„Sterben im Mittelmeer: Europas Rückzug bei der Seenotrettung“

Während Corona die Schlagzeilen dominiert, ertrinken weiter Flüchtlinge im zentralen Mittelmeer. Europäische Staaten weigern sich mittlerweile sogar, Menschen in Seenot zu retten. Militärschiffe erhalten die Erlaubnis sich zurückziehen, sobald Flüchtlingsboote auftauchen.

„The boat that disappeared“

Am 9. Februar erreichte das Alarm Phone ein Notruf von einem schwarzen Schlauchboot, das in Seenot geraten war. 91 Boat-people befanden sich an Bord. Das Boot war in derselben Nacht von Garabulli in Libyen aus gestartet. Nach knapp zwei Stunde brach der Kontakt zu den Boat-people ab, das Boot ist seitdem verschwunden. Was mit den ...

BREAKING Malta: Schurkenstaat gegen Boat-people – AP & friends

Alarm Phone ist es in Zusammenarbeit mit mehreren Seenotrettungsgruppen gelungen, illegale, potentiell mörderische Aktionen des maltesischen Staats an Ostern 2020 gegen ankommende Boat-people zu dokumentieren. Überlebende Boat-people berichten und stellen ihre Video-Aufnahmen zur Verfügung. Die BREAKING Rekonstruktion sollte so weit wie möglich verbreitet werden!

Marokko, Coronavirus: landesweites Ausmaß wie Gesamtzahlen für Berlin

Die offiziellen landesweiten Daten für Marokko entsprechen ungefähr denen der Stadt Berlin, mit einer kleinen Zeitverzögerung. Der Unterschied im staatlichen Umgang ist beträchtlich.

Malta will EU-Militärmission „Irini“ blockieren

Malta wird sein Veto gegen die weitere Finanzierung der EU-Militärmission „Eunavfor med – Irini“ einlegen.

Alarm Phone: Das Malta-Protokoll, Ostern 2020

Für die Klage gegen die maltesische Armee-Spitze veröffentlicht Alarm Phone das Protokoll der unterlassenen Hilfe, der Sabotage und des Push-Backs mit Todesfolge (12 Personen) zu Ostern 2020.

Frontex, Malta, Daphne Caruana Galizia: Schmuggel-Geisterflotte mit Push-Back beauftragt

Die maltesische Geisterflotte, die über Jahre den libyschen Diesel-Schmuggel für den internationalen Öl- und Finanzmarkt vor Ort organisiert hat, wurde nach Abbruch der italienischen Seenotrettung mit dem heimlichen Push-Back von Boat-people beauftragt. Dabei wurde sie über Ostern 2020 nachweisbar auch von EU-Instanzen wie Frontex unterstützt.

Irini – Der nächste Auslandseinsatz

Mitten in der Coronakrise hat die Bundesregierung den nächsten Auslandseinsatz der Bundeswehr beschlossen. Demnach werden in Zukunft bis zu 300 deutsche Soldaten an der EU-„Operation Irini“ teilnehmen, die die Einhaltung des UN-Waffenembargos gegen Libyen überwachen und durchsetzen sowie die libysche „Küstenwache“ ausbilden und aufrüsten soll.

Malta: Anklage gegen Premier verschärft? Einbeziehung Frontex /EU

Starben die 5 rückdeportierten Boat-people vor oder nach der „Rettung“? Wird der Premierminister Frontex und die EU in die Verantwortung für den Totschlag nehmen?

Twelve Deaths and a Secret Push-Back to Libya

Twelve people have lost their lives due to European action and inaction in the Mediterranean Sea. Authorities in Malta, Italy, Libya, Portugal, Germany, as well as the EU border agency Frontex were informed about a group of 55 in distress at sea but chose to let twelve of them die of thirst ...

Regierungsamtliches Ertrinkenlassen im zentralen Mittelmeer

Hunderte solcher Dramen haben sich in den vergangenen Jahren auf dem Mittelmeer abgespielt. Aber wohl nie konnte die Öffentlichkeit ihnen so direkt beiwohnen wie am Osterwochenende. Tagelang stand die Initiative Alarm Phone über Satellitentelefon mit den Schiffbrüchigen in Kontakt – und stellte in Echtzeit erschütternde Mitschriften und Tonaufnahmen der Gespräche mit den Verzweifelten ins Netz.

Helmut Dietrich: „Festung Europa. Genese und Krise“

Die Festung Europa entstand, als sich die sog. Gastarbeiter*innen wie insgesamt die Gesellschaft vom alten Disziplinarregime befreit hatten. Zum Aufbau der EU-Außengrenze an Oder und Neisse mit Visapflicht und Sichere-Drittstaat-Regelung trat ein Binnenkontrollregime mit biometrischer Erfassung und Computerregistern. Bis 2011 gingen die Strategen der Festung Europa davon aus, dass die Pufferzonen rund um Europa immer ...

Struggles of women* on the move

When the crowd gathered for the Women’s Day demonstration on March 8, 2020 at 10am in front of Cinema Riff at Grand Socco in Tangier, Moroccan feminists, Sub-Saharan women for freedom of movement, single mothers, and a few Europeans came together. The women of our local Alarm Phone team, all from Sub-Saharan Africa, would sit ...

Alarm Phone: Attack on migrants at sea?

Etwa 70 Boat-people befinden sich in einer Notsituation vor Malta, berichtet Alarm Phone. Maltesische Militärs sollen ein Kabel des Motorboots durchgeschnitten und gedroht haben, dass sie Malta nicht erreichen werden. Inzwischen dringt Wasser in das Boot ein.

BMI an Seenotretter: Lasst sie ertrinken!

Das Bundesinnenministerium bittet in einem Schreiben private Seenotretter, ihre Arbeit im Mittelmeer einzustellen.

„Alan Kurdi“ rettet 150, italienisches Schiff verweigert Rettung von 82

ALAN KURDI rettet an einem Tag 150 Menschen aus zwei Holzbooten – Italienisches Versorgungsschiff verweigert die Rettung von 82 Menschen.

Kanaren: Schiffskatastrophe, 41 Tote

Según la ONG Caminando Fronteras, 41 personas a bordo de una patera murieron la semana pasada durante su travesía hacia Canarias. Otro naufragio, que tampoco fue confirmado por las autoridades marroquíes, le costó la vida a 21 personas más el pasado 27 de marzo. Las víctimas de estos dos viajes se suman a las ...

Alan Kurdi kehrt in die SAR-Zone zwischen Libyen und Malta zurück

Die Alan Kurdi der deutschen NGO Sea-Eye hat mit Genehmigung der spanischen Regierung den Hafen von Burriana verlassen und befindet sich auf dem Weg ins zentrale Mittelmeer. Sie ist im Moment das einzige Rettungsboot der NGOs vor der Küste Libyens. Die Alan Kurdi dürfte die SAR-Zone an diesem Wochenende erreichen. An Bord wurde ein spezielles ...

„Wie der Kampf gegen Corona das Leid vieler Flüchtlinge verschärft“

Zum Schutz ihrer Bevölkerungen vor Covid-19 unternehmen Regierungen beispiellose Anstrengungen – und lassen jene im Stich, die ihre Hilfe am dringendsten benötigen.

Zentrales Mittelmeer: Weniger Passagen

Nach den IOM-Zahlen erreichten im März, dem ersten Monat der Corona-Krise, nur noch 343 Migranten die EU-Küste über die Zentralroute: ein deutlicher Einbruch im Vergleich zum Januar (1643) und Februar (1899). Dabei ertranken im Januar sechs, im Februar 109 und im März 18 Menschen.