30. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Greece: Vulnerable lives on Hold, report by RSPA-team of Pro Asyl · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: Pro Asyl

On March 8, 2016, following a gradual restriction since February 2016 of access to the Balkan route based on ethnic origin criteria, the border between Greece and FYROM (Macedonia) was closed for all third-country nationals. In the aftermath of this closure, over 54,000 refugees – about 60% of who are women and children – have suddenly become trapped in Greece. There are hundreds of disabled and elderly people, cancer patients and persons suffering from other severe chronic or incurable diseases, as well as psychologically traumatized persons, pregnant women, families with new-borns and unaccompanied minors. A very high percentage of them is estimated to be admissible for family reunification or relocation. All these people are barely surviving the inhumane and devastating conditions in the reception centres, while at the same time the dirty deal agreed by Turkey and Europe turned the hot spots on the islands of the Aegean into detention- and deportation centres, keeping out those who were planning to follow.

Within the framework of the PRO ASYL project “Refugee Support Program in the Aegean” (RSPA), this report was collated based on research conducted for the RSPA-Newsletter by the colleagues Salinia Stroux and Chrissi Wilkens and the firsthand accounts of refugees in Greece.

[Report Vulnerable lives on Hold]

25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für EU-Entwicklungshilfe: Jagd auf Migranten in Afrika · Kategorien: Afrika, andere Länder, EU · Tags:

Quelle: medico international

Die EU finanziert den Grenzschutz afrikanischer Despoten, die deutsche Entwicklungshilfe-Agentur GIZ baut Lager im Sudan.

Von Ramona Lenz

Der 20jährige Malier Mody Boubou Coulibaly arbeitete als Bauarbeiter im Nachbarland Mauretanien. Am 9. Mai 2016 sprang er auf einer Baustelle aus dem dritten Stock und starb wenig später an den Folgen dieses Sprungs. Ein Pfahl hatte beim Aufprall auf dem Boden seine Hüften durchbohrt. Veranlasst zu dem verzweifelten Sprung hat ihn die Verfolgung durch einen Polizisten. Coulibalys Verbrechen? Er hielt sich illegal in Mauretanien auf, weil er sich die umgerechnet 85 Euro für eine Aufenthaltsgenehmigung nicht leisten konnte.

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09. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Menschen sind dort gefangen“ · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Ein Team von Amnesty International hat Zutritt zu den abgeriegelten Flüchtlingslagern auf Chios und Lesbos erlangt. Ein Mitarbeiter erzählt, was er dort gesehen hat.

Interview von Markus Mayr

Einem Team von Amnesty International ist gelungen, was derzeit nicht vielen Organisationen, geschweige denn Journalisten gelingt: Es hat Zutritt erlangt zu den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln Chios und Lesbos. Seit dem Deal zwischen der EU und der Türkei sind die Camps abgeriegelt und werden streng bewacht. Doch Amnesty kam auf dem „offiziellen Weg“ über die Behörden hinein, wie Conor Fortune erzählt. Der Amnesty-Pressesprecher berichtet im Interview mit der SZ von menschenunwürdigen Zuständen und erklärt, warum die sogenannten Hotspots eigentlich Haftzentren sind.

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01. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Türkei schiebt massenhaft syrische Flüchtlinge ab“ · Kategorien: Syrien, Türkei · Tags: ,

Quelle: Amnesty International

01. April 2016 – Amnesty-Recherchen beweisen, dass die Türkei seit Januar fast täglich syrische Männer, Frauen und Kinder in Gruppen von bis zu 100 Menschen nach Syrien abgeschoben hat. Dieser Verstoß gegen internationales Recht ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Türkei kein sicherer Drittstaat für Flüchtlinge ist, in den die EU bedenkenlos Schutzbedürftige zurückschicken kann.

Aktuelle Nachforschungen von Amnesty International an der Südgrenze der Türkei zeigen, dass die Türkei in den vergangenen Wochen rechtswidrig syrische Flüchtlinge in deren vom Bürgerkrieg zerrissene Heimat abgeschoben hat.

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30. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Idomeni – ein Totalversagen Europas“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags:

Quelle: Der Tagespiegel

Pro Asyl zur Lage der Flüchtlinge in Griechenland

Karl Kopp, Europa-Referent der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl, im Interview über Hoffnung in einer hoffnungslosen Situation und die zwiespältige Wirkung von Bildern

von Matthias Meisner

Herr Kopp, die große europäische Lösung in der Flüchtlingskrise fehlt – und im griechischen Grenzort Idomeni sitzen 12.000 Flüchtlinge fest. Ist es berechtigt, denen Hoffnung zu machen?

Ja, wir müssen ihnen Hoffnung machen. Auch wenn es keine Aussicht dafür gibt, dass die Balkanroute wieder geöffnet wird. Jeden Tag und jede Nacht finden an der Grenze zu Mazedonien Zurückweisungen statt. Die gesamte Balkanroute ist eine menschenrechtsfreie Zone geworden. Die Geflüchteten aber dürfen die Hoffnung nicht verlieren, dass es legale Wege gibt, der humanitären Katastrophe in Idomeni, aber auch in anderen griechischen Orten wie Piräus zu entkommen. Es muss eine politische und humanitäre Lösung für die Menschen geben, die in Griechenland gestrandet sind. Alle Abwehrmaßnahmen helfen nur den Schleppern.

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24. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Refugee crisis: key aid agencies refuse any role in ‚mass expulsion'“ · Kategorien: EU, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: The Guardian

UNHCR and Médecins Sans Frontières say they will not be involved with EU-Turkey deal to send people back from Greece

A triple blow has been dealt to the EU-Turkey migration deal after five leading aid groups refused to work with Brussels on its implementation, a Turkish diplomat ruled out changing Turkish legislation to make the deal more palatable to rights campaigners, and a senior Greek official said nobody knew how the agreement was supposed to work.

The UN refugee agency said it was suspending most of its activities in refugee centres on the Greek islands because they were now being used as detention facilities for people due to be sent back to Turkey.

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23. März 2016 · Kommentare deaktiviert für »Hier sollen wir nur am Leben gehalten werden, aber Schutz ist das nicht« · Kategorien: EU, Griechenland · Tags: , ,

Quelle: Pro Asyl

Mehr als 50.000 Schutzsuchende sitzen seit der Schließung des Balkankorridors in Griechenland fest. Vor allem besonders Schutzbedürftige wie unbegleitete Minderjährige leiden unter den katastrophalen Bedingungen. RSPA-Mitarbeiterinnen Salinia Stroux und Chrissi Wilkens berichten über die aktuelle Lage.

Lailuma sitzt erschöpft mit ihren Kindern und Enkelkindern auf einer grauen Decke in einer großen, dunklen Lagerhalle im Hafen von Piräus. Die mittellose neunköpfige Familie aus Afghanistan ist vor einer Woche von der Insel Chios nach Athen gelangt. Ihre Papiere laufen in wenigen Tagen aus. „Wir haben kein Zelt, wir müssen auf dem Boden schlafen. In der Nacht ist es laut und kalt und es gibt Mäuse“, sagt die Frau, die nur mit Mühe ihre Tränen zurückhalten kann. Ihr Mann war als Veterinärarzt für die internationalen Einsatzkräfte in Afghanistan tätig und wurde deswegen von Taliban-Milizen erschossen. Lailuma und ihre Tochter zeigen den Personalausweis des Toten und andere Dokumente, an manchen klebt Blut.

lailuma

Wissen nicht, wie es weitergehen soll: Afghanische Flüchtlinge am Hafen von Piräus. Foto: Salinia Stroux

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16. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „PRO ASYL legt Rechtsgutachten vor: EU-Türkei-Abkommen ist rechtswidrig“ · Kategorien: EU, Türkei · Tags:

Quelle: Pro Asyl

Vor dem EU-Gipfel appelliert die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL eindringlich an die Staats- und Regierungschefs der EU, vom Türkei-Deal in der geplanten Form Abstand zu nehmen. „Schutzsuchende dürfen nicht sehenden Auges einem Staat ausgeliefert werden, der sie nicht schützen will“, sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL.

Nach einer AFP-Meldung vom 9. März 2016 hat der türkische Ministerpräsident auf dem Rückflug vom EU-Türkei-Gipfel vor mitreisenden Journalisten erklärt, dass die Türkei syrische Flüchtlinge nach deren Rückkehr aus Griechenland in Lagern unterbringen, Nicht-Syrer hingegen in ihre jeweiligen Herkunftsländer abschieben werde. Der türkische Regierungschef erklärte wörtlich, „Nicht-Syrer, die wir in der Ägäis aufgreifen, schicken wir in ihre Heimatländer zurück.“ Burkhardt kritisiert: „Die Türkei ist kein ’sicherer Drittstaat‘ im Sinne des EU- und des internationalen Flüchtlingsrechts.“

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16. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Zwei Dschungel – zwei Methoden dagegen“ · Kategorien: Frankreich · Tags: ,

Quelle: NZZ

Die humanitäre Organisation Médecins sans frontières hat in Nordfrankreich ein Flüchtlingslager errichtet. Zum Ärger von Innenminister Cazeneuve.

Während bei Calais Bulldozer und Sondereinheiten der Polizei den Migranten-Dschungel in der Nähe des Eurotunnels zügig räumen, hat die humanitäre Organisation Médecins sans frontières (MSF) nur vierzig Kilometer nördlich einen anderen Weg eingeschlagen. Am Rande der Gemeinde Grande-Synthe konnte MSF innert zehn Tagen in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Damien Carême 1500 Migranten ohne Einschüchterungen aus einem erbärmlichen Slum in eine neue Barackensiedlung dislozieren, die laut MSF Uno-Normen genügt.

msf

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Urgent Action: EU muss Flüchtlingen helfen · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags: ,

Quelle: Amnesty International

Tausende Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant_innen sitzen derzeit unter extrem schlechten Bedingungen in Griechenland fest. Aufgrund der willkürlichen und diskriminierenden Schließung von Grenzübergängen entlang der Westbalkanroute haben sie keinen Zugang zu dem Schutz, den sie dringend benötigen. Da nach wie vor Menschen in Griechenland ankommen, befürchtet Amnesty International eine weitere Verschlimmerung der humanitären Lage, falls die EU-Mitgliedstaaten nicht umgehend die in Griechenland gestrandeten Flüchtlinge aufnehmen.

Derzeit sitzen geschätzte 10.000 Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant_innen unter sehr schlechten Bedingungen an der griechisch-mazedonischen Grenze fest, darunter zahlreiche Familien mit Kleinkindern sowie auch Menschen mit Behinderungen und schwangere Frauen. Grund dafür sind periodische Grenzschließungen und diskriminierende Grenzabfertigungsmaßnahmen, die eingeführt wurden, um die Anzahl von Personen zu begrenzen, die sich auf die Westbalkanroute begeben. Seit dem 19. Februar dürfen afghanische Staatsangehörige – die 30 Prozent der Neuankömmlinge in Griechenland ausmachen – nicht mehr nach Mazedonien (Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien) und Serbien einreisen. Unzählige Menschen haben keinen regelmäßigen Zugang zu Sanitäreinrichtungen, Wasser und Nahrungsmitteln. Viele müssen unter extrem schlechten Witterungsbedingungen im Freien übernachten. All dies strapaziert die Gesundheit der Betroffenen, die zudem nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

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