09. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Jemen: Saudische Blockade sperrt auch humanitäre Hilfe aus“ · Kategorien: andere Länder · Tags: , ,

Telepolis | 08.11.2017

Hilfsorganisationen warnen vor katastrophalen Konsequenzen. 7 Millionen Bewohner des Landes sind von den Hilfslieferungen vollkommen abhängig

Thomas Pany

Die Hilfslieferungen in den Jemen sind vorläufig eingestellt. Was viele befürchtet hatten, nachdem Saudi-Arabien infolge des Raketenangriffs auf den Flughafen in Riad die Zugänge in das Land noch stärker abriegeln ließ, ist nun bittere Wahrheit.

Humanitäre Operationen sind blockiert, meldet OCHA (Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, der UN zugehörig), nachdem die von Saudi-Arabien angeführte Koalition die Schließung der See- und Flughäfen angeordnet hatte. Alle Schiffe mit Handelsgütern sollten die Häfen in al-Hudaida und Saleef verlassen. Auch Flüge im humanitären Dienst seien ausgesetzt.

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20. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Uganda: Hungern im „Brotkorb Afrikas“ · Kategorien: Afrika · Tags:

DW | 20.10.2017

Uganda ist bekannt als der „Brotkorb Afrikas“. Aber große Flüchtlingszahlen und Dürreperioden machen dem Land zu schaffen. Vor allem im Norden leiden viele Menschen unter Hunger.

Auf dem Weg in den Distrikt Arua im Norden Ugandas ist die Landschaft üppig grün. Seit Juni hat es ohne Unterbrechungen geregnet. Wer hier entlang fährt, würde kaum vermuten, dass viele Menschen in der Region nicht genug zu essen haben.

Doch gerade der Norden Ugandas steht vor gewaltigen Herausforderungen: Täglich kommen hier zwischen 300 und 500 Menschen an, die vor den anhaltenden Kämpfen im Nachbarland Südsudan fliehen. Inzwischen leben rund 1,3 Millionen Flüchtlinge in Uganda. Hier in Arua werden die Neuankömmlinge auf den Feldern angesiedelt. Es wurden bewusst keine Camps gebaut. Stattdessen bekommt jede Flüchtlingsfamilie ein Stück Land zugeteilt, auf dem sie leben und das sie bewirtschaften kann. Die Vertriebenen sollen in der Lage sein, sich selbst zu versorgen – das ist die Idee der ugandischen Regierung.

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17. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Warum Afrika hungert“: Multimedia-Spezial der DW · Kategorien: Afrika · Tags:

DW | 16.10.2017

Zum heutigen Welternährungstag der Vereinten Nationen (16. Oktober) startet die Deutsche Welle eine mehrteilige multimediale Reportage-Reihe, die den Ursachen von Hunger in Afrika auf den Grund geht.

26 Millionen Menschen sind in Afrika akut von Hunger bedroht. In den beiden am stärksten betroffenen Ländern, Südsudan und Somalia, sind mehr als 14 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Das Jahr 2017 war bislang geprägt von internationalen Hilfsappellen, die angesichts der vielen Krisenherde oft nur ansatzweise bedient wurden.

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02. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „G20 ersatzlos abschaffen“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , ,

ARD Tagesschau | 01.07.2017

Interview mit Jean Ziegler

Jean Ziegler ist wütend. Der Soziologe, ehemalige UN-Diplomat und Autor wirft den G20 vor, sie hätten nichts erreicht. Statt dessen fordert er im Interview eine deutliche Stärkung der UN und Sofortmaßnahmen für die ärmsten Staaten – viele könnten umgehend beschlossen werden.

tagesschau.de: Herr Ziegler, die G20 werden sich in wenigen Tagen in Hamburg treffen. Was halten Sie von diesem System? Ist das gerecht?

Jean Ziegler: Es ist eine total illegitime und illegale Zusammenkunft. Es gibt eine Organisation, die Vereinten Nationen, die das öffentliche Interesse der Völker wahrnimmt. Für eine Herrschaftszusammenkunft von einigen mächtigen Staatschefs, die 85 Prozent des Weltbruttosozialprodukts kontrollieren, die hinter 20.000 Polizisten hinter Stacheldraht zusammenkommen in der Weltstadt Hamburg, gibt es keine Legitimation. Sie fassen Beschlüsse, über deren Ausführung keine Kontrolle besteht. Und das geht nicht. Das ist gegen den Willen dessen, was die Gründer der Vereinten Nationen gewollt haben. Und dieser G20-Gipfel unterminiert die Demokratie.

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09. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Hunger steigert globale Migration – zeigt neuer WFP-Bericht · Kategorien: Lesehinweise · Tags:

WFP | 05.05.2017

ROM – Während weltweit so viele Menschen auf der Flucht sind wie noch nie, zeigt eine neue Studie des UN World Food Programme (WFP) klar, dass fehlende Ernährungssicherheit die Migration über Landesgrenzen hinweg deutlich steigert.

Der Bericht hat festgestellt, dass die Zunahme von Hunger in einer Bevölkerung um ein Prozent, 1,9 Prozent mehr Menschen zwingt zu migrieren. Des Weiteren fliehen mit jedem weiteren Konfliktjahr 0,4 Prozent mehr Menschen aus einem Land. Wo Hunger und Konflikt zunehmen, werden also mehr Menschen abwandern oder ihr Zuhause verlassen.

WFP fand zudem heraus, dass fehlende Ernährungssicherheit eine wesentliche Ursache für das Auftreten – und die Intensität – bewaffneter Konflikte ist. Ist ein Migrant einmal aufgebrochen, sind mangelnde Arbeitsmöglichkeiten kombiniert mit wenig oder beschränktem Zugang zu Nahrung oder humanitärer Hilfe wesentliche Push-Faktoren, die Menschen dazu zwingen, weiterzuziehen. Während die Familien hoffen, ihre Ernährungssituation durch Migration zu verbessern, kann letztere aufgrund der Kosten und gefährlichen Bedingungen der Reise zudem selbst Ursache von Hunger sein.

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19. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Kenias Dürre – mehr als nur ein Klimaschock“ · Kategorien: Afrika · Tags:

DW | 19.04.2017

Bei der Hungersnot im Osten Afrikas stehen Somalia und der Südsudan im Fokus. Im benachbarten Kenia herrscht kein Krieg, doch auch hier benötigen Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe. Die Politik ist mitverantwortlich.

Es ist spät am Nachmittag und viele Augen in der kleinen Siedlung sind glasig und gerötet. Der Geruch von selbstgepanschtem Alkohol liegt in der Luft. Die Menschen, die hier in Hütten aus Zweigen, Tierhäuten und Plastikplanen leben, gehören zum Hirtenvolk der Turkana. Doch sie ziehen wegen der Dürre nicht mehr als Nomaden umher, sondern sie haben sich niedergelassen – in direkter Nachbarschaft zum Flüchtlingslager Kakuma, in dem die Vereinten Nationen zurzeit rund 180.000 Menschen versorgen.

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13. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Kampf um Ressourcen: Flüchtlinge im kenianischen Grenzgebiet“ · Kategorien: Afrika · Tags: ,

DW | 12.04.2017

Kakuma war mal ein winziges Nest im Norden Kenias. Heute ist Kakuma das zweitgrößte Flüchtlinslager des Landes. Der Strom von Menschen, die aus dem benachbarten Südsudan fliehen, reißt nicht ab.

Das alte Holz hat die ganze Nacht vor sich hingekokelt. Alice Maraka und ihre Familie haben es auf langen Fußmärschen im Dürregebiet gesammelt, um daraus Holzkohle zu machen. Wenn die Glut erkaltet ist, wandert Alice zum benachbarten UN-Flüchtlingslager Kakuma, um die Holzkohle gegen Lebensmittel zu tauschen. Für eine Schüssel Kohle kriegt sie zwei Teller Hirse oder Bohnen.

„Der Handel mit den Flüchtlingen ist alles, was wir noch haben. Aber es drängeln sich immer mehr dazwischen. Die Flüchtlinge machen inzwischen auch selber Holzkohle und dann gehen wir leer aus“, klagt die junge Frau.

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08. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „UN: Army attack prompts mass exodus from South Sudan“ · Kategorien: Sudan · Tags: ,

Al Jazeera | 07.04.2017

Troops ’slaughtered civilians like animals‘ refugees say, as thousands flee to neighbouring Uganda.

More than 6,000 people have fled from southern South Sudan into the northern Ugandan district of Lamwo, recounting the slaughter of civilians by armed forces, according to the UN refugee agency.

A statement from the UNHCR said on Friday more residents of Pajok town in South Sudan’s Equatoria region were hiding in the bush trying to find their way to safety in Uganda.

„People fleeing the recent incident claimed that the town came under an indiscriminate attack by the South Sudan armed forces,“ the statement said.

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20. März 2017 · Kommentare deaktiviert für In fuga dal Senegal sognando l’Europa: “Meglio morire in viaggio che di fame” · Kategorien: Afrika · Tags: ,

La Stampa | 19.03.2017

In autobus assieme ai migranti che percorrono la rotta africana: «Fermarci è inutile. Da voi c’è la crisi? Non può essere peggio di qui»

LORENZO SIMONCELLI

«Prossime fermate Goudiry (Senegal), Bamako (Mali), Ouagadougou (Burkina Faso), Niamey e Agadez (Niger)». Il 26enne Mourjam grida a squarciagola alla stazione degli autobus di Tambacounda, città del Senegal a 180 chilometri dal confine con il Mali, per cercare di vendere gli ultimi posti rimasti vuoti a bordo dell’autobus Gran Turismo della Diallo Transport, partito la notte prima dalla Gare routière di Dakar. Due giorni e mezzo di viaggio fino ad Agadez, 3.720 chilometri attraversando il Sahel, una strada cosparsa di buche, terra rossa e immensi baobab a bordo pista. Un percorso fino a 20 anni fa reso celebre dai centauri della Parigi-Dakar che lo attraversavano; oggi, invece, trasformatosi nell’inizio della Western Route, come i migranti in viaggio verso l’Europa l’hanno ribattezzata.

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01. März 2017 · Kommentare deaktiviert für „Kriege führen zu Hungersnot in Ostafrika“ · Kategorien: Afrika, Sudan · Tags: ,

Telepolis | 01.03.2017

Eine Rolle könnte auch die Spekulation mit Lebensmitteln spielen, das aber ist umstritten

Dirk Eckert

Die Hungersnot ist wieder da, diesmal in Ostafrika. Zehntausende Menschen fliehen deshalb inzwischen aus dem Südsudan nach Norden in den Sudan. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR rechnet mit weiteren Flüchtlingen.

Damit erreicht die Staatsgründung Südsudan einen weiteren Tiefpunkt: Erst 2011 unabhängig geworden, hat sich der Traum von nationaler Unabhängigkeit in einen Alptraum verwandelt. In dem Land tobt ein Bürgerkrieg. Seit 2013 bekriegen sich Präsident Salva Kiir und sein ehemaligen Stellvertreter Riek Machar.

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