17. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Fatih Akins Brief an Abdullah Gül · Kategorien: Türkei · Tags: ,

(türkische Version unten)

An den Staatspräsidenten der Republik Türkei.
Sehr geehrter Herr Gül,
ich schreibe Ihnen, um Sie über die Ereignisse vom Samstagabend zu informieren, da die türkischen Medien kaum bis gar nicht darüber berichtet haben.
Samstagabend wurden in Istanbul erneut hunderte von Zivilisten durch Polizeigewalt verletzt. Ein 14-jähriger Jugendlicher wurde von einer Tränengaspatrone am Kopf getroffen und hat Gehirnblutungen erlitten. Er ist nach einer Operation in ein künstliches Koma versetzt worden und schwebt in Lebensgefahr. Freiwillige Ärzte, die verletzten Demonstranten helfen wollten, wurden wegen Terrorverdacht festgenommen. Provisorische Lazarette Weiterlesen »

17. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für NSA: Digitalisierung und staatliche Gewalt – FAZ · Kategorien: Hintergrund · Tags: , , ,

„[…] Wir tragen Maschinen mit uns herum, die jeden unserer Handgriffe beobachten, um einen virtuellen Doppelgänger von uns herzustellen, der tut, was wir tun werden. Und das ist die Botschaft von Snowdens Tat: Nach Jahrzehnten des Spiels mit Virtualität nimmt die NSA diesen Doppelgänger ernster als den wirklichen Menschen. Die NSA-Affäre zeigt, was es ist, was wir künftig erleben können: algorithmische Interpretationen unserer Existenz, die mit den Muskelpaketen des staatlichen Gewaltmonopols in der ‚wirklichen‘ Welt durchgesetzt werden können.“

via NSA-Skandal: Der verwettete Mensch – Feuilleton – FAZ.

16. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Türkei, Wasserwerfer: Wasser löst chemische Verbrennung auf Haut aus – Jenix JNX5073A · Kategorien: Türkei · Tags: ,

http://www.globalproject.info/it/mondi/160613-globalproject-in-diretta-da-istanbul/14530

http://www.repubblica.it/esteri/2013/06/16/news/turchia_la_denuncia_dei_manifestanti_azione_atroce_a_gezi_park_centinaia_di_feriti-61191413/?ref=HREA-1

„[…] Sul sito del collettivo Global project sono state caricate fotografie che ritraggono agenti turchi mentre caricano i cannoni ad acqua con taniche blu con la scritta ‚Jenix‘: si tratta di un urticante venduto in Turchia, secondo il sito che lo commercializza, a militari, polizia e gendarmeria. Il quotidiano turco Milliyet
indica anche il numero JNX5073A del bidone, mostrato in una delle foto in circolazione. Imbarazzata la reazione del governo: „Si tratta di una soluzione medica“, ha spiegato Huseyin Avni Mutlu, governatore di Istanbul, aggiungendo che „non contiene prodotti chimici“. […]“

16. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Die AKP auf dem Taksim-Platz: Erdogan-Anhänger greifen an – taz.de · Kategorien: Türkei · Tags: ,

Die AKP auf dem Taksim-Platz: Erdogan-Anhänger greifen an – taz.de.

16. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Twitter: „1MillionzumTaksim“ · Kategorien: Türkei · Tags: ,

http://inagist.com/all/346097642314539008/

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16. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für „Krieg gegen Demonstranten“: Türkische Polizei räumt Gezi-Protestlager – Türkei – FAZ · Kategorien: Türkei · Tags: ,

„[…] In Istanbul griff die Polizei kurz nach 21 Uhr den Gezi-Park an. Das Töpfeschlagen, mit dem die Istanbuler seit Ausbruch der Revolte Solidarität für die Demonstranten zeigen, war da gerade verklungen. Wenige Minuten, nachdem die Polizei die Leute dazu aufgefordert hatte, den Park zu verlassen, begann sie mit dem Tränengasbeschuss. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere tausend Menschen im Gezi-Park, unter ihnen viele Familien mit kleinen Kindern, da am frühen Abend verschiedene Kunstaktionen dort stattgefunden hatten und für 22 Uhr eine Filmvorführung geplant war. Die Polizisten verbrannten die Zelte der Besetzer, zerstörten ihre provisorischen Behausungen und trieben die Leute durch Tränengasbeschuss in den hinteren Teil des Parks, wo es kaum Flüchtmöglichkeiten gibt. Auch das anliegende Divan-Hotel, das die Besetzer des Gezi-Parkes mit Wasser und Essen versorgt hatte und in dem die Demonstranten eine Erste-Hilfe-Station eingerichtet hatten, wurde mit Tränengas beschossen. 1/9 Die Räumung beginnt. © dpa Die Räumung beginnt.Zahlreiche Menschen aus dem Gezi-Park flüchteten sich in das Foyer des Divan-Hotels, unter ihnen auch die Grünen-Politikerin Claudia Roth, die gestern die Demonstranten im Gezi-Park aufgesucht hatte und dort von dem Angriff der Polizei überrascht worden war. Die Polizisten folgten den Flüchtenden ins Hotel und schossen Tränengas ins Foyer. Ali Koc, der Besitzer des Divan Hotels, untersagte seinen Angestellten daraufhin, der Polizei die Türen weiterhin zu öffnen und drohte damit, jeden zu entlassen, der sich seiner Anweisung widersetzt. Die ihm unterstehende Unternehmergruppe Koc ist eine der größten Holdings der Türkei. Auch in das nahe gelegene Hilton-Hotel drang die Polizei bei der Verfolgung der unbewaffneten Demonstranten ein. Da sich zahlreiche von ihnen auch in das Deutsche Krankenhaus nahe des Taksim-Platzes geflüchtet hatten, schoss die Polizei Tränengas in dessen Einfahrt. Um die Wasserwerfer zu stoppen, legten sich mehrere Demonstranten unter die Fahrzeuge. Die Fahrer von Sammeltaxis errichteten am Taksim-Platz mit ihren Autos Straßenbarrikaden, um das weitere Vorrücken der Polizei zu verhindern. Zahlreiche Schulen, Nahtclubs und eine Kirche öffneten ihre Tore, um den Demonstranten Schutz zu bieten. Ärzte, die Erste-Hilfe leisteten, verschickten Warnungen über Twitter, dass das Wasser der Wasserwerfer mit einer chemischen Substanz versetzt sei, die zu Verbrennungen ersten Grades führte. Türkische Menschenrechtsorganisationen riefen dazu auf, Fotos, Filme, und Kleidungsstücke, auf denen Spuren der Gewalteinwendungen zu sehen sind, zu sammeln und ihnen zuzuführen.Über Stunden hinweg kam es auch auf der zum Taksim-Platz führenden Einkaufsstraße Istiklal Caddesi zu massiven Tränengasbeschuss und zum Einsatz von Wasserwerfern. Die Polizei versuchte auf diese Weise zu verhindern, dass Leute den Taksim-Platz erreichen. Aufgerüttelt durch die Gewalt, hatten sich nämlich in vielen Stadtteilen Tausende auf den Weg gemacht und versuchten, zu Fuß zum Taksim-Platz zu gelangen. Da der öffentliche Stadtverkehr samt der Bosporusfähren mit Beginn des Polizeieinsatzes eingestellt worden war, liefen Hunderte über die Bosposrusbrücke in Richtung europäische Seite der Stadt, wurden aber noch auf der Brücke kurz nach Mitternacht von der Polizei gestoppt und gegen 3 Uhr morgens mit Tränengas beschossen. Der Europaminister Egemen Bagis teilte mit, dass jeder, der sich zum Taksim-Platz begebe, als Terrorist eingestuft werde.[…]“

via „Krieg gegen Demonstranten“: Türkische Polizei räumt Gezi-Protestlager – Türkei – FAZ.

15. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Türkei: Nächtliche Demonstrationen, Zusammenstöße und Barrikadenbau in vielen Städten, Montag Generalstreik · Kategorien: Türkei · Tags: ,

http://turkishspring.nadir.org/index_ger.html

Autobahnen sind gesperrt, Verkehrsverbindungen eingestellt. Demonstrationen bewegen sich in die Innenstädte: „Taksim ist überall! Widerstand ist überall!“ Foto um 0.05 Uhr auf der Autobahn in Istanbul:

http://www.sendika.org/wp-content/uploads/2013/06/kadikoyyy.jpg

15. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Türkei: Polizei stürmt Gezi-Park – SPIEGEL ONLINE · Kategorien: Türkei · Tags: ,

Türkei: Polizei stürmt Gezi-Park – SPIEGEL ONLINE.

15. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Bremen: Laye Condé-Demo | linksunten.indymedia.org · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Bremen: Laye Condé-Demo | linksunten.indymedia.org.

15. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunisien: Rapper zu 2 Jahren Haft verurteilt · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Alaa Yacoubi, genannt „Weld 15“ [Kind Nr. 15], der Rapper des inzwischen in Tunesien berühmten Lieds „Polizei – die Hunde!“ (März 2013), wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Zu seiner ersten Gerichtsverhandlung war er nicht erschienen, er war untergetaucht, weil er von der Polizei Todesdrohungen erhalten hatte:

http://www.stern.de/panorama/zwei-jahre-haft-rapper-wegen-youtubehit-verurteilt-1989886.html

Inzwischen hat er sich der Justiz gestellt und wurde prompt zu 2 Jahren Haft verurteilt. Hier der Rap:

http://www.youtube.com/watch?v=Nh9X_VEWqu4

In dem Rap bringt „Weld 15“ Erfahrungen und Lebensgefühle der Vorstadtjugendlichen zum Ausdruck. Ständig von der Polizei, inzwischen auch von Spezialkommandos schikaniert, geschlagen, und unter der Drohung, in Haft und Gefängnis geworfen zu werden, machen sich viele Vorstadt-Jugendliche ihrer Wut in Revolten Luft. „Weld 15“ prangert das Polizeiregime als Willkürsystem gegen die Armen an, die nicht auf Bestechung und Einfluss zurückgreifen können – wie in den oberen tunesischen Kreisen üblich. „Weld 15“ war früher bereits wegen Protesten in Haft genommen und gefoltert worden.

Vor dem Prozess und danach haben Reporter von „Nawaat“ gefilmt. Das Publikum – Angehörige, Freunde und Mit-Rapper – wurde mit Pfefferspray aus dem Gerichtsgebäude getrieben. Die sehenswerte Video-Reportage kann in dem untenstehenden Nawaat-Link aufgerufen werden.

Die Rapbewegung hat eine wichtige Rolle in der Aufstandsbewegung gegen Ben Ali gespielt.

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