09. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „By 2100, Refugees Would Be the Most Populous Country on Earth“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

Alternet | 29.06.2017

Poverty and deadly wars are the major drivers of displacement

By Vijay Prashad

The UN Refugee Agency has announced the new figures for the world’s displaced: 65.9 million. That means that 65.9 million human beings live as refugees, asylum seekers or as internally displaced people. If the refugees formed a country, it would be the 21st largest state in the world, just after Thailand (68.2 million) and just ahead of the United Kingdom (65.5 million). But unlike these other states, refugees have few political rights and no real representation in the institutions of the world.

The head of the UN Refugee Agency, Filippo Grandi, recently said that most of the displacement comes as a result of war. „The world seems to have become unable to make peace,“ Grandi said. „So you see old conflicts that continue to linger, and new conflicts erupting, and both produce displacement. Forced displacement is a symbol of wars that never end.“

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08. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Forced Migrants: Labour Market Integration and Entrepreneurship · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

G20 Insights | Download

Abstract

In 2015, worldwide forced displacement was at its highest recorded level, surpassing 65 million. Out of this number, nearly 20 million people are those who fled their countries of origin to seek refuge in third countries. International responsibility sharing in terms of hosting the historical levels of refugee flows has so far been inadequate. Today, lower- and upper-middle income countries host 65 percent of the world’s refugees, mostly in urban settings. Whereas refugee camps provide access to basic needs such as shelter, food and healthcare, displaced individuals living in urban settings have to sustain their needs through their own means. In turn, this requires access to labour market. To facilitate formal labour market integration of refugees in host countries, the authors call on G20 to mobilize the private sector in developing sustainable solutions for the global refugee crisis, endorse a “Virtual Observatory for Refugee Integration” to monitor integration processes of refugees in host countries around the world, and encourage its members and host communities to initiate startup visa programmes for refugees.

08. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrationspolitik als Transformationsprojekt“ · Kategorien: Lesehinweise

Rosa Luxemburg Stiftung | 06.2017

Eine Baustellenbesichtigung

Nach dem «Sommer der Migration» liegen (wie so häufig) linke Hoffnung und linke Verzweiflung ziemlich nah beieinander. Auf der einen Seite die millionenfach unter Beweis gestellte Solidarität mit den Geflüchteten, das massenhafte Unterlaufen der staatlich verordneten Ausgrenzungspolitik. Auf der anderen Seite die wachsende staatliche Repression, die unverhohlene rassistische Gewalt und rechtspopulistische Bewegungen, die versuchen, aus dem Thema Einwanderung Profit zu ziehen.

Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Mit welchen Strategien können wir aus der Defensive kommen? Welchen Weg soll die europäische Migrationspolitik einschlagen? Wie wird die Rolle der Linken gesehen? Dazu befragten wir Anfang 2017 wichtige Impulsgeber*innen des Migrationsdiskurses.

Die einzelnen Gespräche thematisieren das europäische Grenzregime, globale Bürgerrechte, die Rolle des Wohlfahrtstaates in den Klassenauseinandersetzungen, die Solidarität in betrieblichen Kämpfen, die Geschlechterfrage in postkolonialen Verhältnissen, die Kämpfe der Geflüchteten um Teilhabe und die Stärke (post-)migrantischer Lebenswelten.

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02. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Materialien zur Russischen Revolution 1912-1918 · Kategorien: Hintergrund, Lesehinweise, Rezensionen · Tags:

Anmerkungen zu Peter Boman

Materialien zur Russischen Revolution 1912-1918

Materialien für einen neuen Antiimperialismus, Heft 10/2017, 170 Seiten

im Web veröffentlicht unter http://materialien1917.org/

Für wen schreiben wir? Dieser Text über die Russische Revolution von 1917 und ihre Vorgeschichte ist einerseits von Interesse für diejenigen, die jetzt um die 60 oder älter sind, denn sie haben die Zeiten erlebt, in denen jede Linke welcher Art auch immer um eine Stellungnahme zum Bolschewismus nicht herumkam. Und es gab ja nicht wenige leninistisch geprägte Gruppierungen, die Fellow traveller waren oder Geschichte geklittert haben wie sie nur konnten, bevor sie den Offenbarungseid leisten mussten. Auch und gerade für diejenigen, die sich mit 1917 und den Folgen bereits intensiv auseinandergesetzt haben, beschreibt der Text von Peter Boman, über spannende Details hinaus, einen systematischen Perspektivenwechsel, dem es nicht um Arrangements geht, sondern um die Frage, was ist aus heutiger Sicht auf 1917 noch wichtig, wenn über die sozialen Grundlagen revolutionärer Prozesse nachgedacht werden soll? Und um die Frage nach historischen Alternativen zum Bolschewismus und zur „Entwicklungspolitik“ überhaupt. Weiterlesen »

02. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „G20 ersatzlos abschaffen“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , ,

ARD Tagesschau | 01.07.2017

Interview mit Jean Ziegler

Jean Ziegler ist wütend. Der Soziologe, ehemalige UN-Diplomat und Autor wirft den G20 vor, sie hätten nichts erreicht. Statt dessen fordert er im Interview eine deutliche Stärkung der UN und Sofortmaßnahmen für die ärmsten Staaten – viele könnten umgehend beschlossen werden.

tagesschau.de: Herr Ziegler, die G20 werden sich in wenigen Tagen in Hamburg treffen. Was halten Sie von diesem System? Ist das gerecht?

Jean Ziegler: Es ist eine total illegitime und illegale Zusammenkunft. Es gibt eine Organisation, die Vereinten Nationen, die das öffentliche Interesse der Völker wahrnimmt. Für eine Herrschaftszusammenkunft von einigen mächtigen Staatschefs, die 85 Prozent des Weltbruttosozialprodukts kontrollieren, die hinter 20.000 Polizisten hinter Stacheldraht zusammenkommen in der Weltstadt Hamburg, gibt es keine Legitimation. Sie fassen Beschlüsse, über deren Ausführung keine Kontrolle besteht. Und das geht nicht. Das ist gegen den Willen dessen, was die Gründer der Vereinten Nationen gewollt haben. Und dieser G20-Gipfel unterminiert die Demokratie.

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30. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Autoritärer Festungskapitalismus“ · Kategorien: Lesehinweise

prager frühling | April 2017

Fünf Thesen zur Migrationspolitik in Europa und den USA

Fabian Georgi

Im Action-Film Elysium (USA, 2013) spielt Matt Damon den Fabrikarbeiter Max auf der Erde des Jahres 2154. Der Film spitzt die aktuellen Tendenzen europäischer und US-amerikanischer Migrationsregime auf scharfe Weise zu: Die Menschheit ist gespalten. Auf der luxuriösen Raumstation Elysium lebt eine winzige Minderheit von Privilegierten. Die große Mehrheit vegetiert auf der durch Klimawandel, Not und Gewalt zerstörten Erde, niedergehalten durch eine brutale Roboter-Polizei. Der Film kreist um den Konflikt zwischen Max und einer Gruppe von Slumbewohner*innen, die versuchen, von der Erde nach Elysium zu fliehen, und den gewaltsamen Bemühungen der Privilegierten, sie zu stoppen.

Die Frage, wohin gegenwärtige migrationspolitische Tendenzen führen, lässt sich jedoch nicht nur popkulturell beantworten. Auch mit Hilfe kritischer Staatstheorie und materialistischer Grenzregimeanalyse lassen sich Thesen zu den aktuellen Dynamiken, ihren Hintergründen und Folgen formulieren (vgl. Georgi 2016).

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20. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Entweder wir sterben hier oder auf dem Meer“ · Kategorien: Lesehinweise, Mittelmeer

Wiener Zeitung | 19.06.2017

Die junge Syrerin Doaa al Zamel erlebte die Schrecken der Flucht, als ihr Boot im Mittelmeer sank.

Von Thomas Seifert

„Wiener Zeitung“: Melissa Fleming, Sie haben als Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen schon viele Flüchtlingsschicksale gehört. Sie waren in den Flüchtlingslagern, haben hunderte Flüchtlinge kennengelernt, kennen die Fakten und Zahlen. Aber das Schicksal der jungen Syrerin Doaa hat Sie so bewegt, dass Sie sich entschlossen haben, ein Buch über Doaa zu schreiben. „Doaa ist für mich das Gesicht der Flüchtlinge“, haben Sie gesagt.

Melissa Fleming: Doaa beschließt, gemeinsam mit ihrem Verlobten Bassem übers Mittelmeer nach Europa zu flüchten. Das Boot, in dem sie übersetzen wollen, sinkt. Doaa kann nicht schwimmen, strampelt und rudert mit den Armen um ihr Leben. Bassem hilft ihr, so gut er kann, am Ende muss Doaa hilflos zusehen, wie Bassem neben ihr in den Fluten ertrinkt. Eine ertrinkende Frau vertraut Doaa ihr Baby an. Doaa ist nur eine von einer Handvoll von den insgesamt rund fünfhundert Bootsflüchtlingen, die aus dem Meer gerettet werden. Mir war es wichtig, diese Geschichte zu erzählen.

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12. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Bürgerproteste und Autoritarismus in Marokko“ · Kategorien: Lesehinweise, Marokko · Tags:

Qintara | 02.06.2017

Das Ende des demokratischen Experiments

Der marokkanische Frühling neigt sich dem Ende zu. Nun versucht der Staat, das Vermächtnis der letzten fünf Jahre des „marokkanischen Sonderweges“ ungeschehen zu machen und die Uhr auf die Epoche vor der Ankündigung der Reformen vom 9. März 2011 zurückzudrehen. Ein Essay des marokkanischen Politikwissenschaftlers Mohamed Taifouri

In Marokko ist die Demokratie auf dem Rückzug. Dennoch wird im In- und Ausland immer wieder versichert, dass der Staat ungeachtet der Abberufung des ehemaligen Premierministers Abdelilah Benkirane im März 2017 weiter auf Reformkurs bleibt. Dies tut er aber lediglich nach eigenen Gutdünken und Maßstäben und hält dabei an seinem Credo von einer neuen Verfassung sowie vorgezogenen und neutralen Wahlen fest. Wer es aber hierbei belässt, hat offensichtlich nichts aus der modernen politischen Geschichte Marokkos gelernt.

Fakt ist, dass jegliche Reformen in Marokko ausschließlich dem Regime dienen. Durch kosmetische Reformen versuchen die Machthaber bereits seit Jahren, ihre autoritäre Macht und dominante Position im Inneren zu stärken, während die aufgeschönte Fassade für ein gutes Image auf der internationalen Bühne sorgen soll. So lassen die Entwicklungen des letzten Vierteljahrhunderts seit Verkündung der Neuordnung des Staates 1992 Zweifel an dem guten Willen des Regimes aufkommen, das immer wieder versucht hat, in der Grauzone zwischen Offenheit und Abschottung zu verharren.

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20. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Mbembe: Scrap the borders that divide Africans · Kategorien: Afrika, Lesehinweise · Tags:

Mail & Guardian | 21.05.2017

Achille Mbembe

The government of human mobility might well be the most important problem to confront the world during the first half of the 21st century.

Worldwide, the combination of fast capitalism and the saturation of the everyday by digital and computational technologies have led to the acceleration of speed and the intensification of connections. Ours is, in this regard, an era of planetary entanglement. Yet, wherever we look, the drive is decisively towards enclosure.

If this trend persists, tomorrow’s world will increasingly be a gated world, with myriad enclaves, culs-de-sac and shifting, mobile and diffuse borders.

The capacity to decide who can move and who can settle, where and under what conditions, will be at the core of the political struggles over sovereignty.

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20. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Italien: Dokumentation Diffamierung und Kriminalisierungsversuch · Kategorien: Italien, Lesehinweise, Libyen · Tags: ,

ADIF | 09.03.201

Perché danno fastidio le Ong che salvano i migranti in mare?

1. L’inchiesta della Procura di Catania

2. Frontex accusa le Ong di agire d’intesa con i trafficanti

3. La responsabilità delle morti in mare viene attribuita alle Ong

4. La fine di Mare nostrum e la retorica del “pull factor”

5. La strategia mediatica di Gefira e Frontex

6. La risposta del sindaco di Catania e del vice ministro degli Esteri italiano

7. La pretesa che le Ong collaborino alla cattura degli scafisti

8. I media e i partiti di destra infangano le organizzazioni umanitarie

9. Cosa c’è da nascondere nel Mediterraneo centrale?

10. Abbordaggi e spari nelle acque libiche

11. Il pacchetto favoreggiatori

12. A cosa mira la criminalizzazione dei volontari Weiterlesen »

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