06. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Was gegen die These einer zunehmenden Migration von Afrika nach Europa spricht“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise · Tags:

Makronom | 05.02.2018

Robert Kappel

Es ist oftmals zu hören, dass in den kommenden Jahren immer mehr Afrikaner nach Europa auswandern oder flüchten werden. Diese These wird mit Bevölkerungswachstum, der Migrationsbereitschaft der Jugend, mit hoher Armut und Arbeitslosigkeit, Terror, Klimawandel, politischer Fragilität und Bürgerkriegen begründet. Dabei handelt es zweifelsfrei um wichtige Faktoren, die man nicht bestreiten kann.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass es auch einige Gegentrends gibt. Diese liegen im Strukturwandel Afrikas mit seinen sich entwickelnden urbanen Zentren begründet, sowie in den Optionen, die China und andere Emerging Countries eröffnen, und sie zeigen sich an den Mobilitätsstrategien im Rahmen der globalisierten und der zirkulären Migration innerhalb Afrikas. Hier entwickeln sich neue Dynamiken.

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23. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Grenzfiguren des Rechts“ · Kategorien: Lesehinweise

Jungle World | 19.01.2018

Ein Gespräch über Flucht, Staatenlosigkeit, Exklusion und die Aktualität Hannah Arendts.

Julia Schulze Wessel, Professorin für Politische Theorie, über Flüchtlinge und die Aktualität Hannah Arendts

Interview von Till Schmidt

Angesichts der derzeitigen Krise der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik werden immer wieder Hannah Arendts Gedanken zu Flüchtlingen aufgegriffen. Inwiefern sind ihre Ideen heutzutage ­relevant?

Hannah Arendt war die politische Theoretikerin, die über Flucht und Staaten­losigkeit nicht als moralische und humanitäre, sondern als politische Frage nachgedacht hat. Sie hat die Flüchtlinge ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung gestellt und herausgearbeitet, dass sie unmittelbares Produkt der damaligen Staatenwelt waren. Auf die heutige Zeit kann man Arendts ab den vierziger Jahren formulierte Gedanken natürlich nicht eins zu eins übertragen. Doch ein dezidiert politischer Blickwinkel, wie sie ihn einnimmt, wäre für die derzeitige Debatte zu Flucht und Migration sehr produktiv. Wenn es um die Ansprüche von Flüchtlingen gegenüber potentiellen Aufnahmegesellschaften geht, argumentieren viele lediglich moralisch oder humanitär – aber nicht politisch oder rechtlich.

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22. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Klimawandel und immer mehr Migration“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags:

Telepolis | 22.01.2018

Neue Forschungen gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2100 zu einer Verdreifachung der Klimaflüchtlinge kommen könnte, die Zuflucht in Europa suchen

Andrea Naica-Loebell

Seit Jahren erstellen Experten immer wieder Projektionen mit anschließenden heftigen Debatten darüber, wie viele Menschen durch Naturkatastrophen, Dürre oder steigendem Meeresspiegel ihre Heimat verlassen und sich auf den Weg in andere Regionen machen werden. Einig ist sich die große Mehrheit der Wissenschaftler, dass der globale Klimawandel stattfindet und weltweit zunehmend Menschen in die Migration treibt.

Schwierig wird es bereits bei der Definition, was ein „Klimaflüchtling“ eigentlich ist, der Duden definiert ihn als „Person, die ihre Heimat verlassen hat oder verlassen musste, um den dort herrschenden, insbesondere durch Klimawandel verursachten ungünstigen Umweltbedingungen zu entgehen.“

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21. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Grenzjournalisten über Migration: „Stress mit vereinzelten Peaks“ · Kategorien: Lesehinweise, Medien

taz | 18.01.2018

Die Graphic Novel „Der Riss“ von Carlos Spottorno und Guillermo Abril handelt von Migration. Ein Gespräch über Solidarität, Grenzen und Frontex.

Elise Graton

taz am wochenende: Im Zuge Ihrer Berichterstattung an den Außengrenzen der EU wurde Ihnen teilweise der Zugang zu bestimmten Zonen oder der Austausch mit Flüchtlingen und NGOs untersagt. War das immer legal?

Guillermo Abril: Die Verbote, die angeblich dem Personenschutz dienen sollten, waren teilweise lächerlich. Nach dem Motto „Unterhalten dürft ihr euch nur außerhalb der Zone“. Manchmal wollte man aber auch verhindern, dass wir Zeugen illegaler Vorgehensweisen wurden. Wie zum Beispiel bei „heißen“ Abschiebungen.

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05. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Wie verändert sich die Migrationspolitik der Türkei? · Kategorien: Lesehinweise, Türkei · Tags: ,

Mediendienst Integration | 05.01.2018

In der Türkei leben im weltweiten Vergleich die meisten Flüchtlinge. Seit dem EU-Türkei-Abkommen spielt das Land auch in der Migrationspolitik der Europäischen Union eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ändert sich die politische Situation in der Türkei rapide. Die aktuelle Ausgabe der englischsprachigen Zeitschrift „Movements“ widmet sich der Migrationspolitik der Türkei und ihren regionalen und globalen Auswirkungen. Darin untersuchen die Soziologinnen Elif Sarı und Cemile Dinçer den Umgang der türkischen Behörden mit Asylsuchenden. Außerdem analysieren die Migrationsforscherinnen Gerda Heck und Sabine Hess die Folgen des EU-Türkei-Abkommens für die türkische Asyl- und Grenzpolitik.

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02. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „18 refugees, 18 countries – and their hopes for 2018“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: ,

The Guardian | 01.01.2018

There are now more refugees and IDPs than Brits or Californians. As a new year dawns, what are their hopes and fears?

by Mark Rice-Oxley and reporters from the Guardian, El País, Der Spiegel and Le Monde

More than 65 million people are currently displaced from their homes – almost one in every 100 human beings. If refugees and internally displaced people (IDPs) were a nation they would be the 21st biggest on earth.

As a new year dawns we asked 18 refugees from 18 countries that between them produce almost 90% of the world’s refugees and displaced people what they hope for in 2018. […]

21. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „From Transit Hub to Dead End: A Chronicle of Idomeni“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Lesehinweise · Tags:

bordermonitoring.eu | 20.12.2017

In spring 2016, after the formalized corridor across the Balkans was closed entirely, the informal refugee camp in Idomeni (at the border between the Greece and the Republic of Macedonia) was captured in the media glare for months. The story of Idomeni is, however, much more than the spectacle of a few months of human suffering and humanitarian aid. It started long before and continues until today. In the first chapter, it is described, how, and why, Idomeni became an important site of transit migration, with a growing number of migrants using the Idomeni region to leave Greece clandestinely from as early as 2010. In chapter two, it is shown how the situation in Idomeni changed, when one South-East European government after another implemented formal procedures for transit migrants to pass through their countries. Another turning-point in the history of Idomeni is marked by the gradual closure of the formalized corridor, beginning in November 2015, until the final eviction of Idomeni in May 2016. The strategy of the Greek government, aiming to replace the informall camps and their anarchical humanitarianism by state-controlled camps all over Northern Greece is discussed in the third chapter.

20. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Top 10 Migration Issues of 2017 · Kategorien: Lesehinweise

MPI | 12.2017

The migration world in 2017 was marked by large-scale displacement in Southeast Asia and Africa, rightward political shifts in the United States and parts of Europe, and varied approaches to migration management across the world. MPI experts highlight the biggest migration developments of the year in this countdown of the Top 10 Migration Issues of 2017.

  • Issue #1: Under Trump Administration, United States Takes Steps to Narrow Legal Immigration
  • Issue #2: Surge in Violence Against Myanmar’s Rohingya Spurs World’s Fastest-Growing Refugee Crisis
  • Issue #3: European Leaders Pursue Migration Deals with North African Countries, Sparking Concerns about Human Costs
  • Issue #4: Trump Administration Makes Down Payment on Campaign Pledges to Address Illegal Immigration
  • Issue #5: As Displacement Becomes Long-Term, Refugee Hosts Grapple with New Normal
  • Issue #6: In Wake of Cuts to U.S. Refugee Program, Global Resettlement Falls Short
  • Issue #7: Increased Focus on Forced Return of Migrants and Asylum Seekers Puts Many in Peril
  • Issue #8: Despite Progress on Brexit Negotiations, Fate of Millions of EU and UK Nationals Still Hangs in the Balance
  • Issue #9: Nativism Goes Mainstream, Moving the Needle on Migration Policy
  • Issue #10: In Latin America, Spike in Migrant Arrivals Prompts Flurry of Reponses
18. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Russlands Migrations- und Grenzregime: Abschottung im Inneren“ · Kategorien: andere Länder, Lesehinweise, Schengen Migration · Tags:

Russland-Analysen Nr. 346 | 15.12.2017

Julia Glathe, Berlin

Zusammenfassung

Der bewaffnete Konflikt in der Ostukraine hat zusammen mit der öffentlichen Debatte in Russland über eine sogenannte »europäische Migrationskrise« der russischen Migrationspolitik einen neuen Impuls gegeben, dessen Ausprägungen in diesem Artikel analysiert werden sollen. Es wird der These nachgegangen, dass zwar die bereits in den 2000er Jahren existierenden Sicherheitsprojekte weiter vorangetrieben wurden, jedoch anders als in Westeuropa und den USA nicht durch den Ausbau oder gar die Externalisierung territorialen Grenzschutzes, sondern durch verstärkte Repression im Inneren und eine Verleugnung und Verdrängung von Fluchtmigration. […]

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18. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Hotspots“ an der EU-Außengrenze · Kategorien: EU, Griechenland, Hintergrund · Tags: ,

SSRN | 06.09.2017

Eine rechtliche Bestandsaufnahme. Arbeitspapier

Catharina Ziebritzki, Robert Nestler

German Abstract: Wie wirkt sich der „Hotspot Approach“ der Europäischen Union auf Asylverfahren und Aufnahmebedingungen in den Flüchtlingslagern an der EU-Außengrenze aus? Werden die Grundrechte der Asylsuchenden und rechtstaatliche Grundsätze gewahrt? Dieses Arbeitspapier betrachtet das Hotspot-Konzept und dessen Umsetzung am Beispiel der griechischen Ägäis. Dazu müssen auch die EU-Umverteilungsbeschlüsse und die EU-Türkei-Erklärung in den Blick genommen werden – insbesondere letzteres prägt die Umsetzung des Konzepts in der Ägäis. Das Hotspot-Konzept modifiziert sowohl Asylverfahren als auch auf Aufnahmebedingungen an der EU-Außengrenze. Dieses Arbeitspapier legt den Fokus auf die Hotspot-Asylverfahren und untersucht gesetzliche Regelungen und Verwaltungspraxis. Abschließend werden die Aufnahmebedingungen in den Hotspot-Einrichtungen und Annexlagern in den Blick genommen.

English Abstract: How does the EU’s “hotspot approach“ influence asylum procedures and reception conditions in refugee camps at the EU external border? Does the “hotspot approach” and its implementation respect fundamental rights of asylum seekers and rule of law principles? This paper studies the approach and its implementation, using the example of the Greek Aegean islands. As the EU relocation decisions and the EU Turkey Statement alter the implementation of the hotspot approach in the Greek Aegean, these instruments have to be taken into consideration. The hotspot approach leads to a modification of both asylum procedures and reception conditions at the EU external border. The paper focuses on the law and administrative practice of hotspot asylum procedures and eventually looks at reception conditions in hotspot facilities and annex-camps.

Notes: Downloadable document is available in German.

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