18. November 2012 · Kommentare deaktiviert für CROSSING BORDERS! Bewegungen und Kämpfe der Migration · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

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Transnationaler Newsletter, Ausgabe #10, Aug 2012
Was ist aus den jungen Menschen geworden, die letztes Jahr in Großbritannien den Aufstand getragen haben? Es ist schwer, dazu eine klare Antwort zu finden. Eine von Migrationserfahrungen geprägte Generation, die von PolitikerInnen und SozialarbeiterInnen allzu oft als “marginal” definiert wurde, trat ins Rampenlicht und verschaffte sich kurzfristig eine zentrale gesellschaftliche Position. Viele haben für diese Revolte – bezogen auf die folgenden Repressionen – einen hohen Preis bezahlt. Die meisten sind wieder in die Anonymität der britischen Gesellschaft abgetaucht, so wie viele junge MigrantInnen und die Kinder von MigrantInnen es jeden Tag überall in Europa tun. Doch die so genannte zweite Generation weigert sich zunehmend, versteckt in den engen, ihnen zugestandenen sozialen Räumen zu verharren.
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08. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Italien Migration – Länderprofil bpb · Kategorien: Italien, Lesehinweise

http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/145487/italien

08. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Rezension: Asef Bayat Leben als Politik · Kategorien: Lesehinweise, Mittelmeerroute · Tags:

„Was wir nicht sehen – der Widerstand im Alltäglichen

Leben als Politik - Asef Bayat
Asef Bayat
Leben als Politik
Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern

Asef Bayat analysiert die Alltagshandlungen von strukturell marginalisierten Menschen in den urbanen Zentren des Nahen Ostens und fragt nach dem gesellschaftlichen Veränderungspotential, welches diesen Handlungen innewohnt.

Der sogenannte Arabische Frühling, also die Verdichtung von Revolten und Erhebungen in der jüngeren Zeit, haben eine weltweite Resonanz erfahren. Medien und wissenschaftliche Publikationen haben seit Beginn der Veränderungen im nahöstlichen Raum versucht zu erklären, was die Ursachen für gesellschaftlichen Unmut waren (und sind). Der Fokus lag dabei jedoch meist auf den revolutionären Erhebungen als solche, unter Führung von organisierten Oppositionsgruppierungen wie etwa die Bewegung des 9. April in Ägypten. Gegen solch einen begrenzten Blick wendet sich Asef Bayat in seinem bereits 2010 erschienenen Buch „Leben als Politik. Wie ganz normale Leute den Nahen Ostern verändern“. Grundsätzlich versucht Bayat zu beschreiben, wie die alltäglichen Praktiken der urbanen Subalternen einen widerständigen Charakter besitzen und als Folge dessen auch das Potential zu einer gesellschaftlichen Veränderung von Unten haben.“

Vollständiger Text:

http://kritisch-lesen.de/rezension/was-wir-nicht-sehen-der-widerstand-im-alltaglichen

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Thessaloniki – Hauptstadt der Flüchtlinge · Kategorien: Griechenland, Lesehinweise

Vor 100 Jahren wurde Thessaloniki griechisch

Ob Awaren oder Slawen, Byzantiner oder Venezianer, Griechen oder Türken, Christen, Muslime oder Juden – Thessaloniki war in seiner Geschichte nie eine Stadt, die einer einzigen Kultur zuzuordnen war. Nachdem die Griechen am 26. Oktober 1912 den Ort erobert hatten, verwandelte er sich in eine Bastion der Homogenität.

Barbara Spengler-Axiopoulos

Was ihn an seine Heimatstadt Saloniki binde, seien nicht der Weisse Turm oder die Byzantinische Stadtmauer, sagt der alte Poet. So etwas sei ihm völlig gleichgültig. Seine Gefühle für diese Stadt seien tiefer und elementarer. Seine Mutter habe ihm, einem Mantra gleich, immer wieder gepredigt, er müsse diese Stadt lieben, weil sie ihn aufgenommen habe.

Vollständiger Text:

nzz 31.10.2012

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/vor-100-jahren-wurde-thessaloniki-griechisch-1.17737294

15. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Arabellion – Revision, Verschwörungen, Manipulationen? · Kategorien: Lesehinweise · Tags:

Es mehren sich die Versuche, die Aufstände, Unruhen und sozialen Veränderungen in den arabischen Ländern zu negieren oder ihre Bedeutung zu minimalisieren und stattdessen eine Geschichtsschreibung „von oben“ zu installieren: Die wahren Akteure seien demzufolge konservative Mächte, die versteckt und aus dem Hintergrund die Strippen zögen. Jüngste Neuerscheinung aus dem einflussreichen Sciences Po in Paris:

Naoufel Brahimi El Mili:Le printemps arabe : une manipulation ?

  • Broché: 224 pages
  • Editeur : MAX MILO EDITIONS (11 octobre 2012)
  • Langue : Français
  • ISBN-10: 2315003741
  • ISBN-13: 978-2315003747
13. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Wallerstein: Modern World System IV – Rezension · Kategorien: Lesehinweise

From: Hans-Heinrich Nolte <CNolteVGWS@aol.com>
Date: 12.10.2012
Subject: Rez. NG: I. Wallerstein: The Modern World-System IV
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Wallerstein, Immanuel: The Modern World-System IV. Centrist Liberalism
Triumphant, 1789-1914. Berkeley: University of California Press 2011.
ISBN 978-0-520-26760-2; 377 S.; EUR 22,80.

Rezensiert für geschichte.transnational und H-Soz-u-Kult von:
Hans-Heinrich Nolte, Barsinghausen
E-Mail: <CNolteVGWS@aol.com>

Immanuel Wallerstein setzt mit diesem Band sein 1974 begonnenes magnum
opus zur Geschichte des modernen Weltsystems fort. Man beginnt diesen
Band am leichtesten mit dem Nachwort – Wallerstein hat, so führt er aus,
in früheren Bänden gegen das Konzept „Industrielle Revolution“
argumentiert und begründet hier, warum er die Französische Revolution
vor allem als Kampf um Hegemonie interpretiert. Er legt der
Wirtschaftsgeschichte kondratjewsche Wellen als Gliederungsschema
zugrunde und verweist auf den 3. Band für die Inklusion wichtiger
Gebiete in das System. Neu im 19. Jahrhundert sei der Triumph des
„zentristischen Liberalismus“, der nun zum „Kern der Geokultur“ wurde
(S. 19).

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13. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Bayat: Leben als Politik – Neuerscheinung · Kategorien: Lesehinweise · Tags:
Bayat, Asef Cover: Leben als Politik[ Dieses Buch kaufen ]
Leben als Politik
Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern
Aus dem Englischen von Karl Hoffmann
ISBN 978-3-86241-417-8 | 256 Seiten | Paperback | erschienen September 2012 | 18.00 € | lieferbar
Zum Buch:
Der westliche Blick auf die Gesellschaften des Nahen Ostens war bis zum »Arabischen Frühling« von der Vorstellung geprägt, sie seien politisch, ökonomisch und sozial erstarrt – gefangen in überkommenen kulturellen und religiösen Traditionen.

Asef Bayat erschüttert mit diesem bereits 2009 erschienenen und nun durch ein neues Kapitel sowie ein Vorwort zur deutschen Ausgabe aktualisierten Buch diese Sichtweise in ihren Grundfesten. Das Buch enthält den Schlüssel zum Verständnis der »Frühlingsrevolutionen«, indem es zeigt, wie es den gewöhnlichen Leuten, den »ordinary people«, unter den autoritären Regimes gelang, neue Räume sozialer Interaktion zu schaffen, in denen sie ihre Anliegen artikulieren und sich als soziale Subjekte behaupten konnten.

Die Umwälzungen vollziehen sich auf der Ebene des alltäglichen Lebens, auf den Straßen und Gassen, den Plätzen, in den Hinterhöfen und Nachbarschaften. So konnten sie einen sozialen Druck entfalten, der unterschwellig bereits vor den Frühlingsrevolten zu tiefgreifenden Veränderungen führte. Doch diese Prozesse folgen nicht den klassischen Vorstellungen der Theorie sozialer Bewegungen. Insbesondere in den Armenvierteln der großen Städte entwickeln sich neue Praktiken des Alltags. »Kollektive Aktionen nicht-kollektiver Akteure« transformieren die Gesellschaften. Es ist ein stilles Vordringen in neuen Formen sozialer Interaktion, die Bayat als »soziale Nicht-Bewegung« charakterisiert, weil sie mit den klassischen Formen sozialer Bewegung und politischer Repräsentation nichts zu tun hat.

Bayat, der in Teheran aufgewachsen ist und 17 Jahre hauptsächlich in Kairo lebte, bietet mit diesem Buch hervorragende Einsichten in das, was die »Street Politics«, in denen Frauen und Jugendliche eine maßgebliche Rolle spielen, an Veränderungen hervorgebracht haben und weiter hervorbringen werden.

Seine Arbeit gilt international als das Standardwerk zur Vorgeschichte der arabischen Revolution.

http://www.assoziation-a.de/neu/Leben_als_Politik.htm

Rezension:

http://ffm-online.org/2012/05/28/rezension-asef-bayat-life-as-politics-2010/

10. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Fischfang und die Entstehung von Grenzen auf See · Kategorien: andere Länder, Lesehinweise · Tags: , ,

Lissa K. Wadewitz. The Nature of Borders: Salmon, Boundaries, and Bandits on the Salish Sea. Seattle: University of Washington Press, 2012. 384 pp. $24.95 (paper), ISBN 978-0-295-99182-5.

Reviewed by Sheila M. McManus (University of Lethbridge)
Published on H-Borderlands (September, 2012)
Commissioned by Benjamin H. Johnson

http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=31854

Drawing Lines in the Salish Sea

Even the most cursory glance at North American borderlands scholarship reveals that we are, overwhelmingly, a bunch of drylanders.  The vast majority of us are obsessed with tracking invisible lines and the categories they create or challenge on the open dry land of the continent.  What makes Lissa K. Wadewitz’s work so refreshing and important is that she turns her back firmly on the land and gazes out to the deep, salmon-rich water of the Salish Sea, where present-day British Columbia and Washington State meet.  In doing so, she accomplishes something unprecedented in the field of North American borderlands history.

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10. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Wehrmacht: Massacres of Black French Soldiers in 1940 · Kategorien: andere Länder, Deutschland, Frankreich, Lesehinweise · Tags: ,

Raffael Scheck. Hitler’s African Victims: The German Army Massacres of Black French Soldiers in 1940. Cambridge: Cambridge University Press, 2006. xii + 202 pp. $65.00 (cloth), ISBN 978-0-521-85799-4.

Reviewed by Jeremiah Kitunda (Appalachian State University)
Published on H-Genocide (September, 2012)
Commissioned by Elisa G. von Joeden-Forgey

http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=31854

A Tribute to Europe’s African Retainers and Their Fate in the Twentieth-Century Rhineland

During the first half of the twentieth century the fate of Africa and Europe became intricately connected through the two bloody conflicts of 1914-18 and 1939-45. However, as one African adage goes, “until the lions have their own historians, tales of the hunt shall always glorify the hunter,” and most histories of the two world wars focus on the European rank-and-file. The narratives of African retainers of Europe as victors and victims is overshadowed by the story of their European comrades, not because black soldiers’ stories were inconsequential, not because their numbers and actions were insignificant compared to those of their fellow white comrades, but because history is by nature selective and subjective. Moreover, archival sources containing such narratives are only now becoming publicly available.

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25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Critical Whiteness – decolorise it! · Kategorien: andere Länder, Deutschland, Lesehinweise · Tags:

ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 575 / 21.9.2012

Decolorise it! Die Rezeption von Critical Whiteness hat eine Richtung eingeschlagen, die die antirassistischen Politiken sabotiert

Die Debatte um Whiteness (Weißsein) wird seit einigen Jahren auch in Deutschland rezipiert (1) und firmiert hier zumeist unter dem Begriff Critical Whiteness. Critical Whiteness ist seit einiger Zeit ein wichtiger Bezugspunkt innerhalb der (akademischen) antirassistischen und queerpolitischen Linken, eine schier unübersehbare Zahl an Veranstaltungen, Workshops und Seminaren beschäftigt sich mit dem Konzept. Allerdings hat die Rezeption eine Richtung eingeschlagen, die die antirassistischen Politiken geradezu sabotiert. Die Ambivalenzen der vom Rassismus durchdrungenen Politiken der Identität haben die aberwitzige Gestalt einer Identitätsolympiade angenommen.

Von Jule Karakayali, Vassilis S. Tsianos, Serhat Karakayali und Aida Ibrahim

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