13. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrationspolitik: Paris strafft Asylverfahren“ · Kategorien: Frankreich · Tags: ,

NZZ | 12.07.2017

Die französische Regierung präsentiert einen Aktionsplan: Asylentscheide sollen höchstens sechs Monate brauchen, abgewiesene Asylbewerber konsequent ausgeschafft werden.

von Rudolf Balmer, Paris

Frankreichs Premierminister Edouard Philippe hat am Mittwoch einen «Aktionsplan» vorgestellt, der das doppelte Ziel erfüllen soll, einerseits das Asylrecht zu gewährleisten und die Aufnahme der zugelassenen Flüchtlinge zu verbessern und anderseits die Einwanderungskontrolle zu verschärfen. Philippe meinte, die bisherige Praxis in beiden Bereichen sei mit der Tradition Frankreichs nicht zu vereinbaren. Zur teilweisen Entschuldigung konnte er anführen, dass sowohl die Einwanderungskontrolle wie die Flüchtlingspolitik weitgehend von der internationalen und vor allem europäischen Koordination und Zusammenarbeit abhängen.

Weiterlesen »

10. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Bis zu 300.000 Flüchtlinge in der Warteschleife“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Die Welt | 09.07.2017

von Manuel Bewarder

Das Innenministerium rechnet im Laufe des Jahres 2017 mit rund 180.000 schutzsuchenden Flüchtlingen in Deutschland.

Das Land ist allerdings bei Unterbringung, Versorgung und Integration mehr gefordert, als die Asylzahlen nahelegen.

Das Auswärtige Amt schätzt, dass bald zusätzlich bis zu 300.000 Syrer und Iraker zu Angehörigen in Deutschland reisen.

Wer wissen will, wie viele Flüchtlinge jedes Jahr nach Deutschland kommen, hat es nicht leicht. Das Innenministerium hat gerade veröffentlicht, dass im ersten Halbjahr 90.389 Asylsuchende gezählt wurden. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr landet man bei rund 180.000 Schutzsuchenden. Das wiederum läge nur knapp unter der CSU-Obergrenze von 200.000 – aber auch meilenweit entfernt von den rund 890.000 Asylsuchenden im Rekordjahr 2015.

Weiterlesen »

05. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Europa oder tot“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , , ,

der Freitag | 05.07.2017

Libyen – Die Zahl der Todesopfer steigt immer weiter, Rettungsschiffe der EU sind kaum zu sehen. Unser Autor hat freiwillige Helfer auf der Sea-Watch im Mittelmeer begleitet

BARTHOLOMÄUS VON LAFFERT

Target! Vier Meilen voraus. Halb Instinkt, halb Erfahrung sagen Reinier Boere an diesem Morgen, dass er richtig liegt. Der schwarze Balken, den man durch das Fernglas am Horizont erkennt. Die Punkte, die bald zu Köpfen werden. Nach wenigen Minuten die Gewissheit: Das sind keine libyschen Fischer, das ist ein heillos überfülltes Holzboot, vollgepackt mit Menschen. Flüchtlinge aus Libyen.

Noch ist es kühl auf dem Mittelmeer. In der Search-and-Rescue-Zone, 18 Meilen vor der libyschen Küste, auf dem Ausguck der Sea-Watch 2. Gerade erst hat das Meer die Sonne ausgespuckt, Boere hat die schwarze Trainingsjacke bis zum Kinn zugezogen, die weinrote Baseball-Kappe sitzt tief im Gesicht, aus seinen Kopfhörern wummert Techno-Musik. Ein obligatorischer Blick auf die Uhr. 6 Uhr 15 Minuten. Ernstes Nicken. „Um Mitternacht wurden die Menschen von den Schleppern losgeschickt.“

Weiterlesen »

30. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingssituation auf Chios unerträglich“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

DW | 29.06.2017

Tausende Migranten hängen auf der griechischen Insel Chios fest. Sie dürfen nicht aufs Festland, aber freiwillig zurück in die Türkei wollen sie auch nicht. Marianna Karakoulaki und Dimitris Tosidis berichten aus Chios.

Auf den ersten Blick wirkt Souda auf der Insel Chios wie ein Urlaubsparadies, wie man es in Katalogen anpreisen könnte. Der Strand ist voller Menschen, die lachen, schwimmen und angeln. Doch dieser Eindruck täuscht. Souda ist zu einem riesigen Flüchtlingslager mit Tausenden von Menschen geworden.

Das Lager liegt um die venezianischen Mauern, ein Wohngebiet und einen Strand herum und platzt aus allen Nähten. Deshalb haben die Bewohner auch eigene kleine Zelte am Strand aufgeschlagen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Souda eines der schlimmsten Flüchtlingslager in ganz Griechenland ist. Die Insel Chios, nur sieben Kilometer vor der türkischen Küste, die einmal Flüchtlinge willkommen hieß, ist heute ein Internierungslager mit fast 4.000 Menschen, die hier wie in einem Freiluftgefängnis festsitzen. Die Lebensbedingungen sind katastrophal und verschlechtern sich jeden Tag weiter. Hilfe von den örtlichen Behörden oder der griechischen Regierung gibt es so gut wie keine. Unsere Interviewanfragen an das griechische Migrationsministerium und die Inselbehörden blieben unbeantwortet.

Weiterlesen »

26. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge aus Afghanistan: Abschiebung über Umwege“ · Kategorien: Deutschland, Skandinavien · Tags: , ,

Süddeutsche Zeitung | 25.06.2017

  • Die Bundesregierung hat einen geplanten Abschiebeflug abgesagt – dennoch schickt sie indirekt weiter Flüchtlinge nach Afghanistan.
  • Am 13. Juni hatte Deutschland Asylbewerber nach Oslo ausgeflogen. Dort gilt kein Afghanistan-Moratorium, und die norwegischen Behörden schieben auch Familien mit Kindern nach Kabul ab.

Von Moritz Geier und Bernd Kastner

Der für Mittwoch geplante Abschiebeflug abgelehnter Flüchtlinge nach Afghanistan ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitungabgesagt worden. Vorgesehen war, dass vom Flughafen Leipzig aus unter anderem Straftäter nach Kabul geflogen werden. Der Flug soll aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Bundesregierung habe den Transport nicht aus Sicherheitsbedenken verschoben; vielmehr sei die Arbeitsfähigkeit der deutschen Botschaft in Kabul nach dem schweren Anschlag Ende Mai noch nicht hergestellt, die Mitarbeiter dort könnten die Abschiebung nicht logistisch begleiten, berichtet der Spiegel. Innenministerium und Auswärtiges Amt wollten die Absage nicht bestätigen oder kommentieren.

Weiterlesen »

22. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Rif: 4 Verfolgte fliehen über das Meer nach Spanien · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Yabiladi | 21.06.2017

Hirak : Quatre migrants clandestins du Rif demandent l’asile politique à l’Espagne

Le Hirak prend une tournure aux conséquences inquiétantes pour l’image du royaume en Europe. Quatre jeunes migrants arrivés en Espagne à bord d’une embarcation de fortune ont demandé l’asile politique.

Mohammed Jaabouk

Quatre jeunes originaires du Rif ont sollicité l’asile politique à l’Espagne. Ils se présentent en tant que manifestant du Hirak ayant fui Al Hoceima. Les requêtes ont été déposées au port de Motril (Grenade) quelques heures seulement après que des éléments de la Guardia Civil les aient sauvés de la noyade. Weiterlesen »

11. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Asylcamp in Ungarn „Das hier ist ein Gefängnis“ · Kategorien: Ungarn · Tags: ,

ARD Tagesschau | 11.05.2017

120 Flüchtlinge leben im ungarischen Lager Röszke und warten auf ihr Asylverfahren. Wer gehen will, kann gehen – aber landet ohne Perspektive im Niemandsland. Eine Abgeordnete des EU-Parlaments konnte sich vor Ort umsehen.

Von Karin Bensch, ARD-Studio Brüssel

Eine Schotterstraße führt von der Autobahn zum Flüchtlingslager in Röszke, einem kleinen Ort im Südosten Ungarns, an der Grenze zu Serbien. Die SPD-Europaabgeordnete Birgit Sippel war mit Kollegen dort, um sich einen Eindruck von dem Asylcamp zu machen. Dort hinein zu kommen, sei schon gar nicht so einfach gewesen, erzählt sie.

„Es hat einiger Abstimmungen im Vorfeld bedurft. Wir mussten uns anmelden, unsere Ausweise vorzeigen. Wir sind dann aber reingekommen. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass man schon noch ein bisschen aufgeräumt hatte, um uns nur die schönen Seiten zu zeigen“, sagt sie.

Weiterlesen »

05. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für „Dieser Vergleich zeigt die Dimension der Asylzuwanderung“ · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,

Welt | 04.05.2017

Nach Deutschland kamen 2017 bisher mehr Schutzsuchende, als Flüchtlinge über EU-Außengrenzen einreisten. Viele kommen aus Italien hierher. CDU und CSU bestehen deshalb auf Grenzkontrollen.

Längst erfolgt der Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland nicht mehr so zügig wie vor der weitgehenden Abriegelung der Türkei-Griechenland-Balkanroute vor mehr als einem Jahr. Dennoch kommen seither immer noch Monat für Monat rund 15.000 neue Schutzsuchende über die deutschen Grenzen.

Aufhorchen lässt, dass mit rund 60.000 in diesem Jahr bis Ende April mehr Asylsuchende nach Deutschland kamen, als im selben Zeitraum über die europäischen Außengrenzen einreisten. Das waren nämlich laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) nur rund 44.000, davon allein 37.000 in Italien.

Weiterlesen »

24. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Immer weniger Afghanen als Flüchtlinge anerkannt“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

DW | 24.03.2017

Immer mehr Anträge von afghanischen Flüchtlingen auf Asyl in Deutschland werden abgelehnt. Seit 2015 sei die Quote um fast 30 Prozentpunkte gesunken. Das berichtet die „Passauer Neue Presse“.

Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus Afghanistan sinkt einem Zeitungsbericht zufolge kontinuierlich. 2015 hätten noch 77,6 Prozent der Asylsuchenden aus dem Land am Hindukusch in Deutschland Schutz erhalten, im vergangenen Jahr nur noch 60,5 Prozent, berichtete die „Passauer Neue Presse“. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sei die bereinigte Schutzquote auf 47,9 Prozent gesunken. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Demnach wurde im Januar und Februar über 27.639 Asylanträge inhaltlich entschieden, 14.403 davon seien abgelehnt worden.

Weiterlesen »

05. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Rund 268.000 Syrer haben Anspruch auf Familiennachzug“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Spiegel-Online | 05.04.2017

Etwa 268.000 Syrer in Deutschland haben laut einem Medienbericht das Recht, ihre Familie nachzuholen. Wie viele Menschen dadurch zusätzlich nach Deutschland kommen, lässt sich aber nur schwer vorhersagen.

Knapp 268.000 syrische Flüchtlinge in Deutschland haben derzeit einen Anspruch auf Familiennachzug. Zu diesem Schluss kommt ein internes Papier der Bundesregierung, über das die „Bild“-Zeitung berichtet. Für die genannte Zahl von Flüchtlingen finde die Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre nach dem Aufenthaltsgesetz keine Anwendung. Sie dürften also ihre Angehörigen nach Deutschland holen.

Die Bundesregierung hatte im Zuge des Flüchtlingszuzugs beschlossen, den Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz für zwei Jahre auszusetzen. Diesen Schutz erhalten Geflüchtete, die keinen Anspruch auf den vollen Flüchtlingsstatus haben.

Weiterlesen »

Seite 1 von 1912345...10...Letzte »