17. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Silja Klepp, Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz · Kategorien: Lesehinweise, Mittelmeer · Tags: ,

transcript | 04.2018

Eine Ethnographie der Seegrenze auf dem Mittelmeer

Die Außengrenzen sind zu einem umkämpften Raum der EU-Politik zwischen Grenzkontrollen und Flüchtlingsrechten geworden. Silja Klepp stellt diese Aushandlungskämpfe in einer Ethnographie der Seegrenze dar. Forschungsreisen entlang der Küsten von Libyen, Italien und Malta verbinden sich zu einem einzigartig dichten Blick auf die Zwänge und Handlungslogiken der Akteure im Grenzraum. Auf der Spur der Flüchtlinge von Süden nach Norden werden die Lage der Migrantinnen in Libyen, die Grenzschutzagentur Frontex und die Verhältnisse auf See sowie schließlich Haftzentren und andere Grenzeinrichtungen in den Ankunftsorten Malta und Süditalien illustriert und auf die europäische Politik rückbezogen.

Volltext [PDF]

13. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „The struggle of refugee women across the sea“ · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags:

The NewArab | 10.04.2018

Stories of women struggling across sea borders are rarely heard

Marta Bellingreri

Destinity wanted to cross the Italian-French border in the Alps in hopes of safely reaching France to seek asylum and better care. She was pregnant and sick.

The French police found Destinity and her husband at the crossing, but they were pushed back and left in Bardonecchia, an Italian town in the city of Turin, well-known for skiing tourists. Heavily pregnant Destinity was abandoned in a snowy town near the Alps border during one of the coldest winters in Europe. She then spent a month at a hospital close to Turin where she gave birth to a baby weighing less than two pounds. The day after, Destinity died.

March 22, 2018 marked yet another tragic day for the European border regime. Destinity’s story may be one of the latest, but it definitely is not the first of its kind. An insightful report, written by the members of the international collective Watch the Med Alarm Phone (WTM-AP), highlighted voices and stories of women from different nationalities and continents who have struggled across sea and borders.

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02. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „SOS MEDITERRANEE ruft Europäische Behörden dazu auf, den Einsatz der libyschen Küstenwache in internationalen Gewässern zu klären“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

SOS Mediterranee | 01.04.2018

Nach der Beschlagnahmung des spanischen NGO-Schiffs von Pro Activa Open Arms durch italienische Behörden letzte Woche war die von SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen betriebene Aquarius zwischenzeitlich das einzige zivile Rettungsschiff im Mittelmeer. Die Bedingungen, unter denen die Rettungseinsätze im Mittelmeer derzeit stattfinden, werden jedoch immer komplizierter. Rettungsorganisationen sind zunehmend gezwungen, über die Evakuierung von Menschen in Seenot in einer angespannten Sicherheitslage und von Fall zu Fall zu verhandeln. Immer weniger Rettungsschiffe sind im Einsatz und gleichzeitig verzögern sich die Rettungen, wodurch Menschenleben in Gefahr gebracht werden.

90 Flüchtende von libyscher Küstenwache abgefangen

Nachdem die Aquarius am Gründonnerstag und Karfreitag in zwei Einsätzen bereits 253 Flüchtende aus Seenot gerettet und an Bord genommen hatte, durften am Ostersamstag in einem dritten Einsatz von insgesamt 129 Menschen nur 39 Personen – darunter schwangere Frauen, Kinder und Verletzte – auf die Aquarius gebracht werden. Die Rettung der restlichen 90 Menschen von dem heillos überbesetzten Schlauchboot beanspruchte die libysche Küstenwache für sich. Die Menschen wurden nach Libyen zurückgebracht, wo internationale Menschenrechtsstandards nachweislich nicht eingehalten werden.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Europe’s new anti-migrant strategy? Blame the rescuers“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Prospect | 20.03.2018

Across Europe’s seas, anti-immigrant strategies have found a new target: the rescuers

by Daniel Howden

It was the Ark Explorer’s low “freeboard,” the distance between the ship’s deck and the waterline, that saved the rusted, ageing trawler from the wrecker’s yard. The Ark’s low clearance had helped fishermen haul netfuls of cod and herring out of the freezing North Sea for half a century. It also looked about right for fishing refugees out of the Mediterranean.

In May 2016, the Dutch-flagged 158-tonner was bought by a collective of German political activists called Jugend Rettet (“Youth Rescue”), who wanted to save lives and protest Europe’s migration policies in the Central Mediterranean. Refitted and rechristened the Iuventa, the old trawler and its young crew went on to rescue more than 14,000 people over the following 14 months, taking most of them ashore in Italy.

Together with professional search and rescue operatives and doctors from charities such as Médecins Sans Frontières (MSF), the mounting death toll in the Mediterranean has drawn a new generation of activists away from anti-globalisation protests and on to the high seas. Among them was Julian Koeberer, a bearded, well-mannered film student from Frankfurt, who set off to shoot a film about refugees for a film school diploma and found himself drawn to volunteer on the Greek island of Lesbos in 2015.

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26. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „IOM kritisiert Statistik: Zahl toter Flüchtlinge deutlich höher als offiziell registriert“ · Kategorien: Mittelmeer, Sahara · Tags: , ,

Migazin | 26.02.2018

Offiziellen Zahlen zufolge sind im Jahr 2017 rund 6.100 Menschen bei der Flucht ums Leben gekommen. Die Internationale Organisation für Migration kritisiert, dass diese Zahl nur ein Bruchtal der tatsächlichen Todesfälle zeigt.

Die Zahl von Migranten, die auf der Flucht ums Leben kommen, liegt deutlich höher als statistisch erfasst. So seien die 2017 registrierten 6.142 Todesfälle nur ein Bruchteil der tatsächlichen Anzahl, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf.

Die IOM führt seit 2014 eine entsprechende Statistik, in der seitdem fast 26.000 Todesfälle verzeichnet wurden. Grundlage für die Statistik sind Leichenfunde und im Fall von Ertrunkenen im Mittelmeer auch Aussagen von Zeugen.

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23. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Dokumentarfilm «Eldorado» – Reise ins Land der Goldfolie · Kategorien: Medien, Mittelmeer · Tags:

NZZ | 23.03.2018

Der vielfach ausgezeichnete Schweizer Dokumentarist Markus Imhoof präsentiert an der Berlinale seinen neuen Film. In «Eldorado» folgt er Flüchtlingen auf ihrem Weg nach Europa – und seiner eigenen Familiengeschichte. Es ist ein so bewegendes wie subjektives Werk.

Susanne Ostwald, Berlin

Damit hätte er nicht gerechnet, sagt Markus Imhoof: dass über 35 Jahre nach seinem Film «Das Boot ist voll» über im Zweiten Weltkrieg aus der Schweiz abgewiesene Flüchtlinge das Thema Migration «noch einmal so konkret und drängend wird, dass man darüber nochmals einen Film drehen muss». Diesmal ist der Titel ganz wörtlich zu nehmen. Schon in den ersten Einstellungen sind sie zu sehen, die überladenen Boote auf dem Mittelmeer, aus denen völlig erschöpfte Frauen, Männer ohne Schuhe und Kinder mit angstvoll geweiteten Augen von der italienischen Marine gerettet werden. Es sind Bilder, wie sie schon häufig in anderen Filmen zu sehen waren. Doch wieder brennen sie sich schmerzlich in unsere Augen.

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23. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Tödliche Kumpanei auf hoher See“ · Kategorien: Deutschland, Mittelmeer · Tags:

nd | 23.02.2018

Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag: EU verstößt im Mittelmeer gemeinsam mit Libyen gegen internationales Recht

Von Uwe Kalbe

Die Zahlen der Mittelmeerflüchtlinge sinken. Im letzten Jahr waren es laut Frontex 119 000 Menschen, die die EU auf der zentralen Mittelmeerroute erreichten – dies seien 60 Prozent weniger gewesen als im Jahr zuvor. Auch weniger Todesopfer sind zu beklagen. Rund 3100 Menschen ertranken auf ihrer Flucht über das Mittelmeer – nach offiziellen Erkenntnissen der Internationalen Organisation für Migration (IOM). 2016 waren es noch 2000 mehr gewesen.

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23. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mittelmeer-Fluchtroute: Weniger Ankünfte, mehr Tote“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Mediendienst Integration | 22.02.2018

Viele Flüchtlinge wollen Libyen verlassen, weil ihnen dort Gefangenschaft, Gewalt und Sklaverei droht. Doch libysche Milizen hindern sie daran, in See zu stechen. Zugleich wird die Überfahrt in Richtung Europa riskanter. Denn seit dem Herbst patrouillieren zwischen Libyen und Italien nur wenige Schiffe. Zivile Seenotretter mussten sich zurückziehen. Die Zahl der Toten steigt.

von Fabio Ghelli

Rund 120.000 Menschen sind im vergangenen Jahr über die zentrale Mittelmeer-Route aus Nordafrika nach Italien gelangt. Die meisten von ihnen kamen in der ersten Jahreshälfte. Ab Juli 2017 ging die Zahl plötzlich stark zurück – von rund 23.000 im Juni auf zunächst 11.000 im Juli und später auf knapp 4.000 im August. Seitdem ist die Zahl fast konstant geblieben.

Für den Rückgang gibt es im Wesentlichen drei Gründe. Zum einen fahren in den Herbst- und Wintermonaten aufgrund der schlechten Wetterbedingungen weniger Boote. Zum anderen hat die libysche Küstenwache im Juli 2017 begonnen, gemeinsam mit der italienischen Marine in den Gewässern vor der libyschen Küste flächendeckend zu patrouillieren. Wenn Flüchtlinge von der libyschen Marine aufgegriffen werden, müssen sie zurück nach Libyen. Die Zahl der Geflüchteten, die zurückgebracht wurden, blieb jedoch bis Ende 2017 gering.

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19. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mehr als 1.200 Kinder seit 2014 auf Flucht gestorben“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Migazin | 19.02.2018

Seit 2014 sind der Internationalen Organisation für Migration zufolge bereits mehr als 1.200 Kinder auf der Flucht in andere Länder gestorben, die Hälfte im Mittelmeer. Die Organisation warnt, dass die Zahl der Flüchtlings- und Migrantenkinder seit Jahren steigt.

Mehr als 1.200 Flüchtlings- und Migrantenkinder sind laut den UN seit 2014 auf dem Weg in andere Länder gestorben. Fast die Hälfte der Mädchen und Jungen seien auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit. Viele von ihnen seien ertrunken. IOM-Statistik-Direktor Frank Laczko betonte, dass die Zahl von 1.202 Toten nur die offiziell erfassten Fälle wiedergebe. Die Dunkelziffer könnte wesentlich höher sein.

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07. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Entering 2018, Mediterranean migration struggles continue · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer

Alarmphone | 07.02.2018

Alarm Phone 8 Week Report, 11 December 2017 – 4 February 2018

+++ 1,925 Alarm Phone emergency cases +++ 2017, a year of radical transformations in the Mediterranean +++ Situation in the Central Mediterranean +++ About 8,000 arrivals in 2018, 321 deaths +++ Mobilisations against Repression continue +++ Developments in the Aegean and Western Mediterranean +++ Summaries of Alarm Phone distress cases

On the 30th of December 2017, the Alarm Phone was contacted by travellers in the Western Mediterranean Sea.[1] After paddling for more than 10 hours, they were rescued by the Spanish search and rescue organisation Salvamento Maritimo (SM). While they were in distress at sea, our Alarm Phone shift team stayed in close contact with them, and forwarded information about their location to SM, until it was confirmed that they were on board of a rescue vessel. This was the last Alarm Phone case of 2017. Two days later, on the 1st of January 2018, we received our first case of the new year. A group of travellers had arrived on Samos Island in the Aegean, but they were not able to leave the beach on which they had landed. Although we were not able to establish direct contact with them, we alerted the Greek coastguard to the group, and could later confirm that they had safely arrived in the camp on the island.[2] On the same day, we were alerted to two other emergencies in the Aegean region – fortunately, both boats were rescued to Greece.[3] Between October 2014, when we launched the Alarm Phone project, and until the end of December 2017, we have thus worked on a total of 1,925 emergency cases in the Mediterranean Sea. In 2017, we were engaged in 155 distress cases, during a year that saw tremendous changes and transformations in the Mediterranean space.

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