19. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Frontex und Eurosur: Mittelmeerüberwachung in Echtzeit mit „Live-Bilddaten“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

heise online | 18.06.2018

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex baut die Überwachungsfähigkeiten im Mittelmeer immer weiter aus. Die Seenotrettung profitiert davon nicht.

Stefan Krempl

Der Grenz- und Küstenwachschutz im Mittelmeer wird technisch immer weiter hochgerüstet im Kampf gegen illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität wie Drogen- oder Menschenhandel. Der EU-Grenzpolizeibehörde Frontex stehen etwa Satellitenbilder mit einer Auflösung von bis zu 24 Zentimeter zur Verfügung, während Beobachter bisher von bis zu 50 Zentimeter ausgingen. Dazu kommen „Möglichkeiten zur sicheren Übertragung von Einsatzlivedaten aus Luft-, See- und landgestützten Fahrzeugen in Ladezentren“. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die heise online vorliegt.

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14. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für US-Kriegsschiff dementiert: Wir haben die 12 Toten nicht bergen können · Kategorien: Italien, Mittelmeer · Tags: ,

Der Kommandant der 6. US-Flotte, zu der auch die Trenton gehört, dementiert Berichte, denen zufolge die Besatzung 12 Tote wieder ins Mittelmeer geworfen hätte, weil das Schiff über keine Kühlräume verfüge. Die Toten seien zwar gesichtet, nicht aber geborgen worden, weil die Rettung und Versorgung der  Überlebenden Vorrang hatte. Man habe die Leichen später gesucht, aber nicht mehr gefunden. Bei Bedarf könnten die Schiffe der US-Navy selbstverständlich Tote in Kühlräumen lagern. Eine Sprecherin der Sea Watch hatte zuvor mitgeteilt, dass die Amerikaner sie aufgefordert hätten, Überlebende und Tote des Schiffsunglücks an Bord zu nehmen.

Il Fatto Quotidiano | 14.06.2018

Migranti, la nave Usa Trenton ad Augusta per sbarcare 41 naufraghi: “Non siamo riusciti a recuperare i 12 cadaveri”

La ricostruzione di quanto avvenuto tra la nave militare americana e la Sea Watch, il cui equipaggio precisa: „Non ci siamo rifiutati di prenderli a bordo, ma abbiamo chiesto che ci assegnassero un porto sicuro ragionevolmente vicino“. I 12 corpi senza vita, invece, in realtà non sono mai stati più individuati al termine delle operazioni di soccorso

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14. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Droht Schiffen eine Dauerblockade? · Kategorien: Frankreich, Italien, Malta, Mittelmeer, Spanien · Tags: ,

ARD Tagesschau | 14.06.2018

Dass ein Rettungsschiff mit Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer blockiert wird, wird kein Einzelfall bleiben. Das sagen Experten nach dem Fall „Aquarius“. Es gibt Hinweise auf einen Geheimdeal.

Von Karin Bensch, ARD-Studio Brüssel

„Wir befürchten, dass es sich bei der Blockade des Rettungsschiffs ‚Aquarius‘ nicht um einen Einzelfall handelt, sondern dass sich das wiederholen könnte“, sagt Ryan Schroeder von der Internationalen Organisation für Migration, kurz IOM.

Die neue italienische Regierung, vor allem der fremdenfeindliche Innenminister Matteo Salvini von der Partei Lega Nord, scheint die Arbeit privater Seenotretter im Mittelmeer auf diese Weise beenden zu wollen. Er sehe die Gefahr, dass Italien und Malta Rettungsschiffe mit Flüchtlingen an Bord dauerhaft blockieren werden, meint auch der SPD-Europapolitiker Arne Lietz. „Malta hat sich klar dafür ausgesprochen, keine Flüchtlinge aufzunehmen. Dort gab es einen Deal mit Italien.“

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13. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Over 2000 Alarm Phone Cases – No Reason for Celebration · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags:

Alarm Phone | 12.06.2018

Alarm Phone 6 Week Report, 30 April – 10 June 2018

+++ 784 counted Deaths at Sea in 2018 +++ New Italian Government escalates Situation at Sea +++ Palermo Charter process toward Corridors of Solidarity +++ Remarkable Rise in Boat-Migration between Morocco and Spain +++ New ‘Mare Liberum’ Counter-Surveillance project in the Aegean +++ Developments in all three Mediterranean regions +++ Summaries of 58 Alarm Phone distress cases

Introduction

Since October 2014, when we launched the Alarm Phone project, we have worked on more than 2,000 emergency cases at sea – 2,054 to be precise. In the Aegean Sea, we dealt with 1,582 cases, in the Western Mediterranean with 279, and in the Central Mediterranean with 193. When we speak of distress cases, we speak of boats whose passengers find themselves in life-threatening situations. In some situations, we tried to support groups of five, in others groups of five hundred. Looking back, nobody in our project could have predicted such high number of distress situations, and nobody would have liked to see them go into the thousands. Over the past six weeks alone, we had 58 cases, most of which took place in the Western Mediterranean. That we are still called from all three regions of the Mediterranean and have to listen to people in acute distress is not a reason to celebrate. Some of them did not make it to Europe. They were pushed-back by European forces, intercepted by Europe’s allies, or they drowned in their attempt to find a better place for them to live. Even those who survived are marked by the often-harrowing experiences they made, at sea and before, during their often lengthy journeys of escape. When we launched the hotline, we made clear that we did not see it as a solution to migrant death at sea – the only real solution would be a radical change in the ways in which Europe governs its borders. Now, three-and-a-half years later, we still raise the same demands as the dying the Mediterranean continues.

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04. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für A Deadly Weekend in all three Regions of the Mediterranean · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags: ,

Alarmphone | 04.06.2018

Yesterday, in a short statement, we condemned the violence of EU borders that had led to the death of dozens of precarious travellers in the Aegean Sea, and in the Central Mediterranean. Now, after a weekend in which we were involved in various distress cases, we want to highlight the devastation that has taken place in all three regions of the Mediterranean Sea over the last three days.

Off Tunisia, following yesterday’s shipwreck, the death toll has increased to over 50, and more can be presumed to have died, as many remain missing.

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04. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Flucht über das Mittelmeer: Dutzende Menschen bei Bootsunglücken ertrunken · Kategorien: DT, Mittelmeer, Tunesien, Türkei · Tags: ,

Spiegel Online | 03.06.2018

Bei Bootsunglücken im Mittelmeer sind erneut Dutzende Flüchtlinge umgekommen. Vor der tunesischen Küste starben mehr als 40 Menschen. Vor der türkischen Südküste ertranken mindestens neun Flüchtlinge, darunter sechs Kinder.

Mindestens 68 Menschen überlebten das Unglück vor der tunesischen Küste. Sie seien nach der Havarie in der Nacht zum Sonntag von Marine und Küstenschutz gerettet worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Doch für 46 Passagiere kam die Hilfe zu spät. Ihre Leichen wurden inzwischen geborgen.

Das Schiff, auf dem sich Migranten aus Tunesien und anderen Ländern befunden hätten, soll vor der Provinz Sfax gesunken sein. Lokale Medien hatten berichtet, es seien 120 Personen an Bord gewesen. Marine und Küstenschutz suchten nahe der Inselgruppe Kerkenna mit Luftunterstützung nach weiteren Opfern.

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01. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsretter im Mittelmeer vor und nach ihrem Einsatz · Kategorien: DT, Mittelmeer · Tags: ,

Migazin | 01.06.2018

„Als mein Weltbild zerbrach“

Jeden Tag ertrinken Menschen im Mittelmeer. Weil die Politik nicht hilft, fahren Freiwillige raus aufs Meer. Fünf Seenotretter erzählen, was sie an Europas Grenzen erlebt haben, zwischen Waffengewalt und einer Mondscheinsonate.

Von Theresa Leisgang und Moritz Richter

Merlin guckt in die Kamera. Seine Augen strahlen, ein Lächeln umspielt seine Lippen, er ist zu allem entschlossen. In ein paar Stunden wird er mit 15 Ehrenamtlichen in See stechen, für ihn ist es das erste Mal an Bord des Rettungsschiffs von Sea-Watch. Zwei Wochen später, wieder ein Foto: Die Erschöpfung steht ihm ins Gesicht geschrieben, er hat tiefe Ringe unter den Augen, runzelt die Stirn. In Gedanken ist er noch draußen auf dem Meer, wo er mit der Crew hunderte Menschenleben rettete und Zeuge eines Völkerrechtsverstoßes wurde.

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30. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Sea-Watch: Mindestens fünf Boat People bei Rettungsaktion ertrunken · Kategorien: DT, Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Corriere della Sera | 29.05.2018

Cinque migranti scomparsi. Sea Watch: «Si sono buttati in acqua pur di non tornare in Libia»

La denuncia della ong tedesca, dopo un soccorso venerdì scorso, nel quale è intervenuta la Guardia costiera libica

di Marta Serafini

«Si sono buttati in mare pur di non farsi riportare in Libia». Sarebbero almeno cinque i migranti morti in una drammatica operazione di salvataggio compiuta venerdì scorso. Lo riferisce la ong tedesca Sea Watch coinvolta nel soccorso di oltre 400 persone prelevate da tre gommoni in difficoltà. Con già 157 persone a bordo, la Sea Watch 3 era intervenuta in aiuto di altri due gommoni, quando, come ricostruisce la ong, si è avvicinata una motovedetta della Guardia costiera libica.

Alla sua vista, diversi migranti, tra quelli stipati sul più grande dei gommoni, si sono gettati in acqua temendo di essere presi e riportati indietro. A quel punto l’unità libica si è ritirata e gli stranieri sono stati recuperati dalla ong. «In prima battuta – riferisce l’equipaggio – pensavano di avere salvato tutti, ma era una valutazione sbagliata. Raccogliendo numerose testimonianze, abbiamo scoperto che non c’è traccia di cinque persone. Siamo profondamente colpiti e addolorati e temiamo che le vittime siano di più».

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30. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Hilfsorganisation: Krise an Bord der „Seefuchs“ ist beendet · Kategorien: DT, Mittelmeer · Tags: ,

Focus | 29.05.2018

Die Krise an Bord des deutschen Rettungsschiffs „Seefuchs“, dessen Mannschaft im Mittelmeer mehr als 100 Migranten gerettet hatte, ist beendet.

Nach Angaben der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye erreichte das Schiff am Dienstagmorgen den Hafen der sizilianischen Gemeinde Porto Empedocle. Die Helfer hatten am Sonntag 138 Menschen aus einem überfüllten Gummiboot gerettet. Die „Seefuchs“ sei jedoch für den Transport einer solchen Anzahl von Menschen zu klein, hatte die Organisation erklärt. In der Nacht zum Montag habe dann ein Patrouillenboot der italienischen Küstenwache die „Seefuchs“ erreicht und 24 Menschen übernommen, berichtete Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler. Die übrigen Flüchtlinge und die Besatzung – insgesamt 126 Menschen – seien auf dem Schiff geblieben. Mehr Unterstützung habe Italien der Mannschaft nicht schicken können.

Am Dienstagmittag war die „Seefuchs“ auf dem Rückweg in die maltesische Hauptstadt Valletta.

28. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Deutsches NGO-Schiff mit über 100 Menschen an Bord nach Seenotrettung in Gefahr · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

Sea-Eye | 28.05.2018

Das deutsche NGO-Schiff Seefuchs befindet sich momentan in einer gefährlichen Situation. Auf dem Schiff befinden sich momentan 13 Crewmitglieder. Zusammen nehmen sie als ehrenamtliche Helfer an der 6. Rettungsmission des 60 Jahre alten, zum Rettungschiff umgebauten Fischkutters Seefuchs teil. Die Seefuchs ist eines von 2 Rettungsschiffen, die von der deutschen NGO Sea-Eye e.V. im Zentralen Mittelmeer zur Rettung Schiffbrüchiger, seit 2 Jahren betrieben werden. Insgesamt konnte sich der Verein damit an der Rettung von 13.800 Menschen beteiligen. Die Seefuchs ist ein Ersthelfer. Das Einsatzkonzept der Sea-Eye-Schiffe sieht vor, Menschen in Seenot mit Schwimmwesten zu versorgen und Erste Hilfe zu leisten. Für den Transport von Menschen sind die Schiffe nicht geeignet. Die Rettungen und der Transport der Menschen wird dann von offiziellen Stellen und anderen Schiffen durchgeführt. Trotz aller Bemühungen der NGOs sind in dieser Zeit tausende Menschen im Mittelmeer ertrunken, da es an staatlichen Seenotrettungskapazitäten fehlt. Seit über 24 Stunden muss die Seefuchs jedoch über 100 Menschen auf Anweisung der Seenotrettungsleitstelle nach Italien transportieren.

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