05. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die Lage der Flüchtlinge in Libyen: Misshandlung und Gewalt“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags: , ,

NZZ | 05.09.2017

Wenn Europa Flüchtende daran hindert, das Mittelmeer zu überqueren, ohne sich über deren Verbleib in Libyen zu kümmern, lädt es Schuld auf sich. Es muss Wege finden, die menschliche Not zu lindern.

Gastkommentar von Bruno Jochum

Am 11. August hat Médecins sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen (MSF) beschlossen, einige der Rettungsaktionen im Mittelmeer einzustellen, nachdem die libysche Küstenwache erklärt hatte, dass sie private Seenotretter in ihrem erweiterten Sektor nicht länger dulden werde. Abgesehen von den jüngsten Entwicklungen der Lage haben wir es hier mit den konkreten Auswirkungen einer politischen Strategie zu tun, welche die EU-Mitgliedsstaaten verfolgen, um den Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer aufzuhalten: der Auslagerung der Grenzsicherung an Drittstaaten. In einer Übereinkunft mit den libyschen Behörden wurden diese dazu verpflichtet, Boote am Auslaufen zu hindern und im Meer aufgegriffene Passagiere in libysche Internierungszentren zu bringen. Viele werden sich nun fragen, wo das Problem liegt, wenn auf diese Weise dem Sterben im Mittelmeer ein Ende gesetzt wird.

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31. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Lesvos : A group of 50 Afghan refugees occupied Lesvos’ historic Sappho Square · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

No Border Kitchen Lesvos | 30.08.2017

  • Afghan asylum seekers‘ occupation of Sappho Square in Lesvos ends
  • Authorities promise to resolve all cases within two days, or face further action
  • The protesters faced violent night-time attack and abuse from an off-duty Moria prison guard

On Wednesday 28 August, a group of 50 Afghan refugees occupied Lesvos’ historic Sappho Square, saying they will never return to Moria prison camp. After three days of struggle, police have promised to meet their demands by issuing their asylum decisions within two days.

The protesters have faced threats and harassment from the Greek police, and violence and abuse from off-duty Moria prison guards, but vowed they would not leave until they are given a decision on their asylum cases or transferred to Athens.

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28. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italien: Das lange Warten auf die Zukunft“ · Kategorien: Italien · Tags: ,

DW | 28.08.17

Die Anzahl neuankommender Migranten in Italien geht seit einigen Wochen rasant zurück. Trotzdem haben kleine Gemeinden in Süditalien weiterhin alle Hände voll zu tun.

Doris Pundy berichtet aus Sizilien.

9.30 Uhr vor Europas größtem Flüchtlingslager: Etwa einhundert Männer, Frauen und Kinder warten in der prallen Sonne auf den Bus, der jeden Morgen nach Mineo fährt. Die Kleinstadt Mineo liegt etwa zehn Kilometer vom Lager entfernt, im sizilianischen Hinterland. Der Bus ist neben klapprigen Fahrrädern die einzige Verbindung zwischen dem abgelegenen, isolierten Lager und der sizilianischen Bevölkerung.

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15. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Current situation in Sombor Transit Center: rising tense · Kategorien: Balkanroute, Serbien · Tags: ,

Belgrade Updates | 15.08.2017

In the fringe area of Sombor, a charming Serbian town with around 60.000 habitants, less than 20km to the Croatian and less then 40km distance to the Hungarian border, a temporary refugee camp / Transit Center 1 opened in the beginning of November 2016 as one of nine temporary shelters built up from autumn 2016 until spring 2017 in order to accommodate the increasing number of refugees in Serbia at this time.

Since several weeks people staying in Sombor TC feel more and more stress triggered by enforced relocations to the closed camp Presovo, the presence of fascists & racist violations from locals and pressure from the camp’s authority.

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  1. There are five “Asylum centers” (AC) in Serbia and 13 temporary centers called “Transit centers”(TC) or “Reception centers”(RC): map of all refugee camps in Serbia (July 2017)
31. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Frankreich setzt auf Abschreckung und riskiert Verfassungskrise“ · Kategorien: Frankreich · Tags: , ,

Handelsblatt | 31.07.2017

In Frankreich streiten sich das höchste Gericht und die Politik über die Behandlung von Flüchtlingen in der Stadt Calais. Das Gericht fordert Menschenwürde, die Ordnungshüter wollen kein neues Camp entstehen lassen.

Thomas Hanke

In Frankreich kommt es zum offenen Streit zwischen dem Staatsrat, dem höchsten Gericht des Landes, und der Politik. In einem Urteil hat der Staatsrat am heutigen Montag die Regierung und die Stadt Calais verpflichtet, für eine menschenwürdige Behandlung der Flüchtlinge dort zu sorgen.

Beide Ebenen der Exekutive hatten sich gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Lille gewandt, dass sie bereits verpflichtete, zumindest Trinkwasser, Duschen und Toiletten bereitzustellen. Die Bürgermeisterin von Calais gab umgehend bekannt, sie werde auch den Spruch des höchsten Gerichts missachten: „Das ist in den Augen der Bürger von Calais keine Gerechtigkeit.“

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28. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Joint Press Release about the violent incidents in Moria, Lesvos · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Solidarity Now | 26.07.2017

We express our deepest concern in relation to the information, complaints and testimonies about violence and abuse by the Hellenic Police in the detention centre in Moria, Lesvos. Visual material depicting scenes of violent, inhuman and degrading treatment towards refugees causes disgust, while information about arbitrary arrests is of great concern.  In addition, the action of citizens who appear, in the same video, to be attacking and severely beating migrants and refugees, under the tolerance of police officers, raises many questions and requires instant investigation by the competent authorities. Weiterlesen »

28. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrants in France Say Police Abuse Is Common“ · Kategorien: Frankreich · Tags: ,

NYT | 26.07.2017

By Alissa J. Rubin

PARIS — New allegations of routine police harassment of migrants in Calais surfaced Wednesday in a report detailing officers’ nearly daily use of pepper spray as well as limited access to food and the destruction of migrant shelters.

Human rights workers and around 60 migrants, nearly half under 18, told Human Rights Watch of daily identity checks, shortened hours for aid agencies to distribute food and unsanitary conditions caused by a lack of toilets and water.

They also accused officers of using pepper spray with abandon. Weiterlesen »

25. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsdrama in Angola“ · Kategorien: Afrika · Tags: ,

DW | 25.07.2017

Rund 50.000 Kongolesen aus der Krisenprovinz Kasaï sind nach Angola geflohen. Ihre Lebensbedingungen sind schlecht – denn der UN fehlen die Mittel, ihnen zu helfen. Manchen droht die Abschiebung in die Heimat.

„In den Flüchtlingslagern in Angola geht es menschenunwürdig zu. Viele Menschen müssen im Freien schlafen und bekommen höchstens eine Mahlzeit am Tag“, sagt DW-Korrespondent Nelson Sul D’Angola. Anfang des Monats konnte er die Provinz Lunda Norte im äußersten Nordosten Angolas besuchen. Im schwer bewachten Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo befinden sich zwei provisorische angolanische Flüchtlingslager: Mussunga und Kakanda. Allein dort, rund 30 Kilometer von der kongolesischen Grenze entfernt, leben an die 30.000 Kongolesen. Mehr als die Hälfte seien Kinder, berichtet Sul D’Angola im DW-Gespräch.

Die Lebensbedingungen sind so schlecht, dass die meisten Männer die Aufnahmelager bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen. Ihre Frauen und Kinder lassen sie zurück. Sie suchen ihr Glück auf den Diamantenfeldern der Region. „Dort werden sie aber als Kriminelle gesehen und nicht selten erneut Opfer von Gewalt: sie werden verhaftet, geschlagen und manchmal sogar getötet“, berichtet Sul D’Angola. Die Täter seien angolanische Soldaten oder Angehörige privater Sicherheitsfirmen, die im Auftrag der Diamantengesellschaften in der Region für Ordnung sorgen sollen.

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23. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Griechenland: Kommt die Krise zurück?“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags:

Der Tagesspioegel | 22.07.2017

Überfüllte Sammellager, Gewalt, Bürokratie, keine Perspektive – nichts ist gut für Flüchtlinge in Griechenland. Die Krise war nie weg. Das Chaos ist gewollt: Es soll abschrecken.

VON MARKUS BERNATH

Irgendwann wird er auch im Boot sitzen, zurück in die Türkei. Die Statistik der Asylbehörde Griechenlands verheißt nichts Gutes für ihn. Nur 3,4 Prozent der Bangladescher kommen durch. Sohel Miah müsste schon ziemlich viel Glück haben, er kann nur hoffen, dass seine Geschichte bei den Asylrichtern in Athen verfängt. „Ich finde, es ist nicht fair“, sagt der 37-jährige Ingenieur.

Miah ist der Sprecher der Flüchtlinge aus Bangladesch im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, wo 250 seiner Landsleute leben. Seit einem Jahr sitzt er auf der größten der Flüchtlingsinseln in der Ägäis fest. Zu Hause in Bangladesch hat er Probleme bekommen, so erzählt er. Miahs Vater ist ein Provinzpolitiker mit vielen Feinden; auch der Sohn wird bedroht. Miahs Asylantrag ist im Containerbüro auf Lesbos in erster Instanz abgelehnt worden. Seine Akte liegt jetzt in einem der Berufungskomitees in Athen. Dort wird sie auch noch bleiben.

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14. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingslager in der Wüste: Gefangen im Niemandsland“ · Kategorien: Jordanien, Syrien · Tags: , ,

taz | 13.07.2017

An der geschlossenen jordanischen Grenze sitzen mitten in der Wüste zehntausende Geflüchtete fest. Hilfe kommt nur spärlich durch.

Marianne Sievers

RUKBAN taz | Wenn Maryam morgens die Plane ihres selbst gebauten Zeltes hochhievt, sieht sie nichts als Staub. Kein Horizont in Sicht, keine Perspektive. Vor zwei Tagen erst fegte wieder ein Sandsturm unbarmherzig über alles hinweg, was sich ihm entgegenstellte. Er zerriss die Planen und Seile, zerstörte die einfachen Behausungen. Mitten im Niemandsland versucht Maryam, mit ihrem Mann, ihrer alten Mutter und zwei kleinen Kindern zu überleben. Niemandsland, weil es für niemanden gedacht ist, weil es niemandem gehört und weil in diesem Stück Wüste eigentlich auch niemand sein sollte.

Eigentlich. Mit Maryam harren rund 80.000 Syrerinnen und Syrer in dem Flüchtlingslager aus. Die meisten sind Frauen und Kinder. Geflohen sind sie vor Krieg und Terror, von wem auch immer er ausging. Sie haben sich zwischen zwei Erdwällen niedergelassen, in einer demilitarisierten Zone zwischen Syrien und Jordanien. Rukban heißt dieser karge Teil der Wüste im Süden Syriens.

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