12. Juni 2015 · Kommentare deaktiviert für Israel: Abschiebung von EritreerInnen und SudanesInnen nach Uganda · Kategorien: Israel · Tags: , ,

Flüchtlinge in Israel: Mahlzeit, Hotel und Billett einfach nach Uganda

Tausende von Afrikanern suchen in Israel Zuflucht und Prosperität. Die Israeli wollen sie nicht und schieben sie ab.

von Ulrich Schmid, Holot

Tausende von afrikanischen Asylsuchenden demonstrieren vor der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv gegen die israelische Abschiebungspolitik. (Bild: Jonas Opperskalski / Laif)

Nein, dies ist kein Konzentrationslager. Wer sich die Bösartigkeit einer Gleichsetzung mit den Arbeits- und Vernichtungslagern der Nazis gestattet, wenn von den israelischen Lagern und Gefängnissen für illegale Immigranten die Rede ist, der muss sich natürlich auch sagen lassen, dass damals, in Auschwitz und Buchenwald, die Insassen tagsüber nicht kommen und gehen konnten, wie sie wollten, dass sie ihre Autos nicht vor den Toren des Lagers parkierten, dass sie nicht nach Belieben mit Journalisten redeten und dass sie danach, auch wenn es die Technik schon gegeben hätte, nicht zu ihren Laptops zurückkehrten, um noch etwas zu arbeiten. In Holot gibt es Essen, Wasser und medizinische Versorgung. Es sind keine Mengeles, die sich über die Kranken neigen. Ein Handy hat jeder. Wie solch törichte Insinuationen auf Überlebende wie Marta Wise wirken, die dem Wüten der Nazis entrannen, kann man sich fragen.

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08. Mai 2015 · Kommentare deaktiviert für »Die Menschen flüchten, egal was sie erwartet« – iz3w · Kategorien: Eritrea, Israel

iz3w 348

In der Zeit von 2009 bis 2013 starben auf der ägyptischen Halbinsel Sinai schätzungsweise 4.000 Menschen in den Händen von Lösegelderpressern (siehe iz3w 323 und 330). Die meisten der Geflüchteten kamen aus Eritrea, ein kleiner Teil aus Äthiopien oder dem Sudan. Nachdem der Weg über Libyen nach Europa weitge­hend versperrt war, wählten sie die Route durch Sudan und Ägyp­ten, um von hier über den Sinai nach Israel einzureisen (siehe iz3w 332 und 341). Im März 2014 überreichten 24 Länder einen Bericht an den UN-Menschenrechtsrat, in dem sie das Ende der Folter fordern und dazu aufrufen, die Folterer zu verhaften und die Über­lebenden und Opfer medizinisch zu versorgen sowie ihre Asylan­träge ohne Verzögerung zu bearbeiten.

Interview mit der israelischen Flüchtlings-Aktivistin Merav Bat-Gil

Die Aktivistin Merav Bat-Gil arbeitet für die Organisation ASSAF, die in Israel Flüchtlingshilfe leistet. Wir befragten sie zum Stand der Dinge.

iz3w: Was erzählen Überlebende der Folter auf dem Sinai, die bei Ihrer Organisation Unterstützung suchen?

Merav Bat-Gil: Die Flüchtlinge erzählen uns entsetzliche Geschich­ten darüber, wie sie entführt oder einfach zu den Foltercamps abtransportiert wurden, wie sie dort über Tage oder Monate ohne Unterlass gefoltert wurden, um von ihren Familien Geld zu erpres­sen. Diejenigen, die der Folter entkommen konnten, berichten von Vergewaltigungen, Elektroschocks. Sie wurden verbrannt oder an den Füßen aufgehängt, andere an den Armen. Sie wurden gezwun­gen, ununterbrochen zu arbeiten, im Bau, in der Reinigung. Frau­en und Mädchen haben Fürchterliches erlebt. Die meisten Über­lebenden von Folter kamen allerdings vor 2012 nach Israel, denn seit die Grenze zu Ägypten verriegelt ist, schafft es kaum noch je­mand hinüber. Inzwischen nehmen die Flüchtlinge wieder den Weg über Libyen, wo sie nicht selten ein ähnliches Schicksal ereilt.

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04. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Israel-Ruanda-Deal: Abschiebung nach Kigali · Kategorien: Eritrea, Israel · Tags: , ,

Die ersten Fern-Lager, die westliche Industriestaaten für Abgeschobene in Zentralafrika errichten lassen, entstehen in Ruanda: Israel hat mit Ruanda einen millionenschweren Vertrag abgeschlossen, um ostafrikanische Flüchtlinge – EritreerInnen und SudanesInnen – aus Israel nach Ruanda abzuschieben, wo sie nie gewesen sind. Fern-Lager für verbannte Flüchtlinge erinnern an Praktiken aus Kolonialzeiten, als europäische Mächte Aufständische und Flüchtlinge beispielsweise von Algerien nach Ostasien verbannten.

The East African

President Paul Kagame confirms Rwanda-Israel deal to host African immigrants

By EDMUND KAGIRE, The EastAfrican

Rwandan President Paul Kagame has confirmed media reports that Kigali is finalising a multimillion dollar deal that will see it host illegal immigrants that Israel intends to expel.

According to Israeli media reports, the Middle Eastern country plans to relocate illegal immigrants to Rwanda and Uganda, which Kigali had denied knowledge of.#

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09. Dezember 2014 · Kommentare deaktiviert für Israel: Gesetz Lagerhaft Flüchtlinge · Kategorien: Israel · Tags:

Chennai Vision

Israeli parliament approves bill against illegal migrants

Jerusalem, Dec 9 (IANS) The Israeli Knesset (parliament) has approved a bill, allowing the authorities to detain African asylum seekers for up to 20 months without trial, Xinhua reported Tuesday.

The Infiltration Prevention Act is a third formulation of an existing bill, disqualified by the Israeli Supreme Court twice for its infringement upon migrants‘ basic human rights by not checking their asylum requests and incarcerating them without trial.

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01. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Gaza, EU: Schiffskatastrophe – The Guardian Reportage · Kategorien: Griechenland, Israel, Italien, Malta · Tags: ,

http://www.theguardian.com/world/2014/oct/01

Devil and the deep blue sea: how Mediterranean migrant disaster unfolded

Desperate migrants from Gaza and Syria tell how they put themselves at the mercy of people smugglers – and hundreds died at sea

Peter Beaumont in Gaza and Patrick Kingsley in Alexandria

The first the crew of the Antarctica knew of the disaster was a radio request to help a search and rescue operation. There were bodies in the water 200 miles off the coast of Malta. Two other ships – the Verdi and the Japan – were already at the scene, picking people out of the sea. The Antarctica was swiftly diverted and took command until the arrival of coastguard and naval ships.

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26. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Kreuzfahrtschiff: Gerettete Bootsflüchtlinge wollen nicht nach Zypern · Kategorien: Griechenland, Israel, Mittelmeerroute, Syrien · Tags:

Limassol (Cyprus) (AFP)

Almost 300 mostly Syrian refugees rescued by a cruise liner were refusing Friday to disembark in Cyprus’s southern port of Limassol, demanding instead to be taken to Italy, the cruise company said.

A total of 345 migrants, mainly women and children, had been plucked from a boat in trouble off the coast of Cyprus on Thursday by a Salamis Cruise Lines ship, according to the company and Cypriot authorities. Some 700 paying passengers disembarked from the 157-metre liner, police said, but only 65 of those rescued at sea left the ship. The others refused to budge, the shipping company said.

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24. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Gaza Boat-people Schiffskatastrophe: „Left To Die“ (Spiegel) · Kategorien: Griechenland, Israel, Italien, Malta · Tags: , ,

http://www.spiegel.de/international/europe/

Überlebende der „Massenmord“-Schiffskatastrophe (400 Tote) berichten in Griechenland, dass vier Schiffe an ihnen vorübergefahren sind, als sie zu Hunderten im Wasser ums Überleben kämpfen. Sie ließen sie sterben. Unterlassene Hilfeleistung der Festung Europa! Die auf Sizilien festgehaltenen Überlebenden werden nach wie vor von den Behörden von der Außenwelt isoliert, nicht einmal ihre Namen sind bekannt. Palästinensische Angehörige aus aller Welt sind nach Sizilien geflogen und suchen verzweifelt nach Anzeichen, wo sich die Überlebenden befinden könnten.

„Alhila claims that four ships passed by but none stopped. „They just left us to die.“

‚Left To Die‘: The Survivors of the Malta Refugee Shipwreck

By Julia Amalia Heyer, Walter Mayr, Maximilian Popp and Chrissi Wilkens

DER SPIEGEL

Earlier this month, 500 people, mostly refugess from the Gaza Strip, drowned when their ship sank in the Mediterranean. It was the worst such tragedy in a summer full of them. SPIEGEL traveled to Gaza and Crete to find out what happened.

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23. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Palästinenser aus EU nach Sizilien – keine Infos zu Überlebenden · Kategorien: Israel, Italien, Malta · Tags: ,

„La beffa del naufragio di Malta: i dispersi fuggivano dalle bombe di Gaza

I familiari dei profughi in Sicilia sulle tracce dei propri cari. Scomparse in mare famiglie con intere generazioni. „Diteci se i nostri figli sono morti“: appello al governo della comunità palestinese. Soccorsi 590 migranti

di ALESSANDRO PUGLIA […]“

via La beffa del naufragio di Malta: i dispersi fuggivano dalle bombe di Gaza – Repubblica.it

20. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Haaretz: 400 vermisste Bootsflüchtinge aus Gaza – Kontext Massenmord · Kategorien: Israel, Italien, Malta · Tags: ,

Zahlreiche Reportagen erscheinen über die grosse Unruhe, die die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen angesichts der jüngsten Schiffskatastrophen erfasst hat. „Es ist besser, im Meer als vor Verzweiflung und Frust in Gaza zu sterben“, titelt Haaretz und stellt dar, dass derzeit schon 400 Namen vermisster Boat-people aus Gaza gesammelt sind.

Die italienischen und maltesischen Behörden geben nach wie vor keine Auskunft über die Namen von Überlebenden und von der etwaigen Identität geborgener toter Bootsflüchtlinge.

Zugleich verändert sich der internationale Diskurs über das Massensterben im Mittelmeer. Wurde es in den letzten zwei Jahrzehnten als Folge menschenrechtsverletzender Abschottung apostrophiert, so führen internationalen Organisationen nun den Begriff des Massenmords ein. Im Konkreten geht es bei einer der letzten Schiffskatastrophen um strafrechtliche Ermittlungen gegen kommerzielle Fluchthelfer, aber es ist abzusehen, dass sich dieser Begriff später auch gegen die Festung Europa und gegen die Kriegsstrategien im Außenring der EU (Syrien, Gaza) richten wird. Es überrascht nicht, dass die EU-Staaten diesen neuen politisch-juristischen Diskurs noch nicht übernehmen möchten.
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10. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Israel: „Make Their Lives Miserable“ – hrw · Kategorien: Israel · Tags: ,

„Make Their Lives Miserable“

Israel’s Coercion of Eritrean and Sudanese Asylum Seekers to Leave Israel

This 83-page report documents how Israel’s convoluted legal rules thwart Eritrean and Sudanese asylum seekers’ attempts to secure protection under Israeli and international law. Israeli authorities have labelled Eritreans and Sudanese a “threat”, branded them “infiltrators,” denied them access to fair and efficient asylum procedures, and used the resulting insecure legal status as a pretext to unlawfully detain or threaten to detain them indefinitely, coercing thousands into leaving.

via „Make Their Lives Miserable“ | Human Rights Watch

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