24. März 2018 · Kommentare deaktiviert für PEW Report: Faktencheck · Kategorien: Afrika, Lesehinweise

Die Welt und die FAZ berichteten am 22.03. fast schon panisch über eine Studie des PEW Instituts, die am selben Tag veröffentlicht worden ist. Die Welt schrieb:

Neueste Umfragen in afrikanischen Ländern zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen. Dabei sind nicht allein Not und Terror ein Antrieb, sondern oft Verwandte und Freunde, die schon in Europa sind.

Und dann kommt der Artikel flugs auf die Bevölkerungszunahme im Subsahara-Afrika zu sprechen, die inzwischen zu einem Dauerthema wird: Rund 40 Prozent im Senegal, in Ghana und Nigeria wollen in den nächsten fünf Jahren weg. In Südafrika und Kenia sind es um die 20 Prozent und im Fall von Tansania bislang nur acht Prozent, die ihr Glück schon bald im Ausland versuchen wollen.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Sahel: Dschihadismus als Sozialbewegung · Kategorien: Lesehinweise, Mali, Rezensionen, Sahara · Tags: , ,

Der französische Politologe Jean-François Bayart beschreibt den Dschihadismus im Sahel als eine Sozialbewegung, die in den ärmeren Schichten oftmals mehr Ansehen als „der Staat“ genieße. Der Dschihadismus garantiere beispielsweise den freien informellen Handel, während der Staat für Straßenblockaden und Grenzkontrollen stehe. Zahlreiche weitere Beispiele werden genannt. Der Artikel der Zeitschrift „Jeune Afrique“ nimmt eine jüngste Veröffentlichung des Politologen zum Ausgangspunkt. (Jean-François Bayart: Violence et religion en Afrique. Karthala, Paris 2018)

Jeune Afrique | 19.03.2018

Terrorisme – Jean-François Bayart : « Les jihadistes sont souvent mieux perçus que l’État »

Par Christophe Boisbouvier

Pour le chercheur et politologue français Jean-François Bayart, la dimension religieuse est secondaire dans le développement des mouvements jihadistes en Afrique. Les racines du mal seraient surtout sociales.

L’islam entretient-il un rapport privilégié avec la violence ? Pour beaucoup, la réponse est dans la question. Mais dans Violence et religion en Afrique, publié en février chez Karthala, le politologue français Jean-François Bayart s’attaque à ce poncif.

Pour Jeune Afrique, cet « empêcheur de penser en rond » analyse au plus près le phénomène jihadiste, notamment au Nord-Mali et au Nigeria.

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10. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „In Libia il colonialismo italiano non è mai finito“ · Kategorien: Italien, Lesehinweise, Libyen

Der italienische Kolonialismus in Libyen hat nie aufgehört.

Internazionale | 09.03.2018

Khalifa Abo Khraisse, regista

Negli anni trenta mio padre ha perso due zii in una battaglia contro i fascisti ad Al Jawsh, un paesino nella Libia occidentale a ventisette chilometri circa da Shakshuk, la città d’origine di mio padre e della nostra tribù. Quel giorno per i tre fratelli era cominciato proprio come nella canzone Bella ciao: “Una mattina mi son svegliato e ho trovato l’invasor”. Mio nonno è stato l’unico a sopravvivere. Si chiamava Khalifa.

Non ho conosciuto mio nonno, tutto quello che so di lui viene dai racconti che me ne faceva mio padre quand’ero bambino. Quelle storie sono una delle poche cose che condividevamo. Io preferivo i racconti di mia madre, non solo perché mi è più vicina ma anche perché mi descriveva le persone e il loro modo di vestire, di camminare e di parlare, e poi i luoghi e gli odori, i colori e le sensazioni che lei provava.

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10. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Afrika: Publikationen der bpb · Kategorien: Afrika, Lesehinweise · Tags:

bpb Migration & Entwicklung

[…] Dass sich die eigentliche „Flüchtlingskrise“ schon seit Jahrzehnten auf dem afrikanischen Kontinent und nicht in Europa abspielt, zeigt der Beitrag Flucht und Vertreibung in Afrika. Von weltweit 65,6 Millionen Geflüchteten lebt heute etwa ein Viertel in Afrika. Der Beitrag beschreibt die aktuelle Situation von Geflüchteten auf dem „Kontinent des Lagers“ und erläutert das afrikanische Flüchtlingsregime.

Außerdem im Dossier Innerafrikanische Migrationen erschienen sind zwei Beiträge, die sich mit Abschiebungen als Teil der europäischen Migrationskontrollpolitik in Afrika befassen und am Beispiel Mali der Frage nachgehen, wie es Menschen ergeht, die gezwungenermaßen in ihr Herkunftsland zurückkehren mussten. Wie sieht ihr Leben nach der Abschiebung aus?

22. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für “We Are Almost Dead”: The Politics of Migrants and Refugees in an Unequal World · Kategorien: Lesehinweise

LARB | 21.02.2018

By Jonathan Blake

WHEN ALAN KURDI washed up on Turkey’s western shore in September 2015, he immediately became the symbol of the global refugee crisis. The image of the lifeless three-year-old in a red T-shirt face down in the sand sparked international grief and outrage, and his brief life and watery death came to represent the horror of Syrian Civil War, the callousness of Europe, and the growing plight of all refugees today.

Life moved on, and the world forgot. Donations to aid groups and Google searches for “refugee,” both of which had surged in response to the photograph, plummeted within weeks. Charitable giving was never going to solve the situation anyway. As several excellent new books make clear, the global migration crisis is, at heart, a political problem. The political leaders who were so touched by the toddler’s photo failed to act decisively or compassionately. One year after Kurdi’s death, the boy’s father lamented, “The politicians said after the deaths in my family: Never again! […] But what is happening now? People are still dying and nobody is doing anything about it.”

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21. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Follow the money: What are the EU’s migration policy priorities?“ · Kategorien: EU, Lesehinweise · Tags:

DW | 15.02.2018

From tackling the root causes of migration to fighting human trafficking: The EU has many different goals for its migration policy. On paper they are sold as equal. Financially, they are not, as DW data analysis shows.

Thousands of asylum seekers arrived in Europe or died on the way trying to reach the continent between 2012 and 2016. In order to reduce the numbers of those entering the block and prevent further deaths, the EU set up the „EU Emergency Trust Fund for Africa“ (EUTF) and earmarked 4.3 billion euros (status February 14, 2018) to fight „the root causes of irregular migration“, as the Fund’s tagline states.

Fighting the root causes of migration – in other words improving the situation in the origin countries so people don‘t want to leave – sounds like a goal hardly anyone can find fault with. If you read EU documents on the Trust Fund, the projects that are mentioned often fall into the category of ameliorating the situation on the ground: empowering the youth in Ghana, enhancing living conditions in Ethiopia or increasing food security in Mali for example.

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20. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge und Migranten sind die wahren Revolutionäre unserer Zeit“ · Kategorien: Bulgarien, Lesehinweise · Tags:

NZZ | 20.02.2018

Die Migrationswelle, die Ostmitteleuropa in einen Kampf um die Verteidigung der Normalität gestürzt hat, wird zum Signum unserer Zeit: Wer unter den «Verdammten dieser Welt» Veränderung will, macht keine Revolution, sondern begibt sich auf den Weg.

Ivan Krastev

Als Folge der Flüchtlingskrise bewegen sich die europäischen Gesellschaften in dramatischer Weise politisch nach rechts. Sie sind hin- und hergerissen zwischen zwei Ängsten: einerseits der Angst vor einer «Invasion der Barbaren», welche die ethnische Zusammensetzung ihrer Gesellschaften drastisch verändern wird, und anderseits der Angst vor einer Übernahme der Arbeit durch Roboter. Zum Albtraum eines langsamen demografischen Aussterbens gesellt sich die Vision eines technologischen Verschwindens – es ist das Bild einer Welt, in der es für uns irgendwann keine Jobs mehr gibt.

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08. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „From Response to Resilience: Working with Cities and City Plans to Address Urban Displacement“ · Kategorien: Lesehinweise

International Rescue Committee | 06.02.2018

This paper argues for an improved humanitarian response to urban displacement crises by working directly with municipal authorities and through a resilience lens. It draws on the International Rescue Committee (IRC)’s collaboration with 100 Resilient Cities – Pioneered by The Rockefeller Foundation (100RC) and engagement with two municipal authorities, the Greater Amman Municipality (GAM) and the Kampala Capital City Authority (KCCA). The IRC first worked with Amman, a member of the 100RC network, to support their city resilience planning. While Kampala is not in the 100RC network, the IRC replicated its approach in Amman with KCCA to support their own plans and strategies and bring an urban resilience lens to displacement within Kampala. By discussing these relationships and the process behind them, this paper highlights how humanitarian-municipal partnerships can achieve the following benefits:

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06. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Was gegen die These einer zunehmenden Migration von Afrika nach Europa spricht“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise · Tags:

Makronom | 05.02.2018

Robert Kappel

Es ist oftmals zu hören, dass in den kommenden Jahren immer mehr Afrikaner nach Europa auswandern oder flüchten werden. Diese These wird mit Bevölkerungswachstum, der Migrationsbereitschaft der Jugend, mit hoher Armut und Arbeitslosigkeit, Terror, Klimawandel, politischer Fragilität und Bürgerkriegen begründet. Dabei handelt es zweifelsfrei um wichtige Faktoren, die man nicht bestreiten kann.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass es auch einige Gegentrends gibt. Diese liegen im Strukturwandel Afrikas mit seinen sich entwickelnden urbanen Zentren begründet, sowie in den Optionen, die China und andere Emerging Countries eröffnen, und sie zeigen sich an den Mobilitätsstrategien im Rahmen der globalisierten und der zirkulären Migration innerhalb Afrikas. Hier entwickeln sich neue Dynamiken.

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23. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Grenzfiguren des Rechts“ · Kategorien: Lesehinweise

Jungle World | 19.01.2018

Ein Gespräch über Flucht, Staatenlosigkeit, Exklusion und die Aktualität Hannah Arendts.

Julia Schulze Wessel, Professorin für Politische Theorie, über Flüchtlinge und die Aktualität Hannah Arendts

Interview von Till Schmidt

Angesichts der derzeitigen Krise der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik werden immer wieder Hannah Arendts Gedanken zu Flüchtlingen aufgegriffen. Inwiefern sind ihre Ideen heutzutage ­relevant?

Hannah Arendt war die politische Theoretikerin, die über Flucht und Staaten­losigkeit nicht als moralische und humanitäre, sondern als politische Frage nachgedacht hat. Sie hat die Flüchtlinge ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung gestellt und herausgearbeitet, dass sie unmittelbares Produkt der damaligen Staatenwelt waren. Auf die heutige Zeit kann man Arendts ab den vierziger Jahren formulierte Gedanken natürlich nicht eins zu eins übertragen. Doch ein dezidiert politischer Blickwinkel, wie sie ihn einnimmt, wäre für die derzeitige Debatte zu Flucht und Migration sehr produktiv. Wenn es um die Ansprüche von Flüchtlingen gegenüber potentiellen Aufnahmegesellschaften geht, argumentieren viele lediglich moralisch oder humanitär – aber nicht politisch oder rechtlich.

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