19. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitsmigration in Rumänien: Dorf ohne Mütter“ · Kategorien: Rumänien · Tags: , ,

taz | 18.11.2017

Viele Rumäninnen müssen im Ausland arbeiten, um über die Runden zu kommen. Darunter haben sie enorm zu leiden – und noch mehr ihre Kinder.

Crina Boros

Die Fahrt in das Dorf, dem die Mütter abhanden gekommen sind, ist kurvenreich. Von der Stadt Lasi aus, ganz im Nordosten Rumäniens gelegen, geht es vorbei an Sonnenblumenfeldern, auf denen Bauern mit Traktoren arbeiten. Auf einer Brache außerhalb des Dorfes steht ein tief gebräunter Schäfer mit seinem Hirtenstab und ruft nach seiner Herde. Die Schafe laufen an einem Teich vorbei, der gerade neu mit Karpfen bestückt wurde und nun zum Angeln freigegeben ist.

Wir fahren über eine enge Brücke in das Dorf, auf staubigen Straßen entlang der Häuser, alte und neue. Viele von ihnen wurden nicht fertig gebaut. Die Dächer sind ungedeckt, Stapel an Steinen neben den Häusern, Baugerät. Wir folgen der Straße bis zum Dorfkern, begleitet werden wir von George Moga, dem Direktor der Schule am Ort. Er zeigt auf die einzelnen Häuser: „Das da wurde mit Geld aus Griechenland gebaut“, sagt er, „und das mit Einkünften aus Italien.“

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02. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Spätsommer 2015 & 2017: Reisen durch die Balkanroute · Kategorien: Balkanroute, Rumänien, Ungarn

Migazin | 02.11.2017

Vor zwei Jahren waren die Züge noch voll mit Flüchtlingen, heute ist scheinbar Ruhe eingekehrt, eine gespenstische Ruhe. Ein Bericht von Janosch Freuding, der im Spätsommer 2015 und 2017 mit dem Zug quer durch den Balkan gereist ist.

Janosch Freuding

Spätsommer 2015. Der Morgenzug von Belgrad nach Wien ist gut gefüllt. Einheimische, Geschäftsreisende, Backpacker und viele Flüchtlinge. Heute befinden sich mehr Flüchtlinge im Zug als übrige Reisende. Immer wieder laufen junge Flüchtlinge an den Abteilen vorbei durch den Zug, um Tee oder Kaffee aus dem Bordrestaurant zu holen. Sie taxieren die anderen Reisenden dabei neugierig, genauso wie umgekehrt. In den Gesichtern der Flüchtlinge: Euphorie und Müdigkeit.

Ein junges Mädchen aus Belgien auf Interrailreise ist schockiert. Sie erzählt von einem total überfüllten Sonderzug für Flüchtlinge in Mazedonien, von Flüchtlingen, die ihren Kopf aus dem Fenster strecken, um frische Luft zu bekommen. Mit Wasserflaschen hätten sie versucht, ihnen zu helfen.

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16. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Old route, new dangers: Migrant smugglers revive Black Sea route to Europe · Kategorien: Bulgarien, Rumänien, Türkei · Tags:

IRIN News | 16.10.2017

Advertised as a „tourist yacht“ to Europe, spacious and loaded with food and water, it was in fact a stripped-down, rusty blue fishing boat lacking any supplies for two stormy days at sea. Almost 160 men, women, and children were crammed on board, sick and fearful as the boat rocked violently from side to side, its leaky hold taking on water.

Jodi Hilton, Diego Cupolo

For Iraqi asylum-seeker Ahmed* and his family, transported to the vessel in the middle of the night and initially kept in the dark about their true destination – Romania – the experience was terrifying. “When I saw [the boat], I said, ‘Oh my god!’” recalled the former army sniper from Kirkuk, explaining that he refused to board until a smuggler with a handgun threatened to kill his family.

Over the last few months, reports of migrant boats being intercepted in the Black Sea have proliferated, along with tales of the tragedies that occur when the vessels capsize in its rough waters. This route from Turkey to Romania is not entirely new – it was used in Soviet times to ply illicit goods – but it appears smugglers are now attempting to revive it.

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29. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge: Rumänische Boulevardpresse schürt Panik“ · Kategorien: Rumänien, Türkei · Tags: ,

DW | 28.09.2017

Die Zahl der Flüchtlinge, die über das Schwarze Meer nach Rumänien gekommen sind, ist gestiegen. Die Boulevardpresse warnt vor einem „Überfall“. Cristian Stefanescu berichtet aus Bukarest.

An den Fenstern sind Gitter befestigt, eine Mauer steht zwischen dem Flüchtlingsheim und den anderen grauen Plattenbauten im Bukarester Viertel Baicului. Die Asylbewerber müssen spätestens um 22 Uhr wieder in der Unterkunft sein. Aber die meisten entfernen sich ohnehin auch tagsüber kaum von dem Gebäude, das genauso heruntergekommen ist wie die Wohnblocks der Rumänen aus dieser Gegend. Alles wirkt wie ein Ghetto. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass dort an den Fenstern höchstens Fliegengitter zu sehen sind.

An einem dieser Fenster steht eine Frau, die sich als Maria vorstellt. Sie kann direkt auf das Asylbewerberheim schauen. Angesprochen auf die Vorurteile und Schreckensnachrichten in Boulevardmedien über Flüchtlinge, die nur Chaos und Schmutz mitbringen würden, zuckt sie die Schultern: „Schauen Sie, hier war es schon immer dreckig. Vor zwei Wochen haben rumänische Kinder Papierflugzeuge hinunter geworfen, die liegen auch jetzt noch da.“ Während sie das erzählt, entsorgt unten eine Frau aus den Wohnblocks der Einheimischen leere Flaschen an der Ecke zum Hof des Flüchtlingsheims und verschwindet in einer Kneipe, die wie eine improvisierte Garage aussieht.

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27. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Romania faces a rush of migrant boats as smugglers test new routes to Europe“ · Kategorien: Rumänien, Türkei · Tags:

PRI | 26.09.2017

During World War II, Romania’s Jewish refugees, fleeing extermination in Europe, would pay to cram aboard flimsy boats crossing the Black Sea to the Middle East. In 2017, Romania’s shores have been the recipient of migrant boats traveling the journey in reverse, as a rarely-used smuggler’s passage is reactivated.

Andrew Connelly

The beaches of Greece and Italy have been a waypoint for more than a million migrants and refugees crossing the Mediterranean to Europe in recent years. Thousands have died, including more than 2,500 just this year.

Meanwhile, Romania’s Black Sea coastline remained quiet. In 2015, one boat of 68 migrants arrived. In 2016, it was just one person — a Belarusian man who was found floating on a homemade vessel allegedly aiming for Latin America. Romania is also far enough east that it was mostly avoided by refugees traveling from Turkey to Germany along the path that became known as the “Balkan route.”

This summer has been different.

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18. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Neue Fluchtroute, alte Gefahr: Über das Schwarze Meer“ · Kategorien: Bulgarien, Rumänien, Türkei · Tags:

nd | 17.09.2017

Nach der Abschottung der Mittelmeerroute versuchen Flüchtlinge vermehrt, das Schwarze Meer zu überqueren

Die See war aufgewühlt, starke Windböen wehten über das Wasser. Bis zu drei Meter hoch schlugen die Wellen auf dem Schwarzen Meer in der vergangenen Woche. Der rustikale Fischkutter »Ruya 1« verlor unter diesen Bedingungen in der Nacht die Kontrolle, er driftete ab. Die rumänische Küstenwache konnte das sich in Seenot befindende Boot gerade noch in letzter Sekunde entdecken. 153 Menschen aus Iran und Irak, ein Drittel Kinder, wurden gerettet. Die Soldaten brachten die Flüchtlinge zum Hafen von Midia und übergaben sie dort Vertretern der Einwanderungsbehörde. Es waren nicht die ersten Schutzsuchenden, die dort ankamen.

Rund 500 Flüchtlinge in fünf Booten versuchten zwischen August und September die rumänische Küste zu erreichen. Gemessen an den 100.000 Menschen, die dieses Jahr in Europa über das Mittelmeer ankamen, fällt das kaum ins Gewicht. Nachdem durch die jüngsten Abschottungsbemühungen Italiens und der EU die Strecke zwischen Libyen und Sizilien jedoch so gut wie geschlossen ist, könnten diese Ankünfte aber auch als Vorboten und Testversuche einer neuen Route gedeutet werden.

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15. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrants stuck on endless ferry journey as countries refuse entry“ · Kategorien: andere Länder, Rumänien, Ukraine · Tags: ,

The Guardian | 14.09.2017

Men stowed away on Istanbul to Odessa ferry and are stuck at sea while both Turkey and Ukraine refuse to take them

Twelve migrants, apparently from North Africa, have been sailing to and fro between Istanbul and Odessa on a Danish passenger ferry for the last seven weeks, locked in four cabins with no country willing to take them.

According to the operator, DFDS, Turkey and Ukraine both refuse to accept the men.

“There has been a tendency to violence and aggressions and they have threatened to jump overboard … so there is no alternative to locking them inside the cabins,” a DFDS spokesman said on Thursday.

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13. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flucht über über den Balkan: Neue Route über das Schwarze Meer“ · Kategorien: Rumänien, Türkei · Tags:

ARD Tagesschau | 13.09.2017

12. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Smugglers make test runs with migrants across even more deadly Black Sea route“ · Kategorien: Rumänien, Türkei · Tags: ,

The Guardian | 12.09.2017

Rise in boats intercepted by Romanian coastguard fuels fears that smugglers are trying to reactivate dangerous transit passage to Europe

More than 22,500 migrants have reportedly died or disappeared globally since 2014 – more than half of them perishing while attempting to cross the Mediterranean, according to a study by the International Organisation for Migration (IOM).

A clampdown on Europe’s eastern borders has forced migrants to choose more dangerous routes as the death toll in the Mediterranean continues to rise despite a drop in the overall number of arrivals, data compiled by the UN’s migration agency shows.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „305 Syrian migrants reach Cyprus; 313 are stopped in Turkey“ · Kategorien: andere Länder, Bulgarien, Mittelmeer, Rumänien, Türkei · Tags:

The Washington Post | 10.09.2017

NICOSIA, Cyprus — Cyprus police arrested a 36-year-old man Sunday for allegedly driving one of two boats that brought 305 Syrian refugees to the Mediterranean island’s northwestern coast.

Another 29-year-old man was also taken into custody on suspicion of migrant trafficking.

Police spokesman Michalis Ioannou said the 202 men, 30 women and 73 children arrived about midnight in what is thought to be the largest number of migrants to reach Cyprus in a single day. He said they departed from Mersin, Turkey, on Saturday.

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