14. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien schließt Grenze zu Mali, 14.01.2013 · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali, Mauretanien, Sahara · Tags: ,

Am 14.01.2013 geben ein Sprecher des algerischen Außenministeriums und ein Abgeordneter aus Südalgerien bekannt, dass Algerien seine Landgrenze zu Mali geschlossen hat.

Zuvor hatte bereits Libyen seine Südgrenze geschlossen und das Grenzgebiet zur militärischen Sperrzone erklärt, ffm-online berichtete.

Die Grenzaufrüstungen mit Elektronik und Kriegstechnik sind im vollen Gange. Im Laufe des Tages wurde berichtet, dass die viele Menschen vor den Bombardierungen durch die französischen Kampfflugzeuge  Richtung Mauretanien und Algerien fliehen.

http://www.algeriedz.info/2013/01/14/mali-lalgerie-a-ferme-ses-frontieres/

14. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für 35.000 algerische Soldaten seit Okt. 2012 an der Südgrenze aufgezogen · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali

Während sich die algerische Regierung nach wie vor lieber in Schweigen hüllt, gibt der französische Außenminister Einzelheiten zu den französisch-algerischen Absprachen bekannt. Dazu gehört die Öffnung des algerischen Luftraums für französische Kampfflieger wie auch die Militarisierung und mögliche Schließung der algerischen Südgrenze. 35.000 algerische Militärs sind an der algerischen Südgrenze seit Oktober 2012 stationiert.

http://www.elwatan.com/international/l-algerie-autorise-le-survol-des-avions-francais-14-01-2013-199416_112.php

14. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien, die Touareg und die drohende „Besetzung Nord-Malis“ · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali, Sahara · Tags:

Nach tagelangem Schweigen und der Öffnung des algerischen Luftraums für die französische Luftwaffe äußern algerische Medien vorsichtige offiziöse Überlegungen zum französischen Kriegsbeginn in Mali. In der Zeitung „Le Quotiidien d’Oran“ wird hervorgehoben, dass die französischen Kriegsziele unklar sind. Geht es um einen Angriff auf die Dschihadisten? Oder ist die Eroberung Nord-Malis das eigentliche Kriegsziel?

Im ersten Fall müssten die algerisch-malischen Grenzen vollständig geschlossen werden. Im zweiten Fall wird andiskutiert, ob Algerien dann ebenfalls in den Krieg nach Nordmali ziehen müsste. Da bei der französisch-malischen Kriegsführung die „Touareg-Frage“ missachtet werde, würde sich eine französisch-malische Eroberung Nord-Malis in eine „Besatzung“ verwandeln. Algerien würde in dieser Perspektive dann die Rolle des (militärischen?) Anwalts der Touaregs einnehmen.

http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5177943
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12. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Aufrüstung und Bombardierung an den Grenzen Malis · Kategorien: Algerien, Frankreich, Libyen, Tunesien · Tags: ,

Am Rande der algerischen Grenzstadt Bordj Badji Mokhtar haben „drakonische Kontrollmaßnahmen“ begonnen. Die algerische Armee setzt zur Grenzüberwachung Kampfhubschrauber ein. Die Grenzregion untersteht militärischem Kommando. – Französische Kampfhubschrauber haben Léré, eine malische Grenzstadt zu Mauretanien, am 11.01.2013 unter „Trommelfeuer“ genommen. Die Bevölkerung war vor einer Woche gewarnt worden und scheint – ebenso wie Kämpfer der Bewegung Ançar Eddine – die Stadt vorher verlassen zu haben. Nach offiziellen Angaben wurden nur die Munitionsdepots der Aufständischen bombardiert. – Auch die mauretanische Armee verstärkt ihre Präsenz an der Grenze zu Mali.

http://www.letempsdz.com/content/view/83230/1/

http://www.cumhuriyet.com/?hn=392176

http://fr.alakhbar.info/5760-0-Mauritanie-Larmee-renfonce-sa-presence-sur-la-frontiere-avec-la-Mali.html

12. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Transall-Transporter der deutschen Luftwaffe nach Mali? · Kategorien: Deutschland, Frankreich, Mali, Sahara · Tags:

FAZ 12.01.2013:

„Angesichts der sich dramatisch zuspitzenden Situation soll die afrikanische Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) nun doch schnell in Mali stationiert werden. Der turnusmäßige Vorsitzende der Ecowas, der ivorische Präsident Alassane Ouattara, ordnete am Freitagabend die sofortige Entsendung der Truppe an, doch dafür fehlen ihm Transportflugzeuge, Treibstoff, Fahrzeuge und Munition. In der kommenden Woche wird Ouattara zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin erwartet. Was er von ihr will, ist unter afrikanischen Diplomaten kein Geheimnis: die Transall-Transporter der Luftwaffe. Ob er sie bekommt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Amerika und Großbritannien haben logistische Hilfe zugesagt, doch bis sie anläuft, vergehen vermutlich noch Wochen.“

http://m.faz.net/;s=rXNO4NNAZ0eAcZYS0nban36/aktuell/politik/ausland/militaereinsatz-in-mali-hollandes-alleingang-12023022.html

12. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Zur Geschichte des algerisch-französischen Einflusses auf die Warlords in Mali · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali · Tags: ,

Seit einem Jahr, d.h. seit den Aufrufen zu einer internationalen Militärintervention in Mali, finden sich in den Medien keine Hinweise mehr auf die doppeldeutige Geschichte islamistischer Warlords in Nordmali. Zuvor berichteten nicht nur engagierte Kenner der Region, sondern auch die grossen Medien ab und zu über die Verbindungen der dortigen Islamisten mit dem algerischen Militär und mit algerischen wie französischen Geheimdiensten.

Die Vorgeschichte verlief im algerischen Bürgerkrieg der 1990er Jahre. Bei Untersuchung der Massaker kamen ungewöhnliche Umstände heraus. Oftmals fanden Massaker auf dem Land in unmittelbarer Nähe von Militärkasernen statt, ohne dass die dortigen Militärs eingriffen. Erkannte Anführer der Islamisten wurden freigelassen; Gerichte konnten sie nicht belangen, auch wenn sie sich zeitweilig in Haft befunden haben sollen. Geflohene Militärangehörige berichteten über die Beteiligung der Armee an Massakern. Umgekehrt verkleideten sich mordende Warlords als Militärs. Weitere Recherchen nährten die Vermutung, dass auch französische Geheimdienste auf beiden Seiten der Kriegsparteien operierten.

Als der Bürgerkrieg im letzten Jahrzehnt abebbte, setzten sich algerische Warlords nach Nordmali ab. Immer wieder wurde in den Massenmedien weltweit über die Doppelgeschichte dieser Warlords unter dem Stichwort „Wer tötet wen?“ berichtet.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung findet sich am 13.01.2013 unter der Überschrift „Unheilige Allianz“ folgender Artikel-Passus:

Welche Verbindungen pflegt Algeriens Armee zu Aqim?

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05. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerische Migration nach Frankreich, Lesetipp · Kategorien: Algerien, Frankreich, Lesehinweise · Tags:


http://www.elwatan.com/hebdo/histoire/histoire-de-l-immigration-algerienne-05-01-2013-198299_161.php

El Watan, 05.01.2013
Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie
Histoire de l’immigration algérienne
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Un volumineux livre couronnant l’exposition sur les Algériens de France et intitulé Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie vient de paraître aux éditions Autrement, avec la collaboration de la Cité nationale de l’histoire et de l’immigration.
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04. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali: 400 französische Militärs nach Mopti und Ségou · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara

„Meanwhile, French defence minister Jean-Yves Le Drian said European training of 3,000 Malian troops would begin next month [i.e. Januar 2013] in Mopti and Ségou, Mali. Four hundred mainly French troops were due to run „two or three“ six-week training courses, he said.

The European Training Mission will be headed by General François Lecointre, 50, a marine infantryman who has served in Djibouti, the Central African Republic, Rwanda, Gabon and Bosnia.“

The Guardian, 26.12.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/dec/26/mali-military-mission-against-al-qaida

03. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille · Kategorien: Frankreich · Tags:

http://www.taz.de/!108252/

„Jesus setzte sich für Fremde ein“

Mit einer spektakulären Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille unterstützen Aktivisten Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

von Rudolf Balmer

Mehrere Dutzend Personen eines Kollektivs zur Verteidigung illegaler Immigranten haben am Montag in Paris die Botschaft des Vatikans, die Nuntiatur, vorübergehend besetzt.

An der Fassade des Gebäudes im Stadtzentrum an der sehr vornehmen Rue du Président Wilson im achten Stadtbezirk unweit der Champs-Élysées befestigten die Besetzer ein Spruchband, das den Sinn ihrer Aktion zugunsten der Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen, der „Sans-Papiers“, erklärt und die Christen eindringlich an ihre Pflicht zu Solidarität mit den Vergessenen und Verfolgten erinnern soll: „Jesus setzte sich für Fremde ein. Was hast du für deine christlichen Mitbrüder ohne Papiere getan?“

Im Besonderen unterstützen die Aktivisten mit ihrem spektakulären Vorgehen eine Gruppe von „Sans-Papiers“, die in Lille in Nordfrankreich eine Kirche besetzt und dort vergeblich einen Hungerstreik begonnen hatten, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu fordern.

Gegen ihre polizeiliche Vertreibung aus dem Gotteshaus vor zehn Tagen demonstrierten in Lille und Paris bereits mehrere hundert Personen. Wegen der drohenden Repression riefen in Paris die Besetzer der Botschaft des Heiligen Stuhls den Passanten aus den Fenstern zu: „Papiere statt Polizisten!“ Ihre frommen Wünsche wurden nicht erhört. Ohne Zwischenfälle wurde die Nuntiatur im Verlauf des Nachmittags von einem großen Polizeiaufgebot geräumt.

Weniger strikte Bedingungen

Unter Präsident Nicolas Sarkozy sind die Einreisebestimmungen verschärft und damit die Schwierigkeiten der klandestinen Mitbewohner in Frankreich verschlimmert worden.

Der Innenminister der neuen Regierung, Manuel Valls, hat neue und weniger strikte Bedingungen für die reguläre Aufnahme von bisher illegalen Einwanderern angekündigt, er schließt eine massive kollektive Legalisierung aber aus.

Bereits im August 1998 hatte eine Gruppe von „Sans-Papiers“ gewaltlos die Nuntiatur in der französischen Hauptstadt während zwei Tagen und Nächten besetzt und so schließlich erreicht, dass sich der Vatikan bei den Pariser Behörden für sie einsetzte. Die Besetzung von Kirchen durch illegale Einwanderer und Flüchtlinge hat eine lange Tradition.

Im August 1996 machten rund 300 Malier in Paris aus der Kirche Saint-Bernard das Hauptquartier einer Bewegung zugunsten der Immigranten.

Seither beanspruchten immer wieder Eingewanderte, die in Frankreich leben und arbeiten, aber aufgrund irgendwelcher Bestimmungen oder Hindernisse keine gültigen Papiere (mehr) haben, auf diese Weise das Kirchenasyl. Moralischen und politischen Druck auf die Kirche machte kürzlich auch die grüne Wohnungsministerin Cécile Duflot.

Sie mahnte die Bischöfe zu mehr Solidarität mit den Obdachlosen und drohte mit dem Requirieren leerstehender Klöster und Immobilien der Kirche. Der Erzbischof von Paris hat sich aber solche Belehrungen in Sachen Brüderlichkeit verbeten. Aufgabe des päpstlichen Nuntius ist es jetzt, die Botschaft der Besetzer nach Rom weiterzuleiten.

31. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Mali militärische Intervention: Frankreichs Uran-Interessen bringen Mali auf Kriegskurs · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara · Tags:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38266/1.html
Ralf Streck 25.12.2012
Die Vereinten Nationen haben den Weg für einen Kriegseinsatz im Norden des Landes und das Chaos im ganzen Land freigemacht
Die Lage in Mali ist verworren, doch nun haben sich die Vereinten Nationen (UN) dazu entschlossen, eine sogenannte „Friedenstruppe“ in die afrikanische Republik zu entsenden. Der Norden des Landes, der Azawad genannt wird, soll damit angeblich von Islamisten befreit werden. Im April hatten – nach einem Militärputsch in Bamako und dem dadurch entstandenen Machtvakuum – Tuareg-Rebellen den Azawad für unabhängig erklärt.

Frankreich macht sich besonders für einen Krieg gegen die Rebellen und ihre ehemaligen Verbündeten der islamistischen „Ansar Dine“ (Verteidiger des Glaubens) stark (Neoprimitive zerstören Timbuktu). Dabei geht es Paris aber nicht um Menschenrechte und nur am Rand um die Bekämpfung der Islamisten. Wie bei Nachbar Niger mischt sich Paris vor allem ein, um dem Atom-Land den Uran-Nachschub zu sichern und Ansprüche auf Öl, Gold, Gas und Phosphat anzumelden.
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