13. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Ein dunkles ‚Geheimnis‘ an Europas Außengrenze“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Telepolis | 12.12.2017

Lesbos – Flüchtlingsinsel wider Willen – Teil 1

Wassilis Aswestopoulos

Lesbos ist eine der Inseln, auf denen auch heute noch nahezu täglich neue Flüchtlinge und Immigranten aus der Türkei nach Europa per Schlauchboot übersetzen. Lesbos hat zwei Lager für Flüchtlinge, deren Unterschiede nicht extremer sein könnten. Das Lager Karatepe, welches das beste Lager in gesamt Griechenland ist, und das Lager Moria, gegen das die „Schande von Idomeni“ wie ein Erholungscamp wirkt. Es gibt aus der Zeit vor 2015 noch eine kleinere Flüchtlingsherberge, ein ehemaliges Sanatorium, welches weiter abgelegen von der Inselhauptstadt liegt.

Immigrationsminister Giannis Mouzalas schiebt sämtliche Verantwortung von sich. Wiederholt sucht er die Schuld bei anderen. An dem faktischen Gefangenendasein von Flüchtlingen und Immigranten auf den griechischen Inseln ist seiner Meinung nach die Europäische Union schuld, die einen entsprechenden Passus im Flüchtlingspakt mit der Türkei unterschrieben hat. Die schleppende Bearbeitung der Asylanträge der Ankommenden liegt an mangelnden Geldmitteln und Personalknappheit des griechischen Staats, wird von Seiten des Ministeriums angeführt.

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13. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Europe’s Plan to End Its Migrant Crisis Is Failing“ · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei · Tags: , ,

The New Yorker | 08.12.2017

By Jake Halpern

Two years ago, the Greek island of Lesvos was often in the news, as thousands of refugees arrived on its shores—nearly daily—in small rubber boats. They came from Turkey, just a few miles away. Some made it, while others drowned. At the time, Lesvos was essentially a pit stop. Virtually all of these migrants continued on to the Greek mainland, and then headed north—following an overland route that took them to Germany or points beyond. Since then, European nations have pressured Greece to block the sea route via Lesvos, and other islands, in order to stanch the flow of refugees. The number of refugees streaming into Lesvos has diminished, but in the last few months it has started to rise again. In August, a thousand and fifty-three refugees arrived on the shores of Lesvos, according to Oxfam. In October, there were twenty-two hundred and sixty. The island is now a bottleneck in Europe’s unresolved migrant crisis in which human misery is being contained and forgotten.

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12. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Athen wächst das Flüchtlingsproblem über den Kopf“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

derStandard | 12.12.2017

Um die Inseln zu entlasten, sollen 5.000 Flüchtlinge aufs Festland verlegt werden. Von dort machen sich viele auf eigene Faust auf den Weg nach Europa

Markus Bernath

Seit die Deutschen kontrollieren, haben die Österreicher und Schweizer mehr zu tun. 20 bis 25 Flüchtlinge mit falschen Pässen werden an manchen Tagen in Athen am Abfluggate nach Wien oder Zürich aufgegriffen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Weil Passagiere aus Griechenland seit November nach ihrer Ankunft in Deutschland Ausweise vorzeigen müssen, weichen Migranten auf andere Länder der grenzfreien Schengenzone aus. Denn Griechenland ist in der Flüchtlingskrise beides: Torwächter und Nudelsieb.

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08. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Refugees occupy Syriza party office in Lesbos“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Al Jazeera | 08.12.2017

Mytilene, Lesbos Island, Greece – When 17-year-old Karime Qias, an Afghan refugee, arrived in Greece’s Moria refugee camp two months back, she felt as though she had arrived in prison.

Along with her mother and seven siblings, she shared a flimsy tent with strangers.

„The facilities were not hygienic, and the food was not edible,“ she says, sitting in the kitchen of a Syriza party office in Mytilene.

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06. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Greek refugee camps ‚beyond desperate‘ as islanders protest in Athens · Kategorien: Griechenland · Tags:

The Guardian | 06.12.2017

Demonstrators from islands including Chios, Lesbos and Samos lead protests in Athens and demand government acts

Humanitarian groups have warned of a looming emergency on Greece’s eastern Aegean islands, the day after residents converged on Athens in protest at policies that have led to thousands of migrants and refugees being marooned in reception centres.

A surge in arrivals from neighbouring Turkey has seen numbers soar with officials speaking of a four-fold increase in men, women and children seeking asylum on Chios, Kos, Leros, Lesbos and Samos.

Conditions are deteriorating in the vastly overcrowded camps in a situation that Médecins Sans Frontières (MSF) on Wednesday warned was “beyond desperate”.

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04. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Greece moves asylum-seekers from Lesbos to mainland“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Reuters | 30.11.2017

PIRAEUS (Reuters) – Greek authorities on Thursday moved a few hundred asylum-seekers from the island of Lesbos to the mainland in an effort to ease overcrowding in its camps.

Thousands of asylum-seekers have become stranded on Lesbos and four other islands close to Turkey since the European Union agreed a deal with Ankara in March 2016 to shut down the route through Greece.

“I came to heaven from hell,” said 30-year old Mohammad Firuz, who lived for two months in a state-run camp in Lesbos.

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30. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Moria: „Die halten uns hier wie die Tiere“ · Kategorien: Griechenland, Video · Tags:

ARD Tagesthemen | 29.11.2017

Obwohl Europa immer mehr Flüchtlinge zurückweist, versuchen viele, ihrem oft unerträglichen Leben zu entkommen. Wer es zum Beispiel bis auf die griechische Insel Lesbos schafft, fühlt sich zunächst gerettet. Doch spätestens im Moria Camp ist die Hoffnung dahin, wie heimliche Aufnahmen zeigen.

Von Shafagh Laghai, WDR

29. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Lage der Flüchlinge : Winter vor Lesbos“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

FAZ | 28.11.2017

Eigentlich sollten die Flüchtlinge auf Lesbos die Insel schnell wieder verlassen können. Doch das ist nur Theorie. Kurz vor dem Wintereinbruch werden sie immer verzweifelter.

Franziska Grillmeier

Es ist Samstagabend. Vier Mädchen in Cocktailkleidern stolpern aus der angesagten Monkey Bar von Mytilini, Hauptstadt der ägäischen Insel Lesbos. An eine Hauswand gelehnt ziehen sie die Strumpfhosen hoch und den Lippenstift nach. Auf dem Hafenplatz vor ihnen reihen sich ein Dutzend Schlafsäcke aneinander. Eine Frau erhebt sich und schüttelt eine Decke aus. Neben ihr flattert ein Leintuch im Wind. „Open the Island“ steht darauf. Eines der Mädchen vor der Bar zündet die Kerzen einer Geburtstagstorte an. Nach kurzer Zeit steht der Kuchen in Flammen und die Gruppe läuft kreischend zurück auf die Tanzfläche. Die Frau auf dem Hafenplatz sinkt langsam zurück in den Schlafsackhaufen.

Seit achtzehn Tagen sitzt die Afghanin Adele Tajik auf einer pinken Isomatte mitten auf dem Hafenplatz von Mytilini. Dreißig weitere Flüchtlinge, darunter Familien und Kinder, protestieren mit ihr. Gegen die europäische Flüchtlingspolitik, die sie und 15.000 andere Flüchtlinge auf den ägäischen Inseln festhält. Einige haben sich Alufolie um die Füße gewickelt, andere ihren Kopf so tief in den Schlafsack gegraben, als ob sie darin eine andere Welt finden möchten. Adele Tajik streckt die Beine aus, sie gähnt, ihr Oberkörper erzittert. Sie streut ein paar Erdnüsse in ihre Hand. Es sollen die letzten für eine Weile sein. Morgen fängt der erste Tag ihres Hungerstreiks an.

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29. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsrouten in die EU: Immer noch tödlich“ · Kategorien: Griechenland, Italien, Libyen, Mittelmeer, Spanien, Türkei

Süddeutsche Zeitung | 29.11.2017

  • Neben den Routen nach Italien und Griechenland nutzen Schlepper immer öfter die westliche Mittelmeerroute von Marokko nach Spanien.
  • Spanien erlebt deshalb einen bisher ungekannten Zuwachs an Flüchtlingsankünften über das Mittelmeer.
  • Die Hauptlast trägt aber nach wie vor Italien. Und auch in Griechenland herrschen trotz des Flüchtlingsdeals der EU mit der Türkei Chaos und Überforderung.

Von Leila Al-Serori und Deniz Aykanat

Murcia ist in Spanien für viele Sonnenstunden und die Tomaten bekannt, die von hier nach ganz Europa geliefert werden. Dass die Region am Mittelmeer derzeit in der spanischen Presse Thema ist, hat aber mit etwas anderem zu tun: den vielen Flüchtlingen, die mit kleinen Booten an Land kommen.

Mitte November sind es in einer Nacht alleine 500 Menschen, die Küstenwache bringt sie ans Ufer. In rote Decken gehüllt warten sie stundenlang im Hafen der kleinen Stadt Cartagena. Schließlich fahren die Behörden sie in ein noch nicht eröffnetes Gefängnis – es sei kein Platz in den Flüchtlingsunterkünften vorhanden. Menschenrechtsorganisationen protestieren gegen den illegalen Freiheitsentzug.

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29. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Besetzung des SYRIZA Büros in Moria · Kategorien: EU, Griechenland, Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Erklärung zur Besetzung | 27.11.2017

Statement of the Occupation of SYRIZA head quarters of Lesbos

Refugees and solidarity supporters of refugees occupied the SYRIZA offices in Mytilene, Lesbos, on Saturday November 25, 2017 after the anti-fascist demonstration in which refugees, members of anti-authoritarian movement, and non-parliamentary leftists participated. The final action of the occupation of SYRIZA offices is the continuation of the struggle that has been taking place for the past one and half months in Sappho square, when a group of refugees decided to leave the Moria detention centre in protest with the declaration that we will not return to Moria or any similar camp. This protest is not an attempt to demand any sort of privilege over other refugees, but solely because we do not feel nor are we safe.
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