08. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Familiennachzug gelingt nur in wenigen Fällen“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland · Tags:

Zeit Online | 07.10.2017

Anerkannte Flüchtlinge haben das Recht auf Familienzusammenführung. Doch nur wenige Verwandte sind 2017 nach Deutschland nachgezogen – viele sitzen in Griechenland fest.

Die Bundesregierung verzögert genehmigte Familienzusammenführungen von Flüchtlingen mit ihren in Griechenland festsitzenden Angehörigen. Nur in 6,5 Prozent der Fälle im laufenden Jahr gelangten die Menschen auch nach Deutschland. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung.

Demnach erhielten von Januar bis September 2017 etwa 4.950 Angehörige von in Deutschland lebenden Flüchtlingen Zusagen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für eine Weiterreise nach Deutschland. Tatsächlich überstellt wurden aber nur 322 von ihnen. In zwei Drittel der Fälle ging es um syrische Flüchtlinge, bei den übrigen vorwiegend um Afghanen und Iraker. 60 Prozent der Betroffenen waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

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17. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Familiennachzug: Langfristig kommt etwa ein Angehöriger pro Flüchtling“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Welt | 17.09.2017

Der Familiennachzug erreicht langfristig etwa den Umfang der anerkannten Schutzberechtigten.

Von 1998 bis Mitte 2017 wurden rund 1,39 Millionen Visa für den Nachzug von Angehörigen nach Deutschland erteilt.

Im selben Zeitraum wurden rund 967.000 Schutzsuchende in Deutschland anerkannt.

Warum das wichtig ist:

Bisher hat die Bundesregierung noch keine Prognose zum Umfang des gesamten Familiennachzugs zu den in den vergangenen Jahren eingereisten Schutzsuchenden abgegeben.

Alarmistische Prognosen von drei oder mehr nachziehenden Familienmitgliedern pro Flüchtling sind äußerst unwahrscheinlich. Ein Langfristvergleich spricht dafür, dass durchschnittlich ungefähr ein Angehöriger nachkommen wird.

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10. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Union erwägt Obergrenze beim Familiennachzug“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Zeit Online | 10.09.2017

Politiker von CDU und CSU fordern grundlegende Änderungen beim Familiennachzug von Flüchtlingen. Im Gespräch ist die Einführung eines Jahreslimits.

Mehrere Unionspolitiker fordern beim Familiennachzug von Flüchtlingen einen Systemwechsel: Im Gespräch sind eine Art variable Obergrenze und eine Familienzusammenführung außerhalb Deutschlands. Der Obmann im Bundestagsinnenausschuss, Armin Schuster (CDU), sagte der Welt am Sonntag: „Was wir letztendlich brauchen, ist ein atmender Richtwert für die gesamte humanitäre Zuwanderung, also für selbst Eingereiste und ihre nachziehenden Familien.“ Dieser solle entsprechend der Aufnahmefähigkeit Deutschlands jedes Jahr neu beschlossen werden. „Wenn wir dann feststellen, dass mehr Schutzsuchende unerlaubt einreisen, als erwartet, muss der Familiennachzug entsprechend gedrosselt werden. Umgekehrt gilt das natürlich auch“, sagte Schuster

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08. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Tracing the Channels Refugees Use to Seek Protection in Europe · Kategorien: EU · Tags: , , ,

MPI | 09.2917

By Susan Fratzke and Brian Salant

As European policymakers and advocates increasingly express interest in developing managed, legal alternatives to the dangerous, unauthorized journeys many refugees undertake when searching for protection, there is a pressing need to inform the debate with reliable and comprehensive data—both on how protection seekers currently enter Europe and how new pathways are likely to be used.

Yet as this report explains, it is „nearly impossible“ at present to obtain a clear picture of how protection seekers enter Europe and what legal channels are available to them. Still, while incomplete, data from EURODAC, Eurostat, Frontex, the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR), and national databases, suggest several important trends:

  • A plurality, and possibly a majority, of asylum seekers arrive in Europe via unauthorized channels.
  • Refugees who receive protection after filing a spontaneous asylum claim outnumber those granted protection through resettlement or humanitarian admissions about ten to one.
  • In Member States that make such data available, family reunification appears to be as important a channel for legal entry as asylum for individuals in need of protection.

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10. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Refugees call for protests against the limitation of family reunifications from Greece to Germany · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

w2eu | 10.08.2017

After a protest which took place on August 2nd, 2017 in front of the German Embassy, more and more refugee families are uniting to demand their immediate transfer to Germany. On August 7th they continued their struggle with dozens of families in the Himalaya offices, the only travel agency responsible to issue them tickets and tomorrow, on Thursday 10th of August 2017, they will protest again in front of the Greek Asylum Service in Katekhaki.

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08. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Abschiebungen trotz Schutzlosigkeit und miserablen Bedingungen“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland · Tags: , , ,

Pro Asyl | 07.08.2017

Die Situation für Flüchtlinge in Griechenland ist nach wie vor äußerst prekär, zum Teil katastrophal. Viele Schutzsuchende leben in Obdachlosigkeit oder in elenden Verhältnissen – darunter über 20.000 Kinder. Statt solidarisch mehr Menschen aus Griechenland aufzunehmen, bereitet Deutschland nun aber erste Dublin-Abschiebungen vor.

Sowohl das deutsche als auch das griechische Innenministerium bestätigten dem Nachrichten-Magazin Report Mainz, dass Dublin-Abschiebungen nach Griechenland wieder aufgenommen werden. Die Vorbereitungen für erste Überstellungen würden bereits getätigt. Dass die Zustimmung der griechischen Regierung die Folge massiven politischen Drucks ist, daran ließ der griechische Migrationsminister Mouzalas keinen Zweifel: »Es gab Druck aus EU-Ländern, dass wir wieder Abschiebungen nach Griechenland akzeptieren.«

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28. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Civil Society organisations raise concern over German violations of the right for family reunification for asylum seekers from Greece“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland · Tags: ,

ECRE | 27.07.2017

OPEN LETTER TO

  • UNHCR
  • COUNCIL OF EUROPE-COMMISSIONER FOR HUMAN RIGHTS
  • EUROPEAN COMMISSION-DG HOME-ASYLUM UNIT
  • EUROPEAN PARLIAMENT-LIBE COMMITTEE FOR CIVIL LIBERTIES, JUSTICE AND HOME AFFAIRS
  • FUNDAMENTAL RIGHTS AGENCY
  • MINISTER OF THE INTERIOR OF GERMANY
  • MINISTER FOR MIGRATION POLICY OF GREECE 

SUBJECT: ASYLUM SEEKERS’ TRANSFERS FROM GREECE TO GERMANY FOR FAMILY REUNIFICATION UNDER EU REGULATION 604/2013

Dear Madams/Sirs

The undersigned organisations would like to express our serious concerns on a de facto violation of the right for family reunification and breach of relevant provisions stipulated in the EU Regulation 604/2013 (Dublin III Regulation), regarding asylum seekers’ transfers from Greece to Germany under family reunification procedure.

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16. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsfamilien: Warten auf ein Wiedersehen in Deutschland“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland · Tags:

ARD Tagesschau | 16.07.2017

Sie sitzen oft lange in Griechenland fest und haben nur ein Ziel: ihren Angehörigen nach Deutschland folgen zu dürfen. Doch bei der Familienzusammenführung von Flüchtlingen tritt die Bundesregierung auf die Bremse.

Von Michael Lehmann, ARD-Studio Istanbul

Sprachunterricht in Thessaloniki bei der Flüchtlingshilfe von „Naomi“: Fatima aus Syrien sitzt mit leuchtenden Augen im kleinen engen Klassenzimmer und bekommt Lob von ihren beiden Lehrerinnen. Denn sie hat schon viel gelernt. „Ich heiße Fatima Achmad, ich komme aus Syrien. Ich wohne in Thessaloniki. Ich denke, ich möchte nach Deutschland gehen. Ich möchte meinen Sohn sehen. Und maybe das ist not richtig. Aber ich versuche“, sagt sie.

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10. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Bis zu 300.000 Flüchtlinge in der Warteschleife“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Die Welt | 09.07.2017

von Manuel Bewarder

Das Innenministerium rechnet im Laufe des Jahres 2017 mit rund 180.000 schutzsuchenden Flüchtlingen in Deutschland.

Das Land ist allerdings bei Unterbringung, Versorgung und Integration mehr gefordert, als die Asylzahlen nahelegen.

Das Auswärtige Amt schätzt, dass bald zusätzlich bis zu 300.000 Syrer und Iraker zu Angehörigen in Deutschland reisen.

Wer wissen will, wie viele Flüchtlinge jedes Jahr nach Deutschland kommen, hat es nicht leicht. Das Innenministerium hat gerade veröffentlicht, dass im ersten Halbjahr 90.389 Asylsuchende gezählt wurden. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr landet man bei rund 180.000 Schutzsuchenden. Das wiederum läge nur knapp unter der CSU-Obergrenze von 200.000 – aber auch meilenweit entfernt von den rund 890.000 Asylsuchenden im Rekordjahr 2015.

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04. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für „Tausende Flüchtlingskinder in Südosteuropa gestrandet“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags: , ,

DW | 04.05.2017

Nach Schätzungen von Unicef sind rund 25.000 Flüchtlingskinder in Südosteuropa gestrandet. Durch die schleppende Familienzusammenführung erlitten sie erhebliche emotionale Schäden, kritisiert das UN-Kinderhilfswerk.

Insgesamt hielten sich in Griechenland, Bulgarien, Serbien und weiteren Ländern der Region rund 75.000 Flüchtlinge und Migranten ohne klare Perspektive auf, teilte Unicef in Brüssel mit. „Obwohl sie ein legitimes Recht haben, zu ihren Familien in westeuropäischen Zielländern wie Deutschland und Schweden zu kommen, wissen die meisten gestrandeten Asylbewerber nicht, ob und wann ihnen die Weiterreise erlaubt wird“, hieß es.

Manche Mütter und Kinder hätten ihren Mann und Vater seit mehreren Monaten oder gar Jahren nicht gesehen. Der Prozess der Familienzusammenführung sei so schleppend und die Ungewissheit so groß, dass „beträchtlicher emotionaler Schaden und Angst“ bei den Kindern ausgelöst werde.

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