12. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Akteur_innen, Abkommen und migrantische Strategien im Grenzraum Marokko-Spanien“ · Kategorien: Hintergrund, Marokko, Spanien · Tags:

Kritische Justiz, Jahrgang 50 (2017), Heft 3

Carla Höppner

Einleitung

Auf hoher See sind meist keine Augenzeugen vorhanden, um Rechtsverletzungen von Personen zu dokumentieren und sichtbar zu machen. Sind die Tragödien mit Tausenden von Toten vor den Küsten Europas Normalität und Teil moderner westlicher Demokratien?

In „Ebbing und Flowing: The EU’s Shifting Practices of (Non-)Assistance and Bordering in a Time of Crisis“ werden das Recht sowie die Entwicklung wechselnder Praktiken der Seenotrettung im Mittelmeer thematisiert. Fälle unterlassener Hilfeleistung erreichten vermehrt die Öffentlichkeit. Die Umsetzung des Grenzregimes der EU führe bis hin zur Provokation von tödlichen Unfällen durch die Akteur_innen der Rettung.

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06. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für 2017 Africa Report on Internal Displacement · Kategorien: Afrika, Lesehinweise

iDMC | 12.2017

Our second report on internal displacement in Africa highlights the severity of the continent’s continuing displacement crisis. Published to commemorate the fifth anniversary of the entry into force of the African Union’s Kampala Convention, the report provides new and compelling evidence for action and calls for a new approach to displacement that addresses its causes and longer-term implications, as well as its immediate humanitarian consequences.

Key messages:

  • Africa’s decades-long displacement crisis demands a renewal of the political will and leadership that African governments demonstrated when they agreed to the Kampala Convention in 2009.
  • National and international partners must work collectively across mandates and institutional barriers to deal more systematically not only with the immediate consequences of internal displacement, but also its causes and longer-term impacts.
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04. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Rezension: „Diktatoren als Türsteher Europas“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise

Christian Jakob, Simone Schlindwein
Diktatoren als Türsteher Europas
Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert
Ch. Links Verlag, Berlin , Oktober 2017, 317 Seiten, 18 €

Dass Afrika neuerdings weniger als Kontinent des Hungers und der Seuchen denn als Kontinent der „Partnerschaften“ und der „Chancen“gilt – auch wenn dort weiterhin gehungert und gestorben wird – geht zurück auf das Jahr 2015, das Jahr der Migrationen. Seitdem lautet die Devise: die Zuwanderung muss blockiert werden, zumal wenn es sich bei den Migrant*innen um Schwarzafrikaner*innen handelt.

Europa setzt auf die Expansion des europäischen Grenzregimes bis weit in afrikanische Länder hinein. In den ersten 15 Jahren seit 2000 wurden 2 Mrd. Euro in die Aufrüstung afrikanischer Grenzen investiert – bis 2020 sollen es 14 Mrd. Euro werden. „Deutschland ist das Kraftzentrum der neuen EU-Afrika-Politik“, schreiben Jakob und Schlindwein, und das ist sicherlich richtig, trotz der selbstbewussten Politik eines Macron und der zweifelhaften Alleingänge des italienischen Innenministers in Libyen.

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24. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Einblicke aus Rumänien: Ist das Schwarze Meer eine relevante Migrationsroute?“ · Kategorien: Lesehinweise, Rumänien

Friedrich Ebert Stiftung | 11.2017

Simina Guga, Bukarest 2017

  • Zwischen August und September 2017 landeten 480 Migranten an der Schwarzmeerküste in Rumänien. Ausgangspunkt, die Türkei. Obwohl die Route nicht zum ersten Mal genutzt wurde, war die Zahl groß genug, um eine Debatte über mögliche neue Migrationswege, die Risiken auf See und die Sicherung von Grenzen wieder aufleben zu lassen.
  • Angesichts dieser neuen und unerwarteten Situation erklärte die rumänische Innenministerin Carmen Dan, dass Rumänien auf einen starken Zustrom von Migranten gut vorbereitet sei; ohne allerdings Einzelheiten zu nennen. Bis jetzt bestehe die einzige Lösung der rumänischen Behörden in der Errichtung von Zeltlagern in den Innenhöfen der Aufnahmezentren. Ministerpräsident Victor Ponta bestätigte bereits 2015 einen Mangel an angemessenen Unterbringungsmöglichkeiten. Damals verpflichtete sich Rumänien zur Aufnahme von bis zu 4180 Asylsuchenden. Seitdem hat sich jedoch wenig getan.
  • Die neuen Ankunftszahlen lösen nun Spekulationen darüber aus, ob das Schwarze Meer eine relevante Migrationsroute werden kann. Obgleich es Stimmen gibt, nach denen es für endgültige Schlussfolgerungen noch zu früh sei, könnten die Teil-Schließung der Balkanroute und die militarisierte Grenzpolitik Ungarns das Schwarze Meer tatsächlich in ein neues Tor zur Europäischen Union, über Rumänien, verwandeln. Die aktuellen Ereignisse lassen sich jedoch immer noch als Testphase einordnen und versprechen – zumindest für die Wintermonate – keine größeren Ankunftszahlen.
18. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Hotspots have fundamental rights issues“ · Kategorien: Griechenland, Italien, Lesehinweise · Tags:

Danish Refugee Council | 15.11.2017

Refugees and asylum seekers experience a broad range of rights violations when they arrive to the so-called hotspots in Italy and Greece. Additionally the Greek hotspots have become a form of deterrence policy, a new Danish Refugee Council (DRC) study of the implementation of the EU hotspot approach shows.

Gaps in information, lack of legal assistance, under-identification of vulnerable persons, restricted freedom of movement and de facto detention. This is just some of the conditions which asylum seekers and refugees arriving in the hotspots in Italy and Greece meet, according to a legal assessment of the current operation of the EU hotspot approach. The result is a wide range of fundamental rights issues in the hotspots, which are addressed in the study through a number of recommendations. While the EU Hotspot Approach in itself is not a problem, the way that it is implemented is.

The study includes a more in-depth look into the Moria hotspot on the Greek island of Lesvos. It shows poor humanitarian standards with massive overcrowding. Current figures estimate a staggering 6250 asylum seekers and migrants currently residing in Moria, against a capacity of 1800. At the time of the study, only one latrine was functioning, water supplies were insufficient, and thousands of asylum seekers were living in tents.

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11. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Jung & Naiv: Migrationsforscher Werner Schiffauer · Kategorien: Hintergrund, Video · Tags:

Werner Schiffauer ist Kulturwissenschaftler, Ethnologe, Publizist und Vorsitzender des „Rat für Migration“. Der Professor hat bis zum Sommer dieses Jahres Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) gelehrt.

Mit Werner geht es ausgiebig um die Themen Flucht, Integration und Grenzen: Warum ist 2015 ein „Ruck“ durch Deutschland gegangen? Warum wurde der Ruck von der Politik nicht gehört? Wie wurde die Flüchtlingspolitik im Wahlkampf thematisiert? Gab es hilfreiche Vorschläge der Parteien? Gehört „der Islam“ zu Deutschland? Gibt es Parallelen zum Antisemitismus? Ist die Diskussion um eine „Obergrenze“ hilfreich? Warum kritisiert er den „body count“? Warum gibt es Menschenrechte zweiter Klasse? Genießen wir hier die Menschenrechte erster Klasse? Warum gibt es einen „menschenrechtlichen Eiertanz“? Wie lässt sich Integration messen und fördern? Außerdem geht es schließlich um die Frage: Sind geschlossene Grenzen und die damit verbundene militärische Aufrüstung die Lösung? Warum denken wir nicht mal über offene Grenzen nach? Käme dann wirklich die ganze Welt zu uns? Nein, wir haben nämlich Erfahrungswerte, erklärt Werner Schiffauer…

04. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Refugees and Labour · Kategorien: Lesehinweise, Social Mix · Tags: ,

ESPMI Network | 11.2017

Refugee Review

Volume III
Special Focus: Refugees and Labour

Welcome to the third edition of Refugee Review, an open-source, peer-reviewed journal that aims to showcase unique perspectives and emerging voices in refugee studies. In this edition, we are pleased to present 18 academic articles, practitioner reports and multimedia pieces that cover a range of issues impacting refugees and migrants. In a moment in time where the number of forcibly displaced persons is at the highest on record, and the question of accepting refugees has become a central topic in political discourse in many regions of the world, we consider it more important than ever to offer nuanced, critical perspectives on refugees and the challenges they face.

Download here

01. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „The Refugee Crisis Is a City Crisis“ · Kategorien: Lesehinweise, Social Mix · Tags: ,

CITYLAB | 27.10.2017

World leaders are negotiating a global compact on refugees. Urban leaders need a seat at that table.

Bruce Katz & Jessica Brandt

Since the end of August, more than half a million Rohingya, a predominantly Muslim minority in Burma (Myanmar), have fled violence in that country and crossed the border into Bangladesh in what the United Nations is calling the fastest-growing refugee crisis in the world today. Meanwhile, millions of Syrian and Iraqi refugees displaced by civil war continue to be dispersed to towns and cities throughout the region and in Europe.

Against this backdrop, UN High Commissioner for Refugees Filippo Grandi spoke last month during the General Assembly in New York to talk about a new approach for dealing with refugees, one in which those forced to flee their homes are integrated more permanently into urban areas rather than isolated in camps. “Inclusion is the name of the game,” Grandi said. Under this new model, “Cities are frontline players in dealing with refugees.”

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31. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „The Banality of Crimes against Migrants“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , ,

Spiegel Online | 28.10.2017

Around the world, migrants are locked up in camps, abused and often driven to the brink of starvation. Many die as a result. These crimes should finally be punished, by the International Criminal Court.

A Guest Editorial by Ioannis Kalpouzos and Itamar Mann

Agnes Callamard, UN Special Rapporteur on Extrajudicial, Summary, and Arbitrary Executions, presented animportant new report to the UN General Assembly on Friday. The report is on „Unlawful Death of Refugees and Migrants“ — already an unordinary focus for her mandate. In recent years, her office has focused nearly exclusively on counter-terrorism, particularly on deaths by drone attacks.

As she explains, the report concerns „an international crime whose very banality in the eyes of so many makes its tragedy particularly grave and disturbing.“ The contention is rather dramatic, and we believe that it is indeed historic, at least as far as reports by UN bodies are concerned.

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31. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „The American War Machine Is Already on the Death March Across the African Continent“ · Kategorien: Afrika, Hintergrund, Mali, Niger · Tags: ,

Alternet | 25.10.2017

The root causes of the conflicts are the same as elsewhere: environmental destruction, joblessness, war.

By Vijay Prashad

On October 4th, US military personnel were on their way back to their forward operating base in Niger. They had been on a reconnaissance mission to the village of Tongo Tongo, near Niger’s border with Mali. US Joint Chiefs Chairman General Joseph Dunford says that fifty ISIS fighters ambushed them. The soldiers did not call for air support for the first hour, said General Dunford, thinking perhaps that they could handle the attack. By the time the drones came along with French fighter aircraft, ISIS had disappeared.

Tongo Tongo is in the middle of a belt that is ground zero for the illicit trade that defines the Sahara. West of Tongo Tongo is Gao (Mali) and to its east is Agadez (Niger). These are the main ports for South American cocaine, flown in on various kinds of aircraft (Air Cocaine, as they are called) and then driven across the Sahara Desert in trucks to be taken by small boats across the Mediterranean Sea into Europe. Evidence of the cocaine trade is everywhere – whether in Gao’s neighborhood known as Cocaine Bougou or in the nickname of one of the leading chiefs in Agadez – Cherif Ould Abidine – known as Cherif or Mr. Cocaine.

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