20. August 2015 · Kommentare deaktiviert für „Niemand kann sie aufhalten“ · Kategorien: Deutschland, Italien, Österreich · Tags: , ,

Quelle: FAZ

Hunderte Flüchtlinge kommen jeden Tag über die sogenannte Brennerroute nach Deutschland. Nicht nur Italien lässt sie gerne passieren – auch die österreichische Polizei hält sich mit Kontrollen auffallend zurück.

von Julian Staib

Zögerlich steigen nach und nach Passagiere aus dem Zug. Argwöhnisch manche, verschlafen viele. Neun Stunden Fahrt aus Rom liegen hinter ihnen. Einige tragen kleine Kinder auf dem Arm. Viele haben einen Rucksack, manche nur eine Bauchtasche dabei. Rund 90 Flüchtlinge sind es, die sich im Morgenlicht auf dem Bahnsteig in Bozen versammeln. Ein Bild, das sich zurzeit allmorgendlich wiederholt. Am Bahnsteig erwarten sie ein paar Leute mit blauer Weste, „Aid Worker“ steht darauf, sie verteilen Reinigungstücher und lotsen die Flüchtlinge über das Bahnhofsgelände bis zu einem Eingang. Dort hängt ein Zettel: „Willkommen“ in vielen Sprachen. Drinnen ist auf Plastiktellern Essen vorbereitet, nebenan Toiletten, eine Kleiderkammer, ein Raum für notdürftige medizinische Behandlungen, an einer Wand Zettel mit Symbolen darauf: durstig, hungrig, müde, aber auch: Brustschmerzen, Schwangerschaft, Schwindel. Die Flüchtlinge sitzen in dem großen Raum, es ist merkwürdig still. Sie essen Kekse, Thunfisch und Brötchen, waschen sich kurz. Ihre Jacken haben die meisten angelassen. Sie bleiben nicht lange. Eine Stunde höchstens.

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19. August 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Mazedonien: ‚Das ist lebensgefährlich für die Kinder'“ · Kategorien: Balkanroute, Mazedonien · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Aus Gevgelija berichtet Raniah Salloum

Gevgelija in Mazedonien ist ein Nadelöhr: Flüchtlinge auf der Balkan-Route müssen hier einen Zug ergattern. Wer nicht mitfährt, muss ausharren – in glühender Hitze, von der Polizei schikaniert.

Es ist eine kleine Völkerwanderung, die sich am Montag auf den Weg nach Mazedonien macht. Rund 200 Menschen sind unterwegs. Sie kommen aus Aleppo, Homs, Kobane, Tartus, Hama, Damaskus – ganz Syrien scheint auf den Beinen. Die Gruppe wandert an den Bahnschienen entlang, die aus dem griechischen Dorf Idomeni ins mazedonische Gevgelija führen.

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10. August 2015 · Kommentare deaktiviert für „Mazedonien: Flüchtlingselend an der Grenze“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Von Thomas Bormann

Es sind unfassbare Szenen in Nordgriechenland: Entlang der Landstraße von Thessaloniki Richtung Norden ziehen ständig Gruppen von Flüchtlingen zu Fuß in Richtung mazedonische Grenze. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien. Sie haben schon eine lange Odyssee hinter sich – und sie wird noch weitergehen.

Nur wenige Bäume werfen etwas Schatten. Viele Flüchtlinge müssen in sengender Hitze auf dem ausgedörrten Boden hocken, ohne Schutz vor der Sonne; hier am Trampelpfad nördlich des griechischen Dorfes Idomeni direkt an der Grenze zum Nachbarland Mazedonien.

Gerade kommt eine Familie mit zwei kleinen Töchtern an. Das dunkelrote Polohemd des Vaters ist vom stundenlangen Marsch über die Landstraßen durchgeschwitzt, die Mutter und die beiden Mädchen hocken sich hin, lehnen ihre müden Körper an einen Baumstamm. Sie sind dankbar, dass hilfsbreite Griechen aus der Nachbarstadt hier belegte Brote und Wasser verteilen.

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24. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Deutschland baut mit an Tunesiens Grenzen“ · Kategorien: Deutschland, Tunesien · Tags: ,

Quelle: Der Tagesspiegel

Deutschland baut mit an Tunesiens Grenzen

Von Andrea Dernbach

Man wolle Tunesien unterstützen, erklärt die Bundesregierung. Doch ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage lässt erkennen, dass eher das Mutterland des arabischen Frühlings dem Norden hilft – bei der Abwehr von Flüchtlingen.

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24. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Libyen: Neues Grenzregime mit deutscher Unterstützung · Kategorien: Deutschland, Libyen, Tunesien · Tags:

In den vergangenen Tagen kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen tunesischen Grenzern und libyschen Grenzbewohnern. Hintergrund ist die einseitige Aufrüstung der Grenze durch die tunesische Regierung, unterstützt von der deutschen und US-amerikanischen Regierung.

Tunesien errichtet eine Grenzmauer mit zugehörigem Wassergraben. Damit durchschneidet das neue Grenzregime die lokalen grenzüberschreitenden Ökonomien, zu denen ein seit Jahrzehnten blühender Schmuggel, die kommerzielle Fluchthilfe und familiäre Wirtschaftsweisen gehören. Die Lokalbevölkerung beiderseits der Grenze sieht die Grenzaufrüstung als Angriff auf ihre wirtschaftliche Existenz. Hinzu kommt, dass es dichte soziokulturelle Kontakte zwischen Südtunesien und Westlibyen gibt; in der Vergangenheit gab es südtunesische Aufstände mit Bezug auf diese grenzüberschreitenden Verbindungen.

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19. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Marokko: EU-Zaun Ceuta, Melilla – Bericht · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Here’s an overview of events at the Moroccan-Spanish border in May and June 2015.

Voilà un apercu sur des événements à la frontière hispano-marocaine en may et juin 2015

17. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für G7 in Tunis – Mauerbau an Grenze und Reiseverbote für Jugendliche · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Quelle: Kapitalis

Réunion du G7 à Tunis pour aider la Tunisie dans la lutte antiterroriste

Tunis a accueilli, mercredi 15 juillet, une réunion de responsables du gouvernement tunisien avec des représentants des pays membres du G7. La réunion a été l’occasion pour discuter des moyens d’aider davantage la Tunisie à faire face à la menace grandissante du terrorisme. D’après le ‘‘New York Times’’, la Tunisie était représentée à cette réunion par les ministres de la Défense, de l’Intérieur et du Tourisme, qui avaient pour interlocuteurs des responsables du Département d’Etat et du ministère de l’Intérieur américain, et divers hauts responsables et ambassadeurs d’autres pays. D’après un responsable américain, qui juge les forces de sécurité «très capables», le problème pour la Tunisie réside dans le manque de coordination entre agences, le faible niveau de compétence au niveau des échelons inférieurs de la police, et le manque d’expérience dans la conduite d’enquêtes et la poursuite des terroristes dans le respect de la loi.

15. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Tunesien errichtet Mauer mit Graben an Grenze zu Libyen · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags: ,

Neues Grenzregime Nordafrika

Quelle: nzz

Neuer Grenzwall im Süden Tunesiens

Beat Stauffer

[…] Der Entscheid, die tunesisch-libysche Grenze besser zu sichern, wurde am 8. Juli bekanntgegeben. Die insgesamt fast 500 Kilometer lange Grenze werde auf einer Länge von 168 Kilometern mit einer zwei Meter hohen Mauer und einem Graben gesichert, erklärte Premierminister Habib Essid gegenüber Medien. Auf solche Weise solle das unbefugte Passieren der Grenze vor allem mit Fahrzeugen verhindert oder zumindest stark erschwert werden. Der südlich vom Grenzübergang von Dehiba gelegene Teil der Grenze soll nicht gesichert werden, da diese Region ohnehin militärische Sperrzone ist. Mit der Fertigstellung der Grenzsicherungsanlage ist für Ende 2015 zu rechnen. Weiterlesen »

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Grenzen in der Sahara: grenzlose Bevölkerung, Militärs und Mafias · Kategorien: Sahara · Tags: ,

Die Kolonialregime und die nachholende Modernisierung der neuen Nationalstaaten machten die grenzüberschreitenden Schnellstraßen und -trassen und ein Grenzregime in der Sahara zu ihren grossen Zielen – doch sie scheiterten. Auch die EU- und US-Pläne zur Installierung eines neuen Grenzregimes in der Sahara blieben in den vergangengen Jahren im Sande stecken.

El Watan

lle a été tracée pour consolider l’unité africaine

La transsaharienne route de l’or et de la contrebande

La route de l’Unité africaine, la mythique Transsaharienne, bute sur des frontières terrestres fermées. Cette infrastructure est aujourd’hui très dégradée et n’a pas encore atteint ses objectifs. A In Guezzam, le poste-frontière n’est ouvert que deux fois par mois et laisse filtrer contrebandiers et mafias.

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10. November 2014 · Kommentare deaktiviert für Zwischenbericht: Der erste europäische Mauerfall · Kategorien: andere Länder, Deutschland · Tags: ,

Funkhaus Europa

Aktion an der EU-Außengrenze: Der erste europäische Mauerfall

Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls wollte das Zentrum für politische Schönheit noch einen Schritt weiter gehen: Mit ihrer Aktion „Erster europäischer Mauerfall“ wollten sie EU-Grenzzäune in Bulgarien buchstäblich einreißen.

Jährlich sterben an den EU-Außengrenzen zehntausende Menschen – vor allem natürlich Flüchtlinge. Das müsse ein Ende haben, fordert der Verein „Zentrum für politische Schönheit“. Mit Bussen hat der Verein rund 100 Freiwillige an einen Grenzzaun in Südosteuropa gebracht, um dort mit Bolzenschneidern die Zäune an der EU-Grenze zu öffenen und so – am Tag des 25. Jubiläums des Mauerfalls in Deutschlandden – den ersten europäischen Mauerfall herbeizuführen.

Da die Aktion öffentlich bekannt war, war die Polizeipräsenz an der EU-Außengrenze in Bulgarien enorm. Dass der Verein seine Aktion daher nicht komplett vollziehen würde und die Grenzzäune noch immer stehen, war zuvor bedacht worden. Überhaupt losgefahren zu sein, bereuen die Teilnehmer also nicht – auch wenn sich einige von ihnen etwas mehr Hartnäckigkeit bei der Aktion gewünscht hätte.

Funkhaus Europa Reporterin Nancy Fischer hat die Aktivisten bei ihrer Reise begleitet.

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