16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Klingelt sein Handy, gehts um Leben und Tod“ · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags: ,

Republik | 15.01.2018

Wenn Mussie Zerai einen Anruf verpasst, geht vielleicht ein Boot mit Flüchtlingen unter. Unterwegs mit dem Priester, der 150’000 Menschen das Leben gerettet hat. Und den Staatsanwälte für einen Menschenhändler halten.

Carlos Hanimann

Im Februar 1975 gebar eine junge Frau in Asmara einen Sohn. Sie wollte ihn Hannibal nennen. Doch die Grossmutter hatte anderes im Sinn, und sie setzte sich durch. So erhielt der Kleine den Namen Mussie. Moses, der Mann, der das Meer teilte.

43 Jahre später, an einem nebelverhangenen Wintermorgen, wirkt es nicht, als könnte Mussie Zerai das Meer teilen. Ein rundlicher Herr mit angegrautem Bart und Halbglatze, in Hausschuhen und grauem Trainingsanzug. Abgestandene Luft im Wohnzimmer, italienische Nachrichten im Fernseher, auf dem Tisch ein angebissenes Brötchen – Mussie Zerai frühstückt in seiner Zweizimmerwohnung in Olten.

Das Meer kann er nicht teilen. Aber immer wieder schafft Abba Mussie, Vater Moses, doch einen Weg durchs Mittelmeer.

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16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Drohnen-Tests über dem Mittelmeer: EU-Agenturen ziehen positive Bilanz“ · Kategorien: EU, Mittelmeer · Tags: ,

Netzpolitik | 15.01.2018

Die Grenzagentur Frontex, die Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs und die Fischereiaufsichtsagentur arbeiten in einer neuen Plattform zusammen. Die Einrichtungen sollen von ihren jeweiligen Aufklärungsmaßnahmen profitieren. Ein Pilotprojekt hat die Nutzung von Drohnen, Überwachungsflugzeugen und Satellitenüberwachung untersucht.

Matthias Monroy

Die Europäische Union hat ein Forschungsprojekt zur Nutzung von Satelliten, Drohnen und bemannten Überwachungsflugzeugen beendet. Ein erst kürzlich veröffentlichter Abschlussbericht beschreibt die Ergebnisse von Erprobungen über dem Mittelmeer, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer. Die Tests gehörten zum Projekt „Creation of a European Coast Guard Function“, in dem die Grenzagentur Frontex, die Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) und die Fischereiaufsichtsagentur (EFCA) ihre Aufgabenbereiche miteinander verzahnen. Die drei Agenturen arbeiten mittlerweile als neue „Agentur für die Grenz- und Küstenwache“ in mehreren Bereichen zusammen.

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10. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Rund 100 schiffbrüchige Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

derStandard | 10.01.2018

Nachdem ein Schlauchboot vor der libyschen Küste gekentert ist, konnten vorerst wenige Insassen gerettet werden. Sie hielten sich teilweise stundenlang an Trümmern fest

Tripolis – Nachdem ein Flüchtlingsboot vor der libyschen Küste gekentert ist, werden etwa 100 Menschen vermisst. Das Schicksal von 90 bis 100 Bootsflüchtlingen sei unklar, teilte die libysche Marine am späten Dienstagabend in Tripolis mit.

Nach dem Bootsunglück seien 17 Menschen gerettet worden, unter ihnen einige Frauen. Sie hielten sich den Angaben zufolge stundenlang an Teilen des Schlauchboots fest, bis die Retter eintrafen.

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08. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mindestens 66 Tote bei Schiffbrüchen im Mittelmeer“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Handelsblatt | 08.01.2018

Auch zu Beginn des neuen Jahres wagen Migranten weiterhin die Überfahrt von Libyen nach Europa. Viele überleben diese Reise nicht. Im Winter gilt die Route als besonders gefährlich.

Rom Bei Schiffbrüchen im Mittelmeer sind am vergangenen Wochenende mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen. 64 Flüchtlinge starben am Samstag bei einem ersten schweren Unglück. Das habe die Befragung von Migranten, die nach einem Schiffbruch gerettet worden seien, ergeben, twitterte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Montag. Am Sonntag ereignete sich ein weiteres Unglück unweit der libyschen Küste mit mindestens zwei Toten, wie die libysche Küstenwache mitteilte. Da sich das Wetter bessern soll, rechnet die libysche Marine damit, dass in den kommenden Tagen noch mehr Menschen die gefährliche Überfahrt wagen könnten.

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03. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Wir werden behindert“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

Süddeutsche Zeitung | 02.01.2017

Tausende Flüchtlinge hat „Sea-Watch“ im Mittelmeer schon gerettet. Frank Dörner über den Kampf gegen das Ertrinken und die Politik von EU und Libyen.

Interview von Thomas Hahn

Herr Dörner, unterwandert Sea-Watch die Bemühungen der EU, Flüchtlinge von Europa fernzuhalten?

Frank Dörner: Wir unterwandern gar nichts. Wir leisten Seenotrettung. Wir fühlen uns verpflichtet, dort einzuspringen, wo die Behörden nichts machen – wahrscheinlich, um Flüchtlinge abzuschrecken.

Sie sind aber auch nicht zimperlich mit Ihren Vorwürfen gegen die EU.

Wir setzen uns mit den politischen Rahmenbedingungen auseinander. Und wir sagen unsere Meinung dazu.

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02. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für 306 Boat People im Mittelmeer gerettet · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

La Repubblica | 02.01.2017

Salvati 306 migranti nel Mediterraneo. Mare in tempesta, si cercano altre imbarcazioni

I primi soccorsi del 2018. La notte di Capodanno, le navi di tre Ong sono rimaste al confine delle acque territoriali libiche assieme agli equipaggi militari del dispositivo Eunavformed

di ALESSANDRA ZINITI

I primi 306 migranti del 2018 sono stati soccorsi nel pomeriggio del primo dell’anno nel Mediterraneo. In 92 sono stati presi a bordo dall’equipaggio della nave umanitaria tedesca Sea Watch, 214 invece quelli salvati dagli spagnoli della Proactiva Open Arms che – insieme alla Aquarius di Sos Mediterranee – hanno trascorso in mare anche la notte di Capodanno per non lasciare sguarnita l’area di ricerca e soccorso nel Mediterraneo al limite delle acque internazionali libiche.

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26. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mehr als 250 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Merkur | 26.12.2017

Hilfsschiffe haben im Mittelmeer 255 Flüchtlinge gerettet. Die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms barg nach Angaben der italienischen Küstenwache in der Nacht zum Dienstag 134 Menschen von einem Schlauchboot.

Ein Marineschiff der EU-Mission Sophia barg 121 weitere Flüchtlinge von zwei Booten. Der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zufolge haben die Schleuser in Libyen wegen des schlechten Winterwetters die Preise für die gefährliche Überfahrt nach Europa die Preise gesenkt. Um trotzdem gut zu verdienen, pferchen sie demnach jedoch mehr Menschen auf die Schlauchboote. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ertranken in diesem Jahr bereits mehr als 3000 Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. In seiner Weihnachtsbotschaft hatte Papst Franziskus zu mehr Mitgefühl für Flüchtlinge aufgerufen. Niemand dürfe das Gefühl haben müssen, „dass für ihn kein Platz ist auf dieser Erde“.

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21. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU will am Mittelmeer Drohnen gegen Schlepper einsetzen“ · Kategorien: EU, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Welt | 21.12.2017

Fast 170.000 Flüchtlinge erreichten 2017 Europa übers Mittelmeer. Die meisten kommen aus Libyen. Offenbar plant die EU nun, vor der libyschen Küste Drohnen zur Überwachung einzusetzen. Die Linke wittert einen Plan.

Nach offiziellen Erhebungen sind bis Mitte Dezember bislang 168.000 Flüchtlinge in diesem Jahr übers Mittelmeer nach Europa gekommen. Libyen ist dabei der Hauptstartpunkt für die Migranten aus Afrika, die die beschwerliche Überfahrt versuchen. Schleuser verfrachten sie häufig in seeuntüchtige und überladene Boote. Viele kentern. Die meisten Bootsflüchtlinge werden von Schiffen aufgegriffen und nach Italien gebracht.

Um den Kampf gegen Schlepper zu verstärken, plant die EU vor der libyschen Küste künftig auch Drohnen zur Überwachung einzusetzen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

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20. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Vereinte Nationen: Fast 170.000 Bootsflüchtlinge kamen 2017 nach Europa · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Migazin | 20.12.2017

Die Zahl der Bootsflüchtlinge ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Die Zahl der Todesopfer hingegen ist weniger stark zurückgegangen. Von Januar bis Dezember 2017 veroloren 3.115 Menschen bei der Überfahrt ihr Leben.

Die Zahl der mit Booten in Europa angekommenen Migranten und Flüchtlinge ist laut den Vereinten Nationen im laufenden Jahr im Vergleich zu 2016 stark gesunken. Von Anfang Januar bis Mitte Dezember hätten 168.000 Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer die europäischen Küsten erreicht, teilte die Internationale Organisation für Migration der UN am Dienstag in Genf mit.

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15. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Exclusive: Italy plans big handover of sea rescues to Libya coastguard“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Reuters | 15.12.2017

ROME/TRIPOLI (Reuters) – Italy wants Libya’s coastguard to take responsibility within three years for intercepting migrants across about a tenth of the Mediterranean even as Libyan crews struggle to patrol their own coast and are accused of making deadly mistakes at sea.

Steve Scherer, Aidan Lewis

Six years after the revolution that overthrew Muammar Gaddafi, Libya is split between rival governments in the east and west while ports and beaches are largely in the hands of armed groups.

For a graphic on Italy’s handover of sea rescues to Libya, click here.

Migrant smuggling has flourished, with more than 600,000 making the perilous journey across the central Mediterranean in four years. Migrants transiting through Libya often endure appalling conditions, including rape, torture and forced labor.

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