31. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingscamp in Piräus soll geräumt werden“ · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei

Quelle: DW

Nach Krawallen soll das provisorische Lager im Hafen von Athen aufgelöst werden. Dort harren knapp 6000 Menschen aus. Das griechische Parlament berät derweil über die Umsetzung des Flüchtlingsdeals der EU mit der Türkei.

Mit Steinen bewaffnet seien afghanische und syrische Flüchtlinge in der Nacht zu Donnerstag aufeinander losgegangen, berichtet die griechische Nachrichtenagentur Ana unter Berufung auf die Hafenpolizei. Dabei wurden auch Scheiben der Wartehallen eingeworfen, in denen die Menschen schlafen. Acht Menschen wurden laut dem Fernsehsender Skai verletzt zwei davon schwer. Eine Frau sei mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht worden. Die Auseinandersetzung sei ausgebrochen, nachdem ein afghanischer Flüchtling die Frau eines Syrers belästigt habe. Offiziell bestätigt wurde dies aber bisher nicht. Die Polizei beendete die Krawalle.

Piräus

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31. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge in Istanbul: „Wie kann Angela Merkel uns das antun?“ · Kategorien: EU, Türkei · Tags:

Quelle: Zeit Online

Geschätzte 400.000 geflüchtete Syrer leben in Istanbul. Ohne Perspektive sind sie weitgehend sich selbst überlassen. Und fürchten den Deal zwischen der EU und der Türkei.

Von Çiğdem Akyol, Istanbul

Auf seinem Handy hat Kalil ein Foto von seinem besten Freund Rafaat. Es zeigt den 16-jährige Syrer, wie er in der Münchner Allianz Arena den FC Bayern anfeuert. Rafaat hat die Vereinsfarben auf seine Wange gemalt und lacht. Kalil schaut traurig auf das Bild, und sagt mit leiser Stimme: „Die Europäer können sich abschotten, so sehr sie wollen, ich werde es trotzdem irgendwie zu meinem Freund nach Deutschland schaffen.“

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30. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Kontroverse um Türkei als sicherer Drittstaat“ · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei

Quelle: Frankfurter Rundschau

Vom 4. April an soll die Türkei alle Flüchtlinge aus Griechenland zurücknehmen. Die Menschen würden auf 26 bestehende Lager in der Nähe der syrischen Grenze verteilt.

Die Türkei bereitet sich auf die Rückkehr von tausenden Flüchtlingen aus Griechenland ab kommender Woche vor. Wie die Zeitung „Habertürk“ am Mittwoch meldete, will das türkische Ausländeramt in der Nähe des Küstenortes Dikili an der Ägäis ein Registrierungszentrum für die Rückkehrer einrichten. Dikili liegt gegenüber der griechischen Ägäis-Insel Lesbos, dem Hauptziel vieler Flüchtlinge, die über die Türkei in die EU wollen.

Nach der Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei von Mitte März soll die Türkei vom 4. April an alle Flüchtlinge zurücknehmen, die seit dem 20. März über ihr Territorium irregulär nach Griechenland gelangt sind. Im Gegenzug will die EU bis zu 72.000 syrische Flüchtlinge aus türkischen Auffanglagern aufnehmen.

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30. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Griechenland und der EU-Türkei-Deal · Kategorien: EU, Griechenland, Medien, Türkei

Quelle: FRN

Asyl, inhaftierte Flüchtlinge und die Frage nach Demokratie und Solidarität. Ein Feature aus Athen

Seit mehr als einer Woche werden in Griechenland alle Geflüchteten, die auf den Inseln ankommen, in Gefangenschaft genommen. Dies ist im Rahmen eines Abkommens zwischen der EU und der Türkei so vorgesehen. Am Mittwoch wird im griechischen Parlament über die Verabschiedung dieses Abkommens in Griechenland abgestimmt. Dafür muss die Türkei zum sicheren Drittstaat erklärt werden.

Im Folgenden schauen wir aus diesem Anlass nach Griechenland. Schon seit Wochen stecken tausende Geflüchtete hier fest. Wie sehen sie die Situation? Und wie ist die Stimmung in Griechenland, nachdem erneut eine EU-Direktive durchgedrückt wird? Was passiert mit der großen Solidaritätsbewegung mit den Flüchtenden? Und was ist eigentlich ein sicherer Drittstaat?

29. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die ‚Schande von Evian‘ 1938 und die Schande von Brüssel 2016“ · Kategorien: EU, Lesehinweise, Türkei

Quelle: migazin

Auf der Konferenz von Evian konnten sich 1938 die versammelten Nationen nicht auf eine erleichterte Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen aus NS-Deutschland einigen. In der ‚Flüchtlingskrise‘ heute können sich die Europäer nicht auf eine Flüchtlingsaufnahme einigen. Sie engagieren sich sogar für die Abwehr von Flüchtlingen statt für die Bekämpfung der Ursachen ihrer Flucht. Das macht, trotz aller Unterschiede, die ‚Schande von Evian‘ 1938 vergleichbar mit der Schande von Brüssel 2016.

Die Europäische Union hat sich in Brüssel am 17. März 2016 auf ein Angebot zu einem Flüchtlingsdeal mit der Türkei geeinigt, in das die Türkei am 18. März eingeschlagen hat: Ohne gültige Zugangspapiere und Aufenthaltstitel von der Türkei aus über die Ägäis nach Griechenland Geflüchtete aus aller Welt sollen, zu ‚illegalen Migranten‘ umdefiniert, in die Türkei zurückdeportiert (‚rückgeführt‘) werden können. Für jeden ausgewiesenen ‚illegalen‘ Syrer soll ein wegen ordnungsgemäßer Registrierung ‚legaler‘ Syrer nach Europa gebracht werden, ohne Schlepperhilfe und zunächst bis zu einer Größenordnung von 72.000 Menschen. Die Aufnahme in Europa ist freiwillig, sonst hätten die Flüchtlingsverweigerer unter den EU-Staaten das Abkommen nicht akzeptiert. Nach der Schließung der Balkanroute soll damit im Vorfeld der Balkanroute auch die Fluchtroute über die Ägäis blockiert werden, was in den Kontext der ‚Externalisierung‘ genannten Vorfeldverteidigung der Schengengrenzen gehört.

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29. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Schlepper offerieren „Reisepakete“ nach Italien · Kategorien: Italien, Mittelmeer, Türkei · Tags:

Quelle: Frankfurter Rundschau

Zehntausende Syrer, Iraker und Afghanen sitzen in Griechenland fest, seit die Balkanroute Richtung Norden nach Grenzschließungen gesperrt ist. Nun könnten die Flüchtlinge über die Adria kommen.

Von Regina Kerner

Zwanzigtausend Albaner stürmten im August 1991 den verrosteten Frachter „Vlora“ und zwangen den Kapitän, Kurs auf Italiens Adriaküste zu nehmen. Die Bilder gingen damals um die Welt. Kurz zuvor hatte ein Massenexodus aus der zerfallenden kommunistischen Diktatur eingesetzt, Zehntausende Albaner versuchten über das Meer nach Italien zu gelangen. Nun gibt es in Italien Befürchtungen, dass erneut viele Menschen über die Adria kommen.

Zehntausende Syrer, Iraker und Afghanen sitzen in Griechenland fest, seit die Balkanroute Richtung Norden nach Grenzschließungen gesperrt ist. Und wie der italienische Kriminologe Andrea Di Nicola sagt, der sich mit Schleusern und Migrationsrouten befasst: „Wenn ein Flusslauf gestaut wird, sucht sich das Wasser einen anderen Weg.“

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27. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Schlepper bereiten Flüchtlingsroute nach Italien vor“ · Kategorien: Griechenland, Italien, Mittelmeer, Türkei · Tags: ,

Quelle: FAS

Nachdem die Balkanroute geschlossen ist, wollen die Schlepper Flüchtlinge auf einem anderen Weg nach Europa bringen. Wie Recherchen der F.A.S. ergaben, soll es auf dem Seeweg nach Italien gehen.

Nachdem die Grenzen auf dem Balkan geschlossen sind, bereiten Schlepper eine neue Flüchtlingsroute von der Türkei und von Griechenland über das Mittelmeer nach Italien vor. Das haben Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) ergeben.

Nach den Angaben von Schleusern, deren Handynummern bei Facebook stehen, soll das Geschäft in der ersten Aprilwoche in großem Stil beginnen. Die Überfahrten mit Fischkuttern und kleinen Handelsschiffen beginnen im türkischen Badeort Antalya, in der türkischen Stadt Mersin nahe der syrischen Grenze und in Athen. Die Flüchtlinge werden angewiesen, unter Deck zu bleiben, bis die Schiffe internationale Gewässer erreichen. Eine Fahrt kostet zwischen 3000 und 5000 Euro. Manche Schlepper wollen zwei Fahrten wöchentlich anbieten, einer hat vor, bis zu 200 Personen in ein Schiff zu zwängen.

Die Fahrt ist deutlich teurer, als von der Türkei aus auf die griechischen Inseln in der Ägäis überzusetzen. Aber wer jetzt noch auf den griechischen Inseln ankommt, wird sofort wieder in die Türkei zurückgeschickt. Die Nachfrage nach illegalen Routen steigt seit Wochen, nun haben die Schlepper reagiert.

26. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in der Türkei: Unversichert und gestrandet“ · Kategorien: Türkei

Quelle: DW

Die Integration von Flüchtlingen im „sicheren“ Herkunftsland Türkei verläuft katastrophal. Die dortigen Behörden haben zu lange weggeschaut. Die Geduld der Einheimischen geht zu Ende. Daniel Heinrich berichtet aus Cesme.

Andrea Schwaiger ist es gewohnt anzupacken. Das merkt man spätestens beim ersten Händedruck mit der Krankenschwester. Die Innsbruckerin arbeitet in der Region Izmir, hilft bei der Versorgung von Flüchtlingen. Meistens sei es einfach wichtig da zu sein, sagt sie. Von den Umständen vor Ort ist die Mutter von zwei Kindern schockiert: „Ich würde meine Kinder packen und sie ans Ende der Welt bringen, wo sie sicher sind und nicht in einem Land bleiben, wo ständig Selbstmordattentate passieren, oder sie so einer unsicheren Zukunft entgegenblicken wie hier.“

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26. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Welche Probleme der Flüchtlings-Deal bringt“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: Handelsblatt

Der EU-Türkei-Deal soll das Flüchtlingsaufkommen in Europa reduzieren und den Schleusern ihr Geschäft zerstören. Doch es gibt bereits massive Probleme. Das Flüchtlingsabkommen wird für die EU-Staaten Konsequenzen haben.

von Eva Fischer

Sie hoffen auf ein sicheres Leben in Europa. Doch weiter als Griechenland kommen sie nicht mehr. Und selbst dort sollen sie nicht sein. Seit Sonntag soll die Türkei Flüchtlinge zurücknehmen, die aus dem Land illegal nach Griechenland gelangt sind. Diesen Deal hat die EU mit der Türkei ausgehandelt: die Türkei und die griechischen Inseln als Bollwerk gegen den Flüchtlingszustrom nach Europa.

Doch trotz des Abkommens kommen weiterhin Zehntausende Flüchtlinge in das türkische Nachbarland, wo seit der Schließung der Balkanroute bereits 50.000 festsitzen. Besonders im Grenzlager Idomeni herrschen katastrophale Zustände. Am Mittwoch demonstrierten Hunderte Flüchtlinge von der mazedonischen Grenze bis zu den Ägäis-Inseln nahe der Türkei für die Öffnung der Grenzen.

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26. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Abschiebungen: Türkei doch nicht „sicherer Drittstaat“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: derStandard

Griechenland rückt von seinem Plan ab. Damit fällt ein Schlüsselstück des EU-Türkei-Abkommens weg

Markus Bernath aus Athen

Noch kurz nach dem EU-Türkei-Gipfel in Brüssel vor einer Woche war der Weg für die griechische Regierung klar: Per Gesetz würde Athen das Nachbarland Türkei zum sicheren Drittstaat erklären. Asylwerber könnten somit wieder zurückgeschickt werden, der Flüchtlingsstrom von der türkischen Küste wäre gestoppt.

Das war auch die Position der EU-Kommission, die von den Staats- und Regierungschefs in Brüssel gutgeheißen wurde. Nun rückt Athen von der Idee wieder ab. Die internationale Kritik an der geplanten Massenabschiebung von Flüchtlingen ist zu laut geworden.

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