28. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Weniger Flüchtlinge aus Libyen: Warum die ‚Brigade 48‘ Migranten stoppt“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Spiegel Online | 28.08.2017

In Italien kommen derzeit kaum noch Flüchtlinge an. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen im August um knapp 90 Prozent zurückgegangen. Für die europäischen Regierungschefs, von denen sich einige am Nachmittag zum Gipfel in Paris treffen, sind das willkommene Nachrichten. Sie wollen eine Verschärfung der Flüchtlingskrise unbedingt verhindern – aus Angst vor einem weiteren Erstarken rechtspopulistischer Parteien.

Die libysche Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex verkaufen die sinkenden Zahlen als ihren Erfolg, die Kontrollen seien effektiver geworden. Doch tatsächlich ist ein wesentlicher Grund für die Entwicklung an der libyschen Küste zu finden: Eine Miliz soll die Seiten gewechselt haben – und jetzt aktiv gegen Schleuser kämpfen.

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28. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italien: Das lange Warten auf die Zukunft“ · Kategorien: Italien · Tags: ,

DW | 28.08.17

Die Anzahl neuankommender Migranten in Italien geht seit einigen Wochen rasant zurück. Trotzdem haben kleine Gemeinden in Süditalien weiterhin alle Hände voll zu tun.

Doris Pundy berichtet aus Sizilien.

9.30 Uhr vor Europas größtem Flüchtlingslager: Etwa einhundert Männer, Frauen und Kinder warten in der prallen Sonne auf den Bus, der jeden Morgen nach Mineo fährt. Die Kleinstadt Mineo liegt etwa zehn Kilometer vom Lager entfernt, im sizilianischen Hinterland. Der Bus ist neben klapprigen Fahrrädern die einzige Verbindung zwischen dem abgelegenen, isolierten Lager und der sizilianischen Bevölkerung.

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28. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingshilfe im Mittelmeer Wer rettet die Retter?“ · Kategorien: EU, Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

taz | 24.08.2017

Die libysche Küstenwache drohte Schiffen europäischer NGOs. Einige Aktivisten warten jetzt verunsichert im Hafen von Valletta.

Christian Jakob

VALLETTA taz | Es ist 15.42 Uhr am vergangenen Sonntag, die Sonne scheint auf die sandhellen Felsen von Valletta, der Geruch von Diesel und Salz steigt aus dem flaschengrünen Wasser auf, als die „Golfo Azzurro“ in das südliche Hafenbecken einbiegt, umkreist von signalroten Beibooten, als führten diese einen Begrüßungstanz auf. Kameraleute klappen an der Kaimauer ihre Stative aus, einer lässt eine Drohne aufsteigen. Langsam dreht sich das Schiff um die eigene Achse und legt seitwärts an. Mehrere Menschen stehen vor der Gangway, und als die Crew über das scheppernde Blech steigt, umarmen sie sie, wie Verschüttete, die aus einem Bergwerk zurückkehren.

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26. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italy accused of bribing Libyan militias to stop migrants reaching Europe“ · Kategorien: Italien, Libyen

Middle East Eye| 25.08.2017

Rome refuses to comment on claims that millions of dollars have changed hands, as migrant arrivals in Italy plummet

Francesca Mannocchi

ZAWIYA, Libya – Until recently, the shores of Zawiya, west of Tripoli, were the crossroads for much of Libya’s human trafficking.

But over the last few weeks, such trade has come to a standstill.

Arrivals to Italy from North Africa have declined by more than half from last year’s figures, with Reuters reporting on Monday that an armed group was preventing migrant boats from embarking from Zawiya.

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25. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Zuwara im Fokus? · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , ,

Spezialmilizen der von der UN eingesetzten Regierung Sarraj haben einen mutmasslichen Chef der informellen Ökonomie in der westlibyschen Stadt Zuwara festgenommen. Das wirft Fragen auf, da sich die Stadt Zuwara erfolgreich gegen brutale Schlepper organisiert hat. Das berüchtigste Schleppernetzwerk wird nicht in Zuwara, sondern in den Nachbarstädten Sabratha und Zawya verwaltet. Die dafür verantwortlichen Milizen Sabrathas und Zawyias sind offensichtlich in das Lager der italienisch-libyschen Söldertruppe der EU-Abschottung gewechselt.

Libya Herald | 25.08.2017

Libyan illegal migration trafficking and fuel ‘‘king of smuggling’’ arrested

By Sami Zaptia

The Rada Special Deterrence Force reported yesterday that it has arrested one of the biggest Libyan fuel smugglers and illegal migration traffickers. The accused, Fahmi Salim Musa Bin Khalifa from Zuwara is labeled by Rada as the ‘‘king of smuggling’’ in Libya. He is reported to own a transport network, property in Europe and investment in tourism. In a statement released late last night, Rada, led by Abdelrauf Kara, said that ”In a complex operation, the Special Deterrence Force was able to arrest one of the biggest smugglers of hydrocarbons and the manipulators of Libyan assets, the famous ”smuggling king” Fahmi Salim Musa Bin Khalifa of Zuwara”.

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24. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Aktionsplan der EU Kommission · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: ,

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24 July 2017

The Central Mediterranean – Alleviating the pressure
Implementation Plan

2016 saw a record-high number of arrivals via the Central Mediterranean route to Italy, 181 000 persons. This year so far, the increase is above 10 %, bringing the number of arrivals to above
86 000.

On 6 February 2017, the members of the European Council outlined a number of measures to reduce migratory flows along the Central Mediterranean route and break the business model of smugglers. The measures aim at stepping up cooperation with Libya and its North African and sub-Saharan neighbours and the implementation has started.

At the end of June, more than 10 000 migrants arrived in a period of three days, bringing the situation in Italy to its limit of sustainability. Italy’s reception capacity of 200 000 persons is at
present exceeded. The Commission presented on 4 July 2017 its Action Plan on measures to support Italy, reduce pressure along the Central Mediterranean route and increase solidarity. At the informal meeting of Justice and Home Affairs Ministers on 6 July 2017 in Tallinn, Ministers welcomed and based their discussion on the Action Plan.

This document builds on the implementation plan of the Malta declarationand includes the new measures of the Commission’s Action Plan to alleviate the immediate pressure on Italy .

Monitoring of this Implementation Plan will be ensured via the Integrated Political Crisis Response (IPCR) Mechanism with COREPER having a steering role.

Vollständiger Text des Aktionsplans: The Central Mediterranean – Alleviating the pressure – Implementation Plan

22. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italien schottet sich ab“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Spiegel Online | 22.08.2017

Italien ist entschlossen, die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer zu schließen. Die aktuelle Vertreibung der ehrenamtlichen Seenotretter ist dabei Teil eines großen Plans.

von Hans-Jürgen Schlamp

Wenn Regierungen Prognosen abgeben, dann hat das häufig wenig mit Statistik und viel mit Stimmungsmache zu tun. Gern wird etwa das erwartete Wirtschaftswachstum hochgerechnet, die voraussichtlichen Baukosten für Prestigeprojekte dagegen werden lieber kleingehalten. In Rom betreibt die Obrigkeit Politik mit Prognosen der Flüchtlingszahlen.

Im vorigen Herbst sagte man für 2017 einen neuen Rekord an Migranten voraus. Die dramatische Botschaft half, um bei der EU einiges herauszuholen: mehr Geld aus den Brüsseler Subventionstöpfen, zum Beispiel, vor allem aber eine weitere „Notlage-Erlaubnis“ zum üppigen Schuldenmachen. Denn wieder einmal bekam Italien die vertraglich vorgeschriebene und versprochene Senkung des Haushaltsdefizits nicht hin.

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21. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italy and France are playing a dangerous game in Libya“ · Kategorien: Frankreich, Italien, Libyen

Al Jazeera | 21.08.2017

The current EU anti-migration and anti-terror policies towards Libya will only destabilise it further.

By Guma El-Gamaty

After the United Nations lifted sanctions imposed on Libya in 2003, Libyan leader Muammar Gaddafi set off to improve relations with Europe. He knew that the two most important cards he held were oil money and migration. He knew that France was looking for yet another market for its arms industry and he knew that Italy, being closest geographically to the Libyan shore, was most interested in curbing migration.

In August 2007, France announced arms deals worth $405m with Libya – the first such deal for Tripoli with a Western country since the sanctions had been lifted. The previous month, then French President Nicolas Sarkozy had enjoyed a good deal of PR, helping secure the release of five Bulgarian nurses and a Palestinian held in Libya.

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19. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Wie ist die Situation an den Außengrenzen der EU?“ · Kategorien: Bulgarien, Griechenland, Italien, Spanien, Türkei, Ungarn · Tags:

Mediendienst Integration | 18.08.2017

Mehrere Staaten an den Außengrenzen der Europäischen Union haben in den vergangenen Jahren ihre Grenzkontrollen und ihre Flüchtlingspolitik verschärft. Diese Praxis steht zunehmend in der Kritik. Asylsuchende, die es nach Europa schaffen, werden vielerorts inhaftiert oder müssen lange in maroden Flüchtlingslagern leben. Der MEDIENDIENST hat die Situation in Italien, Griechenland, Ungarn, Bulgarien und Spanien zusammengefasst.

Von Fabio Ghelli

Für Flüchtlinge ist es zuletzt deutlich schwieriger geworden, nach Europa zu gelangen. Die östliche Mittelmeer-Route wird seit dem EU-Türkei-Deal vom März 2016 streng kontrolliert sowie mehrere Grenzen entlang der sogenannte Balkan-Route. Und die libysche Küstenwache riegelt die zentrale Mittelmeer-Route stärker ab. Das italienische Militär unterstützt dabei.

Für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen haben sich die Lebensbedingungen verschlechtert, so Menschenrechtsorganisationen. In der Kritik stehen unter anderem Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Italien und Spanien kritisiert.

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19. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flow of Migrants to Italy Slows, but Nobody Knows Why“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

New York Times | 18.08.2017

By PATRICK KINGSLEY

LONDON — The main route to Europe is experiencing one of its longest lulls since the migration crisis began in 2014.

Just over 4,000 migrants have reached Italy from Libya since mid-July, about a fifth of the number during each of the equivalent periods of 2014, 2015 and 2016, according to the Italian Interior Ministry.

The lull provides rare respite for Italy, where migration — and the center-left government’s response to it — may prove to be a defining factor in a general election in the coming months.

After the European Union reached a deal with Turkey early in 2016 to try to stop migrants reaching the Greek islands in the Mediterranean, Italy once again became the main gateway to Europe — an unwanted title that it has held for most of the 21st century.

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