18. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Heuchlerisches Doppelspiel der Europäischen Union in Libyen“ · Kategorien: EU, Hintergrund, Libyen

Netzwerk Flüchtlingsforschung | 11.12.2017

Hilfen für einen desolaten Staat

Lena Riemer

Aktuelle Berichte über Sklavenmärkte in Libyen, auf denen Asylsuchende und Migrant_innen verkauft wurden, haben zu einem Aufschrei unter Mitgliedstaaten der EU und AU sowie zu raschen Reaktionen geführt. Ob die versprochenen Maßnahmen jedoch im Sinne der Betroffenen sind, ist zu bezweifeln: besonders schutzbedürftige Asylsuchende werden in ihre Heimatländer zurückgeschickt, anstatt legalen Zugang zur EU zu erhalten. Die Rechte von Migrant_innen und Asylsuchenden werden in libyschen Hafteinrichtungen schwerwiegend verletzt. Gründe für diese gravierenden Menschenrechtsverletzungen sind im libyschen Recht zu finden, welches „illegale Migration“ kriminalisiert, in der politisch chaotischen Situation im Land sowie in den Anstrengungen der EU-Mitgliedstaaten, die Zahl der ankommenden Geflüchteten an europäischen Küsten drastisch zu verringern.

„Das Leid der in Libyen inhaftierten Migranten ist eine Empörung für das Gewissen der Menschheit. Die bereits schlimmen Zustände vor Ort haben sich weiter verschlimmert und sind jetzt katastrophal”, prangert der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad Al Hussein öffentlich an. Er verweist dabei auf die steigende Zahl von Migrant_innen und Asylsuchenden, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Hafteinrichtungen in Libyen festgehalten werden. Der Hochkommissar stützt sich bei dieser Aussage auf die Ergebnisse von vier Ortsbesichtigungen in lybischen Gefängnissen durch UN-Menschenrechtsbeobachter_innen. Für den Bericht wurden Gefangene befragten, die auf ihrem Weg nach Europa durch Libyen gekommen sind und dort wegen „illegaler Einreise“ inhaftiert wurden. Die Beobachter_Innen der Vereinten Nationen beschreiben in ihrem Bericht schockierende Zustände: Menschenhandel, Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und andere Formen sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit, Ausbeutung, schwere körperliche Gewalt, Hunger und andere Gräueltaten wie willkürliche Tötungen sind an der Tagesordnung.

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17. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libia, al via le evacuazioni dai centri di detenzione. Ma in centinaia continuano a partire sui gommoni“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Während die ersten Migrant*innen aus den libyschen Gefangenenlagern nach Niger evakuiert werden, versuchen weiterhin trotz widriger Wetterbedingungen Hunderte von Boat People dem Land auf Schlauchbooten zu entkommen.

La Repubblica | 16.12.2017

Arrivato in Niger il primo aereo con a bordo 74 bambini e donne liberati dall’Unhcr nei centri di detenzione. Salvataggi a raffica delle navi delle ong nel Mediterraneo, 800 in salvo. I libici ne portano indietro altri 437

di ALESSANDRA ZINITI

Dalla Libia continuano a partire sui gommoni nonostante le pessime condizioni meteo che mettono a rischio qualsiasi traversata, ma dalla Libia cominciano anche le prime evacuazioni verso paesi sicuri di migranti in condizioni particolarmente vulnerabili liberati dall’Unhcr dai centri di detenzione ufficiali.

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17. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Grenzschutz zu Libyen: Berlin rüstet Tunesien weiter auf“ · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags:

DW | 16.12.2017

Um ein Scheitern des demokratischen Prozesses in Tunesien zu verhindern, investiert die Bundesregierung mehrere Millionen Euro in die Grenzsicherung des Landes. Die Risiken: Nachbar Libyen und die illegale Migration.

Mit Überwachungstechnik im Wert von 34 Millionen Euro hilft die Bundesregierung dem nordafrikanischen Land bei der Sicherung seiner Grenze zu Libyen. In einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei heißt es, in diesem Jahr seien für 16 Millionen Euro mobile Radarsysteme, Nachtsichtgeräte und weitreichende Kameras beschafft worden.
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16. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Reportage aus dem Tschad: Endstation Libyen statt Europa“ · Kategorien: Libyen, Tschad · Tags: ,

derStandard | 15.12.2017

Hunderttausende Flüchtlinge aus Darfur fristen ein trostloses Leben im Tschad. Wer versucht, nach Europa zu kommen, verschwindet manchmal

Kim Son Hoang aus Goz Beïda

Es klingelt, immer und immer wieder. Doch will oder eher kann keiner in Libyen abheben, seit geschlagenen zehn Tagen nicht. Mohamed Jouma Ahamed blickt starr in Richtung Boden, wenn er darüber spricht. Es geht um das Handy seines jüngeren Bruders Ahamed, der sich vom Tschad in Richtung Europa aufgemacht hat. Libyen scheint Endstation für den 37-Jährigen zu sein, wie für so viele andere Flüchtlinge. Tag und Nacht, sagt Mohamed Jouma Ahamed mit monotoner Stimme, „frage ich mich, was ihm passiert sein könnte“. Angst habe er, Angst vor der Antwort.

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16. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libye: les rapatriés marocains témoignent“ · Kategorien: Libyen, Marokko · Tags:

Marokkaner, die über Libyen nach Italien fliehen wollten, berichten von ihrer Gefangenschaft in westlibyschen Lagern.

Telquel | 15.12.2017

Vendredi 8 décembre, aux environs de 4h du matin, 235 Marocains rapatriés de Libye ont atterri à l’aéroport Mohammed V de Casablanca. Nous les avons rencontrés à Béni Mellal, la région d’où sont originaires au moins 120 d’entre eux. En exclusivité pour TelQuel, ils reviennent sur leur voyage en enfer.

par Manar Joualy

Mohamed* nous reçoit dans le deux-étages de ses parents, dans un petit village des environs de Béni Mellal. Le salon est encore imprégné de l’odeur du couscous. “Le premier vrai repas depuis mon départ au mois de juillet”, commente celui qui était tout juste majeur à l’époque. Rêvant d’un avenir meilleur en Italie, il prend l’avion jusqu’à Alger, avant de rejoindre la Libye via le désert tunisien, versant au total plus de 3000 euros à différents intermédiaires. Dès ce premier épisode, il se voit mourir plusieurs fois. De soif, de faim, de violence aussi, sous les coups de Kalachnikov  des passeurs.

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16. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für «On a vécu l’enfer à Sabratha» · Kategorien: Algerien, Libyen · Tags: ,

Ein Algerier berichtet über seinen Fluchtversuch von Libyen nach Italien, über seine Gefangenschaft im brutalen Lager Melitah, das von der italienisch-libyschen Miliz betrieben wird, und in Zuara, wo die Gefangenen von der Bevölkerung ernährt werden.

Algeria-Watch | 11.12.2017

Rapatrié des camps de détention libyens pour migrants, un harrag témoigne

Mustapha Benfodil

Mokhtar Boudjemaâ a 43 ans. Sur la photo de profil de son compte Facebook, il ne fait pas vraiment son âge : un visage poupin flanqué d’un bouc autour du menton, yeux noirs et regard tendre, esquissant un sourire.

Ce qui se dégage de lui, de prime abord, c’est une bonté profonde, une douceur bienveillante. Et cela se confirme dans le timbre de sa voix chaude teintée d’un accent de l’Ouest, Sidi Bel Abbès plus précisément, «Petit Paris» comme il la nomme dans l’une des photos qu’il a prises de sa ville, son patelin de cœur et son port d’attache.

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15. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Exclusive: Italy plans big handover of sea rescues to Libya coastguard“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Reuters | 15.12.2017

ROME/TRIPOLI (Reuters) – Italy wants Libya’s coastguard to take responsibility within three years for intercepting migrants across about a tenth of the Mediterranean even as Libyan crews struggle to patrol their own coast and are accused of making deadly mistakes at sea.

Steve Scherer, Aidan Lewis

Six years after the revolution that overthrew Muammar Gaddafi, Libya is split between rival governments in the east and west while ports and beaches are largely in the hands of armed groups.

For a graphic on Italy’s handover of sea rescues to Libya, click here.

Migrant smuggling has flourished, with more than 600,000 making the perilous journey across the central Mediterranean in four years. Migrants transiting through Libya often endure appalling conditions, including rape, torture and forced labor.

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15. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libya Drops Claim to Search-and-Rescue Zone, IMO Confirms“ · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Refugees Deeply | 14.12.2017

Libya has dropped its claim to a search-and-rescue zone off its coast. The move will add to confusion over who is in charge of waters where thousands of refugees and migrants have drowned.

The International Maritime Organization, the U.N. agency that regulates shipping, told Refugees Deeply it had received a notification from Libya on December 10 dropping the claim.

“The IMO Secretariat has just received on 10 December 2017, an official communication from the Government representative of Libya, to withdraw their previous official notification, dated on 10 July 2017, to the IMO Secretary-General on their Government’s designation of Libyan SRR.”

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13. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „An Europas neuer Grenze“ · Kategorien: Afrika, Italien, Libyen, Mittelmeer, Niger · Tags: ,

Zeit Online | 12.12.2017

Um Flüchtlinge abzuhalten, verschiebt Europa seine Grenzen und scheut dabei auch keine dunklen Geschäfte. Die Abwehrzonen reichen bis nach Westafrika.

Von Andrea Backhaus, Martin Klingst, Caterina Lobenstein, Laura Meda, Karsten Polke-Majewski, Sascha Venohr und Veronika Völlinger

Im Souterrain eines Wohnhauses in Bremen beugen sich Dorette Führer und Olaf Bernau über eine Straßenkarte von Afrika. Bernau fährt mit dem Finger über ein Land am südlichen Rand der Sahara: Niger, dreimal so groß wie Deutschland. Bernau tippt auf eine Stadt im Herzen des Landes. Agadez. Dort wollen sie ihre Notrufzentrale errichten, eine Wache für die Wüste.

120.000 Menschen leben in Agadez. Die Stadt war einst ein beliebtes Reiseziel für Wüstentouristen aus Frankreich und Deutschland. Heute ist sie ein Knotenpunkt der Migrationsrouten von Westafrika nach Europa. Tausende beginnen dort ihre Reise ins vermeintliche Glück. Viele führt sie direkt in Not und Elend. Oder in den Tod.

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13. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Perché il piano dell’Onu in Libia non funziona“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags:

Der Plan des UNHCR, die in Libyen gestrandeten und gefangen gehaltenen Migrant*innen zu evakuieren, wird nicht funktionieren – nicht nur wegen der damit verbundenen Kosten, sondern weil in vielen Fällen völlig unklar ist, wohin sie gebracht werden sollen.

Il Manifesto | 13.12.2017

Migranti. L’Oim calcola dai 700mila a 1 mln i migranti prigionieri in Libia. Da 37 a 50 mld il costo per evacuarli. E verso dove? I respingimenti aumentano solo morti e violenze

Guido Viale

Nei prossimi mesi l’Organizzazione internazionale delle migrazioni, agenzia dell’Onu, evacuerà (se ci riesce) 15mila profughi detenuti nella Libia di Serraj. Costo previsto, 80 milioni: 5.300 euro a testa. L’Oim calcola che imbottigliati o imprigionati ci siano da 700mila a un milione di migranti. Evacuarli tutti costerebbe dunque da 37 a 50 miliardi. Ma a quei profughi il viaggio è costato spesso anche di più, con i riscatti pagati dalle famiglie per salvare quelli di loro sotto tortura.

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