13. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „UN: Immer mehr Flüchtlinge in Europa interniert“ · Kategorien: Balkanroute, Mittelmeerroute · Tags: ,

Quelle: DW

Hotspots seien „riesige Zwangshafteinrichtungen“ für Migranten, sagt der Hochkommissar für Menschenrechte. Die EU müsse öffentlich machen, wie viele Menschen dort einsitzen – die Zahlen würden die Welt „schockieren“.

Der UN-Menschenrechtsbeauftragte hat die EU-Praxis der Zwangsinternierung von Flüchtlingen in Auffanglagern scharf kritisiert. Die Zahl der Inhaftierungen nehme auf „besorgniserregende“ Weise zu, selbst unbegleitete Minderjährige würden eingesperrt, sagte Said Raad Al-Hussein zur Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des UN-Menschenrechtsrates in Genf. Er stützte sich auf Daten, die Mitarbeiter der Vereinten Nationen entlang der Hauptflüchtlingsrouten im Mittelmeerraum und auf dem Balkan gesammelt haben.

Immer mehr Migranten würden in Europa festgesetzt, auch in den sogenannten Hotspots in Griechenland und Italien, sagte Al-Hussein. Diese Registrierzentren seien „im wesentlichen riesige Zwangshafteinrichtungen“. Selbst unbegleitete Jugendliche würden in Gefängniszellen untergebracht oder in Zentren, die mit Stacheldraht umzäunt seien. Eine Inhaftierung sei aber niemals im Sinne des Kindeswohls.

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02. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flucht über das Mittelmeer: Was Italien aus der Vergangenheit gelernt hat“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: ARD Tagesschau

Die Balkanroute ist dicht und die Flucht übers Mittelmeer erscheint vielen Flüchtlingen zurzeit die beste Alternative, um nach Europa zu kommen. Immer mehr Menschen erreichen so Italien. Ob das Land jetzt besser vorbereitet ist als noch 2014?

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Studio Rom

In Palermo betreten 600 Flüchtlinge aus Afrika zum ersten Mal europäischen Boden. Erschöpft nach der tagelangen Überfahrt. Erleichtert, überlebt zu haben.

Insgesamt hatten in der vergangenen Woche mehr als 13.000 Bootsflüchtlinge Italien erreicht. Und bei den Partnern in Europa wächst die Sorge, dass Italien wieder überfordert sein könnte mit der massenhaften Ankunft der Migranten.

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30. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für EU fordert von Italien mehr Abschottung · Kategorien: EU, Italien, Libyen · Tags: , , ,

Der Deutsche Matthias Ruete, Generaldirektor der Generaldirektion Migration und Inneres der Europäischen Kommission, hat am 25. Mai – also im Kontext zahlreicher Schiffskatastrophen zwischen Libyen und Italien – in einem Brief an die italienische Polizei und an die italienische Migrationsabteilung der Regierung die Abschottungsmängel des Landes scharf gerügt. Die geretteten und überlebenden Bootsflüchtlinge würden nicht wie vorgesehen in die italienischen Hotspots gebracht; die italienischen Hotspots und Abschiebegefängnisse müssten rasch ausgebaut werden und zur Registrierung und zum Verhör der Bootsflüchtlinge müssten mobile Teams eingesetzt werden.

Die italienische Regierung hat bislang verzichtet, auf diese skandalöse EU-Mahnung zu reagieren, und hat den Brief heute veröffentlicht.

Angesichts von mehr als 900 Ertrunkenen in der letzten Woche (laut MSF) stünde mehr denn je der sofortige Einsatz von EU-Fähren statt EU-Militär, Frontex und EU-Lagerhaft an.

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: Feuer in Sammelunterkunft, vier Migranten festgenommen · Kategorien: Italien · Tags: ,

Quelle: Il Fatto Quotidiano

Lampedusa, divampa un incendio nel centro di accoglienza. Fermati quattro migranti

Il padiglione era già stato distrutto dalle fiamme in due episodi nel 2009 e poi nel 2011 e la struttura risulta gravemente danneggiata. La responsabilità, secondo le prime ricostruzioni, è da attribuire a un gruppo di tunisini, dopo che si era diffusa la voce di un loro possibile rimpatrio coatto in aereo

Un incendio, forse di origine dolosa, è divampato la sera del 17 maggio nel Centro di primo soccorso e accoglienza di contrada Imbriacola a Lampedusa. Secondo le prime informazioni non vi sarebbero feriti. Le fiamme hanno avvolto un padiglione che era già stato distrutto da incendi appiccato da migranti prima nel 2009 e poi nel 2011. Sul posto sono intervenute le squadre dei vigili del fuoco di stanza sull’isola.

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15. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Italien: Hotspot Pozzallo – 120 Kinder in Haft · Kategorien: Italien · Tags: , ,

Quelle: Il Fatto Quotidiano

Migranti, l’hotspot di Pozzallo è un centro di detenzione per i profughi bambini

Secondo gli accordi internazionali, la struttura situata nell’estrema periferia della città costiera siciliana dovrebbe servire a identificare i migranti tratti in salvo dal mare in modo poi da ridistribuirli nei centri d’accoglienza in Italia e in Europa. Ma la situazione dell’hotspot di Pozzallo è molto diversa: dietro ai cancelli, in un’unica gigantesca camerata, stazionano, alcuni da più di un mese, più di 150 ospiti, di cui 120 minori non accompagnati. Vengono principalmente dall’Africa centrale e dall’Egitto e sono rimasti lì dentro principalmente per l’indisponibilità di posti nei centri per minorenni nello Stivale.

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09. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Menschen sind dort gefangen“ · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Ein Team von Amnesty International hat Zutritt zu den abgeriegelten Flüchtlingslagern auf Chios und Lesbos erlangt. Ein Mitarbeiter erzählt, was er dort gesehen hat.

Interview von Markus Mayr

Einem Team von Amnesty International ist gelungen, was derzeit nicht vielen Organisationen, geschweige denn Journalisten gelingt: Es hat Zutritt erlangt zu den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln Chios und Lesbos. Seit dem Deal zwischen der EU und der Türkei sind die Camps abgeriegelt und werden streng bewacht. Doch Amnesty kam auf dem „offiziellen Weg“ über die Behörden hinein, wie Conor Fortune erzählt. Der Amnesty-Pressesprecher berichtet im Interview mit der SZ von menschenunwürdigen Zuständen und erklärt, warum die sogenannten Hotspots eigentlich Haftzentren sind.

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27. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Lesbos: Flüchtlinge hinter Mauern und Stacheldraht · Kategorien: Griechenland · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Zu wenige Wasseranschlüsse, Duschen und Toiletten, Übernachten teilweise unter freiem Himmel: Diverse Hilfsdienste üben hefige Kritik daran, wie in einem großen Registrierzentrum auf Lesbos mit Flüchtlingen umgegangen wird. „Ärzte ohne Grenzen“ hat schweren Herzens entschieden, seine Helfer aus jenem Lager im Dorf Moria abzuziehen.

Von Michael Lehmann

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Der sogenannte „Hotspot“ im Ort Moria auf Lesbos. Vertreter von Hilfsorganisationen bezeichnen die Flüchtlingsunterkunft als „Gefängnis“. (picture-alliance / dpa / Socrates Baltagiannis)

Ein dunkelblauer Polizeibus fährt von der Küstenstraße ein paar Kilometer weit durch Olivenhaine, vorbei an Mohnblumen, grünen Wiesen, blühenden Pfirsichbäumen. Dann taucht am Horizont ein lang gezogener grauer Klotz auf. Die Menschen im Bus – neu angekommene Flüchtlinge – starren vom Bus aus auf hohe Mauern, Stacheldraht, drumherum riesengroße Leuchtmasten … es ist der Hotspot Moria auf Lesbos. Seit Sonntag sei er zum Gefängnis für immer mehr Flüchtlinge geworden, sagt Constance Theissen, die Frau, die für Ärzte ohne Grenzen in der Hafenstadt Mytilini Hilfe koordiniert:

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23. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitslose Helfer auf Chios hadern mit Türkei-Abkommen“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: derStandard

Hotspot auf der Ägäis-Insel bereits ausgelastet – Flüchtlinge nun unter Polizeikontrolle

von Markus Bernath

Daniel Rivas hat keine Kunden mehr. Statt der rund 850, die zuletzt jeden Tag kamen, tauchen nur noch 28 vor seinem Klapptisch auf: die Letzten, die nach der großen Räumung auf Chios am vergangenen Wochenende im Lager zurückgeblieben sind, also die Kranken oder die ohne Geld für das Fährticket.

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23. März 2016 · Kommentare deaktiviert für »Hier sollen wir nur am Leben gehalten werden, aber Schutz ist das nicht« · Kategorien: EU, Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Pro Asyl

Mehr als 50.000 Schutzsuchende sitzen seit der Schließung des Balkankorridors in Griechenland fest. Vor allem besonders Schutzbedürftige wie unbegleitete Minderjährige leiden unter den katastrophalen Bedingungen. RSPA-Mitarbeiterinnen Salinia Stroux und Chrissi Wilkens berichten über die aktuelle Lage.

Lailuma sitzt erschöpft mit ihren Kindern und Enkelkindern auf einer grauen Decke in einer großen, dunklen Lagerhalle im Hafen von Piräus. Die mittellose neunköpfige Familie aus Afghanistan ist vor einer Woche von der Insel Chios nach Athen gelangt. Ihre Papiere laufen in wenigen Tagen aus. „Wir haben kein Zelt, wir müssen auf dem Boden schlafen. In der Nacht ist es laut und kalt und es gibt Mäuse“, sagt die Frau, die nur mit Mühe ihre Tränen zurückhalten kann. Ihr Mann war als Veterinärarzt für die internationalen Einsatzkräfte in Afghanistan tätig und wurde deswegen von Taliban-Milizen erschossen. Lailuma und ihre Tochter zeigen den Personalausweis des Toten und andere Dokumente, an manchen klebt Blut.

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Wissen nicht, wie es weitergehen soll: Afghanische Flüchtlinge am Hafen von Piräus. Foto: Salinia Stroux

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23. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Der EU-Türkei–Deal und seine Konsequenzen · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: bordermonitoring.eu

Nachdem am Freitag, den 18. März 2016 der EU-Türkei-Deal beschlossen wurde, wird er nun mit Hochdruck umgesetzt. In diesem Artikel, den wir laufend aktualisieren werden, verfolgen wir die Umsetzung mit einem groben Fokus auf Griechenland und die Ägäis.

Dienstag, 22. März 2016

Der UNHCR weigert sich auf Lesbos, an der Umsetzung des Deals mitzuwirken. Kritikpunkt ist die Inhaftierung aller Flüchtlinge, die auf Lesbos ankommen […]

Ein Teil der, von den Inseln verteilten Geflüchteten wird auf dem griechischen Festland in Abschiebehaft genommen. 150 Personen afghanischer und pakistanischer Nationalität kamen heute Morgen am Hafen von Pireaus an, wurden in Handschellen von der Fähre geführt und in das Abschiebegefängnis nach Corinth gebracht. Von dort aus sollen sie in die Türkei abgeschoben werden.

Montag, 21. März 2016

Über 3000 Menschen wurden in den letzten zwei Tagen in einer Eilaktion von den Inseln Lesvos und Chios auf das griechische Festland transferiert. Nun, da der herbeigesehnte Deal mit der Türkei endlich festgezurrt ist, soll alles ganz schnell gehen.

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