18. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Beyond Transactional Deals: Building Lasting Migration Partnerships in the Mediterranean“ · Kategorien: Italien, Marokko, Spanien, Tunesien · Tags: ,

MPI | 11.2017

By Luca Lixi

As maritime arrivals to Europe rose sharply in 2015 and 2016, European policymakers renewed their focus on building partnerships with origin and transit countries in North Africa in an effort to bring Mediterranean crossings under control. Though hardly new—some such partnerships stretch back decades—these efforts have taken on new urgency amid heightened migration to Europe by asylum seekers and migrants.

This report examines two prominent examples of bilateral cooperation on migration management in the region: the partnerships that have emerged between Spain and Morocco, and between Italy and Tunisia. Both have their roots in the early 1990s and experienced underwhelming results early on, with the two European countries focused narrowly on closing their borders and stepping up the return of unauthorized migrants—priorities that clashed with those of their North African partners, for whom remittances are an important source of income and a positive relationship with their diasporas paramount.

These partnerships have since diverged. Morocco and Spain have expanded their cooperation to include a range of capacity-building, joint border patrols, and legal migration programs, while Italy continues to pursue short-term, transactional deals that rely on the promise of aid and investment to incentivize Tunisian cooperation.

As policymakers (re)negotiate agreements to jointly manage routes to Europe, these case studies shed important light on what can be achieved when countries cooperate on the basis of shared objectives, as well as some of the limitations of a relationship built solely around short-term, enforcement priorities.

16. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingspolitik: Verlogenes Berner Treffen“ · Kategorien: Afrika, EU, Schweiz · Tags:

WOZ | 15.11.2017

Von Anna Jikhareva

Das dritte Treffen der «Kontaktgruppe Zentrales Mittelmeer» sei ganz dem «Schutz der Flüchtlinge» gewidmet, hatte Justizministerin Simonetta Sommaruga im Vorfeld verkündet. Doch zunächst musste jemand anderes beschützt werden: Weil Autonome Staatssekretär Mario Gattiker bedroht haben sollen, erschien dieser an einer Amnesty-International-Diskussion am Wochenende in Begleitung von Bodyguards. Das Aufgebot erwies sich als unnötig.

Dass es zuerst um den eigenen Schutz geht, dieser Eindruck bleibt auch nach der Ministerkonferenz in einem Berner Luxushotel. Dort verabschiedete die Gruppe aus dreizehn europäischen und afrikanischen Staaten eine wolkige Erklärung: Von «Umsiedlung» und «Dialog» ist darin die Rede, von «freiwilliger Rückkehr» und «Kooperation». Doch dass diese Beteuerungen nicht einmal zu Symbolpolitik taugen, darüber konnte auch das Blitzlichtgewitter am Medientermin nicht hinwegtäuschen.

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15. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingspolitik: Europäische und afrikanische Staaten vereinbaren Flüchtlingsabwehr“ · Kategorien: Afrika, EU · Tags:

migazin | 15.11.2017

Europäische und afrikanische Staaten haben sich auf gemeinsame Grundsätze in der Flüchtlingspolitik geeinigt. Offiziell geht es um den Schutz von Grundrechten von Flüchtlingen. Kritiker sehen darin eine weitere Abschottung Europas. UN-Hochkommissar al-Hussein spricht von unmenschlicher Migrationspolitik.

In der Flüchtlingspolitik haben sich 13 europäische und afrikanische Staaten auf gemeinsame Grundsätze geeinigt. Die Regierungsvertreter einigten sich auf einen stärkeren Kampf gegen Menschenhandel und Schlepper sowie auf eine vermehrte freiwillige Rückkehr in die Herkunftsländer, hieß es zum Abschluss einer Konferenz unter Leitung der Schweiz am Montag in Bern. Damit sollten die Grundrechte von Flüchtlingen und Migranten besser geschützt werden.

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25. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Emmanuel Macron: Abschieben wie Merkel“ · Kategorien: Frankreich · Tags:

Zeit Online | 25.10.2017

Frankreichs Präsident will nicht nur Europa, sondern auch das Einwanderungssystem „neu gründen“. Vorbild ist Deutschland, allerdings nicht die Willkommenskultur.

Von Georg Blume, Paris

Ist der große Europäer Emmanuel Macron am Ende doch nur ein Kleinkrämer, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht? Diesen Eindruck erweckt der französische Präsident, seit er nicht nur von seiner überall zitierten „Neugründung Europas“ spricht, sondern nebenbei auch das französische Einwanderungssystem „neu gründen“ will. Macron kündigte das Anfang September in einer wenig beachteten Rede vor Präfekten und Polizisten an. Das System à la Macron sieht wenig Visionäres vor, allerdings könnte es zu einem massenhaften Abschiebeprogramm für illegale afrikanische Flüchtlinge und abgelehnte Asylbewerber führen.

Die Franzosen nannten sie lange Zeit „Leute ohne Papiere“ oder „heimliche Einwanderer“ – was eher wohlwollend klang. Und so schätzen Experten die Zahl der illegal in Frankreich lebenden Ausländer inzwischen auf bis zu eine halbe Million Menschen. Darunter befinden sich etwa hunderttausend abgelehnte Asylbewerber, die nach langen Verfahren in 90 Prozent der Fälle nicht ausgewiesen werden. Oft haben sie aber in der Zwischenzeit, was nicht selten mehr als zwei Jahre bedeutet, in Frankreich Fuß gefasst und eine Arbeit gefunden. Die lokalen Behörden drücken in solchen Fällen ein Auge zu und lassen die Asylbewerber gewähren, bis ein jahrelanger Aufenthalt ihnen schließlich das Bleiberecht gewährt.

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16. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Reflections on European Attitudes Towards the Flow of Migrants From Libya: Time to Shift Gears“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags: , ,

The Libya Observer | 16.10.2017

By Fatimah Elfeitori, co-founder of RAR Refugees Malaysia (NGO)

With terrorism and immigration being portrayed as two sides of the same coin, the refugee crisis has been dealt with as a threat to national security rather than a humanitarian issue. This is reflected in the latest immigration policies and measures adopted by the European nations targeting the central Mediterranean route. The hypothesis presented has been that terrorism is imported by immigrants and thus the war on terrorism necessitates curbing immigration. An alarming contradiction however comes to light when the deals with the Libyan coastguard are examined closely.

The sea crossing from Libya has been one of the two main routes in the flow of immigrants to Europe, the other being by sea from Turkey to Greece. The recent EU-Ankara deal to send refugees caught at sea back to Turkey seems at the face of it to have been largely successful in managing the flow of refugees from the eastern Mediterranean route. However this cap has been described as “putting a finger on a stream”, as it in fact led to the increase of influx through the Libyan and Moroccan routes making the need for solutions there even more dire. A recent study by the International Organization for Migration (IOM) explains that “While overall numbers of migrants attempting to cross the Mediterranean by the eastern route were reduced significantly in 2016 by the EU-Turkey deal, death rates have increased to 2.1 per 100 in 2017, relative to 1.2 in 2016”. The crisis has prompted EU leaders to study several plans ranging from development programs and enhanced visa processes in origin countries to deals with the Libyan coast guard to prevent boats from crossing to Europe.

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09. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Gemeinsamer Kurs CDU und CSU: Maximal 200.000 Flüchtlinge jährlich“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

taz | 09.10.2017

CDU und CSU haben sich in Sachen Migration auf eine Position für die Koalitionsverhandlungen geeinigt. Von Grünen kommt Kritik und Lob gleichzeitig.

CDU und CSU haben den Streit um eine Obergrenze für Flüchtlinge beigelegt und sich auf ein Paket zur Migrations-, Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik geeinigt. Die Spitzen beider Parteien einigten sich auf eine Formulierung, nach der die Netto-Zuwanderung aus humanitären Gründen pro Jahr nicht mehr als 200.000 Menschen betragen soll. Die Gesamtsumme solle aus ankommenden und ausreisenden Personen berechnet werden, heißt es in dem am Sonntagabend verabschiedeten Text. Das Wort Obergrenze taucht nicht auf.

Zudem vereinbarten die Spitzen von CDU und CSU, dass es ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte geben soll. „Guter Tag für die Union und guter Tag für Deutschland“, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer nach Abschluss der Beratungen. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt äußerte sich „sehr zufrieden“.

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28. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Asylum system in Hungary dismantled as elections approach · Kategorien: Ungarn · Tags: ,

Migszol | 23.09.2017

What was before a more or less, albeit poorly,  functioning asylum system, has been turned into a carefully constructed, but unsustainable, system of detention and transit zones.  Systematic pushbacks to Serbia, and more recently to Romania, continue. The fence area has developed into a militarized zone of pushbacks and detention.

Following the format of our previous monthly updates, this brief post overlooks the main developments in Hungary in 2017 on the ground, while the next post coming up in a few days time looks at political developments. For legal developments and a monthly update on the asylum situation in Hungary, please see also the publications of the Hungarian Helsinki Committee.

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27. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Brüssel will weitere 50.000 Flüchtlinge in Europa ansiedeln“ · Kategorien: EU · Tags:

DW | 27.09.2017

Um die illegale Einwanderung einzudämmen, will die EU für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge legale Wege eröffnen. Im Gegenzug sollen die Zeitlimits für Grenzkontrollen im Schengenraum neu geregelt werden.

Die EU-Kommission hat Vorschläge für eine verstärkte legale Migration nach Europa vorgelegt. Herzstück des Plans ist ein Neuansiedelungsprogramm, mit dem in den nächsten zwei Jahren mindestens 50.000 besonders schutzbedürftige Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten in die EU kommen können. Das Programm richtet sich an Migranten unter anderem aus Libyen, Ägypten, dem Sudan, dem Tschad und weiteren Krisenregionen. Das teilte die Behörde in Brüssel mit.

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24. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Philosoph Andreas Cassee: „Es gibt kein Recht auf geschlossene Grenzen“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise · Tags: ,

derStandard | 24.09.2017

Der Schweizer Philosoph erklärt, wieso er für globale Bewegungsfreiheit ist und warum wir uns in die Lage eines abgewiesenen Flüchtlings versetzen sollten. Ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen

Interview Lisa Nimmervoll

STANDARD: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, hat der deutsche Liedermacher Reinhard Mey gesungen. Sie möchten diese Freiheit quasi für alle Menschen auf den Boden, auf die Erde holen, denn Sie fordern offene Grenzen und globale Bewegungsfreiheit. Heißt das: Weg mit allen nationalen Grenzen?

Cassee: Gegen die Existenz von Grenzen habe ich nichts einzuwenden. Zwischen deutschen oder österreichischen Bundesländern existieren ja auch Grenzen, die festlegen, wo welche Jurisdiktion gilt. Eine andere Frage ist, ob an diesen Grenzen Grenzwächter stehen, ob also die Bewegung von Menschen über territoriale Grenzen kontrolliert wird. Meine Ansicht ist, dass es aus ethischer Perspektive kein Recht auf geschlossene Grenzen gibt.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Milliarden gegen die große Flucht aus Afrika“ · Kategorien: Afrika, EU · Tags: ,

derStandard | 18.09.2017

Trotz des Streits in der Flüchtlingspolitik in Europa gestritten, in einem Punkt herrscht Einigkeit: Wer die Ursachen für Migration bekämpfen will, muss mehr Hilfe vor Ort leisten

András Szigetvari

Angela Merkel besitzt das Talent, komplexe Probleme in einfache Sätze zu verpacken. Zu den größten Herausforderungen für Europa gehöre in den kommenden Jahren, eine „vernünftige Balance mit dem afrikanischen Kontinent“ zu finden, sagte die deutsche Kanzlerin vor kurzem im Hinblick auf die Flüchtlingspolitik. Im deutschen Wahlkampf skizziert sie, wie diese Balance aussehen soll. Neben mehr Anstrengungen der EU gegen Schlepperbanden soll Europa mehr Hilfe vor Ort leisten. Darin sind sich nicht nur CDU/CSU, sondern auch SPD, Grüne und Linke einig.

Diese Botschaft wird auch im österreichischen Wahlkampf getrommelt. Die SPÖ propagiert einen „Marschallplan“ für Afrika, und ÖVP-Chef Sebastian Kurz will mehr „vor Ort“ für die Bekämpfung extremer Armut tun. In den Diskussionen feiert die Entwicklungszusammenarbeit eine Art Comeback. Die Deutschen wollen mehr Geld für Entwicklungspolitik ausgeben, und auch Österreich stockt sein bescheideneres Budget auf. Die Hoffnung in Wien und Berlin ist die gleiche: Mehr Wohlstand in Afrika bedeutet, dass weniger Menschen in Richtung Europa aufbrechen. Aber stimmt das?

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