15. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Italienische Küstenwache lässt 500 Boat-people vor Libyen retten · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , ,

Die italienische Küstenwache lässt derzeit ca. 500 Boat-people auf vier Booten mithilfe italienischer Kriegsschiffe retten und wird sie anschließend nach Italien bringen. – Das US-Kriegsschiff, das am Dienstag 41 (nach anderen Berichten 40) Boat-people gerettet und 12 Tote geborgen, diese aber wieder ins Meer gelassen hat, macht sich unsichtbar. Die gestern den gesamten Tag oft wiederholte Angabe, dass sich das Kriegsschiff vor der sizilianischen Hafenstadt Augusta befunden habe, soll eine Fehlmeldung sein. Die Anlandung der Überlebenden der Schiffskatastrophe, die wahrscheinlich sehr vielen Mitfahrenden das Leben gekostet hat, soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfinden.

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14. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für EUNAVFOR als Teil der Festung Europa · Kategorien: EU, Libyen · Tags: ,

Michel Brandt, DIE LINKE

Zivile staatliche Seenotrettung, um Sterben im Mittelmeer zu beenden

Allein in diesem Jahr sind über 800 Menschen beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen, ertrunken. Anstatt zu helfen, schickt die Bundesregierung wieder bewaffnete deutsche Streitkräfte aufs Mittelmeer, um Flüchtende abzuwehren. DIE LINKE fordert eine staatlich organisierte zivile Seenotrettung, damit das Sterben auf dem Mittelmeer aufhört.

14. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für US-Kriegsschiff wirft 12 geborgene Tote zurück ins Mittelmeer · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , ,

Vom US-Kriegsschiff „Trenton“, das am vergangenen Dienstag 41 (nach anderen Berichten 40) Boat-people gerettet und 12 Ertrunkene geborgen hat, wurden die 12 Toten nach zweieinhalb Tagen Aufbewahrung zurück ins Meer geworfen. Als Grund wurde angegeben, dass das Schiff keine entsprechenden Kühlräume habe und von Italien kein Anlandehafen angegeben wurde. Falls dem Schiff die Nahrung für die Geretteten ausgeht, was passiert dann? Die US-Marine und die italienische Marine, die seit Jahren vor der libyschen Küste dauerpräsent sind, verfügen über Rettungshubschrauber. Ein Luft-Transport von 12 Toten stellt keinerlei logistische Herausforderung dar. Die aktive Versenkung von tot geborgenen Bootsflüchtlingen zurück ins Mittelmeer ist ein Präzedenzfall. – Mittlerweile meldet das NGO-Rettungsschiff „Sea Watch 3“, das sich ebenfalls vor Ort befindet, das Auffinden eines großen beschädigten Schlauchboots ohne Passagiere.

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13. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für ICG Studie: „New insurgency along the Niger-Mali border“ · Kategorien: EU, Hintergrund, Mali, Niger · Tags: , ,

Crisis Group | 12.06.2018

The Niger-Mali Border: Subordinating Miliary Action to a Political Strategy

The Nigerien government and its allies’ use of military force and non-state armed proxies to curtail jihadist groups along the Niger-Mali border is stoking intercommunal conflict. Niger should instead adopt a political approach which includes reconciliation, dialogue and, in some cases, pardons for militants.

Executive Summary

What’s new? A new insurgency is developing along the Niger-Mali border. Jihadist groups, including a local Islamic State branch, have established a foothold in the region, exploiting recent instability in neighbouring Mali and insecurity that has plagued border areas for decades.

Why does it matter? Efforts to curtail jihadists’ expansion have involved mostly military operations, but their results thus far have been unconvincing. Western powers’ overwhelming focus on counter-terrorism has neglected other factors of instability, and their backing of non-state armed proxies has stoked intercommunal conflict and arguably played into militants’ hands.

What should be done? The Nigerien government should adopt a more political approach including reconciliation among communities, dialogue, even with militants, and pardons for insurgents who have committed no serious crimes. Western partners should subordinate their military operations to such an approach, which would be more in tune to local needs. Weiterlesen »

15. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für The new European border between Niger and Libya – Open Migration · Kategorien: EU, Hintergrund, Italien, Libyen, Niger · Tags: , ,

The new European border between Niger and Libya

May 11, 2018 – Giacomo Zandonini

March 2017 was coming to a close when Italian Interior Minister Marco Minniti gathered a number of local leaders from Fezzan, in the southwestern region of Libya, to negotiate a peace agreement in Rome. His goal was to end hostilities between the Toubou, Tuareg, and Awlad Suleiman tribes, and to regain control over the border with Niger, the main entry point for migrants. One year later the invisible line dividing the two countries is still the focus of European attention, but the agreement seems bound to fail and Niger has stopped evacuating migrants from Libya. This is the third and last episode of Giacomo Zandonini’s reportage from Niger. Weiterlesen »

04. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mali: Barkhane dément toute complicité avec les groupes armés“ · Kategorien: Frankreich, Mali · Tags:

Das französische Militär, das im Sahel unter dem Operationsnamen „Barkhane“ den internationalen Kriegseinsatz anführt, wird beschuldigt, bei den jüngsten Massakern in Nord-Mali (Region Menaka) Komplize oder gar Strippenzieher gewesen zu sein. In den internationalen Medien werden für diese Massaker hingegen interethnische Spannungen oder Dschihadisten verantwortlich gemacht. Das französische Militär arbeitet in dieser Region mit lokalen Milizen zusammen.

rfi Afrique | 03.05.2018

Les questions se multiplient dans la région de Menaka au Mali suite à la mort de civils par dizaines ces dernières semaines et derniers jours. Les victimes appartiennent essentiellement à deux commaunutés, les Touarègues daoussahak et les Peuls. Difficile pour l’heure de dire si ces civils ont été tués par des terroristes, par des forces qui luttent contre ces terroristes ou s’ils sont victimes d’amalgames et de représailles sur des bases communautaires. Suite à ces violences, la force française Barkhane se retrouve au coeur d’une polémique.
La force Barkhane est accusée par certaines voix de complicité, puisqu’elle travaille ponctuellement dans la région avec les groupes armés du MSA et du GATIA qui sont accusés d’être responsables de certaines des exactions constatées.

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27. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Bundestag verlängert Mandate: Bundeswehr bleibt weiter in Mali“ · Kategorien: Deutschland, Mali · Tags:

FAZ | 26.04.2018

Die Bundeswehr wird auch weiterhin in Mali zur Stabilisierung des Landes beitragen – und sogar mit noch mehr Soldaten vor Ort sein. Auch andere Einsätze verlängert der Bundestag.

Der Bundestag hat drei Afrika-Einsätze der Bundeswehr verlängert. Unter anderem beschloss das Parlament am Donnerstag, dass die deutschen Soldaten ein weiteres Jahr im westafrikanischen Mali bleiben. Dort wird der größte und gefährlichsten Auslandseinsatz der Bundeswehr noch einmal ausgeweitet: Statt maximal 1000 können sich künftig bis zu 1100 Soldaten an der UN-Mission „Minusma“ zur Stabilisierung des Landes beteiligen. Verlängert wurde auch das Mandat für die EUTM-Mission zur Ausbildung malischer Soldaten. Darüber hinaus bleibt die Bundeswehr auch bei der Bekämpfung der Piraterie vor Somalias Küste im Einsatz.

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20. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Conflits dans le Sahara : des dynamiques locales occultées par le mirage du djihad global · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara · Tags: ,

In einem bemerkenswerten Aufsatz analysiert Marc-Antoine Pérouse de Montclos, Forschungsdirektor am /Institut de recherche pour le développement (IRD),/den Hintergrund des größten französischen Kriegseinsatzes seit dem algerischen Unabhängigkeitskrieg. Er hält die Bekämpfung des Dschihadismus im Sahel für eine überbewertete, wenn nicht vorgeschobene Begründung. Dass der laufende Kriegseinsatz kaum von Kritik in der französischen Öffentlichkeit begleitet wird – im Unterschied zu den Massenprotesten gegen den US-geführten Golfkriegen 1991 und ab 2003, erklärt er mit der französischen Herrschaftstradition, Aufstände im eigenen Land wie in den Kolonien als religiöse Verschwörung darzustellen.

Die Gründe, die die französische Regierung zu Beginn des Kriegseinsatzes 2013 angab, seien nicht stichhaltig. Weder habe in dem Jahr eine dschihadistische Eroberung Südmalis gedroht, noch seien damals wie behauptet massenhaft Frauen und Kinder von Dschihadisten massakriert worden. Eine regelrechte Entführungsindustrie gebe es auch in Mittel- und Südamerika sowie in anderen subsaharischen Ländern, ohne dass deswegen dort militärisch interveniert würde.

Massenbefragungen und zahlreiche Reiheninterviews dschihadistischer Gefangener in den Sahel-Ländern hätten ergeben, dass religiöse Motivationen bei ihrer Rekrutierung nur eine geringe Rolle gespielt hätten. Wichtig sei hingegen das Kampfziel, Familien, Communities und legale oder informelle ökonomische Aktivitäten zu schützen. Ausserdem ginge es vielen um Einkommen und sozialen Aufstieg. Auslösend sei häufig die Erfahrung sozialer Ungerechtigkeit, staatlicher oder parastaatlicher Repression sowie korrupter Praktiken staatlicher Machthaber vor Ort.

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17. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Les forces armées du G5 Sahel ont participé à l’opération « Bouclier du Golfe » · Kategorien: Sahara · Tags: ,

G5-Sahel übt militärische Grenzüberwachung in Saudi-Arabien.

Niamey | 17.04.2018

(Niamey et les 2 jours) – Les forces armées du G5 Sahel dont le Niger ont participé durant un mois à l’exercice militaire dénommé « Bouclier du golfe ». Le défilé marquant la fin de l’exercice s’est tenu hier en Arabie Saoudite en présence de Mahamadou Issoufou, président nigérien et Président en exercice du G5 Sahel.

L’objectif de cette opération est de lutter efficacement contre le terrorisme sous toutes ses formes. Pour ce faire, des missions opérationnelles de renforcement de capacité des Forces armées ont été effectuées pendant un mois. Ce qui constitue un atout de taille pour le G5 Sahel dont la force conjointe s’apprête à défendre l’intégrité territoriale des zones frontalières entre le Niger, le Mali et le Burkina Faso, actuellement sanctuaire de terroristes et trafiquants de tout acabit.

Le défilé s’est déroulé à 200 Km de la ville de Dammam, une région Est de l’Arabie Saoudite en présence d’une trentaine de délégations originaires de pays islamiques et de la hiérarchie militaire du G5 Sahel.

16. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Mali : un pays toujours désintégré“ · Kategorien: Mali · Tags: , ,

Die Tageszeitung Libération schreibt, gestützt auf NGO-Berichte, dass das französische Militär in Mali zu Geheimoperationen übergegangen ist. Verhaftete werden in Massengefängnisse verbracht, die sich in Internierungslager verwandelt haben, oder umgehend „neutralisiert“.
Bislang hielt sich die Annahme, dass mit diesem Begriff stets die extralegale Hinrichtung von Gefangenen bezeichnet wurde. Die Hingerichteten werden an Ort und Stelle anonym begraben. Doch jetzt präsentierte das Internationale Strafgericht in Den Haag einen Gefangenen, dessen Namen die Internationale Menschenrechtsliga vor einem Jahr als „neutralisiert“ registriert hatte. Die französischen Streitkräfte hatten die „Neutralisierung“, aber keinen Haftverbleib dieser Person bekannt gemacht.

Liberation | 13.04.2018

Depuis l’opération Serval en 2013, l’armée française n’a pas réussi à éliminer des groupes jihadistes discrets qui restent à l’affût dans le Nord. Les ONG dénoncent en outre des crimes commis par les forces régulières, repoussant encore toute perspective d’unité du territoire.

Par Maria Malagardis

«Je ne pense pas qu’il soit possible de régler le problème au Mali en moins de dix à quinze ans, si tant est que nous le puissions.» Le pronostic est du chef d’état-major des armées français, le général François Lecointre. Il s’exprimait devant des députés, fin février. Cinq ans après le début de l’opération Serval pour déloger les jihadistes qui s’étaient emparés de la moitié du pays, le Mali est toujours malade. Certes, les cellules jihadistes sont désormais éclatées, réduites à la clandestinité, à la guérilla ou aux attentats (lire page 5), mais l’insécurité a progressé. Alors qu’une élection présidentielle doit se tenir le 29 juillet, l’Etat n’a pas repris pied dans les régions du Nord, il a même reculé dans le Centre. L’armée française a désormais recours à des partenaires contestés, en particulier les troupes des chefs de guerre touaregs Moussa ag Acharatoumane et El Hadj ag Gamou. Quant aux militaires maliens, ils sont accusés d’exactions par les organisations de défense des droits de l’homme.

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