03. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsdeal mit Ägypten: Berlin schaut bei Al-Sisi nicht so genau hin“ · Kategorien: Ägypten, Deutschland · Tags: ,

Quelle: n-tv | 02.12.2016

Ägypten sei kein sicherer Herkunftsstaat, erklärt die Bundesregierung, Menschenrechtslage und Haftbedingungen seien besorgniserregend. Dennoch will Berlin ein Flüchtlingsabkommen mit dem Land.

Von Sofian Philip Naceur, Kairo

Die Bootskatastrophe vor der ägyptischen Mittelmeerküste Ende September, bei der mindestens 300 Menschen bei dem Versuch ertranken, nach Italien überzusetzen, hat ein politisches Nachspiel. Seither fordern deutsche Politiker, auch mit Ägypten ein Flüchtlingsabkommen abzuschließen.

In der Tat ist die Anzahl der Flüchtlingsboote, die an der ägyptischen Küste in See stechen, in diesem Jahr stark gestiegen. Rund 12.000 Menschen sollen die gefährliche Überfahrt bisher gewagt haben. Doch die derzeit diskutierte engere Kooperation mit Kairo in Migrationsfragen ist höchst umstritten.

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01. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Ein „Rückführungszentrum“ für Flüchtlinge in Ägypten? · Kategorien: Ägypten, EU

Quelle: DW | 01.12.16

Wieso eigentlich Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive lange in der EU versorgen? Stattdessen könnte man ein „Rückführungszentrum“ in Ägypten errichten, so ein Vorstoß von CDU-Vize Thomas Strobl. Wie realistisch ist das?

Mit „Herz und Härte“ müsse man in der Flüchtlingsfrage vorgehen, forderte Thomas Strobl noch vor wenigen Tagen. Im Interview mit ZEIT Online sagte der baden-württembergische Innenminister und CDU-Vize Strobl, man müsse die Abschiebebedingungen deutlich verschärfen. Die klare Linie Strobls: Wer keine Chance auf ein Bleiberecht hat, müsse sofort in sein Heimat- oder ein Drittland abgeschoben werden. Das könne auch Ägypten sein. Hier müsse Deutschland ein „Rückführungszentrum“ einrichten, das schnell und unkompliziert zum Beispiel aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufnimmt.

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30. November 2016 · Kommentare deaktiviert für „Der nächste heikle Flüchtlings-Deal“ · Kategorien: Ägypten, EU, Mittelmeer

Quelle: Süddeutsche Zeitung | 30.11.2016

  • Die Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr über die zentrale Mittelmeer-Route nach Italien gekommen sind, stieg auf 171 300.
  • Zugleich wird 2016 das tödlichste Jahr für Migranten sein: 4700 sind bisher im Mittelmeer ertrunken.
  • Schon länger wird daher über Flüchtlingsabkommen der EU mit nordafrikanischen Ländern debattiert.
  • Nun will der Auswärtige Ausschuss des Bundestags über das Thema beraten.

Von Paul-Anton Krüger, Kairo

Am Montag hat Italiens Küstenwache wieder 1400 Menschen aus seeuntüchtigen Gummi- und Holzbooten gerettet, die vor der Küste Libyens trieben. Die Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr über die zentrale Mittelmeer-Route nach Italien gekommen sind, stieg auf 171 300 und damit über das Niveau von 2014, dem bisherigen Rekordjahr für diesen Fluchtweg.

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29. November 2016 · Kommentare deaktiviert für „Migrationspartnerschaften der EU: Müller setzt auf neue Mittelmeerunion“ · Kategorien: Afrika, Ägypten, Deutschland, EU, Mittelmeer, Türkei

Quelle: taz | 29.11.2016

Um die Einwanderung zu kontrollieren, fordert der Minister einen Marschallplan mit Afrika. Der solle auch einen Wirtschaftspakt miteinschließen.

BRÜSSEL taz | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sie auf ein unscheinbares Büro in Barcelona zurecht gestutzt. Doch nun will Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) die Mittelmeerunion wiederbeleben. Vor allem die Türkei und Ägypten seien wichtige Partner, sagte Müller bei einem EU-Ratstreffen in Brüssel. Die EU müsse schnell handeln, wenn sie eine neue Migrationswelle verhindern wolle.

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24. November 2016 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitsemigranten aus Ägypten: Klein-Italien im Nildelta“ · Kategorien: Ägypten · Tags:

Quelle: taz | 24.11.2016

Junge Männer aus Mit Gabr gehen nach Europa, um dort auf Baustellen zu arbeiten. Bei ihrer Rückkehr winkt eine gesicherte Existenz.

Karim El-Gawhary

MIT GABR taz | Warum das Dorf Mit Gabr im östlichen Nildelta im Volksmund „Klein-Italien“ genannt wird, erschließt sich nicht sofort. Alles wirkt ziemlich ägyptisch. Die Kinder spielen auf den staubigen engen Gassen, durch die sich wenige Autos und Eselskarren zwängen. In den Feldern rund um den Ort wird die Reisernte eingefahren. Dazu spannt einer der Bauern den Keilriemen an seinem klapperigen Traktor ein, um am anderen Ende des Riemens eine ebenso altertümliche, laut dröhnende Dreschmaschine in Bewegung zu bringen.

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31. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Bedrohte Stabilität Ägyptens: Ungesüsster Tee und wütende Bürger“ · Kategorien: Ägypten

Quelle: NZZ

Die Zuckerkrise ist ein Symptom der desaströsen Wirtschaftslage, welche zusehends die Stabilität Ägyptens bedroht. Kommt es zu Unruhen, dürften sie weniger friedlich als 2011 ausfallen.

von Monika Bolliger, Beirut

«Wie viele Löffel?», ist die Standardfrage beim arabischen Tee-Ritual. Während Ausländer dankend ablehnen oder sich mit einem Löffel Zucker begnügen, entspricht der regionale Standard zwei, drei oder auch fünf Löffeln Zucker auf ein Glas Tee. In Ägypten, wo Millionen von der Hand in den Mund leben, darf auch in den ärmsten Gebieten das Teehaus nicht fehlen. Gesüsster Tee ist beinahe ein Grundnahrungsmittel. Entsprechend gross war die Wut vieler Ägypter, als der Zucker plötzlich aus den Regalen der Geschäfte verschwand.

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11. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU lagert Migrationsabwehr nach Ägypten aus“ · Kategorien: Ägypten, EU, Mittelmeerroute

Quelle: Telepolis

Der Versuch, mit al-Sisis Hilfe die Migration im östlichen Mittelmeer einzudämmen, ist auf Treibsand gebaut

Sofian Philip Naceur

Das umstrittene Flüchtlingsabkommen mit der Türkei macht Schule. Derzeit arbeitet die EU mit Hochdruck an einer engeren Einbindung Ägyptens in die Festung Europa. Das autoritäre Regime von Ägyptens Präsident al-Sisi wird mit Waffen- und polizeilichen Ausbildungshilfen, aber auch politischer Rückendeckung bei Laune gehalten, doch der Versuch, mit al-Sisis Hilfe die Migration im östlichen Mittelmeer einzudämmen, ist auf Treibsand gebaut.

Denn die staatliche Repression gegen jedwede Form der Opposition und die Last der Wirtschafts- und Währungskrise im Land lassen inzwischen vermehrt Ägypter die Überfahrt nach Europa wagen.

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09. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Samih Sawiris will Flüchtlingsstadt bauen – mit Schweizer Hilfe“ · Kategorien: Ägypten, Schweiz

Quelle: Blick

Billig-Städte in Ägypten statt Flüchtlingsexodus: Der ägyptische Investor Samih Sawiris möchte eine Stadt bauen, um syrischen Flüchtlingen eine Alternative zur Flucht nach Europa zu bieten. Er hofft für sein Projekt auch auf Geld aus der Schweiz.

«Ich bin immer noch überzeugt, dass es für alle das Beste ist, den Menschen in der Region eine Zukunft zu bieten», sagte Sawiris im Interview mit dem «SonntagsBlick». Als Vorbild für das Städteprojekt nennt er Haram City – eine Stadt mit Billig-Wohnungen, die er bei Kairo aufgebaut hat. 70’000 Menschen leben dort bereits.

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03. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Ägypten, Flüchtlinge und der IMF: Geldspritze mit Bedingungen“ · Kategorien: Ägypten, EU · Tags:

Quelle: NZZ

Europa hat ein Interesse daran, Ägypten zu unterstützen, um Sisis Kooperation in der Flüchtlingsproblematik einzufordern. Ein grosszügiger Kredit des IMF wird dem Land indes nur kurzfristig helfen.

von Monika Bolliger, Beirut

Über 160 Tote sind vorletzte Woche bei Rosetta vor der ägyptischen Küste aus dem Meer geborgen worden. Sie waren beim Versuch, Europa mit dem Boot zu erreichen, ertrunken. Seit der Schliessung der Balkanroute suchen Migranten und Flüchtlinge nach neuen Wegen, und in der EU ist man besorgt. Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, forderte nun ein Flüchtlingsabkommen mit Ägypten nach dem Vorbild des Türkei-Abkommens. Die Kooperation Kairos solle im Rahmen einer in Aussicht gestellten Finanzspritze des Internationalen Währungsfonds (IMF) eingefordert werden, meinte Schulz. Dieser hat Ägypten ein Darlehen von 12 Mrd. $ über drei Jahre in Aussicht gestellt.

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30. September 2016 · Kommentare deaktiviert für New legislation in Egypt toughens penalties on ‎migrant traffickers · Kategorien: Ägypten, Mittelmeerroute

Quelle: ahramonline

Three parliamentary committees approved in an ‎urgent meeting on Tuesday night legislation ‎aimed at stemming the tide of illegal migration.

‎The meeting, which comes a few days after a ‎migrant boat capsized off Egypt’s Mediterranean ‎coast, was headed by chairman of the Legislative ‎and Constitutional Affairs Committee Bahaaeddin ‎Abu Shoqa. It also included members of the ‎human rights and budget committees.‎

The meeting also came after President ‎Abdel-Fattah El-Sisi held an urgent national ‎security meeting on Saturday to discuss the ‎possibility of issuing a unified law aimed at ‎toughening penalties for those involved in human trafficking and illegal migration operations.‎

On 21 September, the migrant boat, which was ‎carrying between 450 and 500 migrants, ‎sunk as it sailed for Italy from Egypt’s Mediterranean port city of ‎Rosetta.

The death toll ‎from the accident reached 195 on Tuesday. ‎

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