20. Mai 2015 · Kommentare deaktiviert für Kritik an EU-Kriegsplan: Fischereizerstörung und Datenmissbrauch befürchtet · Kategorien: Alarm Phone, EU, Italien, Libyen, Malta · Tags: , ,

Quelle: Malta Today

Die Kritik an dem EU-Kriegsplan im zentralen Mittelmeer, an der libyschen Küste mitsamt Kommandoaktionen in das libysche Landesinnere wächst. Die beiden libyschen Regierungen sehen die Souveränität des Landes durch einen solchen Kriegseinsatz verletzt. Sie befürchten, dass die libysche Fischerei damit zerstört würde, denn die Kriterien, welche Schiffe aufs Korn genommen und zerstört werden sollen, arbeiten Frontex und Europol aus, und sie zielten in erster Linie auf Fischer-Holzboote. Zudem kommt wachsende Kritik aus den USA. Die US-Regierung fürchtet offensichtlich, dass der Sicherheitsrat auch einberufen werden könnte, um die unmenschlichen Verhältnisse an der US-mexikanischen Grenze kritisch anzugehen; daher setzt die US-Regierung möglicherweise darauf, Migrationsthemen aus dem Sicherheitsrat herauszuhalten. – Die befragte private MOAS Rettungsinitiative, die mit Erlaubnis der libysch-tripolitanischen Regierung ihre Drohnen in den libyschen Luftraum schicken darf, antwortet nicht eindeutig mit einer kritischen Stellungnahme gegen den EU-Kriegsplan. Es muss befürchtet werden, so dieser Zeitungsartikel aus Malta, dass der Datenfluss der MOAS und anderer Initiativen in die EU-Kriegsaktionen eingespeist werden.

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07. Mai 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Phosphat-Umweltverschmutzung im Golf von Gabes · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

„[…] Ein beißender Geruch von Ammoniak liegt in der Luft, aus einem Kanal blubbert eine zähflüssige schwarze Brühe und fließt direkt ins Meer. „Früher gab es immer Fisch zum Abendessen, wenn die Bauern die Felder gepflügt haben. Das Meer war so nah, dass es die Fische auf die Felder gespült hat. Als ich klein war, bin ich mit den Fischen und den Garnelen zusammen im Meer geschwommen. Ich schwöre bei Gott, mit den Garnelen!“, berichtet Mondher. Er ist Krankenpfleger und in Chatt Essalam aufgewachsen, einem Vorort von Gabes. Eine Oase direkt am Meer, das ist in Tunesien einzigartig.

Doch seit Anfang der 70er-Jahre, seit die tunesischen Chemiewerke ihre Fabrik in Gabes gebaut haben, gibt es in der Oase immer weniger Landwirtschaft. Und wenn das Meer überhaupt noch etwas an den Strand spült, dann sind es meistens tote Fische oder qualvoll verendete Schildkröten. […]“

vollständiger Text:

http://www.tagesschau.de/ausland/tunesien720.html

10. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Fischfang und die Entstehung von Grenzen auf See · Kategorien: andere Länder, Lesehinweise · Tags: , ,

Lissa K. Wadewitz. The Nature of Borders: Salmon, Boundaries, and Bandits on the Salish Sea. Seattle: University of Washington Press, 2012. 384 pp. $24.95 (paper), ISBN 978-0-295-99182-5.

Reviewed by Sheila M. McManus (University of Lethbridge)
Published on H-Borderlands (September, 2012)
Commissioned by Benjamin H. Johnson

http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=31854

Drawing Lines in the Salish Sea

Even the most cursory glance at North American borderlands scholarship reveals that we are, overwhelmingly, a bunch of drylanders.  The vast majority of us are obsessed with tracking invisible lines and the categories they create or challenge on the open dry land of the continent.  What makes Lissa K. Wadewitz’s work so refreshing and important is that she turns her back firmly on the land and gazes out to the deep, salmon-rich water of the Salish Sea, where present-day British Columbia and Washington State meet.  In doing so, she accomplishes something unprecedented in the field of North American borderlands history.

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02. September 2012 · Kommentare deaktiviert für EU-Ausbeutung west- und nordafrikanischer Küstengewässer · Kategorien: EU, Marokko, Mauretanien · Tags: , ,
german foreign policy schreibt am 03.09.2012:
Fischerboote im Netz

BRÜSSEL/BERLIN

(Eigener Bericht) – Umwelt- und Entwicklungsorganisationen protestieren scharf gegen die Ausbeutung der westafrikanischen Küstengewässer durch die deutsche bzw. europäische Fischereiindustrie. Die Überfischung der Meere Westafrikas durch industrielle Fangflotten aus der Europäischen Union sei „nachhaltig zu bekämpfen“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Evangelischen Entwicklungsdiensts (EED). Hintergrund ist die desolate Lage der einheimischen Kleinfischer, die mit der modernen, die Fischbestände Westafrikas dezimierenden EU-Konkurrenz nicht mithalten können und bei der immer prekäreren Sicherung ihres Lebensunterhaltes zu teils lebensgefährlichen Manövern gezwungen werden. Zu den Unternehmen, die, gestützt nicht zuletzt auf Millionensubventionen aus dem EU-Haushalt, mit industrieller Fischerei vor Westafrika immense Profite erzielen, gehören auch deutsche Unternehmen. Berlin federt die Fang-Aktivitäten deutsch-europäischer Firmen durch Maßnahmen der sogenannten Entwicklungspolitik ab.
30. Juli 2012 · Kommentare deaktiviert für b4p Überblick zur Kriminalisierung der Rettung im Mittelmeer · Kategorien: Italien, Libyen, Tunesien · Tags: , , , ,

ein Artikel von Mediapart:

Migrations: le sauvetage maritime en perdition

29 juillet 2012 | Par Carine Fouteau
Comment est-il possible qu’une embarcation dérive quinze jours en Méditerranée sans que ses passagers ne soient secourus? Cette question n’est pas théorique, elle s’applique à de multiples cas dont au moins deux recensés en 2011 et 2012, dans cette mer qui est l’une des plus fréquentée au monde. Des milliers de pêcheurs, de marins de navires marchands, de militaires et de plaisanciers y naviguent, surtout en cette saison estivale, qui est aussi celle où les migrants tentent le plus souvent la périlleuse traversée.
05. Juli 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien-Libyen: Küstennahe Überwachung der Schiffe · Kategorien: Tunesien · Tags:

In den letzten Tagen gab es ungewohnte Zwischenfälle in tunesischen und libyschen Küstengewässern. Küstenwachen und Militärs stoppten Fischerboote, die unerlaubt in die Gewässer desjeweiligen Nachbarlandes gefahren sind. Am 05.07.2012 ging die tunesische Küstenwache im Süden des Landes gegen ein nichtregistriertes tunesisches Fischerboot vor, sogar TAP meldete diese Aktion. Andere Fischerboote wollten das amtlich geenterte Boot befreien, was ihnen aber nicht gelang; sie konnten aber den Kontrolleuren entfliehen. Der Gouverneur von Gabes ist anschliessend in dem Hafen vor die Presse getreten und hat einen Behördenkampf gegen die informellen Fischereiflotten angekündigt.

http://www.tap.info.tn/fr/fr/regions/28794-la-garde-maritime-de-gabes-arrete-un-chalutier-.html