04. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Amnesty und Oxfam: Unfassbar grausame Zustände in Libyen“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags: ,

Migazin | 02.02.2018

In libyschen Internierungslager für Migranten herrschen laut Menschenrechtlern unfassbar grausame Zustände – auch ein Jahr nach einem EU-gestützten Pakt. Die EU sieht jedoch Fortschritte.

Migranten in Libyen werden auch ein Jahr nach einem von der EU unterstützten Migrationspakt laut Menschenrechtlern massenhaft inhaftiert und misshandelt. Die EU müsse ihre Politik gegenüber der libyschen Regierung sofort ändern, forderten Oxfam und Amnesty International am Donnerstag in Brüssel. Eine EU-Sprecherin teilte dem Evangelischen Pressedienst daraufhin mit: „Wir teilen dasselbe Ziel: Leben retten und Unterstützung und alternative Lösungen für Migranten anbieten.“ Dabei habe es in den vergangenen zwei Jahren klare Resultate gegeben.

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02. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: 90 Boat People ertrunken · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

BBC |  02.02.2018

Migrant crisis: Scores feared drowned off Libyan coast

Ninety migrants are feared drowned after a boat capsized off the Libyan coast, says the UN’s migration agency.

Three survivors said most of those who drowned were Pakistani nationals. Libyans were also aboard.

Libya has for years been a major transit route for migrants trying to reach southern Europe by sea.

EU countries have wrangled over both reducing migrant numbers and deciding which countries are responsible for processing migrants on arrival.

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01. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für Seenotrettung Mittelmeer: Konflikt Frontex – Küstenwache? · Kategorien: Italien, Libyen, Malta, Tunesien · Tags: , ,

Per Tweet verkündete Frontex gestern (31.01.2018) den heutigen Start seiner neuen Abschottungsmission im Mittelmeer unter dem Operationsnamen „Themis“. Das entsprechende Abkommen zwischen dem italienischen Innenministerium, Frontex und der EU-Kommission wurde bis zur Stunde nicht veröffentlicht. Gestern abend gaben die italienische Tageszeitung Corriere della Sera und das italienische Fernsehen Tgcom24 bekannt, dass das Abkommen den Rückzug der italienischen Küstenwache bis auf 24 Meilen vor Italien und die Regelung beinhalte, dass gerettete Bootsflüchtlinge in den „nächsten“ Hafen gebracht werden müssten. Die Eile und die Geheimhaltung des Abkommenstexts weisen auf die Mit-Handschrift des italienischen Innenministers Marco Minniti hin, der mit dem italienischen Abschottungs-Abkommen mit libyschen Milizen ähnlich vorgegangen ist.

Heutige Verlautbarungen aus Kreisen der EU lassen erahnen, dass es zu einem Konflikt zwischen Frontex und der italienischen Küstenwache kommen kann. Die Migrations-Pressesprecherin der EU-Kommission Natasha Bertaud sagte am heutigen Spätnachmittag, dass die italienische Seenotrettungsstelle IMRCC „bei der Mehrheit der Seenotrettungsfälle“ den Hafen bestimmen werde, in dem die Bootsflüchtlinge aufgenommen werden sollen. Malta und Tunesien sind allen Anzeichen nach nicht zur Aufnahme von Bootsflüchtlingen aus dem zentralen Mittelmeer bereit. Des Weiteren betont die Sprecherin, dass die Verschiebung der Rechtsbegründung von der Frontex-Operation Triton zu Themis ja nicht auf eine Veränderung der Rechtslage zurückgehe. – Für die Rettungs-NGOs und die solidarische Öffentlichkeit ergeben sich angesichts der Konfliktlage und der Unsicherheiten Handlungsperspektiven, die vor Ort ausgelotet werden sollten. Das IMRCC der italienischen Küstenwache wird in die Pflicht zu nehmen sein.

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31. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien zieht Rettungskräfte aus Zentralem Mittelmeer zurück · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: , ,

Wie der Corriere della Sera meldet, haben das italienische Innenministerium, Frontex und die EU ein Abkommen abgeschlossen, das die Seenotrettung im Zentralen Mittelmeer aufgibt und bereits am 1. Februar 2018 in Kraft treten soll. Die neue Operation unter dem Namen Themis löst die Operation Triton (seit 2014) ab und sieht vor, dass italienische Patrouillen nur noch im italienischen Küstenbereich von 24 Meilen Patrouille fahren sowie dass gerettete Boat-people nicht mehr nach Italien, sondern in den „nächsten“ Hafen gefahren werden sollen.

Bei der Eile, mit der dieses Abkommen abgeschlossen wurde, ist kaum damit zu rechnen, dass die italienische Küstenwache umfassend einbezogen wurde. Tunesische Häfen stehen nicht für die Aufnahme von Flüchtlingen bereit, die nach Europa aufgebrochen sind. So ist mit einer sprunghaften Zunahme der Unsicherheiten bei Seenotrettungen auf dem Mittelmeer und mit sehr viel mehr Ertrunkenen in den kommenden Wochen und Monaten zu rechnen – falls sich keine umfassende Gegenbewegung formiert.

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31. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Die Mittelmeerroute ist wieder aktiv“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

derStandard | 31.01.2018

Italien verzeichnet seit Anfang 2018 wieder mehr Flüchtlingsankünfte. Mehr als im Vergleichszeitraum im Rekordjahr 2016

Dominik Straub aus Rom

Allein am vergangenen Samstag wurden bei fünf verschiedenen Einsätzen in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste rund 850 Flüchtlinge gerettet. Mindestens drei Frauen aus Afrika sind laut der italienischen Küstenwache ertrunken; weitere 30 Personen wurden vermisst. Bei einem der Rettungseinsätze war auch das Schiff Aquarius der Hilfsorganisation SOS Méditerranée dabei, die mit der italienischen Küstenwache zusammenarbeitet.

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31. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für MSF operational update: Central Mediterranean & Libyan Operations · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Migrants At Sea | 30.01.2018

“It is not possible to provide meaningful medical care in a system of arbitrary detention that causes harm and suffering.”

by Niels Frenzen

Some key points:

  • The number of detainees [in Libyan detention centres] went down in December [2017] when thousands of people were mass repatriated to their countries of origin by the International Organisation for Migration (IOM).
  • The majority of physical and mental health problems requiring medical assistance still directly relate to the substandard conditions of detention.
  • It is not possible to provide meaningful medical care in a system of arbitrary detention that causes harm and suffering.
  • Italian ships have been deployed in Libyan territorial waters as part of a broader European strategy to seal off the coast of Libya and “contain” refugees, asylum-seekers and migrants in a country where they are exposed to extreme and widespread violence and exploitation.
  • The MSF team onboard Aquarius witnessed refugees and migrants aboard unseaworthy vessels being intercepted by the Libyan Coastguard in international waters as EU military assets at the scene looked on.
  • Although these interceptions are presented as “rescue operations” and are celebrated by the Libyan Coastguard and their EU partners, the reality is that migrants and refugees are not being returned to a port of safety.
  • [T]here are several entities operating along Libya’s vast coastline that claim to be the Libyan Coastguard. Contact points on land and at sea were unclear, as was the chain of command.

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30. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Libyer flüchten jetzt selbst“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Süddeutsche Zeitung | 30.01.2018

  • Helfer registrieren schnell ansteigende Flüchtlingszahlen auf der Mittelmeeroute zwischen Libyen und Sizilien.
  • Unter den Geflüchteten sind auch vermehrt Menschen aus Libyen selbst.
  • Schwere Zwischenfälle und Anschläge in dem umkämpften Land bringen die Menschen dazu, die gefährliche Flucht auf sich zu nehmen.

Von Oliver Meiler, Rom und Paul-Anton Krüger, Kairo

Die dramatischen Bilder und Geschichten sind zurück. Plötzlich, über Nacht. Gerade als sich in Italien die Vorstellung breitgemacht hatte, dass die gefährliche Fluchtroute durch das zentrale Mittelmeer, von Libyen nach Sizilien, nachhaltig stillgelegt worden sei, abgeriegelt mit einem kontroversen Deal zwischen Rom und Tripolis, da wird sie wieder rege befahren. Mitten im Winter, bei rauer See.

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30. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Schleppende Rückführung gestrandeter Migranten“ · Kategorien: Afrika, EU, Libyen, Niger · Tags: ,

DW |30.01.2018

13.000 Afrikaner sind seit Dezember aus Libyen in ihre Heimat zurückgebracht worden. Weniger als geplant. Sie waren dort auf ihrer Flucht Richtung Europa hängen geblieben. Hunderttausende warten noch.

Eigentlich sollten bis Mitte Januar 20.000 Migranten in ihre Heimat zurück gebracht werden. „Wir sind ein wenig im Verzug“, sagte der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Es träfen aber täglich weitere Flüchtlinge in ihren Heimatländern ein.

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29. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Spain: Children and women among 329 migrants rescued at sea“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

The Washington Post | 29.01.2018

MADRID — Spanish officials say more than 300 people including newborns have been rescued from a wooden boat off Libya’s coast and taken to an Italian port.

The Defense Ministry said water was flooding the boat when rescuers reached it Saturday northeast of the Libyan town of Misrata.

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26. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Slavery in Libya: Life inside a container“ · Kategorien: Eritrea, Libyen · Tags: ,

Al Jazeera | 26.01.2018

by Fatma Naib

In recent months, it has been revealed that African migrants and refugees have been sold in open markets as slaves in Libya, and are held against their will in inhumane conditions in exchange for ransom money.

The revelations sent shock waves globally and sparked protests outside Libyan embassies across Africa and Europe.

Libya is a major transit destination for migrants and refugees hoping to reach Europe by sea.

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