17. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Durchgangsstation Lampedusa“ · Kategorien: Italien · Tags: ,

Quelle: NZZ

Die bessere Organisation der Behörden hat Lampedusa entlastet. Flüchtlinge werden in einem von der EU initiierten Hotspot registriert. Das dauert wenige Tage, dann geht die Reise ins Ungewisse weiter.

Die Dunkelheit ist über Lampedusa hereingebrochen, als das Boot der italienischen Küstenwache in die militärische Sperrzone am Ende des Hafens einläuft. Ein Handelsschiff hat an diesem Spätsommertag in den internationalen Gewässern zwischen Libyen und der südlichsten Mittelmeerinsel Italiens rund 1300 Bootsflüchtlinge aufgegriffen, die meisten von ihnen stammen aus dem subsaharischen Afrika. In kleinen Booten befördert die Küstenwache zuerst Kranke, Frauen und Kinder nach Lampedusa. Polizisten riegeln die Ankunftsstelle ab. Aus der Ferne ist zu erkennen, wie die Passagiere erschöpft an Land gehen. Wie Paolo Monaco, Kommandant der Küstenwache auf Lampedusa, später erzählt, hat eine Frau aus Mali im Boot der Küstenwache einen Jungen zur Welt gebracht. Am Hafen steht eine Ambulanz bereit, um Mutter und Kind in ein Spital zu fahren.

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14. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Hotspots in Griechenland: „Es wird weitere Ausschreitungen geben“ · Kategorien: EU, Griechenland · Tags:

Quelle: Mediendienst Integration

In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos kam es am 19. September zu heftigen Ausschreitungen. Das Lager geriet in Brand und wurde teilweise zerstört. Der Grenzschutz-Experte Bernd Kasparek hat in den vergangenen Monaten die Situation in den Hotspots in Griechenland untersucht. Im Gastkommentar für den MEDIENDIENST sagt er: Wenn sich die Versorgung der Geflüchteten nicht verbessert, könnte es zu weiteren Revolten kommen.

Bernd Kasparek

Die Situation auf den griechischen Inseln ist sehr angespannt: Flüchtlinge leben in überfüllten Einrichtungen, in denen oft existenzielle Dinge wie Trinkwasser fehlen. Viele Geflüchtete wissen zudem nicht, ob und wann sie abgeschoben werden. Es ist daher kein Wunder, dass es zu Ausschreitungen kam. Die Proteste vom 19. September waren nicht die ersten: Bereits Anfang April brachen in den Hotspots von Lesbos und Chios Tumulte aus. Unter den vorherrschenden Bedingungen ist es sehr wahrscheinlich, dass es demnächst auch in den anderen Hotspots zu Aufständen kommen wird.

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22. September 2016 · Kommentare deaktiviert für Lesbos: A rough night – Protests for freedom, Moria on fire and fascist attacks · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: No Border Kitchen

The night from Monday to Tuesday was very rough for all of us. Monday started with a very big and powerful protest for freedom and against the unbearable living conditions in Moria from the people in the camp.

In the evening the situation in the camp escalated and Moria camp took fire. At nightfall the fire was extinguished but most of the tents and the family compounds were already burnt down. Thus thousands of people including many families were left in the dark without a sleeping place, water, food or blankets. Meanwhile the police blocked the road to Moria camp forcing people fleeing the burnt down camp back. To Moria the only other road from the camp to Mytilini through Moria village was blocked by a racist mob and several people were attacked. In this night we and friends were supporting people with our solidarity and necessities like water and blankets.

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22. September 2016 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Flüchtlinge vs. Fremdenhass“ · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Telepolis

Auf Lesbos stehen sich Gegner und Befürworter der Flüchtlinge unversöhnlich gegenüber

Wassilis Aswestopoulos

Lesbos ist in den Tagen nach den katastrophalen Bränden im Hotspot Moria und den gewalttätigen Demonstrationen um die Flüchtlingsproblematik eine geteilte Insel. Gegner und Befürworter der Flüchtlinge stehen sich unversöhnlich gegenüber.

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21. September 2016 · Kommentare deaktiviert für Lesbos, Hotspot: „Was ich sah, war der Horror“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: Zeit Online

Ausgehungert, dehydriert, schwer verletzt: Als das Flüchtlingslager Moria niederbrannte, war die Anwältin Ariel Ricker vor Ort. Sie berichtet von dramatischen Zuständen.

Von Ariel Ricker, Lesbos

Am Montagabend kam es im völlig überfüllten Auffanglager Moria auf der griechischen Insel Lesbos zu Krawallen und einem Großbrand. Rund 5.000 Flüchtlinge ergriffen daraufhin die Flucht, darunter zahlreiche Frauen mit Säuglingen im Arm. Ein Großteil des Lagers wurde durch das Feuer zerstört, darunter 60 Wohncontainer, Hunderte Zelte und drei Verwaltungscontainer, verletzt wurde niemand. Weil das Feuer im hoch gesicherten Lager ausbrach, werden die Bewohner verdächtigt, den Brand gelegt zu haben. Neun wurden mittlerweile festgenommen. Nach dem Drama sicherte der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas dem Bürgermeister von Lesbos in einem Schreiben zu, dass auf Lesbos kein neuer Hotspot gebaut werde, sondern stattdessen die Flüchtlingszahlen reduziert werden sollen.

Die Anwältin Ariel Ricker war wenige Stunden nach dem Großbrand im Lager. Hier schildert sie, was sie in der Nacht in Moria erlebt hat.

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30. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Aufnahmelager für Flüchtlinge zu voll“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Quelle: RP Online

Berlin. Die Aufnahmelager für Flüchtlinge in Griechenland sind einem Bericht zufolge weiter überfüllt. In den sogenannten Hotspots auf den griechischen Inseln seien derzeit 8657 Menschen untergebracht, obwohl die Lager nur eine Aufnahmekapazität für 7450 Flüchtlinge hätten, schrieb die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion.

Menschenrechtler kritisieren den Angaben zufolge die schlechte Unterbringung in den Camps sowie Rechtsverletzungen und überlange Asylverfahren, wenn Flüchtlinge in den Registrierungszentren Asyl beantragten. Die Bundesregierung schrieb nach Angaben der Zeitung dazu: „Zur Dauer des Verfahrens sowie Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.“
(epd)

20. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Griechenland: Kein Recht auf Familienzusammenführung“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: Pro Asyl

Etwa 57.000 Flüchtlinge sitzen in Griechenland fest, Tausende von ihnen haben nahe Verwandte in anderen EU-Staaten. Doch an Familienzusammenführung ist nicht zu denken: Allein die Registrierung der Flüchtlinge dauert ewig, die Prüfung von Asylanträgen verläuft enorm schleppend. Mitarbeiterinnen des PRO ASYL – RSPA-Projekts berichten:

Von den Flüchtlingen in Griechenland könnten 60 bis 90 Prozent potentielle Antragssteller auf eine Familienzusammenführung im Rahmen der Dublin-Verordnung sein, schätzen NGO-Mitarbeiter. Doch weder die griechische Regierung noch die EU scheinen Interesse daran zu haben, diesen Rechtsanspruch umzusetzen. In Griechenland arbeiten lediglich 13 Angestellte für Dublin-Familienzusammenführungen in der Asylbehörde. Nur ein bis drei Μal pro Woche – je nach Sprache – besteht die geringe Chance, einen Termin zur Asylantragstellung oder zur Beantragung einer Dublin-Familienzusammenführung zu erhalten.

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09. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „European official expresses concern at slow registrations after Leros riot“ · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Ekathimerini

The situation was calm on Friday at a migrant reception center on the eastern Aegean island of Leros following a riot there on Thursday evening but the upheaval fueled concern about conditions at overcrowded camps on the islands where many migrants have been waiting for months.

The upheaval at the center erupted late on Thursday evening amid growing frustration among migrants who want to continue their journey beyond Greece to Northern Europe.

According to local reports, migrants hurled sticks and stones at police officers while some are said to have wielded axes.

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07. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Neuer Vorschlag zur Migrationskontrolle: Schwimmende „Hotspots“ · Kategorien: EU, Mittelmeerroute · Tags: , ,

Quelle: Telepolis

Migranten auf der Mittelmeer-Route könnten zukünftig auf hoher See abgefertigt werden. Der Vorschlag erinnert an schwimmende Ausbildungscamps für die libysche Küstenwache

Die bis Ende Juni amtierende niederländische Ratspräsidentschaft verfolgte die Idee schwimmender „Hotspots“ für Geflüchtete auf dem Mittelmeer. Der ursprünglich vom italienischen Innenminister vorgebrachte Vorschlag findet sich in einem Diskussionspapier, das an die Ratsarbeitsgruppe „Einwanderung“ verteilt wurde. Demnach könnten die Identifizierung und Registrierung von Asylsuchenden bereits auf einem Schiff erfolgen. Auch Fingerabdrücke und Gesichtsbilder würden dabei abgenommen und in der biometrischen EU-Datenbank EURODAC gespeichert.

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20. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Profughi prigionieri nel limbo greco“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: Il Manifesto

Accordo Ue-Turchia. 60 mila persone sono bloccate da mesi nel paese in condizioni precarie e senza alcuna alternativa

Liana Vita

Non arriva quasi più nessuno in Grecia via mare. E più nessuno attraversa i confini a nord, tranne i pochissimi che riescono a farlo ricorrendo ai trafficanti. E, ancora, pochissimi lasciano la Grecia nell’ambito delle nuove procedure previste a livello europeo.

Il Manifesto

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