24. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Rettungseinsätze in der Ägäis nehmen zu“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: ,

Sea Watch

Sea-Watch Crew rettet 27 Bootsflüchtlinge vor der griechischen Insel Kós

Laila* lehnt zitternd an der Reling der Sea-Watch 1, sie atmet schwer. Als Bootsfahrer Ben ihre Hand nimmt, lässt sie nicht mehr los. Laila hat in ihrem Leben schon angsteinflößendere Dinge gesehen, als ein deutsches Rettungsschiff. Aber die Todesangst hat sie auch an diesem Abend wieder eingeholt, auf der Überfahrt von Bodrum in der Türkei nach Europa. Sie ist mit ihrem Freund aus Kobane in Syrien geflohen. Alles, was sie aus ihrem alten Leben mitgenommen hat, passt in eine pink-karierte Tasche.

Um 2.30 Uhr morgens hatte Sea-Watch Kapitän Phil ein ungewöhnlicher Anruf von der griechischen Küstenwache in Kós erreicht: „Hello my friend, can you help us? Könnt ihr mit Eurer Crew ein Flüchtlingsboot in den Hafen bringen?“ Seit Beginn der Sea-Watch Monitoring Mission in der Ägäis hatte es eher den Anschein gemacht, die griechische Küstenwache wolle keine NGOs auf dem Wasser sehen. In Kós war der Kommander offensichtlich sehr dankbar über die Hilfe der Sea-Watch Crew. „Die Rettung gestern war ein wichtiges Zeichen für uns: So könnte gute Zusammenarbeit mit den Behörden immer aussehen”, so Phil.

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23. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Wenige Millimeter dünner Stoff trägt 150 Menschen“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

Handelsblatt | 22.09.2017

Vor Libyens Küste hat sich erneut eine Tragödie abgespielt. Viele Flüchtlinge kamen ums Leben. Auf dem Rettungsschiff „Aquarius“ ist die Crew von der Meldung wenig überrascht. Unsere Reporterin reist mit und berichtet.

Anna Gauto

Das Schiffsunglück ereignete sich vor der Küste von Libyen auf dem Mittelmeer, viele Menschen kamen dabei ums Leben. Die Flüchtlinge hatten die Überfahrt nach Europa mit einem Schlauchboot gewagt. Ein Sprecher der libyschen Marine sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass nach Angaben von Überlebenden mehr als 120 Menschen in dem Boot gewesen waren. Darunter sollen auch Frauen und Kinder gewesen sein.

Rund 90 Menschen würden noch vermisst, sagte ein örtlicher Behördensprecher in der libyschen Stadt Zuwara. Überlebende hätten sich fünf Tage lang an das sinkende Schiff geklammert, bevor dieses auf einen Strand aufgelaufen sei.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Jugend Rettet: Flüchtlingshelfer wehren sich gegen Schlepper-Vorwurf“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Spiegel Online | 19.09.2017

Arbeitet die Organisation Jugend Rettet mit Kriminellen zusammen? Im sizilianischen Trapani versuchen die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, die Vorwürfe eines italienischen Staatsanwalts zu entkräften.

Von Martin Knobbe

Das Bild ist verschwommen, doch die Szene ist klar zu erkennen: Zwei Menschen in einem Schlauchboot ziehen an einem Seil ein leeres, blau-rotes Holzboot hinter sich her. Das Foto hat ein verdeckter Ermittler der italienischen Polizei geschossen. Es zeigt nur einen Ausschnitt einer größeren Rettungsaktion, die sich am frühen Morgen des 18. Juni 2017 rund 30 Kilometer vor der libyschen Küste abspielte.

Das Rettungsschiff „Iuventa“ der deutschen Nichtregierungsorganisation (NGO) Jugend Rettet nimmt Dutzende Flüchtlinge an Bord, die sich in drei Holzbooten von Libyen nach Europa aufgemacht hatten. Anschließend wechseln sie mit Schlauchbooten auf ein größeres Schiff der Hilfsorganisation Save The Children, das sie schließlich nach Italien bringt.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Watch im Dauereinsatz: Die Krise auf dem Mittelmeer ist nicht beendet“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Sea Watch | 19.09.2017

Die Crew der Sea-Watch 1 hat in der Ägäis am vergangenen Montag 27 Menschen aus akuter Seenot gerettet, der EU-Türkei-Deal bröckelt. In den darauffolgenden Tagen fand allein unser Aufklärungsflugzeug #Moonbird sieben Boote in Seenot vor der libyschen Küste. Eines davon sank genau in dem Moment, als es von den Piloten entdeckt wurde. Zwar waren die Zahlen der Überfahrten auf der zentralen Mittelmeerroute zunächst gesunken, nachdem der italienische Staat Medienberichten zufolge eine Miliz dafür bezahlt hatte, Abfahrten von Fluchtbooten zu verhindern. Die vergangene Woche zeigt aber mehr als deutlich, dass die humanitäre Krise auf dem Mittelmeer keinesfalls beendet ist und schmutzige Deals mit der Türkei oder Libyen keine langfristige Lösung sind.

Am 29. August vermeldete die Internationale Organisation für Migration, es habe seit mindestens drei Wochen keine Toten auf dem Mittelmeer mehr gegeben. Am 30. August jedoch berichtet der einzige Überlebende eines Bootsunglücks, der schwimmend (!) in Tunesien den Strand erreichte, von 120 Menschen, die mit ihm aufgebrochen waren. Von ihnen fehlt seither jede Spur. Auch bei einem Einsatz der Seefuchs vor Tunesien berichten Gerettete von zwei weiteren Booten, die offenbar nicht gefunden wurden.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libysche Küstenwache ruft um Hilfe“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

Handelsblatt | 18.09.2017

Das Rettungsschiff „Aquarius“ nimmt zahlreiche Flüchtlinge auf, die auf dem Mittelmeer unterwegs sind. Unsere Reporterin ist mit an Bord – und berichtet von einem überraschenden Hilferuf der libyschen Küstenwache.

Anna Gauto

Trapani/Sizilien Die Sonne brennt auf den Hafen der sizilianischen Küstenstadt Trapani. Vor Anker liegt das Rettungsschiff „Aquarius“, auf dem SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen gemeinsam auf Mission gehen. An Bord wuselt alles durcheinander. Polizisten, Journalisten, Flüchtlinge, Mitarbeiter des italienischen Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen. Menschen in weißen Overalls und Mundschutz im Gesicht desinfizieren das Schiff auf dem es nach Fäkalien riecht.

An diesem Tag bringt die „Aquarius“ 371 Migranten mit. Die meisten von ihnen haben die Organisationen unweit der libyschen Küste, westlich der Hauptstadt Tripolis, aus Schlauchboten geborgen. Darunter sind 56 Frauen, sieben Kinder unter fünf Jahren und 48 unbegleitete Flüchtlinge. Laut SOS Mediterranee hat die libysche Küstenwache, die die Bergung durchführen sollte, ausdrücklich um den Einsatz der „Aquarius“ gebeten. Ein Boot der Küstenwache habe sich zwar in unmittelbarer Nähe befunden, sei aber nicht groß genug gewesen, um die Menschen aufzunehmen.

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18. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mittelmeer: Mehr als 5000 Flüchtlinge binnen einer Woche aufgegriffen“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , ,

Spiegel Online | 17.09.2017

Kaum ein Land ist so sehr von der Flüchtlingskrise betroffen wie Italien. Wegen der Abschottungspolitik des EU-Landes kamen zuletzt deutlich weniger Menschen über das Mittelmeer – doch nun steigen die Zahlen wieder an.

Innerhalb einer Woche haben die libysche und die italienische Küstenwache mehr als 5000 Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Der Sprecher der libyschen Marine, Ajub Kacem, erklärte, die libysche Küstenwache habe zwischen Montag und Freitag 2082 Menschen gerettet, von denen eine Frau gestorben sei, am Samstag seien es weitere 1047 Menschen gewesen.

Aus Italien gab es Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Medien, in denen von insgesamt fast 2000 geretteten Flüchtlingen die Rede war. Die Zeitung „La Stampa“ berichtete, auf Sizilien seien 589 Migranten eingetroffen, die von einem Schiff der Hilfsorganisation „Save the Children“ gerettet worden seien.

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17. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Zentrales Mittelmeer: 15 Einsätze innerhalb weniger Stunden, 1800 Migrant*innen gerettet · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

NGOs haben über 1.000 Boat People 30 bis 50 Meilen vor der libyschen Küste gerettet und nach Sizilien gebracht. Auch Schiffe der Marine waren im Rahmen der Operation Sophia an den Einsätzen beteiligt. Die Migrant*innen kamen vor allem aus Marokko, Nigeria, Kamerun, Gambia, Senegal, Sierra Leone, Guinea, Mali und Syrien. Sie berichteten von Folter und Misshandlungen in Libyen.

La Stampa |17.09.2017

In poche ore salvati 1800 profughi. Ricominciano gli sbarchi in Sicilia

Quindici interventi di Ong e Guardia costiera. Msf: In Libia violenze e soprusi

fabio albanese

Le prime avvisaglie c’erano già state nei primi giorni di settembre. Poi, venerdì, il Mediterraneo centrale si è nuovamente affollato di gommoni e barchini come non accadeva da tempo: 15 interventi di salvataggio in poche ore, cui si devono aggiungere alcuni del giorno precedente e altri di ieri: circa 1800 persone salvate nel fine settimana, con l’aiuto delle navi militari e di quelle delle poche Ong rimaste davanti al mare della Libia e il coordinamento della Guardia costiera italiana. A questi, si devono aggiungere i migranti degli «sbarchi fantasma» sulle coste dell’Agrigentino e pure a Lampedusa, poco meno di duecento solo negli ultimi giorni.

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15. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Amnesty: Tschad bringt politische Gegner zum Schweigen“ · Kategorien: Afrika · Tags: ,

DW | 14.09.2017

In dem zentralafrikanischen Binnenstaat wird zunehmend rigoros gegen Menschenrechtler, Journalisten und Gewerkschafter vorgegangen. Doch der Tschad hat auch in der Füchtlingskrise eine entscheidende Rolle.

Im Tschad werden repressive Gesetze und der Geheimdienst zunehmend dazu genutzt, um kritische Journalisten, Aktivisten und Bürgerbewegungen zum Schweigen zu bringen, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet. So habe etwa Eric Kokinague, Chef der Tageszeitung „Tribune Info“, vor einigen Monaten zahlreiche Drohanrufe bekommen, weil er in verschiedenen Artikeln Präsident Idriss Deby kritisierte. Im Mai sei Maoundoe Decladore, Sprecher der Aktivisten-Plattform „Es muss sich ändern“ (Ca doit changer), festgenommen worden.

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12. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Multiple Libya peace plans are a hindrance, UN envoy to say“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

The Guardian | 12.09.2017

Ghassan Salamé is due to tell conference convened by Boris Johnson that efforts to unite country are being hampered

Fears that overlapping European and Middle Eastern peace initiatives for Libya are hampering the new UN special envoy are to be aired this week at a special conference convened by the UK foreign secretary, Boris Johnson.

The conference on Thursday, due to be attended by the US secretary of state, Rex Tillerson, is likely to swing behind a plan to restart political talks, including making changes to a December 2015 peace deal that has so far failed to unite warring factions in the east and west of the country.

The US had largely dropped out of the Libyan crisis since Donald Trump took power in January.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Eye ist wieder im Rettungseinsatz“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Zeit Online | 10.09.2017

Das private Schiff ist wieder auf See, die Crew sieht sich aber von der Küstenwache Libyens bedroht. Kanzlerin Merkel verteidigt die Zusammenarbeit mit libyschen Milizen.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye entsendet wieder Schiffe ins Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Allerdings sollen ihre zwei Schiffe Sea-Eye und Seefuchs nicht näher als 70 bis 90 Seemeilen vor die libysche Küste fahren, kündigte Sea-Eye an. Damit wolle die Organisation der „fortdauernden Bedrohung durch die libysche Küstenwache“ Rechnung tragen und die Sicherheit ihrer Crewmitglieder nicht gefährden. Bisher waren die Seenotretter auch bis an die Zwölfmeilenzone herangefahren.

Sea-Eye begründete die Entscheidung damit, dass die für alle Rettungseinsätze im Mittelmeer zuständige Seenotrettungsleitstelle in Rom die Crew der Seefuchs Anfang September auf einen Einsatz geschickt habe. Die Helfer hätten 16 Menschen aus einem Holzboot vor dem Ertrinken gerettet. Das Ereignis zeige, dass die Behauptung von Frontex und EU nicht stimme, es gebe inzwischen keine Flüchtenden vor der libyschen Küste mehr, hieß es von der Organisation.

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