11. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Kinder auf der Flucht: „Mit der Angst leben“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

DW | 10.07.2017

Jeder siebte Migrant, der in Italien ankommt, ist ein Kind. Viele sind ohne Begleitung, etliche schwer traumatisiert. Ihre Versorgung stellt die Behörden vor große Herausforderungen. Doris Pundy berichtet aus Sizilien.

Amadou* hat es geschafft, er ist in Sicherheit. Glauben kann er es aber noch nicht. Unsicher sitzt er im Aufenthaltsraum des Kinderheims für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge im südsizilianischen Scicli. Seine Arme sind fest über der Brust verschränkt, nervös wippt er mit dem Fuß, seine Augen wandern durch den Raum. „Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was es für mich bedeutet hier zu sein und nicht mehr in Libyen sein zu müssen“, sagt der 17-Jährige mit leiser Stimme. „Italien ist wie das Paradies für mich!“ Bei dem Wort „Paradies“ huscht ein kurzes Lächeln über sein Gesicht. „Ich bin so dankbar, dass ich hier sein kann“, sagt Amadou kopfschüttelnd. Er macht eine kurze Pause, sein Blick sinkt auf den Boden. „Ich weiß gar nicht, wie ich das überlebt habe. Gott muss mich beschützt haben.“

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11. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Zuwara, the Libyan city working to stop migrant smuggling“ · Kategorien: Libyen · Tags:

Al Monitor | 05.07.2017

“If we want to rebuild the Libyan state, we need to start with protecting human dignity,” said Badis Halab, a 23-year-old member of the At-Wellol Movement (People of Zuwara) in Zuwara, an Amazigh majority port city in northwestern Libya. “So even when we have to struggle for our own life in the Libyan chaos, we cannot ignore refugees and migrants who continue to die at sea in front of our shores,” added Badis.

Marta Bellingreri

At-Wellol and Azref (Rights), another civil society movement, are made up of around 30 members, both men and women aged between 20 and 30 years old. The organizations have played a major role in pushing the Zuwara municipality to arrest people who smuggle migrants, an initiative that prevents illegal departures from the 75-kilometer (47-mil) coast of Zuwara in northwest of Libya. The municipality’s official estimates of inhabitants in the Libyan Amazigh city stand at 60,000 people in the area between Ras Jdir on the Tunisian-Libyan border and the city of Sabratah, the first city east of Zuwara. Amazigh, which means “free humans” or “free men,” also known as Berbers, are the indigenous people of North Africa and comprise 5% of the Libyan population.

The first protest that Azref and At-Wellol organized against smuggling was in 2014, but this did not lead to any major change. In late August 2015, dozens of corpses of migrants washed ashore on the Zuwara coasts, and the activists reacted immediately by organizing a bigger and more visual protest. On the main road of the Zuwara city center, the two organizations displayed picturesof the corpses in order to speak directly to the people and raise awareness of the deaths at sea. But the demonstrators also had a direct demand aimed at the local municipality: Arrest the smugglers to prevent illegal migration and the consequent mass death.

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09. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Dozens of refugees feared drowned off Libya“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Al Jazeera | 08.07.2017

Seven children are among at least 35 people feared dead after their rubber boat sank in the sea.

At least 35 refugees, including seven children, were feared drowned after their inflatable boat sank on Saturday off the Libyan coast.

Eighty-five refugees, including 18 women, were rescued after clinging to the boat with the help of fishermen who alerted the Libyan coastguard, said Issa al-Zarrouk, a coastguard official in Garabulli, 60 kilometres east of Tripoli.

Navy spokesman Ayoub Kacem said the boat sank six nautical miles northwest of Garabulli, and 10 fishing boats took part in the rescue.

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09. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libye : Un passage à hauts risques“ · Kategorien: Algerien, Libyen · Tags: , ,

El Watan | 07.07.2017

En avril dernier, 53 harraga algériens, dont une vingtaine de Kabylie, ont tenté de rejoindre les côtes italiennes à partir de la Libye. Ces derniers ont été emprisonnés, ont évité de justesse la mort à plusieurs reprises et ont même été vendus aux marchands d’organes. Un rescapé originaire de Tizi Ouzou a accepté de nous livrer son témoignage. Récit d’un voyage vers la mort.

«J’ai vécu un cauchemar en Libye. Avec d’autres harraga algériens, nous avons été emprisonnés dans des conditions inhumaines par les garde-côtes libyens et on a failli être tués à plusieurs reprises par leurs balles. Franchement, je ne souhaite à personne de vivre ce que j’ai vécu. C’était l’enfer», témoigne Mokhtar, un trentenaire, originaire de Tizi Ouzou, qui a tenté de rejoindre en mai dernier les côtes italiennes à partir de la Libye. Pour ce jeune que nous avons rencontré à la ville de Tizi Ouzou, «s’exiler était une évidence». Il nous raconte qu’il ne voyait pas d’autres solutions devant lui hormis celle de quitter l’Algérie. «J’ai choisi l’exil non pour l’argent mais pour mieux vivre. Ceux qui veulent s’enrichir n’ont qu’à rester en Algérie.

Moi, j’aspire à vivre en démocratie, dans un pays où on me respecte et où je peux respirer l’air libre. J’ai l’impression de vivre en prison ici», argumente-t-il. En avril dernier, une vingtaine de jeunes originaires de Tizi Ouzou ont décidé d’atteindre les côtes italiennes en passant par la Libye. Ces derniers ont peut-être choisi l’un des chemins les plus dangereux. La Libye est non seulement un pays en guerre mais vit encore sous la menace permanente du terrorisme.

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08. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Alles nur Ablenkung? Streit um private Seenotretter“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

DW | 07.07.2017

Während die G20-Staatschef in Hamburg über den Umgang mit den Flüchtlingen auf dem Mittelmeer beraten, ist in Italien ein Konflikt über die Rolle privater Hilfsorganisationen entbrannt. Doris Pundy aus Catania.

Die Besatzung der MS Aquarius macht sich im Hafen der sizilianischen Stadt Catania für die nächste Ausfahrt bereit. Container mit Nahrungsmitteln, trockener Kleidung und Decken werden auf das Schiff geladen. Freiwillige lackieren Roststellen. Zwei weitere Helfer üben ein Rettungsmanöver auf einem Schlauchboot im Hafenbecken.

Wenig erinnert an die letzte Ausfahrt der Aquarius, die mit 1.032 aus Seenot geretteten Migranten endete. „Unser Schiff ist eigentlich nur für 500 bis 600 Menschen gebaut“, sagt Rettungskoordinator Hauke Mack. Viele der Geretteten hätten dicht aneinander gedrängt an Deck geschlafen. Nur Frauen und Kinder fanden im Bauch des Schiffes Platz.

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07. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die doppelte Mauer“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags:

Lost in Europe | 06.07.2017

Die G-20 wollen ein Signal gegen Abschottung und Protektionismus setzen. Vor allem die Mauer zu Mexiko, die US-Präsident Trump baut, gilt als verwerflich. Doch die EU hat noch viel verrücktere Projekte.

Neben den bereits existierenden Mauern in Ungarn, im Baltikum und in den spanischen Exklaven in Nordafrika plant sie nun eine “doppelte Mauer” in Libyen – eine auf dem Wasser und eine in der Wüste.

Das geht aus den Plänen der EU-Innenminister hervor, die gerade in Tallin tagen. Angeblich wollen sie Italien zu Hilfe eilen – der Flüchtlingsstrom aus Libyen überfordert das Mittelmeerland.

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06. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migranten aus Libyen: Die Abschreckung soll es richten“ · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: ,

Telepolis | 05.07.2017

Der Verhaltenskodex für die NGOs gibt den Aktionen der libyschen Küstenwache mehr Freiräume. Für die Seenot-Retter ist das ein Signal in die falsche Richtung

Thomas Pany

Geht es um Flüchtlinge, ist auch schon die Hysterie da. Es dröhnen die Überschriften wie im Krieg: „Kanzler Kern: Derzeit keine Panzer und Truppen auf dem Brenner“. Es würden derzeit keine Grenzkontrollen am Brenner durchgeführt und „kein Einsatz des Bundesheeres unmittelbar bevorstehen“, lautet die Entwarnung des SPÖ-Kanzlers.

An der Erklärung von Kanzler Kurz wird eine charakteristische Fallhöhe zwischen Normalbetrieb und einer Eskalation sichtbar. Er versichert einerseits, dass der Geschäftsverkehr und der Urlaubsverkehr in den nun beginnenden Sommerferien bis auf weiteres von lästigen Verzögerungen durch Grenzkontrollen verschont bleiben. Anderseits behält er sich die Möglichkeit eines „Assistenzeinsatzes“ des Bundesheeres im Notfall vor, um der Bevölkerung zu versichern, dass sich „die Situation von 2015, als tausende Flüchtlinge unkontrolliert die Grenzen passierten, nicht wiederholen dürfe“.

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06. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Wie weiter in der Flüchtlingskrise? EU in der Kritik“ · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: ,

Zeit Online | 06.07.2017

Italien will Entlastung

Rom/Tallinn (dpa) – Angesichts der vielen in Italien ankommenden Flüchtlinge sucht die EU nach Lösungen. Die Innenminister beraten im estnischen Tallin am Donnerstag über die Forderungen des Hauptankunftslandes von Bootsflüchtlingen aus Afrika nach mehr Unterstützung.

Gleichzeitig bringt die Regierung in Rom Vertreter von europäischen und afrikanischen Partnern an einen Tisch.

Italien wolle nicht länger das einzige Land in der Europäischen Union sein, das im Mittelmeer gerettete Migranten willkommen heiße, machte Innenminister Marco Minniti vor den Treffen deutlich. In Tallin wolle er darauf pochen, dass andere EU-Staaten seinem Land mehr Flüchtlinge abnehmen.

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06. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Der Chefdirigent der Rettungseinsätze“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags:

NZZ | 05.07.2017 | [pdf]

Im Sommer laufen die Telefone in der Einsatzzentrale heiss. Täglich werden Dutzende von Migrantenbooten geortet und Retter aufgeboten.

von Andrea Spalinger

Seit November 2015 ist Vincenzo Melone Chef der italienischen Küstenwache. Mit dem Job ist eine grosse Verantwortung verbunden. Seine Männer und Frauen koordinieren sämtliche Rettungsaktionen auf dem Mittelmeer. 2016 wurden unter Aufsicht des Admirals in 1424 Einsätzen 178 415 Bootsflüchtlinge geborgen. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahrs waren es 36 422. Für Mai und Juni hat die Küstenwache noch keine Zahlen publik gemacht. Die Zahl der Einsätze hat mit den besseren Wetterbedingungen aber stark zugenommen. Laut dem UNHCR sind in diesem Jahr bereits 84 879 Migranten in Italien an Land gegangen.

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05. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für UNHCR-Libyen-Bericht Die Schlepper und ihre „Kunden“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags: ,

ARD Tagesschau | 04.07.2017

„All-Inclusive“ oder doch lieber das „Schritt-für-Schritt“-Angebot? Das eine ist teuer, das andere beinhaltet die Gefahr, als Geisel zu enden. Ein aktueller UNHCR-Bericht beschreibt, wie Flüchtlinge in Libyen von Schleppern ausgebeutet werden.

Von Sebastian Schöbel, ARD-Studio Brüssel

Junge Männer, wohl aus Eritrea und Somalia, zwängen sich verzweifelt durch winzige Löcher in einem schäbigen Barackenbau, um an einen Bissen Brot zu kommen. Viele schaffen es nicht, sie schreien stattdessen durch die Gitterstäbe ihres Gefängnisses.

Es ist das Leben von Tausenden afrikanischen Flüchtlingen in Libyen – präsentiert von denen, die versprochen haben, sie nach Europa zu bringen: Schlepperbanden filmen das Elend ihrer Opfer, laden es auf YouTube oder in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter hoch. Und es gibt Schlimmeres: Flüchtlinge, die an Händen und Füßen gefesselt mit Stangen und Kabeln ausgepeitscht werden – für Lösegeld, das in die Tausende US-Dollar geht.

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