02. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Left to Die in the Aegean Sea? · Kategorien: Alarm Phone, Griechenland · Tags: ,

Alarmphone | 01.04.2018

A Statement of Solidarity with the Survivors of the Agathonisi Shipwreck and their Relatives

On the 16th of March, two families tried to reach Europe through the Aegean Sea, one from Afghanistan, one from Iraq. They left Turkey and swiftly moved toward the Greek island of Agathonisi. But shortly before reaching it, they capsized. A relative of the Afghan family on Samos Island notified the authorities repeatedly, via phone and in person. At that point, many of the shipwrecked could have still been rescued. According to the survivors, they stayed afloat for several hours, waiting for help. But a Search and Rescue operation was launched only a day later, after local resident had discovered the first bodies, and they could recover merely more dead bodies. Three survivors, a woman from Afghanistan, and a man and a woman from Iraq, had been able to swim ashore and together with Afghan relative they denounced not only the delayed actions of Greek authorities, but also the inaction of an unidentified boat that was in sight of the shipwrecked people but did not come to their rescue.

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30. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Tod im Mittelmeer: „Mama, ich kann nicht mehr, bitte töte mich“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , ,

Spiegel Online | 29.03.2018

Zwei Familien ertrinken auf der Flucht von der Türkei nach Griechenland im Mittelmeer, nur drei Menschen überleben. Die Küstenwache wurde informiert – eine Rettung unterblieb. Eine Rekonstruktion.

Von Samos berichten Giorgos Christides, Nicolai Kwasniewski und Christoph Koitka (Fotos und Video)

Ist es möglich, dass im Mittelmeer, kurz vor einer rettenden Insel, zwei Familien sterben und keiner es bemerkt? Ist es möglich, dass viele, die diese Katastrophe hätten verhindern können, Bescheid wussten und dennoch nichts taten? Die Familienangehörigen und die Überlebenden des Schiffbruchs haben gute Gründe für die schockierende Annahme, dass ihre Familien, darunter neun Kinder, noch am Leben sein könnten.

Ein SPIEGEL-Team hat mehrere Tage lang auf Samos mit den Betroffenen gesprochen, mit Angehörigen, mit Beamten von Polizei und Küstenwache. Es hat Belege und Beweise zusammengetragen. Das Puzzle ergibt das Bild eines Unglücks, das weit weniger schicksalhaft war, als es zunächst schien.

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28. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Lesvos authorities on alert after the arrival of 300 migrants and refugees“ · Kategorien: Griechenland, Türkei

Ekathimerini | 28.03.2018

Authorities on Lesvos have been put on high alert after the arrival of some 300 refugees and migrants on eight boats at different points on the eastern Aegean island since Tuesday midnight.

The arrivals have created a headache for authorities at the Moria hotspot which is already overcrowded with 5,300 people.

According to local reports, the migrants and refugees arrived from the Turkish coast. Local authorities said the large number of arrivals was due to the loosening of security measures in the neighboring country.

27. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge auf Lesbos: Traumatisiert und oft suizidgefährdet“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

ARD Tagesschau | 27.03.2018

Die Flüchtlinge im Camp Moria auf Lesbos haben oft Schlimmes erlebt. Die meisten von ihnen gelten als traumatisiert. Viele sind suizidgefährdet – auch weil sie die Abschiebung fürchten.

Von Michael Lehmann, ARD-Studio Athen

Viereinhalbtausend Menschen leben im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos hinter Stacheldraht. Die Anlage ist weiter heillos überfüllt. Drumrum wachsen frühlingsgrünes Gras, Blumenwiesen und Olivenbäume – im Lager warten die Menschen zusammengepfercht oft seit Monaten in Wohncontainern und Zelten auf ihr Asylverfahren. Es gibt nur wenige Duschen, zu wenige Toiletten. Die Versorgung ist miserabel für die Geflüchteten.

Gewalt und enormer psychischer Druck sind Alltag in Moria. Frust entlädt sich vor allem unter jungen Männern regelmäßig. Monika Gattinger Holboeck arbeitet als Psychologin und Psychotherapeutin im Team von „Ärzte ohne Grenzen“. Sie trifft auf Geflüchtete, die versucht haben, sich selbst umzubringen. Manchmal sind es zehn oder gar 15 Fälle täglich, sagt sie.

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26. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Überlebende erheben schwere Vorwürfe gegen Küstenwache“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , , ,

Spiegel Online | 26.03.2018

Ein Flüchtlingsboot sinkt vor einer griechischen Insel. 16 Menschen sterben, nur drei retten sich an Land. Nun klagen die Überlebenden an: Die Küstenwache habe von dem Unglück gewusst – aber nichts getan.

Von Samos berichten Giorgos Christides und Nicolai Kwasniewski

Es war eine erschütternde Meldung, die vor gut einer Woche aus Griechenland kam: Ein Flüchtlingsboot kenterte vor der kleinen Insel Agathonisi, wenige Seemeilen vor der türkischen Küste. An Bord waren zwei Familien aus Afghanistan und dem Irak, viele Kinder und Jugendliche, auch ein wenige Monate alter Säugling, insgesamt 21 Personen. Doch nur drei Erwachsene schafften es an Land – alle Kinder ertranken. Zwei Personen werden noch vermisst, dabei soll es sich um die Schleuser handeln.

Es sind die ersten Flüchtlinge, die in diesem Jahr in der Ägäis gestorben sind. Nach Aussagen der Überlebenden hätten sie gerettet werden können. Die Vorwürfe der Flüchtlinge wiegen schwer – und sie sind begründet. Das scheint auch auf höchster politischer Ebene in Griechenland angekommen zu sein. Zwei Minister, die möglicherweise die politische Verantwortung für die Katastrophe tragen, sind am Wochenende auf die Insel Samos geflogen, um die Überlebenden zu treffen.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Syrian refugee sets himself on fire at Lesvos camp“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Ekathimerini | 23.03.2018

A 26-year old Syrian man set himself on fire at a refugee camp on the island of Lesvos on Thursday, in one of the most serious incidents involving stranded migrants in many months.

The man was slightly burned and was treated at a local hospital, an official said. Local media said the incident took place outside an asylum office at Moria camp, which is a former military base set on a hilltop. Conditions there are poor.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Ein zweifelhafter Deal“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland, Libyen, Türkei

Zeit Online | 23.03.2018

Das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei hat versagt – vor allem, weil die griechischen Asylbehörden unfähig sind. Nun soll auch mit Libyen eines geschlossen werden.

Eine Kolumne von Martin Klingst

Genau zwei Jahre ist es her, dass die Europäische Union im März 2016 mit der Türkei den berühmt-berüchtigten Flüchtlingsdeal schloss. Sie wisse, dass dieses Abkommen viele Gegner habe, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung. „Ich werde es jedoch immer verteidigen, weil es allemal besser ist, als dem Sterben in der Ägäis und den Taten der Schlepper und Schleuser tatenlos zuzusehen.“

Ein Dreivierteljahr ist es her, dass die EU der libyschen Regierung in Tripolis, die nur kleine Teile des Landes kontrolliert, 46 Millionen Euro für Ausrüstung und Ausbildung einer eigenen Küstenwache spendierte.

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20. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingspakt im permanenten Stresstest“ · Kategorien: EU, Griechenland, Syrien, Türkei

NZZ | 20.03.2018

Zwei Jahre nach Inkrafttreten des EU-Abkommens mit der Türkei hapert es bei der Umsetzung. Die über drei Millionen syrischen Flüchtlinge im Land werden für Erdogan zu einem politischen Problem.

Marco Kauffmann Bossart, Istanbul

Wirklich zufrieden ist niemand mit der Umsetzung des sogenannten EU-Türkei-Statements vom März 2016. Die EU nicht, weil in den vergangenen zwei Jahren deutlich mehr Flüchtlinge die Ägäisinseln erreichten, als von dort in die Türkei zurückgeführt werden konnten. Griechenland fühlt sich von den anderen EU-Staaten im Stich gelassen, weil die Verteilung von Flüchtlingen stockt. Umgekehrt bezichtigt der türkische Staatschef Erdogan die Europäer des Wortbruchs, weil nichts aus der Visa-Liberalisierung für seine Bürger wurde.

Dass der von Beginn weg höchst umstrittene Pakt nicht zerbrochen ist, liegt an den ebenso unbestreitbaren Erfolgen: Der Flüchtlingsstrom aus der Türkei nach Griechenland hat sich verringert, die Zahl der tödlichen Unfälle in der Ägäis ist zurückgegangen. Als Gegenleistung für striktere Grenzkontrollen erhielt Ankara für die Betreuung der inzwischen 3,5 Millionen Syrer zunächst 3 Milliarden Euro. Rechtzeitig zum zweiten Jahrestag des Abkommens gab die Europäische Kommission die zweite Tranche in derselben Höhe frei. Die Vereinbarung war am 18. März 2016 unterzeichnet worden und zwei Tage danach in Kraft getreten.

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18. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Berlin: „Zur Kriminalisierung von Fluchthelfer*innen am Beispiel von Salam Aldeen“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland, Termine [alt] · Tags:

Vortrag und Diskussion am 10. April 2018

Veranstaltungsort

Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung,
Sebastianstr. 21
10179 Berlin

Termin

Dienstag, den 10. April 2018, 18 – 20.30 Uhr
(Anmeldeschluss: 09.04.2018)

Thema

Salam Aldeen kam nach Lesbos, um als freiwilliger Rettungsschwimmer Leben zu retten – jetzt benötigt er selbst Hilfe. Weil er Geflüchtete vor dem Ertrinken rettete, drohen ihm zehn Jahre Haft. Am 7. Mai wird sein Prozess wegen „Menschenschmuggels“ auf Lesbos stattfinden.

Salam Aldeens Fall steht beispielhaft für die zunehmende Kriminalisierung von Fluchthelfer*innen an den Außengrenzen Europas. Gemeinsam mit ihm und weiteren Gästen werden wir diskutieren, welchen Einfluss die europäische Politik, Medien und das allgemeine soziale Klima auf die öffentliche Meinung dazu nehmen (können). Wie lassen sich grundlegende humanitäre Werte verteidigen? Und wie kann den Kriminalisierten geholfen werden?

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18. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mindestens 16 Menschen vor griechischer Insel ertrunken“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

DLF | 18.03.2018

Vor der griechischen Insel Agathonisi sind erneut Bootsflüchtlinge ertrunken.

Nach jüngsten Angaben der Küstenwache starben mindestens 16 Menschen bei dem Versuch, von der Türkei aus überzusetzen. Drei Personen seien gerettet worden; mehrere würden noch vermisst.

In Athen protestierten rund 2.000 Menschen gegen das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei. Es war vor zwei Jahren geschlossen worden und sollte unter anderem die Zahl der Flüchtlinge begrenzen, die von der Türkei aus versuchen, auf die griechischen Inseln zu gelangen.

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