19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Watch im Dauereinsatz: Die Krise auf dem Mittelmeer ist nicht beendet“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Sea Watch | 19.09.2017

Die Crew der Sea-Watch 1 hat in der Ägäis am vergangenen Montag 27 Menschen aus akuter Seenot gerettet, der EU-Türkei-Deal bröckelt. In den darauffolgenden Tagen fand allein unser Aufklärungsflugzeug #Moonbird sieben Boote in Seenot vor der libyschen Küste. Eines davon sank genau in dem Moment, als es von den Piloten entdeckt wurde. Zwar waren die Zahlen der Überfahrten auf der zentralen Mittelmeerroute zunächst gesunken, nachdem der italienische Staat Medienberichten zufolge eine Miliz dafür bezahlt hatte, Abfahrten von Fluchtbooten zu verhindern. Die vergangene Woche zeigt aber mehr als deutlich, dass die humanitäre Krise auf dem Mittelmeer keinesfalls beendet ist und schmutzige Deals mit der Türkei oder Libyen keine langfristige Lösung sind.

Am 29. August vermeldete die Internationale Organisation für Migration, es habe seit mindestens drei Wochen keine Toten auf dem Mittelmeer mehr gegeben. Am 30. August jedoch berichtet der einzige Überlebende eines Bootsunglücks, der schwimmend (!) in Tunesien den Strand erreichte, von 120 Menschen, die mit ihm aufgebrochen waren. Von ihnen fehlt seither jede Spur. Auch bei einem Einsatz der Seefuchs vor Tunesien berichten Gerettete von zwei weiteren Booten, die offenbar nicht gefunden wurden.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libysche Küstenwache ruft um Hilfe“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

Handelsblatt | 18.09.2017

Das Rettungsschiff „Aquarius“ nimmt zahlreiche Flüchtlinge auf, die auf dem Mittelmeer unterwegs sind. Unsere Reporterin ist mit an Bord – und berichtet von einem überraschenden Hilferuf der libyschen Küstenwache.

Anna Gauto

Trapani/Sizilien Die Sonne brennt auf den Hafen der sizilianischen Küstenstadt Trapani. Vor Anker liegt das Rettungsschiff „Aquarius“, auf dem SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen gemeinsam auf Mission gehen. An Bord wuselt alles durcheinander. Polizisten, Journalisten, Flüchtlinge, Mitarbeiter des italienischen Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen. Menschen in weißen Overalls und Mundschutz im Gesicht desinfizieren das Schiff auf dem es nach Fäkalien riecht.

An diesem Tag bringt die „Aquarius“ 371 Migranten mit. Die meisten von ihnen haben die Organisationen unweit der libyschen Küste, westlich der Hauptstadt Tripolis, aus Schlauchboten geborgen. Darunter sind 56 Frauen, sieben Kinder unter fünf Jahren und 48 unbegleitete Flüchtlinge. Laut SOS Mediterranee hat die libysche Küstenwache, die die Bergung durchführen sollte, ausdrücklich um den Einsatz der „Aquarius“ gebeten. Ein Boot der Küstenwache habe sich zwar in unmittelbarer Nähe befunden, sei aber nicht groß genug gewesen, um die Menschen aufzunehmen.

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18. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mittelmeer: Mehr als 5000 Flüchtlinge binnen einer Woche aufgegriffen“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Spiegel Online | 17.09.2017

Kaum ein Land ist so sehr von der Flüchtlingskrise betroffen wie Italien. Wegen der Abschottungspolitik des EU-Landes kamen zuletzt deutlich weniger Menschen über das Mittelmeer – doch nun steigen die Zahlen wieder an.

Innerhalb einer Woche haben die libysche und die italienische Küstenwache mehr als 5000 Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Der Sprecher der libyschen Marine, Ajub Kacem, erklärte, die libysche Küstenwache habe zwischen Montag und Freitag 2082 Menschen gerettet, von denen eine Frau gestorben sei, am Samstag seien es weitere 1047 Menschen gewesen.

Aus Italien gab es Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Medien, in denen von insgesamt fast 2000 geretteten Flüchtlingen die Rede war. Die Zeitung „La Stampa“ berichtete, auf Sizilien seien 589 Migranten eingetroffen, die von einem Schiff der Hilfsorganisation „Save the Children“ gerettet worden seien.

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17. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Zentrales Mittelmeer: 15 Einsätze innerhalb weniger Stunden, 1800 Migrant*innen gerettet · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

NGOs haben über 1.000 Boat People 30 bis 50 Meilen vor der libyschen Küste gerettet und nach Sizilien gebracht. Auch Schiffe der Marine waren im Rahmen der Operation Sophia an den Einsätzen beteiligt. Die Migrant*innen kamen vor allem aus Marokko, Nigeria, Kamerun, Gambia, Senegal, Sierra Leone, Guinea, Mali und Syrien. Sie berichteten von Folter und Misshandlungen in Libyen.

La Stampa |17.09.2017

In poche ore salvati 1800 profughi. Ricominciano gli sbarchi in Sicilia

Quindici interventi di Ong e Guardia costiera. Msf: In Libia violenze e soprusi

fabio albanese

Le prime avvisaglie c’erano già state nei primi giorni di settembre. Poi, venerdì, il Mediterraneo centrale si è nuovamente affollato di gommoni e barchini come non accadeva da tempo: 15 interventi di salvataggio in poche ore, cui si devono aggiungere alcuni del giorno precedente e altri di ieri: circa 1800 persone salvate nel fine settimana, con l’aiuto delle navi militari e di quelle delle poche Ong rimaste davanti al mare della Libia e il coordinamento della Guardia costiera italiana. A questi, si devono aggiungere i migranti degli «sbarchi fantasma» sulle coste dell’Agrigentino e pure a Lampedusa, poco meno di duecento solo negli ultimi giorni.

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15. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Jeder 39. Mensch ertrinkt auf der Mittelmeerroute“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: , , , ,

derStandard | 14.09.2017

EU-Migrationskommissar Avramopoulos will 40.000 weitere Flüchtlinge umsiedeln

Irene Brickner

Die Fluchtroute über das Mittelmeer aus Libyen nach Italien bleibt eine der tödlichsten der Welt. Jeder 39. Flüchtling oder Migrant, der sich auf eines der in der Regel seeuntüchtigen Boote wage – oder gezwungen werde, es zu betreten -, sterbe auf der Fahrt, haben Experten des UN-Flüchtlingshochkommissariats errechnet.

Rechengrundlage sei die Zahl der Ankünfte in Italien über einen längeren Zeitraum und die Zahl der Toten und Vermissten, von denen man wisse, binnen dieser Frist, erläutert die Wiener UNHCR-Sprecherin Ruth Schöffl.

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14. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Reality Check: Has the EU reduced migrant deaths?“ · Kategorien: EU, Mittelmeer · Tags:

BBC | 14.09.2017

The claim: The President of the European Commission, Jean-Claude Juncker, said: „We have drastically reduced the loss of life in the Mediterranean,“ in his State of the Union speech to the European Parliament.

Reality Check verdict: The estimated number of deaths has gone down this year, but for those who make the crossing the risk of dying is greater in 2017.

Is it an accurate assessment by the President of the European Commission Jean-Claude Juncker to claim that the European Union’s migration policies have „drastically reduced“ the number of people who drown while trying to cross the Mediterranean?

Obviously, it depends partly on how you define „drastically“.

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12. September 2017 · Kommentare deaktiviert für “Mediterraneo tomba dei profughi” · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

La Stampa | 12.09.2017

Rapporto dell’Oim sui flussi: sbarchi dimezzati dal 2016, ma il numero di morti è rimasto lo stesso. Il capo di Frontex: più accordi con Paesi di provenienza. Giovedì a Bruxelles i ministri dell’Interno

marco bresolin

Gli sbarchi diminuiscono, le tragedie continuano. Gli ultimi dati sui flussi migratori, visti nel loro complesso, sono drammatici. Perché se è vero che il numero di arrivi sulle coste europee del Mediterraneo si è dimezzato nei mesi di luglio e agosto rispetto al 2016 (da 52.220 si è scesi a 23.301), il numero di morti è rimasto praticamente identico (288 nel 2016 contro i 283 di quest’anno). Con un balzo ad agosto (151 morti nel 2017: nel 2016 furono 62), che contribuisce ad assegnare al Mare Nostrum il triste primato di rotta più pericolosa al mondo.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „305 Syrian migrants reach Cyprus; 313 are stopped in Turkey“ · Kategorien: andere Länder, Bulgarien, Mittelmeer, Rumänien, Türkei · Tags:

The Washington Post | 10.09.2017

NICOSIA, Cyprus — Cyprus police arrested a 36-year-old man Sunday for allegedly driving one of two boats that brought 305 Syrian refugees to the Mediterranean island’s northwestern coast.

Another 29-year-old man was also taken into custody on suspicion of migrant trafficking.

Police spokesman Michalis Ioannou said the 202 men, 30 women and 73 children arrived about midnight in what is thought to be the largest number of migrants to reach Cyprus in a single day. He said they departed from Mersin, Turkey, on Saturday.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrant sea route to Italy is world’s most lethal“ · Kategorien: Lesehinweise, Mittelmeer · Tags: , ,

The Guardian | 11.09.2017

Most deaths since 2014 have occurred in Mediterranean, following clampdown on Balkan border route, IOM study finds

Saeed Kamali Dehghan

More than 22,500 migrants have reportedly died or disappeared globally since 2014 – more than half of them perishing while attempting to cross the Mediterranean, according to a study by the International Organisation for Migration (IOM).

A clampdown on Europe’s eastern borders has forced migrants to choose more dangerous routes as the death toll in the Mediterranean continues to rise despite a drop in the overall number of arrivals, data compiled by the UN’s migration agency shows.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Eye ist wieder im Rettungseinsatz“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Zeit Online | 10.09.2017

Das private Schiff ist wieder auf See, die Crew sieht sich aber von der Küstenwache Libyens bedroht. Kanzlerin Merkel verteidigt die Zusammenarbeit mit libyschen Milizen.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye entsendet wieder Schiffe ins Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Allerdings sollen ihre zwei Schiffe Sea-Eye und Seefuchs nicht näher als 70 bis 90 Seemeilen vor die libysche Küste fahren, kündigte Sea-Eye an. Damit wolle die Organisation der „fortdauernden Bedrohung durch die libysche Küstenwache“ Rechnung tragen und die Sicherheit ihrer Crewmitglieder nicht gefährden. Bisher waren die Seenotretter auch bis an die Zwölfmeilenzone herangefahren.

Sea-Eye begründete die Entscheidung damit, dass die für alle Rettungseinsätze im Mittelmeer zuständige Seenotrettungsleitstelle in Rom die Crew der Seefuchs Anfang September auf einen Einsatz geschickt habe. Die Helfer hätten 16 Menschen aus einem Holzboot vor dem Ertrinken gerettet. Das Ereignis zeige, dass die Behauptung von Frontex und EU nicht stimme, es gebe inzwischen keine Flüchtenden vor der libyschen Küste mehr, hieß es von der Organisation.

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