03. März 2017 · Kommentare deaktiviert für „Ehemaliges Flüchtlingslager in Tunesien: Kein Boot nach Europa“ · Kategorien: Afrika, Tunesien · Tags:

taz | 03.03.2017

Nicht alle, die in Choucha gestrandet sind, zieht es nach Europa – aber ein ordentliches Asylverfahren wollen sie schon. Nur gibt es das nicht.

Mirco Keilberth

CHOUCHA taz | „Warum setzt ihr euch nicht wie die anderen in ein Boot nach Europa?“, hat ihn erst kürzlich wieder ein Kioskbesitzer gefragt. Usman Bagura ist empört: „Ich habe legal in Libyen gearbeitet und bin anerkannter Kriegsflüchtling“, sagt er. „Was soll ich mein Leben auf dem Mittelmeer aufs Spiel setzen und dann als Illegaler in Europa leben?“

Der 30-jährige Bagura hat in der Zeitung gelesen, dass Europa in Tunesien Asylcenter bauen will, und hofft nun auf eine neue Chance. Aber noch harrt er – wie 57 andere – im ehemaligen Flüchtlingslager Choucha aus, wenige Kilometer außerhalb des tunesischen Städtchens Ben Gardane, fast direkt am Mittelmeer.

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26. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italia: Nuvolera, migranti chiuse a chiave nel Cas“ · Kategorien: Italien · Tags:

Il Manifesto | 26.02.2017

Malaccoglienza. „Limitate la libertà personale e i diritti delle richiedenti asilo“, nel centro di accoglienza straordinaria, denunciano le associazioni. Sit in di protesta, ma è vietato entrare

«Non ci fanno uscire» è il grido lanciato da alcune donne “ospitate” nel centro di accoglienza straordinaria (Cas). di Nuvolera, in provincia di Brescia. A sentire le grida è stato il progetto Melting Pot, che dal 1996 segue i flussi migratori in Italia e in Europa, e che grazie all’aiuto di interviste con alcuni operatori, ed ex operatori della cooperativa Olinda oltre che donne, ha verificato che le migranti erano chiuse a chiave in stanze affollate senza ricevere informazioni adeguate su diritti e pratiche di richiesta d’asilo. E’ stata riscontrata, anche, l’assenza di corsi di inserimento lavorativo e di lezioni di italiano. Anche il pocket-money giornaliero è stato spesso oggetto di discrezionalità nell’essere consegnato. Radio Onda d’Urto ha approfondito la denuncia di Melting Pot.

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24. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „You wouldn’t survive a single night here“ – Zur aktuellen Situation in Serbien · Kategorien: Serbien · Tags:

bordermonitoring.eu | 22.02.2017

Von Marlene Becker und Marc Speer

Einleitung

Seit einigen Wochen gibt es einen wahren journalistischen Hype um die alten Lagerhallen direkt hinter dem Belgrader Bahnhof. Auf etlichen Bildern [1], in Artikeln [2] und in Videos [3] wurden die Gegebenheiten dokumentiert, unter denen dort etwa 1.000 Geflüchtete – fast ausschließlich Männer, darunter auch viele Minderjährige – seit Wochen und Monaten ausharren. Anfang Februar 2017 reiste auch bordermonitoring.eu wieder nach Serbien. Weniger um ebenfalls die mittlerweile „berühmten“ Lagerhallen zu besuchen, sondern vielmehr, um einerseits einige der anderen Orte zu besuchen, die von Relevanz im gegenwärtigen serbischen Migrationsregime sind. Andererseits aber auch, um zu sehen und zu verstehen, ob bzw. in welcher Form sich die Situation vor Ort seit den Recherchen (im Sommer 2016) für unseren letzten Bericht Governing the Balkan Route: Macedonia, Serbia and the European Border Regime verändert hat.

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22. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingslager in Libyen: „Furchtbar, entsetzlich, grauenhaft“ · Kategorien: EU, Libyen · Tags:

Deutschlandfunk | 21.02.2017

Um seine Nachfolge gibt es bereits Streit mit den USA, doch noch ist Martin Kobler Gesandter der Vereinten Nationen für Libyen. Mit deutlichen Worten warnte der deutsche Diplomat nun vor Plänen in Berlin und Brüssel, gerettete Bootsflüchtlinge nach Libyen zurückzubringen. Die Lager dort seien „furchtbar, entsetzlich, grauenhaft“.

Der UNO-Koordinator für Libyen, Martin Kobler, hat davor gewarnt, aus dem Mittelmeer gerettete Bootsflüchtlinge nach Libyen zurückzubringen. Die Lage vor Ort sei menschenunwürdig, sagte Kobler der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Die Zustände in den 21 Lagern, in denen sich derzeit Flüchtlinge befänden, seien „furchtbar, entsetzlich und grauenhaft“. Die Menschen würden im Dunkeln eingepfercht, müssten in Schichten schlafen und litten an Unterernährung.

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15. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Somalia: Sobald es neue Gewalt gibt, werden wir sofort wieder losrennen“ · Kategorien: Afrika · Tags:

MIGAZIN | 13.02.2017

Das Oberste Gericht in Kenia hat die Schließung des weltweit größten Flüchtlingslagers Dadaab verboten. Dort leben 260.000 Menschen, vornehmlich Somalier. Mohamed Shiekuna und Sahra Ulow Abdi das Lager freiwillig verlassen. Doch ihre Rückkehr nach Somalia bedauern zutiefst.

Als Mohamed Shiekuna auf dem Lkw zurück nach Hause saß, empfand er keinerlei Vorfreude. „Ich war voller Sorge“, erzählt der 50-jährige Vater von sechs Kindern. Aber weil seine Mutter in Somalia krank war, entschied er, mit seiner Familie das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia nach zwölf Jahren zu verlassen. Nun hocken Shiekuna und seine Frau Sahra Ulow Abdi auf dem lehmigen Boden vor ihrer Wellblechhütte in der Hauptstadt Mogadischu und fühlen sich sichtbar unwohl.

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14. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingslager in Nordafrika: Nordafrikanische Länder blocken ab“ · Kategorien: Afrika · Tags:

Frankfurter Rundschau | 14.02.2017

Die meisten Flüchtlinge kommen seit dem Türkei-Deal wieder über die Mittelmeerroute. Politiker fordern die Einrichtung von Auffanglagern in Nordafrika. Dort sind die Lager umstritten.

Mit dem «Projekt Seepferdchen», einem Überwachungs- und Ausbildungsnetzwerk für die Marine, will die EU die zentrale Mittelmeerroute für Flüchtlinge schließen. Seit dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei ist die Route aus Nordafrika wieder der Hauptweg für Migranten geworden. Allein 2016 kamen mehr als 181 000 Menschen über diese Route in Europa an.

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13. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingselend in Libyen: Ein Traum, der qualvoll endet“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Spiegel Online | 12.02.2017

Libyen soll zum Bollwerk gegen Armutsflüchtlinge aufgerüstet werden. Doch in dem Bürgerkriegsland am Mittelmeer werden Flüchtlinge unter verheerenden Umständen weggesperrt.

Von Susanne Koelbl

Das Auffanglager liegt in einem weißen Gebäudekomplex nahe dem Zentrum von Tripolis. Zwei Kontrollpunkte der libyschen Polizei sind zu passieren. Der Gefängnisdirektor Ramadán Rais ist ein Mann mittleren Alters, unter Präsident Muammar al-Gaddafi war er Drogenfahnder. Heute bekämpft er Migranten.“Was wollen die hier?,“ fragt Rais. „Wir haben doch schon selbst nichts zu essen.“

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 herrschen in Libyen Zustände wie im Bürgerkrieg. Das Land hat zwei Regierungen und drei verschiedene Machtzentren, die sich bekämpfen. Die rund 700.000 Flüchtlinge aus Nigeria, Niger, Somalia, Sudan, Äthiopien und Eritrea sind in dem Chaos alles andere als willkommen und werden in gefängnisähnlichen Zentren eingesperrt.

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12. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Women and children ‘endure rape, beatings and abuse’ inside Dunkirk’s refugee camp“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags: , ,

The Guardian | 12.02.2017

The fate of those stranded by the UK’s decision to limit taking child refugees from France

Children and women are being raped by traffickers inside a refugee camp in northern France, according to detailed testimony gathered ahead of fresh legal action against the UK government’s approach to the welfare of unaccompanied minors.

Corroborating accounts from volunteers, medics, refugees and other officials reveal that sexual abuse is common within the large camp at Dunkirk and that children and women are forced to have sex by traffickers in return for blankets or food or the offer of passage to the UK.

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12. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „İzmir, Turkey: Military police attack refugee camps in Torbali and Bayindir“ · Kategorien: Türkei · Tags: ,

Insurrection News | 11.02.2017

GENDARMERIE INTERVENTION TO REFUGEE CAMPS IN TORBALI

As of February 8th, refugees living in the tents in Torbalı and Bayındır districts are getting evacuated in accordance with the district governorate decisions with the intervention of the gendarmerie and the tent areas are being removed. Thousands of refugees who left their countries because of the civil war in Syria have been struggling to survive as seasonal agricultural workers and living in the tent camps constructed with their own efforts in the rurals of İzmir.

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10. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Jetzt sitzen wir hier in der Falle“ · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Frankfurter Rundschau | 09.02.2017

Mehr als 60 000 Flüchtlinge und Migranten sitzen in Griechenland fest. Wegen der unmenschlichen Bedingungen machen sich viele auf eigene Faust Richtung Norden auf.

Von Gerd Höhler

Der kalte Nordwind treibt dunkle Wolken über das Lager. Es nieselt. Fast 2000 Männer, Frauen und Kinder leben in den Containern hier in Elaionas, im Westen der griechischen Hauptstadt Athen. In der Antike standen hier Ölbäume – Elaionas bedeutet Olivenhain. Heute ist das Viertel mit dem romantischen Namen ein unansehnliches Ensemble aus Fabrikruinen, Müllhalden, Lagerhäusern und schäbigen Klitschen. Bewohner gibt es dieser Gegend fast keine – außer den Flüchtlingen. Seit fast einem Jahr lebt der 28-jährige Afghane Latif in Elaionas. „Hier wollten wir nie hin, und hier wollen wir auch nicht bleiben“, sagt er.

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