06. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Wohin steuert die italienische Regierung? · Kategorien: FFM-Texte, IT, Italien, Libyen, Malta, Tunesien · Tags: , ,

Wird die neue italienische Regierung die extralegale Arbeit der italienischen Geheimdienste und des Militärs an der libyschen Küste beerben und die Kontrolle über die italienisch-libyschen Push-Back-Dispositive gewinnen? Auch mehrere Tage nach der italienischen Regierungsbildung halten die regierungsinternen Kämpfe um die Kontrolle des Geheimdienstes an, wie die Huffington Post meldet. Die Geheimdienste unterstehen nur temporär dem Regierungschef Conte. Würde ihre Kontrolle auch dem Innenminister Salvini (Lega) zugeschlagen werden, entstünde ein Ungleichgewicht in der Machtverteilung zwischen Lega und Cinque Stelle. Die italienischen Geheimdienste und Militärs haben im vergangenen Jahr Teile der libyschen Küstenmilizen in eine sogenannte Küstenwache verwandelt, die faktisch dem italienischen Kommando untersteht. Innenminister Salvini hat dementsprechend als erstes die Arbeit seines Vorgängers Minniti (Partito Democratico) gelobt, der die berüchtigten Geheimdienst- und Rollback-Operationen an der westlibyschen Küste eingefädelt und gesteuert hat. Aber Minniti hat sich bislang, wie die Huffington Post schreibt, nicht bei Salvini zurückgemeldet, so dass eine reibungslose Übergabe der migrationsfeindlichen Innenministeriumsabteilungen nicht gesichert ist.

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05. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Möglicherweise mehr als 110 Tote bei Bootsunglück vor Tunesien · Kategorien: DT, EN, Italien, Tunesien · Tags: ,

Zeit Online | 04.06.2018

Rom (dpa) – Bei dem Bootsunglück im Mittelmeer vor der tunesischen Küste könnten am Wochenende mehr als 110 Menschen ums Leben gekommen sein. Neben 48 geborgenen Leichen gebe es „vielleicht mehr als 64 Vermisste“, twitterte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration. Das IOM-Büro in Tunesien erhöhte am Abend die Zahl der ins Krankenhaus gebrachten Toten auf 60. Mehr als 70 Migranten hätten das Unglück nahe der Inselgruppe Kerkenna überlebt. Die Opfer sind offenbar hauptsächlich Tunesier

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taz | 05.06.2018

Gekentertes Fischerboot bei Tunesien: Das Grab vor der Küste

Vor den Kerkenna-Inseln starben zahlreiche Menschen bei einem Bootsunglück. Das Archipel wird zunehmend zum Startpunkt für die Flucht nach Europa.

Mirco Keilberth

Mindestens 48 Migranten sind am vergangenen Samstag gestorben, nachdem ein Fischerboot vor den tunesischen Kerkenna-Inseln gekentert ist. Ein Aufklärungsflugzeug und ein Patrouillenboot der tunesischen Armee retteten Dutzende Überlebende, die im Wasser trieben. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) überlebten 70 Migranten.

IOM-Sprecher Flavio di Giacomo glaubt, dass die Opferzahlen wie bei vielen anderen Unglücken nur grobe Schätzungen sind. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter vermutete di Giacomo am Montag es seien „vielleicht mehr als 64 Vermisste“. Es ist das seit einem Jahr schwerste Unglück im südlichen Mittelmeerraum, seit im Februar vor der libyschen Küste mindestens 90 Menschen ertranken.

Ein Überlebender sagte dem Radiosender Mosaique FM aus Tunis, dass die mehr als 180 Insassen innerhalb weniger Minuten über Bord gingen, nachdem das 9 Meter lange, überladene Holzboot voll Wasser lief. Der angeblich von den Kerkenna-Inseln stammende Kapitän flüchtete, ohne ein Notsignal abgegeben oder andere Schiffe zu Hilfe geholt zu haben.

Zur Herkunft der Passagiere gibt es unterschiedliche Angaben: Zeugen sagten der taz, die Opfer kämen mehrheitlich aus Westafrika. Das tunesische Verteidigungsministerium gab allerdings an, dass es sich hauptsächlich um Tunesier handele. Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der tunesischen Regierung 5.700 Tunesier versucht, über den Seeweg nach Italien zu gelangen – auch wenn sie in der EU so gut wie keine Chance auf eine offizielle Aufenthaltsberechtigung haben.

Jonathan Akufo aus Ghana ist einer von denen, die das Unglück überlebt haben. Er wird im Krankenhaus der Hafenstadt Sfax behandelt. „Wir hielten uns 9 Stunden an Holzplanken über Wasser fest, aber nicht alle haben so lange durch gehalten“, sagte er der taz.

Schmuggler weichen auf Tunesien aus

Eigentlich starten wesentlich weniger Migranten auf Booten Richtung Italien als vom chaotischen Nachbarland Libyen. Während die tunesische Marine seit Jahren regelmäßig Fischerboote kontrolliert, kreuzen libysche Patrouillen erst seit diesem Jahr verstärkt vor Sabratha, Zuwara oder Khoms.

Doch seit die Häfen und Strände im benachbarten Libyen von Milizen und der neu aufgebauten Marine schärfer kontrolliert werden, starten von den Kerkenna-Inseln wöchentlich Fischerboote mit Migranten in Richtung Sizilien. Vor allem die katastrophalen Zustände in den Lagern für aufgegriffene Migranten an der libyschen Küste und Entführungen veranlassen viele Schmuggler dazu, wieder nach Tunesien auszuweichen.

Auch das harte Durchgreifen der algerischen Sicherheitskräfte gegen Migranten hat dazu geführt, dass wie 2011 Hunderte Migranten im Niemandsland zwischen Tunesien und Libyen südlich des Grenzübergangs Ras Jadir auf einen Platz in einem tunesischen Fischerboot warten. Die informelle Ökonomie, der Schmuggel über die Grenzen zu Algerien und Libyen, hat nach Meinung von Experten längst den Tourismus als wichtigste Devisenquelle abgelöst. Tunesien leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, die gerade den Süden besonders trifft.

Die EU-Länder sorgen für 70 bis 80 Prozent des tunesischen Außenhandels. Geht es nach Brüssel, werden die Grenzen nach Europa zwar für in Tunesien produzierte Oliven und Textilien durchlässiger, nicht aber für Arbeitsmigranten und Flüchtlinge. Italien trainiert und finanziert tunesische Polizeipatrouillen. Dafür nimmt Tunesien wiederum Staatsbürger zurück, nicht aber Migranten aus Drittstaaten. Pläne für Aufnahmelager von Migranten bei Ras Jadir sind jedenfalls wieder vom Tisch, die Behörden fürchten, diese könnten zu Brutstätten für Radikalisierung werden und Touristen fernhalten.

Auf den Kerkenna-Inseln gab es im vergangenen Jahr soziale Unruhen, viele Fischer auf dem rund 40 Kilometer langen Archipel können von ihrem Beruf nicht mehr leben. Die steigenden Wassertemperaturen sorgen dafür, dass sie immer weiter aufs Meer hinausfahren müssten.

„Bereits 30 Kilometer vor der Insel nehmen uns die italienischen Industrieschiffe den Fang vor der Nase weg, ich habe rund 60 Prozent weniger Einkommen als vor 10 Jahren“, klagt ein Fischer, der anonym bleiben will. In seinem Beruf ist meist kaum mehr als 400 Euro im Monat zu verdienen. „Zwei Fahrten pro Jahr mit Migranten nach Italien bringen mir mehr Einkommen als der Fischfang in den restlichen Monaten.“

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mosaiquefm | 04.06.2018

Drame de Kerkennah: 32 cadavres de victimes identifiés

Le nombre de cadavres identifiés et remis à leurs familles a atteint 32. Durant la journée, 8 cadavres dont la majorité est originaire d’El Hamma à Gabès. Ils ont été remis à leurs familles, trois originaires de Béni Khedache à Médenine, un de Tataouine et un autre d’Ennadhour à Zaghouan.

Aucun cadavre des victimes tunisiennes n’est resté à la morgue du CHU Habib Bourguiba à Sfax à l’exception de deux en plus de 14 cadavres d’africains.

Par contre, aucun cadavre n’a été repêché aujourd’hui à cause des mauvaises conditions météo et la visibilité très réduite pour les sauveteurs.
Les opérations de recherche doivent reprendre mardi matin au lieu du naufrage au large de Kerkennah.

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mosaiquefm | 05.06.2018

Drame de Kerkennah : l’enquête confiée aux inspecteurs du MI

Suite à sa visite effectuée au gouvernorat de Sfax pour superviser le conseil régional de la sécurité dans la région qui a eu pour objet, le naufrage d’un bateau transportant des migrants clandestins, au large des côtes de Kerkennah le ministre de l’intérieur, Lotfi Brahem a ordonné l’inspecteur central et les inspecteurs des directions générales de la garde nationale et de la sécurité nationale de se rendre à Kerkennah pour enquêter, sur place, sur ce drame ayant causé la mort de dizaines de personnes, et déterminer les responsabilités.

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TAP | 04.06.2018

Tunisia voices great surprise at Italian new Interior Minister’s comments on migration

Italian ambassador in Tunis Raimondo De Cardona was summoned on Monday at the Ministry of Foreign Affairs where he was conveyed Tunisia’s great surprise at the comments by Italian new Minister of Interior Matteo Salvini.

During a local campaign stop in Sicily on Sunday, Salvini said Tunisia was a free and democratic country that isn’t experiencing „wars, epidemics, famines or pestilence.“ And yet, he continued, Tunisia „isn’t exporting gentlemen, it seems more often they’re exporting convicts.“

In a statement, the ministry stressed that these statements do not reflect the level of co-operation between the two countries in the field of migration.

The Italian interior minister’s remark shows a lack of knowledge of the various co-ordination mechanisms established between the Tunisian and Italian services in charge of the fight against irregular migration, said the same source.

The department reaffirms, in its statement, Tunisia’s concern to work with the Italian new government to strengthen the relations of friendship and strategic co-operation between the two countries.

Following the release of the statement, the Italian ambassador contacted the department to convey the clarifications of the Italian minister who instructed him to clarify that his comments were taken out of context.

He affirmed his commitment to develop co-operation with Tunisia in areas under his competence.

04. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für A Deadly Weekend in all three Regions of the Mediterranean · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags: ,

Alarmphone | 04.06.2018

Yesterday, in a short statement, we condemned the violence of EU borders that had led to the death of dozens of precarious travellers in the Aegean Sea, and in the Central Mediterranean. Now, after a weekend in which we were involved in various distress cases, we want to highlight the devastation that has taken place in all three regions of the Mediterranean Sea over the last three days.

Off Tunisia, following yesterday’s shipwreck, the death toll has increased to over 50, and more can be presumed to have died, as many remain missing.

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04. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Spanien: 93 Boat-people gerettet · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

La Vanguardia | 31.05.2018

Rescatados 93 inmigrantes de seis pateras en el Estrecho de Gibraltar

Algeciras (Cádiz), 31 may (EFE).- Salvamento Marítimo ha rescatado esta mañana en el Estrecho de Gibraltar a 93 inmigrantes que iban a bordo de siete pateras y que han sido trasladados a los puertos gaditanos de Tarifa y Barbate.

Fuentes de Salvamento han explicado que el dispositivo de búsqueda se inició a las 05.30 horas y en él han participado dos embarcaciones el helicóptero „Helimer 220“, coordinados desde el centro de Tarifa.

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04. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Flucht über das Mittelmeer: Dutzende Menschen bei Bootsunglücken ertrunken · Kategorien: DT, Mittelmeer, Tunesien, Türkei · Tags: ,

Spiegel Online | 03.06.2018

Bei Bootsunglücken im Mittelmeer sind erneut Dutzende Flüchtlinge umgekommen. Vor der tunesischen Küste starben mehr als 40 Menschen. Vor der türkischen Südküste ertranken mindestens neun Flüchtlinge, darunter sechs Kinder.

Mindestens 68 Menschen überlebten das Unglück vor der tunesischen Küste. Sie seien nach der Havarie in der Nacht zum Sonntag von Marine und Küstenschutz gerettet worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Doch für 46 Passagiere kam die Hilfe zu spät. Ihre Leichen wurden inzwischen geborgen.

Das Schiff, auf dem sich Migranten aus Tunesien und anderen Ländern befunden hätten, soll vor der Provinz Sfax gesunken sein. Lokale Medien hatten berichtet, es seien 120 Personen an Bord gewesen. Marine und Küstenschutz suchten nahe der Inselgruppe Kerkenna mit Luftunterstützung nach weiteren Opfern.

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29. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Algerien, Oran: Toter angespült · Kategorien: Algerien · Tags: ,

Oran: Un autre cadavre de migrant rejeté par la mer

par J. B.

Un autre cadavre a été rejeté par la mer avant-hier sur le littoral oranais. En effet, le corps sans vie d’un jeune Subsaharien a été repêché, dimanche à 15h00 au niveau de la plage l’étoile dans la commune de Bousfer, selon la Protection civile.

La dépouille en état de décomposition avancée a été déposée à la morgue de l’hôpital d’Aïn El Turck. La victime serait, selon la Protection civile, un migrant clandestin.

24. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Spanien: 45 Boat-people gerettet · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

El Periódico | 22.05.2018

Rescatados 45 inmigrantes, uno de ellos un niño, de dos pateras avistadas en Cabo de Gata

Salvamento Marítimo y la Guardia Civil han procedido en la tarde de este martes al rescate de un total de 45 personas, una de ellas un niño y todas en aparente buen estado de salud, que viajaban en dos infraembarcaciones localizadas a pocas millas de Cabo de Gata. Según han indicado a Europa Press fuentes de Salvamento, la primera embarcación ha sido avistada por el yate ‚Fénix‘, yendo a recogerla la patrullera Río Almanzora de la Guardia Civil, que ha interceptado la patera a 23 millas al este del Cabo de Gata, con once personas en su interior. En el segundo caso, el ferry ‚Sorolla‘ ha alertado de la presencia de una embarcación ilegal con 34 personas, entre ellas un menor de edad, a 39 millas al suroeste del Cabo de Gata, por lo que la Salvamar Spica se ha desplazado hasta el lugar para recogerlos. En ambos casos, los inmigrantes están siendo trasldados hasta el Puerto de Almería.

24. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für African migrants: terrifying Atlantic crossing · Kategorien: Senegal · Tags:

The Guardian | 23.05.2018

Men rescued off Brazil after 35 days at sea tell of harrowing 3,000km journey on which some drank urine to survive

Dom Phillips in Rio de Janeiro

In the days after the food and water had run out, as the catamaran drifted helplessly in the Atlantic with a snapped mast and broken motor, there was nothing left to do but pray, said Muctarr Mansaray, 27.

“I pray every day. I pray a lot at that particular moment. I don’t sleep at night,” he said.

Mansaray and 24 other African migrants had set out from the African nation of Cape Verde in April, on what they were told by the two Brazilian crewmen would be a relatively quick and easy voyage to a new country where they hoped to find work.

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19. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Westliches Mittelmeer: Mehr Tote · Kategorien: Algerien, Marokko, Spanien · Tags: , ,

https://www.yabiladi.com/articles/details/65030/depuis-debut-2018-mediterranee-occidentale.html

Depuis début 2018, la Méditerranée occidentale a fait autant de morts qu’en 2017

Alors que l’Espagne fait face actuellement à une pression migratoire sans précédent depuis plus de dix ans, les migrants continuent d’arriver en traversant la Méditerranée occidentale, une route particulièrement meurtrière.

 
«Le Radeau de Lampedusa» (2016), de Jason de Caires Taylor, œuvre immergée au large de Lanzarote, dans l’archipel des Canaries. / Ph. Jason de Caires Taylor (DACS – ARTIMAGE 2018)

Dimanche 29 avril, les corps sans vie de 15 migrants qui tentaient de rejoindre l’Espagne ont été retrouvés sur une embarcation à la dérive, près des eaux algériennes. «Le mois s’est terminé comme il a commencé», fait justement remarquer le quotidien espagnol El País : il s’est achevé sur l’espoir avorté de caresser le rêve européen.
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15. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Algerische Boat-people starten von Libyen aus · Kategorien: Algerien, Italien, Libyen · Tags: ,

http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5261327

Am Samstag hat die Aquarius (SOS Mediterranée) 73 Boat-people vor Libyen gerettet. Unter ihnen waren 37 Algerier*innen.

37 harraga algériens secourus au large de la Libye

par R.N.

Quelque 73 migrants, dont trois enfants, ont été secourus samedi au large de la Libye par l’Aquarius, navire affrété par SOS Méditerranée et Médecins sans frontières (MSF), selon une photographe de l’AFP se trouvant à bord. Parmi les personnes secourues figuraient 12 femmes, 9 adolescents et 3 enfants. 37 sont algériens, les autres étant presque tous originaires d’Afrique subsaharienne. Par ailleurs, l’ONG allemande Seefuchs ont annoncé avoir récupéré 19 personnes qui étaient en route pour le port sicilien de Trapani où elles seront débarquées. Selon un tweet de l’Organisation internationale pour les migrations (OIM), les gardes-côtes libyens ont quant à eux récupéré 241 personnes reconduites en Libye, ce qui porte leur total à 6.400 cette année.
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