12. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Zur Geschichte des algerisch-französischen Einflusses auf die Warlords in Mali · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali · Tags: ,

Seit einem Jahr, d.h. seit den Aufrufen zu einer internationalen Militärintervention in Mali, finden sich in den Medien keine Hinweise mehr auf die doppeldeutige Geschichte islamistischer Warlords in Nordmali. Zuvor berichteten nicht nur engagierte Kenner der Region, sondern auch die grossen Medien ab und zu über die Verbindungen der dortigen Islamisten mit dem algerischen Militär und mit algerischen wie französischen Geheimdiensten.

Die Vorgeschichte verlief im algerischen Bürgerkrieg der 1990er Jahre. Bei Untersuchung der Massaker kamen ungewöhnliche Umstände heraus. Oftmals fanden Massaker auf dem Land in unmittelbarer Nähe von Militärkasernen statt, ohne dass die dortigen Militärs eingriffen. Erkannte Anführer der Islamisten wurden freigelassen; Gerichte konnten sie nicht belangen, auch wenn sie sich zeitweilig in Haft befunden haben sollen. Geflohene Militärangehörige berichteten über die Beteiligung der Armee an Massakern. Umgekehrt verkleideten sich mordende Warlords als Militärs. Weitere Recherchen nährten die Vermutung, dass auch französische Geheimdienste auf beiden Seiten der Kriegsparteien operierten.

Als der Bürgerkrieg im letzten Jahrzehnt abebbte, setzten sich algerische Warlords nach Nordmali ab. Immer wieder wurde in den Massenmedien weltweit über die Doppelgeschichte dieser Warlords unter dem Stichwort „Wer tötet wen?“ berichtet.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung findet sich am 13.01.2013 unter der Überschrift „Unheilige Allianz“ folgender Artikel-Passus:

Welche Verbindungen pflegt Algeriens Armee zu Aqim?

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05. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerische Migration nach Frankreich, Lesetipp · Kategorien: Algerien, Frankreich, Lesehinweise · Tags:


http://www.elwatan.com/hebdo/histoire/histoire-de-l-immigration-algerienne-05-01-2013-198299_161.php

El Watan, 05.01.2013
Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie
Histoire de l’immigration algérienne
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Un volumineux livre couronnant l’exposition sur les Algériens de France et intitulé Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie vient de paraître aux éditions Autrement, avec la collaboration de la Cité nationale de l’histoire et de l’immigration.
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04. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali: 400 französische Militärs nach Mopti und Ségou · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara

„Meanwhile, French defence minister Jean-Yves Le Drian said European training of 3,000 Malian troops would begin next month [i.e. Januar 2013] in Mopti and Ségou, Mali. Four hundred mainly French troops were due to run „two or three“ six-week training courses, he said.

The European Training Mission will be headed by General François Lecointre, 50, a marine infantryman who has served in Djibouti, the Central African Republic, Rwanda, Gabon and Bosnia.“

The Guardian, 26.12.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/dec/26/mali-military-mission-against-al-qaida

03. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille · Kategorien: Frankreich · Tags:

http://www.taz.de/!108252/

„Jesus setzte sich für Fremde ein“

Mit einer spektakulären Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille unterstützen Aktivisten Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

von Rudolf Balmer

Mehrere Dutzend Personen eines Kollektivs zur Verteidigung illegaler Immigranten haben am Montag in Paris die Botschaft des Vatikans, die Nuntiatur, vorübergehend besetzt.

An der Fassade des Gebäudes im Stadtzentrum an der sehr vornehmen Rue du Président Wilson im achten Stadtbezirk unweit der Champs-Élysées befestigten die Besetzer ein Spruchband, das den Sinn ihrer Aktion zugunsten der Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen, der „Sans-Papiers“, erklärt und die Christen eindringlich an ihre Pflicht zu Solidarität mit den Vergessenen und Verfolgten erinnern soll: „Jesus setzte sich für Fremde ein. Was hast du für deine christlichen Mitbrüder ohne Papiere getan?“

Im Besonderen unterstützen die Aktivisten mit ihrem spektakulären Vorgehen eine Gruppe von „Sans-Papiers“, die in Lille in Nordfrankreich eine Kirche besetzt und dort vergeblich einen Hungerstreik begonnen hatten, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu fordern.

Gegen ihre polizeiliche Vertreibung aus dem Gotteshaus vor zehn Tagen demonstrierten in Lille und Paris bereits mehrere hundert Personen. Wegen der drohenden Repression riefen in Paris die Besetzer der Botschaft des Heiligen Stuhls den Passanten aus den Fenstern zu: „Papiere statt Polizisten!“ Ihre frommen Wünsche wurden nicht erhört. Ohne Zwischenfälle wurde die Nuntiatur im Verlauf des Nachmittags von einem großen Polizeiaufgebot geräumt.

Weniger strikte Bedingungen

Unter Präsident Nicolas Sarkozy sind die Einreisebestimmungen verschärft und damit die Schwierigkeiten der klandestinen Mitbewohner in Frankreich verschlimmert worden.

Der Innenminister der neuen Regierung, Manuel Valls, hat neue und weniger strikte Bedingungen für die reguläre Aufnahme von bisher illegalen Einwanderern angekündigt, er schließt eine massive kollektive Legalisierung aber aus.

Bereits im August 1998 hatte eine Gruppe von „Sans-Papiers“ gewaltlos die Nuntiatur in der französischen Hauptstadt während zwei Tagen und Nächten besetzt und so schließlich erreicht, dass sich der Vatikan bei den Pariser Behörden für sie einsetzte. Die Besetzung von Kirchen durch illegale Einwanderer und Flüchtlinge hat eine lange Tradition.

Im August 1996 machten rund 300 Malier in Paris aus der Kirche Saint-Bernard das Hauptquartier einer Bewegung zugunsten der Immigranten.

Seither beanspruchten immer wieder Eingewanderte, die in Frankreich leben und arbeiten, aber aufgrund irgendwelcher Bestimmungen oder Hindernisse keine gültigen Papiere (mehr) haben, auf diese Weise das Kirchenasyl. Moralischen und politischen Druck auf die Kirche machte kürzlich auch die grüne Wohnungsministerin Cécile Duflot.

Sie mahnte die Bischöfe zu mehr Solidarität mit den Obdachlosen und drohte mit dem Requirieren leerstehender Klöster und Immobilien der Kirche. Der Erzbischof von Paris hat sich aber solche Belehrungen in Sachen Brüderlichkeit verbeten. Aufgabe des päpstlichen Nuntius ist es jetzt, die Botschaft der Besetzer nach Rom weiterzuleiten.

31. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Mali militärische Intervention: Frankreichs Uran-Interessen bringen Mali auf Kriegskurs · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara · Tags:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38266/1.html
Ralf Streck 25.12.2012
Die Vereinten Nationen haben den Weg für einen Kriegseinsatz im Norden des Landes und das Chaos im ganzen Land freigemacht
Die Lage in Mali ist verworren, doch nun haben sich die Vereinten Nationen (UN) dazu entschlossen, eine sogenannte „Friedenstruppe“ in die afrikanische Republik zu entsenden. Der Norden des Landes, der Azawad genannt wird, soll damit angeblich von Islamisten befreit werden. Im April hatten – nach einem Militärputsch in Bamako und dem dadurch entstandenen Machtvakuum – Tuareg-Rebellen den Azawad für unabhängig erklärt.

Frankreich macht sich besonders für einen Krieg gegen die Rebellen und ihre ehemaligen Verbündeten der islamistischen „Ansar Dine“ (Verteidiger des Glaubens) stark (Neoprimitive zerstören Timbuktu). Dabei geht es Paris aber nicht um Menschenrechte und nur am Rand um die Bekämpfung der Islamisten. Wie bei Nachbar Niger mischt sich Paris vor allem ein, um dem Atom-Land den Uran-Nachschub zu sichern und Ansprüche auf Öl, Gold, Gas und Phosphat anzumelden.
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16. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für LOUJNA-TOUNKARANKÉ Newsletter Nr. 2 · Kategorien: Algerien, Frankreich, Marokko, Tunesien

Der (französischsprachige) Newsletter Nr. 2 des neuen Netzwerks LOUJNA-TOUNKARANKÉ ist erschienen.
LE FIL D’ACTU-LOUJNATOUNKARANKE_2012_12-n°2

Die Mitglieder von LOUJNA-TOUNKARANKÉ:

  • AEC (Alternatives espaces citoyens), Niger, www.alternativeniger.org
  • AME (Association malienne des expulsés), www.expulsesmaliens.info
  • AMDH,  Association  mauritanienne  des  droits  de  l’homme,  www.amdhrim.org
  • ANDDH  (Association  nigérienne  des  droits  de  l’homme), www.anddh-niger.org
  • ARACEM (Association des rapatriés d’Afrique centrale au Mali), aracem.canalblog.com
  • Caritas Gao (Mali)
  • Caritas Maroc
  • Caritas Nouadhibou, Mauritanie, www.misndb.net
  • La Cimade (France), www.lacimade.org
  • FTDES (Forum tunisien pour les droits économiques et sociaux), www.ftdes.com
  • GADEM (Groupe antiraciste d’accompagnement et de défense des étrangers et migrants), Maroc, www.gadem-asso.org
  • GTMD (Groupe migration et développement du Congad), Sénégal, www.congad.sn
  • PARI (Point d’accueil pour les réfugiés et immigrés), Sénégal
  • Rencontre et développement, Algérie

Loujna-Tounkaranké wird organisatorisch und finanziell unterstützt von:

03. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Vautier Tunesien – „Die Verrückte von Toujane oder wie man zum Feind im Inneren wird“ · Kategorien: Algerien, Frankreich, Tunesien · Tags:

Samstag, 08.12.2012

La Folle de Toujane
18.00 Uhr

La Folle de Toujane ou comment on devient un ennemi de l’interieur
Die Irre von Toujane oder wie man ein Feind im Innern wird
TUN/F 1974, P: Unité de Production Cinématographique de Bretagne, R: René Vautier, Nicole Le Garrec, K: Pierre Clément, Yann Le Masson, René Vautier, Mitwirkende: Gilles Servat, Micheline Welter, 142’    OmU

La Folle de Toujane ist Vautiers zweiter und letzter langer Spielfilm. Er erzählt die Geschichte von Roger (gespielt von dem bretonischen Sänger Gilles Servat), der die Bretagne verlässt, um als Lehrer nach Tunesien zu gehen. So trennt sich sein Weg von dem seiner Jugendfreundin Gwen, die in Paris eine Karriere beim Radio verfolgt. Gwen bleibt als gelangweilte Stimme aus der Metropole weiter präsent, doch Rogers Erfahrungen mit den (post)kolonialen Strukturen schieben sich zwischen die beiden. Der Krieg in Algerien wird auch in Tunesien spürbar. Roger versucht, einer traumatisierten, irre gewordenen Frau zu helfen und scheitert furchtbar. Er gesteht sich ein, dass er nur leben, kämpfen, etwas verändern kann – chez soi, das heißt dort, wo er sich zuhause fühlt. In der Bretagne soll ein Truppenübungsplatz eingerichtet werden. Der Rückkehrer Roger findet sich in einem Kampf gegen die Resignation der Dorfgemeinschaft wieder.
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03. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Grenzen im Maghreb – Tunesien/Algerien 1957 · Kategorien: Algerien, Frankreich, Tunesien · Tags: , , ,

Ohne Genehmigung
Die Filme von René Vautier. Cinéma militant, Internationalismus, anti-koloniale Kämpfe.
Berlin, Zeughaus Kino, Unter den Linden 2 (Eingang Spreeseite) 06.12.2012

La distribution de pain (ex: Réfugiés algériens en Tunisie)
Brotverteilung (ex: Algerische Flüchtlinge in Tunesien)
ALG/F 1957/2011, P: Hedy Ben Khalifat, R: Cécile Decugis, Schnitt und Text (2011): Cécile Decugis, 14‘    OmU

Anfang 1957 wurde auf Weisung des französischen Armeeministers entlang der algerisch-tunesischen Grenze ein elektrifizierter Grenzzaun mit Verminung errichtet, die sogenannte „Ligne Morice“ – eine verbotene Zone. Im Juni 1957 drehte die spätere Nouvelle-Vague-Cutterin Cécile Decugis mit Unterstützung des tunesischen Roten Halbmonds eine genaue Reportage über die Lage der Flüchtlinge. Der Ton ging verloren, Decugis hat 2011 eine neue Textfassung erstellt.

30. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Arabischer Frühling, europäischer Winter – Karikatur · Kategorien: Ägypten, Deutschland, Frankreich, Italien, Libyen, Mittelmeerroute, Tunesien · Tags: ,

 

aus:

http://www.maghreb-observateur.qc.ca/news/148/ARTICLE/1807/2012-01-01.html

21. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Frankreichs Abschiebeknast-Statistik: Tunesier an 1. Stelle · Kategorien: Algerien, Frankreich, Marokko, Tunesien · Tags:

Wie Mediapart aufgrund eines Reports von Menschenrechtsorganisationen am 20.11.2012 berichtet, befinden sich die tunesischen Staatsangehörigen im Jahr 2011 an 1. Stelle in den Abschiebegefängnissen Frankreichs.

5.474 TunesierInnen wurden in französischen Abschiebegefängnissen festgehalten, damit wuchs ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr von 9,5 auf 22,6 Prozent. An 2. und 3. Stelle befinden sich Staatsangehörige aus Marokko und Algerien.

In dem Report sieht man in diesen Fakten die Antwort Frankreichs auf die Revolution in Tunesien.

http://www.mediapart.fr/journal/france/201112/les-tunisiens-premiere-nationalite-expulsee-de-france-en-2011

http://www.cimade.org/nouvelles/4159-Rapport-r-tention-2011—Un-bilan-critique-qui-appelle-une-r-forme-urgente

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