15. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „In die Sackgasse gedrängt“ · Kategorien: Deutschland, Tunesien · Tags:

German Foreign Policy | 15.01.2018

In Tunesien, einem Standort deutscher Niedriglohnproduktion, dauern die Proteste gegen ein mit empfindlichen Preiserhöhungen verbundenes Finanzgesetz an. Das Gesetz ist dem Land vom IWF aufgezwungen worden, um die Folgen einer Strukturkrise zu bekämpfen. In deren Entstehung ist die Bundesrepublik involviert: Deutsche Unternehmen und die Bundesregierung haben dazu beigetragen, Tunesien sehr einseitig auf recht wenige Exportsektoren auszurichten – insbesondere die Textil- und Kabelproduktion -, die dem Land keinerlei wirkliche Entwicklungschancen bieten. Zugleich hat die hohe Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen Tunis zur Gewährung von Steuervorteilen für Investoren gezwungen, die das Land mit in eine Schuldenfalle getrieben haben. Tunesien habe im vergangenen Jahr gut ein Fünftel seines Haushalts an ausländische Gläubiger zahlen müssen, heißt es in einer Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linkspartei). Im Rahmen des G20-„Compact with Africa“ richtet Berlin Tunesien weiterhin gemäß den Interessen deutscher Investoren zu.

Weiterlesen »

12. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Tunesien: Erneut hunderte Festnahmen bei Protesten in Tunesien“ · Kategorien: Tunesien · Tags:

DW | 11.01.2018

Bei gewaltsamen Protesten in Tunesien sind nach Regierungsangaben wieder mehrere hundert Menschen festgenommen worden. Inzwischen setzt die Regierung in den größeren Städten das Militär ein.

In Tunesien ist es die dritte Nacht in Folge in mehreren Orten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Plünderer hätten die sozialen Proteste gegen das neue Finanzgesetz und steigende Preise ausgenutzt, sagte ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums.

328 Menschen seien festgenommen worden, weil sie öffentliches oder privates Eigentum beschädigt oder sich an Plünderungen beteiligt hätten, so der Sprecher weiter. Seit Beginn der gewaltsamen Proteste Anfang der Woche seien insgesamt mehr als 600 Menschen festgenommen worden.

Weiterlesen »

10. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Landesweite Proteste in Tunesien: Mehr als 200 Festnahmen“ · Kategorien: Tunesien · Tags:

taz | 10.01.2018

Vor allem junge Menschen gehen gegen steigende Kosten und Sparmaßnahmen der Regierung auf die Straße. Die bezeichnet die Demonstranten als „Unruhestifter“.

TEBOURBA/TUNIS afp/rtr | In mehreren Städten Tunesiens ist es in der zweiten Nacht in Folge zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Mehr als 200 Menschen seien festgenommen und dutzende verletzt worden, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit.

Ein Ministeriumssprecher sagte örtlichen Radiosendern, landesweit seien 49 Polizisten verletzt und 206 „Unruhestifter“ festgenommen worden. In einer Vorstadt von Tunis sei ein Supermarkt geplündert worden.

Weiterlesen »

05. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „IVD: Des victimes des émeutes du pain de 1984 témoignent (vidéo)“ · Kategorien: Tunesien, Video · Tags:

Tunesien, Brotrevolte 1984: Videoberichte

Mosaïque | 04.01.2018

L’instance Vérité et Dignité a organisé, ce jeudi 4 janvier 2018 une séance d’audition publique à son siège à Montplaisir, permettant à 20 victimes des émeutes du pain survenues le 3 juin 1983 sous le régime du leader Habib Bourguiba, de livrer leurs témoignages.

Les victimes ont appelé, essentiellement à dévoiler la vérité sur les événements survenus et à prendre connaissance des lieux d’enterrement de leurs proches, tombés lors de ses émeutes.

05. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für In a town where « nothing has changed »: Documentary Film Festival of Redeyef · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Nawaat | 25.12.2017

This year’s Documentary Film Festival of Redeyef (RFDR) takes place December 20-24, in the town whose name is almost synonymous with Tunisia’s phosphate industry and its deleterious effects on the surrounding populations and environment. Although the mining basin revolt of 2008 is considered a precursor to the Tunisian revolution in 2011, in 2017 residents affirm without hesitation that here in Redeyef, « nothing has changed ». Now in its fourth year, the RFDR, funded by the Rosa Luxembourg Foundation, is pushing to establish a perennial film festival here, a so-called difficult terrain that is parched for sustainable cultural outlets.

Vanessa Szakal

From Gafsa to Redeyef, it is 45 miles and just about an hour’s drive through dry, chalky land dotted with dusty green shrubs. Beyond a long and gradual ascent, the town materializes, empty and grey. It is the end of December, and winter break: everything is closed up, so the streets appear as bleak as the weather. A few minutes off the main road is Economat, the main venue for this year’s Documentary Film Festival. Over four days, Economat is alive with a team of organizers, seasoned and amateur filmmakers, sound and projection engineers, musicians, professors and festival goers. Economat, recently renovated and sparsely equipped, is the vestige of a colonial structure. Though barely a few degrees warmer than outside, the building and energy it holds are welcoming refuge from the cold air and sharp wind. On the opening evening, a concert by Abdullah Miniawy and Ahmed Salah from Egypt draw a considerable crowd, a number of youth from around town, besides the 30 or so people bussed in from the capital.

Weiterlesen »

03. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Tunesien: Dann wenigstens ehrenhaft ertrinken“ · Kategorien: Tunesien · Tags:

Zeit Online | 02.01.2018

Zu alte Politiker, korrupte Behörden: Sieben Jahre nach der Revolution ist Tunesien ein Ort der Agonie. Viele Junge hält nichts im Land. Nicht mal die Angst vor dem Tod.

Von Sarah Mersch, Tunis

Youssef knetet seine Finger, zögert ein bisschen, bevor er antwortet. Natürlich habe er schon daran gedacht, wegzugehen. „Ich habe ja nicht viel zu verlieren“, meint er. Ein Satz, der so oder ähnlich von vielen jungen Tunesiern fällt, wenn es ums Auswandern geht. Oft bedeutet das: mit dem Boot übers Mittelmeer in der Hoffnung, nach Lampedusa zu gelangen oder zumindest in europäischen Gewässern aufgegriffen zu werden, um dann in Italien oder Frankreich Arbeit zu finden.

Weiterlesen »

17. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Grenzschutz zu Libyen: Berlin rüstet Tunesien weiter auf“ · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags:

DW | 16.12.2017

Um ein Scheitern des demokratischen Prozesses in Tunesien zu verhindern, investiert die Bundesregierung mehrere Millionen Euro in die Grenzsicherung des Landes. Die Risiken: Nachbar Libyen und die illegale Migration.

Mit Überwachungstechnik im Wert von 34 Millionen Euro hilft die Bundesregierung dem nordafrikanischen Land bei der Sicherung seiner Grenze zu Libyen. In einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei heißt es, in diesem Jahr seien für 16 Millionen Euro mobile Radarsysteme, Nachtsichtgeräte und weitreichende Kameras beschafft worden.
Weiterlesen »

15. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Deutschland baut weiter an Tunesiens Grenze“ · Kategorien: Deutschland, Tunesien · Tags: , ,

Der Tagesspiegel | 14.12.2017

Mit deutschem Geld und Material soll die gesamte tunesisch-libysche Grenze lückenlos kontrolliert werden.

Andrea Dernbach

Deutschland rüstet Tunesien weiter für die Befestigung der Landesgrenzen aus. Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, hat die Bundesregierung Bodenüberwachungs-, Nachtsichtgeräte und Spotter finanziert, die im Süden der Grenze zu Libyen eingesetzt werden sollen. Lieferantin ist die in Taufkirchen bei München ansässige Firma Hensoldt, die früher Teil von Airbus war.

Weiterlesen »

01. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „What’s Behind the Dramatic Rise in Migrant Boats from Tunisia“ · Kategorien: EU, Italien, Tunesien · Tags:

Refugees Deeply | 30.11.2017

More Tunisians have taken boats to Europe in the past few months than in all of 2015 and 2016. Researchers Matt Herbert and Max Gallien look at the reasons behind the surge.

Max Gallien, Matt Herbert

Normally, the beaches of southern Tunisia are quiet in November. It is the start of the lean months, when few tourists arrive and the jobs that depend on them vanish. This year is different. Tunisia’s beaches have a new customer: Tunisians trying to go to Europe.

Between October 1 and November 8, more Tunisians took to the seas than in 2015 and 2016 combined, with Italy and Tunisia detaining 4,709. In total, more than 8,700 Tunisian migrants have been caught by Italy and Tunisia in 2017. There are suspicions this represents only a fraction of those who have left.

Weiterlesen »

18. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Beyond Transactional Deals: Building Lasting Migration Partnerships in the Mediterranean“ · Kategorien: Italien, Marokko, Spanien, Tunesien · Tags: ,

MPI | 11.2017

By Luca Lixi

As maritime arrivals to Europe rose sharply in 2015 and 2016, European policymakers renewed their focus on building partnerships with origin and transit countries in North Africa in an effort to bring Mediterranean crossings under control. Though hardly new—some such partnerships stretch back decades—these efforts have taken on new urgency amid heightened migration to Europe by asylum seekers and migrants.

This report examines two prominent examples of bilateral cooperation on migration management in the region: the partnerships that have emerged between Spain and Morocco, and between Italy and Tunisia. Both have their roots in the early 1990s and experienced underwhelming results early on, with the two European countries focused narrowly on closing their borders and stepping up the return of unauthorized migrants—priorities that clashed with those of their North African partners, for whom remittances are an important source of income and a positive relationship with their diasporas paramount.

These partnerships have since diverged. Morocco and Spain have expanded their cooperation to include a range of capacity-building, joint border patrols, and legal migration programs, while Italy continues to pursue short-term, transactional deals that rely on the promise of aid and investment to incentivize Tunisian cooperation.

As policymakers (re)negotiate agreements to jointly manage routes to Europe, these case studies shed important light on what can be achieved when countries cooperate on the basis of shared objectives, as well as some of the limitations of a relationship built solely around short-term, enforcement priorities.

Seite 4 von 103« Erste...23456...102030...Letzte »