staatsbürgerschaft. Dabei bezieht Bauder wohlbegründet Stellung für Open Borders und für eine flexible Naturalisierung der Migrantinnen in einem jus domicilii, solange denn eine Welt ohne Territorialstaaten noch nicht denkbar ist.

Diese Diagnostics machen den ersten von zwei Teilen des Buchs aus. Im zweiten Teil, Solutions, umkreist Bauder die Themen Urbanität, Domizil und Sanctuary City (dazu unten mehr), bis hin zu Derridas City of Refuge, von deren ‚Unconditioned Law of Hospitality‘ wir noch weit entfernt sind. Das Buch erweist sich mit diesem Teil als Tool-Box für Stadträte ebenso wie für Aktivistinnen. Es geht dabei auch um die argumentativen Fallen und die gegenläufigen Prozesse, die mit bestimmten Beschlüssen induziert werden könnten. Bauder wendet sich explizit nicht nur an die Wissenschaftsgemeinde. Sein Buch liest sich flüssig, es kommt gänzlich ohne Fußnoten aus, es ist handlich. Der hohe Preis wird durch das gut kopierbare Format des Buchs ausgeglichen.

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26. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Daily Resistance: 2. Ausgabe erschienen · Kategorien: Deutschland, Lesehinweise, Medien

Unter diesem Link kann die 2. Ausgabe von Daily Resistance angesehen werden.

Die Redaktion schreibt:

Dear people from all over the world, this is the second issue of the newspaper >Daily Resistance< (Read it as a PDF)! It is written by people in the same position like you as so-called refugees who don’t accept their disfranchisement by the German state. They write about their fight and share their opinions to reach out to people who are in the same situation. They are supported by very few citizens and friends in solidarity. Together, we are a growing group of people who are fighting against a system of politicians, media and capitalists that is based on dehumanizing laws, that criminalizes and instrumentalizes people and that exposes itself by the capitalized lager industry.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Zeit für Plan B in der Europäischen Flüchtlingskrise“ · Kategorien: Deutschland, EU, Lesehinweise · Tags: ,

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

Die Anzahl der in 2015 nach Europa Geflüchteten legte die Unzulänglichkeit der gemeinsamen EU-Asylpolitik offen und belastete die südlichen Mitgliedsstaaten unverhältnismäßig stark. Um die EU aus der Krise zu führen braucht es mehr als ein EU-Türkei-Abkommen.

Bodo Weber

Im Laufe des Jahres 2015 machten sich geschätzte 1,5 Millionen Menschen, die größte Gruppe unter ihnen Kriegsflüchtlinge aus Syrien, von Griechenland über die Balkanroute auf den Weg nach Westeuropa. Die Verlagerung hin zu dieser vormals marginalen Route für die irreguläre Einreise von Flüchtlingen und Migranten in die EU führte zum Zusammenbruch der Außengrenzen der Union in der Ägäis, und verwandelte das langjährige Problem einer fehlerhaften gemeinsamen europäischen Asylpolitik, welche die südlichen Mitgliedsstaaten unverhältnismäßig in Mitleidenschaft zog, in eine ernsthafte Krise.

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04. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Ten countries host half of world’s refugees: report“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

Quelle: Al Jazeera

World’s wealthiest nations accused by Amnesty of leaving poorer countries bearing the brunt of global refugee crisis.

Ten countries – which account for just 2.5 percent of the global economy – are hosting more than half the world’s refugees, a rights group has said, accusing wealthy countries of leaving poorer nations to bear the brunt of a worsening crisis.

In a report published on Tuesday, Amnesty International said the unequal share was exacerbating the global refugee problem, as inadequate conditions in the main countries of shelter pushed many to embark on dangerous journeys to Europe and Australia.

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03. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Broschüre „Border Wars“ · Kategorien: Hintergrund, Lesehinweise

Quelle: Transnational Institute

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Das Transnational Institute hat eine Broschüre über die Aurfrüstung an den Grenzen mit dem Titel Border Wars herausgegeben.

Der Text kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

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21. September 2016 · Kommentare deaktiviert für „Studie:  Armutsrisiko für Menschen mit Migrationshintergrund gestiegen“ · Kategorien: Deutschland, Lesehinweise · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Einwanderung führt nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung nicht zur Verarmung der einheimischen Bevölkerung.

Wie die gewerkschaftsnahe Stiftung unter Berufung auf das Statistische Bundesamt in Berlin mitteilte, stieg die Armutsquote für die Gesamtbevölkerung zwischen 2014 und 2015 um 0,3 Punkte auf 15,7 Prozent. Für Menschen ohne Migrationshintergrund blieb sie dagegen unverändert bei 12,5 Prozent. Sehr hohe Armutsrisiken weisen den Daten zufolge jene Bevölkerungsgruppen auf, die neu hierher gekommen sind.-

Als armutsgefährdet gelten Menschen in Haushalten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland beträgt.

11. September 2016 · Kommentare deaktiviert für „Da Lampedusa a Berlino“ · Kategorien: Deutschland, Italien, Lesehinweise

Quelle: Il Manifesto

Festivaletteratura 2016. Le storie dei profughi africani che vivono nella capitale tedesca fanno da filo conduttore a «Voci del verbo andare», ultimo libro della scrittrice Jenny Erpenbeck

Alessandra Pigliaru

C’è un ponte immaginario che collega Lampedusa alla Germania; porta il nome di Oranien ed è una piazza che si trova a Berlino nel quartiere di Kreuzberg.

Jenny Erpenbeck, scrittrice tedesca tra le più acclamate nel suo paese che ha all’attivo romanzi di grande pregio oltre che premi prestigiosi, è ospite al Festivaletteratura di Mantova che si conclude oggi; proprio nel 2013 ha conosciuto un gruppo di tredici persone, tra uomini e donne perlopiù africani che in centinaia sono riusciti ad arrivare a Berlino dopo essere sbarcati a Lampedusa.

Il suo ultimo lavoro appena pubblicato per Sellerio si intitola Voci del verbo andare (traduzione di Ada Vigliani, pp. 349, euro 15) e prende spunto dalla sua esperienza diretta con alcuni migranti incontrati a Berlino…

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07. September 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Wehrlosen nicht zum Spielball machen“ · Kategorien: Lesehinweise

Quelle: NZZ

Kenya beherbergt das Flüchtlingslager Dadaab – das grösste der Welt. Es ist auch die Heimat der Schriftstellerin Yvonne Owuor, die Europas Debatte über die «Flüchtlingskrise» hart infrage stellt.

INTERVIEW von Paul Ostwald

Yvonne Owuor, unlängst erschien Ihr Debütroman «Der Ort, an dem die Reise endet» auf Deutsch. Es gibt im Grunde drei Protagonisten, und alle sind auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Tatsächlich, die Hauptfiguren meines Romans sind auf ihre Art Variationen des Konzepts Heimat. Da gibt es den nomadischen Vater, die kosmopolitische Tochter und den britischen Liebhaber, der nach seinem Vater sucht. Kenya, der Ort der Handlung, ist immer schon ein Land der Immigration gewesen. Seit Jahrtausenden ziehen Nomaden durch unsere Länder, dann kam der Kolonialismus. Das macht unseren Charakter als Nation aus.

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07. September 2016 · Kommentare deaktiviert für „Unicef-Bericht: 28 Millionen Kinder sind auf der Flucht vor Gewalt“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Sie fliehen vor Bomben, Kugeln und Konflikten: 28 Millionen Mädchen und Jungen weltweit haben laut dem Uno-Kinderhilfswerk ihr Zuhause verlassen müssen. Immer mehr sind ohne Eltern auf der Flucht.

Rund 28 Millionen Kinder sind laut einem aktuellen Unicef-Bericht weltweit auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten. 17 Millionen davon suchen in ihrem eigenen Land nach Schutz, 11 Millionen im Ausland. Das geht aus dem Bericht mit dem Titel „Entwurzelt“ hervor, den das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen nun veröffentlichte.

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27. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „The Guardian view on Europe and migration: the year of living damagingly“ · Kategorien: EU, Lesehinweise · Tags:

Quelle: The Guardian

Twelve months ago, Europe failed to rise to the challenge of the Syrian refugee crisis. It is still paying the price – and so are the refugees

Not every big issue that Europe has faced over the past 12 months has been linked to the migration and refugee crisis. But most of them have. The arrival of over 1 million people in late summer 2015 shook European politics and institutions, as well as challenging Europe’s awareness of itself and its place in the world more than any event since the fall of the Berlin Wall. It would be foolish to imagine that this crisis is now over and that the numbers will not rise again.

One key moment came in late August 2015, when Germany announced it would accept all Syrian refugees fleeing war without sending them back to the countries where they had first entered the EU. Angela Merkel’s words a few days later, “Wir schaffen das” (we will manage), felt pivotal, although whether the German chancellor really did open the floodgates of a vast refugee movement is still debated. Refugees had, after all, been on the move for months already in their hundreds of thousands. Harrowing pictures of overcrowded voyages to reach Europe were familiar. Long before Germany opened its doors, southern EU countries were facing a critical situation, their administrations and social services overwhelmed.

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