30. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Tod im Mittelmeer: „Mama, ich kann nicht mehr, bitte töte mich“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , ,

Spiegel Online | 29.03.2018

Zwei Familien ertrinken auf der Flucht von der Türkei nach Griechenland im Mittelmeer, nur drei Menschen überleben. Die Küstenwache wurde informiert – eine Rettung unterblieb. Eine Rekonstruktion.

Von Samos berichten Giorgos Christides, Nicolai Kwasniewski und Christoph Koitka (Fotos und Video)

Ist es möglich, dass im Mittelmeer, kurz vor einer rettenden Insel, zwei Familien sterben und keiner es bemerkt? Ist es möglich, dass viele, die diese Katastrophe hätten verhindern können, Bescheid wussten und dennoch nichts taten? Die Familienangehörigen und die Überlebenden des Schiffbruchs haben gute Gründe für die schockierende Annahme, dass ihre Familien, darunter neun Kinder, noch am Leben sein könnten.

Ein SPIEGEL-Team hat mehrere Tage lang auf Samos mit den Betroffenen gesprochen, mit Angehörigen, mit Beamten von Polizei und Küstenwache. Es hat Belege und Beweise zusammengetragen. Das Puzzle ergibt das Bild eines Unglücks, das weit weniger schicksalhaft war, als es zunächst schien.

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29. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Migranti, dietro i libici c’è la Marina militare italiana?“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , ,

Werden die Einsätze der libyschen Küstenwache von der italienischen Marine gesteuert? Hinweise bietet der Beschluss des Ermittlungsrichters von Catania, der die Beschlagnahme der Open Arms bestätigt hat.

Il Manifesto | 29.03.2018

L’inchiesta sulla Open Arms

Carlo Lania

Ma chi coordina gli interventi della Guardia costiera libica? Tripoli non ha una propria area Sar (ricerca e salvataggio) né dispone di un proprio Mrcc, un centro di controllo per i salvataggi in mare dal quale dare indicazioni alle sue motovedette impegnate, anche in acque internazionali, nel fermare i barconi carichi di migranti. A leggere però il decreto con cui il Gip di Catania ha confermato due giorni fa il sequestro della nave della ong spagnola Open Arms (facendo però decadere l’accusa di associazione per delinquere), sembra che un ruolo importante nell’attività dei militari libici lo abbia la Marina militare italiana.

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26. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Überlebende erheben schwere Vorwürfe gegen Küstenwache“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , , ,

Spiegel Online | 26.03.2018

Ein Flüchtlingsboot sinkt vor einer griechischen Insel. 16 Menschen sterben, nur drei retten sich an Land. Nun klagen die Überlebenden an: Die Küstenwache habe von dem Unglück gewusst – aber nichts getan.

Von Samos berichten Giorgos Christides und Nicolai Kwasniewski

Es war eine erschütternde Meldung, die vor gut einer Woche aus Griechenland kam: Ein Flüchtlingsboot kenterte vor der kleinen Insel Agathonisi, wenige Seemeilen vor der türkischen Küste. An Bord waren zwei Familien aus Afghanistan und dem Irak, viele Kinder und Jugendliche, auch ein wenige Monate alter Säugling, insgesamt 21 Personen. Doch nur drei Erwachsene schafften es an Land – alle Kinder ertranken. Zwei Personen werden noch vermisst, dabei soll es sich um die Schleuser handeln.

Es sind die ersten Flüchtlinge, die in diesem Jahr in der Ägäis gestorben sind. Nach Aussagen der Überlebenden hätten sie gerettet werden können. Die Vorwürfe der Flüchtlinge wiegen schwer – und sie sind begründet. Das scheint auch auf höchster politischer Ebene in Griechenland angekommen zu sein. Zwei Minister, die möglicherweise die politische Verantwortung für die Katastrophe tragen, sind am Wochenende auf die Insel Samos geflogen, um die Überlebenden zu treffen.

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20. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „NGOs warn of intimidation as Italy seizes migrant rescue ship“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , ,

Al Jazeera | 20.03.2018

Vessel refused to hand refugees to Libyan coastguard and docked in Italy, where officials opened probe against crew.

by Ylenia Gostoli

Rome, Italy – Human rights groups have warned of a campaign of intimidation after Italian authorities seized a Spanish rescue ship and threatened criminal charges against some of its crew members who refused to hand over rescued refugees and migrants to the Libyan coastguard.

The NGO Proactiva Open Arms said its vessel responded to boats in distress in international waters off the coast of Libya on March 15.

The vessel took the 216 rescued refugees and migrants to the Sicilian port of Pozzallo port on March 17, where the ship was seized.

Complications in the operation began when the NGO attended to the second boat in distress.

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17. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Libysche Küstenwache bedroht Flüchtlingshelfer mit Waffen“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Süddeutsche Zeitung | 16.03.2018

  • Eine spanische Hilfsorganisation ist bei der Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer nach eigenen Angaben von der libyschen Küstenwache mit Waffen bedroht worden.
  • Die Organisation weigerte sich dennoch die geretteten Menschen an die libyschen Behörden zu übergeben.
  • Der italienische Senator und Menschenrechtsexperte Luigi Manconi nannte den Vorfall eine „Aktion an der Grenze zur Piraterie“.

Bei einem Rettungseinsatz im Mittelmeer ist die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms nach eigenen Angaben von der libyschen Küstenwache mit Waffen bedroht worden. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls hatte die Organisation mehr als 200 Flüchtlinge an Bord und befand sich in internationalen Gewässern, etwa 120 Kilometer entfernt von der libyschen Küste.

Der Organisation zufolge soll die Küstenwache die Helfer aufgefordert haben, ihnen die Menschen auf ihr Schiff zu übergeben. Als sich die Organisation allerdings weigerte, habe die Küstenwache gedroht zu schießen, erklärte eine Sprecherin der Organisation Proactiva Open Arms. Trotz der Drohung sollen sich die Helfer weiter geweigert haben. Das libysche Schiff zog sich schließlich zurück.

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11. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Libysche Marine nimmt mehr als 250 Flüchtlinge an Bord“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute · Tags: ,

NZZ | 11.03.2018

(afp) Die libysche Marine hat vor der Küste des nordafrikanischen Landes mehr als 250 Flüchtlinge gerettet. Wie ein Sprecher am Samstag mitteilte, wurden westlich der Hauptstadt Tripolis 140 Menschen an Bord genommen. Bei einer zweiten Aktion östlich von Tripolis seien 112 Menschen aus einem Schlauchboot gerettet worden, sagte ein weiterer Marine-Sprecher.

Libyen ist das Hauptdurchgangsland für Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, die über das Mittelmeer in die Europäische Union gelangen wollen. Vom Westen Libyens aus ist Italien nur etwa 300 Kilometer entfernt. Bei der gefährlichen Überfahrt in oftmals überfüllten und nicht seetauglichen Booten kommen jedes Jahr hunderte Flüchtlinge ums Leben. In diesem Jahr starben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits mindestens 337 Menschen.

04. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Libyan coastguards rescue 362 migrants off western Libyan shores“ · Kategorien: Libyen · Tags: ,

The Libya Observer | 03.02.1018

On Wednesday and Thursday, the Libyan coastguards rescued a total of 362 illegal migrants off western shores, the Libyan Navy announced Friday.

The spokesman for the Libyan Navy, Ayoub Qassim, said the first operation rescued 89 illegal immigrants off northern Al-Khums shores by Misrata coastguards, to whom the migrants were delivered afterwards.

Qassim added that the second coastguards’ rescue operation took 48 hours of search between northern Zliten and Libyan water borders with Tunisia, in which 250 migrants including 13 women and 6 children were rescued and delivered to Tajoura migrants’ detention center.

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10. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Rund 100 schiffbrüchige Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

derStandard | 10.01.2018

Nachdem ein Schlauchboot vor der libyschen Küste gekentert ist, konnten vorerst wenige Insassen gerettet werden. Sie hielten sich teilweise stundenlang an Trümmern fest

Tripolis – Nachdem ein Flüchtlingsboot vor der libyschen Küste gekentert ist, werden etwa 100 Menschen vermisst. Das Schicksal von 90 bis 100 Bootsflüchtlingen sei unklar, teilte die libysche Marine am späten Dienstagabend in Tripolis mit.

Nach dem Bootsunglück seien 17 Menschen gerettet worden, unter ihnen einige Frauen. Sie hielten sich den Angaben zufolge stundenlang an Teilen des Schlauchboots fest, bis die Retter eintrafen.

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08. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mindestens 66 Tote bei Schiffbrüchen im Mittelmeer“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Handelsblatt | 08.01.2018

Auch zu Beginn des neuen Jahres wagen Migranten weiterhin die Überfahrt von Libyen nach Europa. Viele überleben diese Reise nicht. Im Winter gilt die Route als besonders gefährlich.

Rom Bei Schiffbrüchen im Mittelmeer sind am vergangenen Wochenende mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen. 64 Flüchtlinge starben am Samstag bei einem ersten schweren Unglück. Das habe die Befragung von Migranten, die nach einem Schiffbruch gerettet worden seien, ergeben, twitterte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Montag. Am Sonntag ereignete sich ein weiteres Unglück unweit der libyschen Küste mit mindestens zwei Toten, wie die libysche Küstenwache mitteilte. Da sich das Wetter bessern soll, rechnet die libysche Marine damit, dass in den kommenden Tagen noch mehr Menschen die gefährliche Überfahrt wagen könnten.

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18. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Libia rinuncia alla Sar nel Mediterraneo: “Adesso l’Italia dovrà fare più salvataggi” · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Il Fatto Quotidiano | 18.12.2017

Il 10 luglio, su spinta italiana, Tripoli aveva istituito la sua Srr, „Search and rescue region“, uno specchio d’acqua oltre i limiti nazionali dove ha il dovere di coordinare i soccorsi in mare. Cinque mesi dopo, ha fatto un passo indietro e ha ritirato la domanda presentata all’International Maretime Organisation

di Lorenzo Bagnoli

Dopo l’estate sembrava che la Libia dovesse diventare il primo attore dei salvataggi nel Mediterraneo. Era uno dei risultati auspicati dal ministro dell’Interno Marco Minniti dopo la campagna per l’adozione del codice delle ong. Il ministro nella sua informativa al Parlamento del 5 luglio parlava di istituire un Maretime rescue cooperation center (Mrcc) – una sorta di centrale di coordinamento dei salvataggi in mare – anche a Tripoli. Il 10 luglio, su spinta italiana, la Libia aveva istituito la sua Srr, Search and rescue region, uno specchio d’acqua oltre i limiti nazionali dove ha il dovere di coordinare i soccorsi in mare. Cinque mesi dopo, ha fatto un passo indietro e ha ritirato la domanda.

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