15. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für »Es ist ein Plan, schlechte Bedingungen zu schaffen« · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

jungle World | 15.02.2018

Mixalis Aivaliotis von der NGO »Stand by me Lesvos« im Gespräch über die Lage im Flüchtlingscamp Moria

Immer wieder hört man die Kritik, die Flüchtlingslager auf Lesbos und anderen griechischen Inseln würden bewusst in desaströsem Zustand gehalten werden, um ein Signal an Flüchtlinge in der Türkei zu senden, die immer noch herkommen wollen. Mixalis Aivaliotis, Mitbegründer der Hilfsorganisation Stand by Me Lesvos, die täglich nahe des Flüchtlingslager Moria Geflüchtete mit warmen Mahlzeiten versorgt, hat mit der »Jungle World« über die Situation für Flüchtlinge auf der Insel gesprochen.

Interview von Thomas von der Osten-Sacken

In jüngster Zeit gab es Medienberichte, die die Situation der Flüchtlinge hier auf Lesbos als katastrophal beschrieben. Wie sehen Sie die Lage?

Sie ist sogar noch schlimmer. Viele der Flüchtlinge müssen inzwischen in kleinen Zelten schlafen, Sommerzelten, die für den Winter nicht geeignet sind, da sie weder vor Regen noch Kälte schützen. Das Moria-Camp, ein altes Militärlager, war eigentlich für etwa 1 500 Soldaten angelegt, nun sind dort um die 7 000 Menschen untergebracht. Die Nahrungsmittelversorgung ist völlig unzureichend und von schlechter Qualität.

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12. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „A Dangerous Immigration Crackdown in West Africa“ · Kategorien: EU, Niger · Tags: ,

The Atlantic | 11.02.2018

Europe wants to slow migration from Niger, but could wind up destabilizing an entire region in the process.

Peter Tinti

AGADEZ, Niger—For centuries, the city of Agadez served as a gateway between sub-Saharan and North Africa. While the camel caravans have been replaced by trucks and Toyota 4x4s, the city’s local communities still rely on the transport of merchandise and contraband to get by. Agadez is also the largest city in Niger’s restive north, the birthplace of ethnic-Tuareg rebellions against the Nigerien state, and a place where jihadist gunmen use the lawless, open desert to move between hotspots in this part of Africa.

Beginning in late 2013, thousands of people from throughout West Africa began arriving in Agadez every week, seeking an escape from poverty and a lack of opportunity back home. From there, it was onto Libya, where many hoped to find work or continue onward to Europe. At the height of the migrant-smuggling boom from 2014 to 2016, dozens of pick-up trucks, packed with anywhere from 22 to 30 people, would set off from the city into the desert every week. Nigerien authorities had little reason to intervene: Migrants headed out of Agadez paid an “exit tax” to government officials that went directly into the municipal treasury. (Many of the migrant convoys were even accompanied by a military escort.)

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10. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Italy announces more investment to fight illegal migration from Africa“ · Kategorien: Afrika, Italien · Tags:

China-Europe | 07.02.2018

ROME, Feb. 6 (Xinhua) — Italy announced Tuesday an additional 80 million euros (98 million U.S. dollars) in its investment to fight illegal migration from Africa.

Italy is allocating a further 80 million euros to its 200-million-euro Africa Fund, Foreign Minister Angelino Alfano told an Africa-European Union ministerial conference on migration here.

Foreign ministers from African and European countries of migrant transit and destination gathered at the second edition of the conference titled „A Shared Responsibility for a Common Goal — Solidarity and Security“.

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05. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Israel begins issuing deportation notices to thousands of African refugees“ · Kategorien: Eritrea, Israel, Sudan · Tags: ,

Independent | 04.02.2018

Eritrean and Sudanese asylum-seekers face indefinite imprisonment if they do not leave within 60 days

Chris Baynes

Israeli authorities have begun distributing deportation notices to thousands of African refugees and migrants, who have been threatened with jail if they do not leave the country.

In letters delivered on Sunday, the government told asylum-seekers they had 60 days to leave for an unnamed African country in exchange for $3,500 (£2,500) and a plane ticket.

Those who remain by 1 April face indefinite imprisonment under plans which have prompted outrage and protests in Israel.

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22. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mehr Globalisierung bedeutet mehr Migration“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, EU · Tags: ,

Migazin | 22.02.2018

Migrationsforscher Doevenspeck übt scharfe Kritik an der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik. Abschottung helfe nicht, Migration lasse sich nicht aufhalten. Besser wären gesellschaftliche Debatten über den Umgang mit Migration.

Der Migrationsforscher Martin Doevenspeck hat die europäische Politik zur Eindämmung von Fluchtbewegungen aus Afrika kritisiert. Mit der derzeitigen punktuellen Entwicklungshilfe würden die Fluchtursachen nicht wirklich bekämpft, sagte Professor für Politische Geografie an der Universität Bayreuth dem Bremer „Weserkurier“. „Dann erhöht sich vielleicht irgendwann das Einkommen im Schnitt um zwei oder drei Dollar am Tag. Aber nur deshalb bleibt ja kein Mensch dort.“ Es sei empirisch nachgewiesen, dass die Menschen mobiler würden, je mehr Geld sie hätten.

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31. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Asylrecht in Dänemark: Kopenhagen setzt neuen Asylstopp“ · Kategorien: Schengen Migration, Skandinavien · Tags: , ,

taz | 31.12.2017

Dänemark verlässt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Nicht einmal 500 Flüchtlinge will es noch jährlich aufnehmen.

Reinhard Wolff

STOCKHOLM taz | Wer die Internetseite des dänischen Ausländer- und Integrationsministeriums aufruft, wird von einer laufenden Zählmaschine begrüßt. Derzeit läuft sie bis zur Ziffer 67: Stolz präsentiert Ministerin Inger Støjberg damit, dass die Regierung nun bereits 67 Verschärfungen des Ausländer- und Asylrechts veranlasst hat. Eine der letzten hat es besonders in sich: Dänemark hat sich jetzt aus dem Quotensystem der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR ausgeklinkt, mit dem zuletzt mehr als 30 Staaten weltweit Flüchtlinge aufnahmen. Amnesty International wirft Kopenhagen ein „historisches Versagen“ vor.

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13. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Buchpremiere am 17.10.: „Diktatoren als Türsteher Europas“ · Kategorien: Afrika, EU, Lesehinweise, Termine [alt] · Tags: ,

taz  | 13.10.2017

Jahrelange Recherchen machen die prekäre und verheerende Abschottungspolitik Europas deutlich.

Europa zieht erneut seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle – nicht nur in Form des Abkommens mit der Türkei – ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden.

Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür milliardenschwere Militär- und Wirtschaftshilfe.

Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld.

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28. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Stop the boats – The lie of saving lives at sea · Kategorien: Alarm Phone, Termine [alt] · Tags: ,

medico international

Filmvorführung mit anschließender Diskussion in drei verschiedenen Städten

Der Film „Stop the boats“ dokumentiert, wie ein Boot mit 65 Flüchtlingen – vorwiegend TamilInnen aus Sri Lanka – im Mai 2015 auf dem Weg nach Neuseeland auf hoher See von der australischen Küstenwache aufgebracht wird.

Die Flüchtlinge werden in marode Boote verfrachtet und bewusst in Seenot gebracht, bevor man sie schließlich auf einer Pazifikinsel interniert. Im Lager werden sie von VertreterInnen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) dazu genötigt, einer Rückkehr in ihre Herkunftsländer zuzustimmen, was einige auch tun.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Schande über Dich, Europa!“ · Kategorien: EU, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Migazin | 08.09.2017

Europa bekämpft nicht die Schleuser und die Menschenrechtsverletzungen in Libyen, sondern vielmehr die Flüchtlinge und diejenigen, die sie vor dem Ertrinken retten.

Von Heiko Kauffmann

Die EU rüstet Libyen mit Hunderten Millionen Euro auf, um sich die Flüchtlinge vom Hals zu schaffen: Geld für eine zwielichtige Küstenwache und eine schwache Regierung, die der verbrecherischen und gewalttätigen Milizen im Land und in den Flüchtlingslagern nicht Herr wird. Lager, in denen – auch nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes – KZ-ähnliche Zustände herrschen; eine Kooperation mit schlimmsten Folgen für Flüchtlinge: ein eklatanter Bruch von Völker- und Menschenrechten.

Die europäischen Regierungen haben ihr Ziel fast erreicht, das sie – gegen alle Bedenken und gegen jede Humanität – mit allen Mitteln und um jeden Preis verfolgten: die Schließung der zentralen Mittelmeerroute. Eurozentrismus, institutioneller europäischer Rassismus siegt über Menschlichkeit. Die Geringschätzung von Menschenleben, die Inkaufnahme ihres Todes: Ist das die politische und moralische Signatur Europas im frühen 21. Jahrhundert?

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04. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Abschottung Europas in Libyen: Jetzt wird’s ernst“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, EU, Libyen, Sahara · Tags: , ,

TAZ | 04.09.2017

Ausbildung der Grenzpolizei, Deportationen nach Niger, Präsenz in der Wüste: Das sind die Maßnahmen der EU zur Flüchtlingsabwehr.von Christian Jakob

BERLIN taz | Nach dem europäisch-afrikanischen Migrationsgipfel in Paris vor einer Woche werden nun Maßnahmen bekannt, mit denen Deutschland, Frankreich und Italien den Ausbau der Grenzkontrollen in Nordafrika und im Sahelraum gegen illegale Migranten vo­ran­treiben wollen. Die Details gehen aus zwei Antworten der Bundesregierung auf parlametarische Anfragen der Linken hervor, die der taz vorliegen.

Frankreich und Deutschland wollen demnach im Sahel eine Schule für Grenzpolizisten errichten. Der Beschluss dazu wurde im Juli vom deutsch-französischen Ministerrat gefasst. In welchem Land das Ausbildungszentrum für Führungskräfte angesiedelt sein soll, ist noch offen. Beide Länder wollen bald Experten zur Gründung der Schule entsenden. Die Abstimmungen dazu laufen derzeit, so die Bundesregierung.

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