24. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die Balkanroute ist ein Paradies für Schleuser“ · Kategorien: Balkanroute, Schengen Migration · Tags:

DW | 23.11.2017

Trotz des EU-Türkei-Deals versuchen Flüchtlinge weiterhin, über die Balkanroute nach Westeuropa zu kommen. Das freut vor allem Menschenschmuggler. Marianna Karakoulaki und Dimitris Tosidis haben Flüchtlinge begleitet.

Als Mohammed* im September auf Chios ankam, wusste er, dass es nicht leicht sein würde, Westeuropa zu erreichen. Doch der 27-Jährige hatte gehofft, auf dem griechischen Festland seinem Traum näher zu kommen. Das hatten ihm Menschenschmuggler versprochen. Doch die Realität sah ganz anders aus.

Die DW-Reporter trafen ihn zunächst im Sommer auf der Insel Chios, sie sind mit ihm in Kontakt geblieben. Im September erreichte er endlich Athen. Mohammed ist ein Bidun aus Kuwait, er gilt als staatenlos. Wegen der Diskriminierung dieser staatenlosen Minderheit in den Golfstaaten hat er seine Heimat verlassen. Auf der Insel Chios wäre es für ihn voraussichtlich nicht schwer gewesen, einen Schutzstatus zu erhalten.

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22. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Fotoreportage: „Gestrandet im ‚Dschungel‘ des Balkans“ · Kategorien: Balkanroute, Schengen Migration · Tags: ,

DW | 19.11.2017

Zwischen Serbien und Kroatien campieren hunderte Flüchtlinge unter freiem Himmel. Sie hoffen auf eine Chance, nach Westeuropa zu gelangen und dem Leben im „Dschungel“ zu entkommen. Dimitris Tosidis berichtet aus Šid.

Leben im „Dschungel“ Mehr als 150 Menschen verstecken sich im „Dschungel“ – einem dicht bewachsenen Gebiet neben den Gleisen einer Bahnstrecke, die die serbische Grenzstadt Šid mit Kroatien verbindet. Die meisten Bewohner haben schon mehrere Versuche hinter sich, Mitteleuropa zu erreichen: mit Hilfe von Schmugglern, alleine oder in Gruppen, als blinde Passagiere auf Lastwagen oder Güterzügen.

19. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitsmigration in Rumänien: Dorf ohne Mütter“ · Kategorien: Rumänien, Schengen Migration, Social Mix · Tags: , ,

taz | 18.11.2017

Viele Rumäninnen müssen im Ausland arbeiten, um über die Runden zu kommen. Darunter haben sie enorm zu leiden – und noch mehr ihre Kinder.

Crina Boros

Die Fahrt in das Dorf, dem die Mütter abhanden gekommen sind, ist kurvenreich. Von der Stadt Lasi aus, ganz im Nordosten Rumäniens gelegen, geht es vorbei an Sonnenblumenfeldern, auf denen Bauern mit Traktoren arbeiten. Auf einer Brache außerhalb des Dorfes steht ein tief gebräunter Schäfer mit seinem Hirtenstab und ruft nach seiner Herde. Die Schafe laufen an einem Teich vorbei, der gerade neu mit Karpfen bestückt wurde und nun zum Angeln freigegeben ist.

Wir fahren über eine enge Brücke in das Dorf, auf staubigen Straßen entlang der Häuser, alte und neue. Viele von ihnen wurden nicht fertig gebaut. Die Dächer sind ungedeckt, Stapel an Steinen neben den Häusern, Baugerät. Wir folgen der Straße bis zum Dorfkern, begleitet werden wir von George Moga, dem Direktor der Schule am Ort. Er zeigt auf die einzelnen Häuser: „Das da wurde mit Geld aus Griechenland gebaut“, sagt er, „und das mit Einkünften aus Italien.“

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18. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Timeline: Der lange Sommer der Migration auf dem Balkan · Kategorien: Balkanroute, Medien

Der formalisierte Korridor über den Balkan stellte eine Zäsur dar. Rund eine Million Geflüchtete reisten 2015/2016 über ihn von Griechenland aus nach West- und Nordeuropa. Die interaktive Timeline veranschaulicht den Zusammenbruch und die darauf folgende Restrukturierung des Europäischen Grenzregimes. Von der Einführung des ’72-Stunden-Papiers‘ in Mazedonien im Juni 2015 bis zu zweiten Räumung des informellen Camps in Idomeni im Mai 2016. Autor: Marc Speer / bordermonitoring.eu.

timeline.bordermonitoring.eu

16. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Greek police block migrants’ march to border with Macedonia“ · Kategorien: Griechenland, Mazedonien · Tags:

Washington Post | 15.11.2017

By Costas Kantouris

Police blocked some 200 migrants and asylum-seekers Wednesday from leaving a city in northern Greece for the Macedonian border in hopes of traveling on to other European Union countries.

Dozens of officers in riot gear used shields to push back the migrants near the center of Thessaloniki and blocked the road with police buses. The marchers, who included families with young children, refused to leave and sat down in the street. No one was hurt in the brief confrontation.

The migrants, most of them from Syria, Iraq and Somalia, had gathered throughout the day in Thessaloniki. Many said they were responding to a campaign on social media for a march to the Greece-Macedonia border to protest their inability to relocate to other European countries.

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14. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Italia: Gorizia, nel tunnel dei «maledetti» · Kategorien: Italien, Schengen Migration, Slowenien, Social Mix · Tags:

In der italienischen Stadt Gorizia an der Grenze zu Slowenien leben seit ein paar Monaten Hunderte von Migranten in einem Tunnel im Zentrum der Stadt. Sie stammen vor allem aus Pakistan und Afghanistan. Der Bürgermeister von Gorizia Rodolfo Ziderna (Forza Italia) gesteht ihnen weder Wasser noch Toiletten zu, damit sie verschwinden.

Il Manifesto | 14.11.2017

Il reportage. Ziderna, sindaco di Forza Italia, non concede né acqua né bagni chimici «così se ne vanno»

Ivan «Grozny» Compasso

Si chiama galleria Bombi, si trova nel pieno di centro di Gorizia, in piazza Vittoria. Buca il colle sopra il quale svetta il castello della città, costruito nel secolo XI. Si gode di una vista incantevole dalle sue mura. Ma è quello che c’è sotto che bisogna portare alla luce. Nella galleria.

Centinaia di migranti ci vivono, se così si può dire, da mesi. Sono soprattutto persone che arrivano da Pakistan e Afghanistan. Sgomberati dal parco di Valletta del Corno, anch’esso dentro la città, si sono sistemati davanti alla prefettura, in piena piazza Vittoria. Ci hanno dormito per una decina di giorni, fino a quando non è stato deciso di spostarli, nella galleria appunto, a cavallo di Ferragosto. E da lì non si sono più mossi.

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11. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Mazedonien: Immer noch auf der Balkanroute“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien, Schengen Migration

ARD Tagesschau | 10.11.2017

Die Balkanroute ist zwar seit zwei Jahren geschlossen, doch noch immer versuchen Flüchtlinge, über die Region in die EU zu kommen. Manchmal über unwegsames Gebirge, manchmal über irgendein Loch an der Grenze zu Griechenland.

Von Darko Jakovljevic, ARD-Studio Wien

02. November 2017 · Kommentare deaktiviert für No Direction Home · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Termine [alt] · Tags:

RLS | 11.2017

Das Fotobuch aus Griechenland auf Speakers Tour mit den Macher*innen

Refugees and migrants are waiting to disembarked from Eleftherios Venizelos ferry at the port of Piraeus, Greece, on the 23rd of January 2016. Greek government has chartered Eleftherios Venizelos ferry to transfer refugees and migrants from the Greek islands to the Greek mainland.

Auf den «Sommer der Migration» 2015 folgten schnell staatliche Repression, rassistische Hetze und die schrittweise Schließung der Balkanroute. Eine Serie von Verschärfungen des Asylrechts und der EU-Türkei-Deal folgten. Zigtausenden wurde der Weg zu ihrem Ziel abgeschnitten und endete (vorläufig) in Zeltlagern, Abschiebezentren, in der Illegalität, in selbstorganisierten Strukturen, in den Warteschleifen auf Asyl, Familienzusammenführung und Relocation.

Das Fotobuch «No Direction Home» mit Arbeiten von 30 griechischen Fotografen dokumentiert die jüngste Flucht- und Migrations-Geschichte über die südöstliche Migrationsroute, die mehr als eine halbe Million Menschen nach und durch Griechenland geführt hat: Von den Kriegsgebieten in Syrien über die griechischen Inseln nach Piräus, durch die Squats und Camps in Attika und den Norden nach Idomeni und weiter auf der sogenannten Balkanroute. Die Migrationsgeschichten in Bildern zeigen die Grausamkeit des europäischen Migrationsregimes und das Leid der Flucht auf «illegalen» Routen ebenso wie die Stärke der Menschen, die diesen Weg trotz aller Abwehrmaßnahmen gegangen sind und bis heute gehen.

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02. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Spätsommer 2015 & 2017: Reisen durch die Balkanroute · Kategorien: Balkanroute, Rumänien, Ungarn

Migazin | 02.11.2017

Vor zwei Jahren waren die Züge noch voll mit Flüchtlingen, heute ist scheinbar Ruhe eingekehrt, eine gespenstische Ruhe. Ein Bericht von Janosch Freuding, der im Spätsommer 2015 und 2017 mit dem Zug quer durch den Balkan gereist ist.

Janosch Freuding

Spätsommer 2015. Der Morgenzug von Belgrad nach Wien ist gut gefüllt. Einheimische, Geschäftsreisende, Backpacker und viele Flüchtlinge. Heute befinden sich mehr Flüchtlinge im Zug als übrige Reisende. Immer wieder laufen junge Flüchtlinge an den Abteilen vorbei durch den Zug, um Tee oder Kaffee aus dem Bordrestaurant zu holen. Sie taxieren die anderen Reisenden dabei neugierig, genauso wie umgekehrt. In den Gesichtern der Flüchtlinge: Euphorie und Müdigkeit.

Ein junges Mädchen aus Belgien auf Interrailreise ist schockiert. Sie erzählt von einem total überfüllten Sonderzug für Flüchtlinge in Mazedonien, von Flüchtlingen, die ihren Kopf aus dem Fenster strecken, um frische Luft zu bekommen. Mit Wasserflaschen hätten sie versucht, ihnen zu helfen.

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02. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Nur die Hoffnung bleibt“ · Kategorien: Balkanroute, Schengen Migration, Serbien

Zeit Online | 01.11.2017

Seit die Balkanroute geschlossen ist, stranden viele Flüchtlinge in Serbien. In Auffanglagern werden sie notdürftig versorgt, bevor sie sich erneut auf den Weg machen.

Von Thomas Roser, Obrenovac

Entschlossen guckt der auf seinem Stockbett sitzende Saud Khan auf die weiße Wand vor sich. Das Ziel seiner 19-monatigen Odyssee scheint unerreichbar fern, dennoch hält der Afghane eisern daran fest. „Ich will in mein Land zurück – nach England“, wiederholt der 25-Jährige im Auffanglager im serbischen Obrenovac gebetsmühlenhaft.

Als die Taliban 2009 seinen Vater getötet hätten, sei er aus seinem nordafghanischen Heimatort Baghan geflohen, berichtet der Mann mit dem unsteten Blick niedergeschlagen. Ein Jahr habe er damals benötigt, um nach Großbritannien zu gelangen. Fünf Jahre lang habe er in Gloucestershire gewohnt, bevor er nach Ablehnung seines Asylgesuchs abgeschoben worden sei. Doch in seinem Dorf hätten ihm die immer wieder aufflackernden Gefechte und erneute Todesdrohungen der Taliban keine Ruhe gelassen: „Ich fühlte mich nie sicher.“

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